Seitenwechsel

Samstag, 8. Juli 2017

Coole Vorspeise: Avocadosorbet im Taco-Mantel mit Serrano-Schinken

Habt ihr Vorspeisen auch so gerne wie ich? Ich finde, hier kann man sich fast noch mehr austoben und der Kreativität freien Lauf lassen als beim Hauptgang. Wenn wir nur zu zweit sind, gibt es gaaaaanz selten mal eine Vorspeise bei uns - eigentlich nur, wenn wir essen gehen. Der Aufwand ist einfach zu groß. Wenn wir aber Gäste haben, freue ich mich umso mehr, dass ich mal wieder Gelegenheit für eine neue Vorspeisenkreation habe.
Diese hier habe ich nach einem - leicht abgewandelten - Rezept aus der Lust auf Genuss (08/2015) zubereitet. Die lieben Menschen, die wir zum Grillen zu Gast hatten, waren begeistert...

REZEPT für 6-8 Personen

2 reife Avocados
Saft von 2 Limetten
200 g Crème leicht
Cayenne-Pfeffer
3 Stiele Strauchbasilikum
Meersalz
Pfeffer
40 g Taco-Chips
ca. 200 g Serrano-Schinken (etwa 2 Scheiben pro Kopf)
24 Kirschtomaten
Olivenöl




Avocado-Fruchtfleisch mit Crème leicht, Limettensaft (vorher 4 EL davon beiseite stellen), gehacktem Basilikum, Cayenne-Pfeffer, Salz und Pfeffer pürieren. Abschmecken. In einer Eismaschine 30 min gefrieren lassen, dann nochmal in den Tiefkühler stellen. Nach etwa einer Stunde ist die Masse fest genug, dass sich Kugeln abstechen lassen. 6-8 Kugeln abstechen und in zerböselten Taco-Chips wälzen, auf einen Teller setzen und erneut einfrieren. Zum Anrichten (ca. 1-2 Stunden später) den Schinken und halbierte Kirschtomaten auf Teller verteilen, mit Limettensaft und Olivenöl beträufeln, leicht salzen und pfeffern und je eine panierte Eiskugel darauf setzen. Am besten noch mit Basilikum garnieren  - hab ich vergessen...



Schmeckt echt toll und macht was her - vor allem bei diesen Temperaturen perfekt für den Grillabend!
Ein schönes Wochenende euch allen!

Sonntag, 2. Juli 2017

Gewurstet: Scharfe Rinderbratwurst

"Hat die mal aus dem Fenster geschaut?", mag der ein oder andere jetzt denken. "Was soll ich bitte bei 15 Grad und Nieselregen mit einem Grillrezept?".
Recht habt ihr ja, heute zu grillen wäre wohl nicht die beste Idee. Aber die Idee, selbst Wurst zu machen, muss sich erstmal festsetzen. Keimen, wachsen, bis sie schließlich reif zur Umsetzung ist. Außerdem braucht es einiges an Equipment: Fleischwolf, Wursttüllen, Darm, einen Haufen an Gewürzen... und Zeit. Also ist der Sonntag die beste Zeit, sich das Ganze gründlich durch den Kopf gehen zu lassen, die Woche über die nötigen Utensilien zu sammeln und Fleisch sowie Schweinedarm beim Metzger des Vertrauens vorzubestellen. Um dann am nächsten Wochenende fleißig loszuwursten...

REZEPT für ca. 10 Würste

750 g Rinderschulter
12 g Salz
1 TL Pfefferkörner (bunt oder schwarz)
1,5 TL Pul Biber
3 Pimentkörner
0,5 TL Koriandersaat
0,5 - 1 TL Kreuzkümmel
0,5 TL Zimt
1 TL Chiliflocken
0,5-1 EL Harissa
2 Knoblauchzehen
Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
1 große glasig gedünstete Schalotte
30 ml Sekt, trocken
Schweinedarm



Fleisch kleinschneiden und ca. 30 min ins Gefrierfach legen. Fleischwolf ebenfalls kühlen. Ich habe den passenden Fleischwolf für meine heißgeliebte Küchenmaschine und diese Anschaffung noch nicht bereut. Allein sehr durchzogenes Fleisch bereitet ihm ein wenig Schwierigkeiten. Wer keinen Fleischwolf hat, kann sich das Fleisch auch beim Metzger frisch durchdrehen lassen.

Ganze Gewürze einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften knistern. Im Mörser mittelfein zerstoßen. Mit gepresstem Knoblauch, Schalotte und restlichen Gewürzen vermischen.
Das angefrorene Fleisch durch den Fleischwolf drehen (eher grobe Lochscheibe). Hackfleisch mit den Gewürzen, Salz und dem Sekt vermischen - hierfür eignet sich ein Handrührgerät. Abdecken und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde kalt stellen. Danach einen Probekloß braten und ggf. nachwürzen.
Schweinedarm 2 mal mit kaltem Wasser durchspülen, dann in kaltes Wasser legen. Zum Befüllen den Darm auf eine mittelgroße Wursttülle aufziehen und die Wurstmasse langsam durchdrücken. Schweinedarm am Ende zuknoten , wenn die Wursttülle mit Wurstmasse gefüllt ist, dann langsam die Fleischmasse durch die Wursttülle in den Darm drücken, dabei die Wurst mit der anderen Hand abstützen, damit sie nicht knickt. 4 Hände sind hier besser als 2... Gefüllten Darm am anderen Ende ebenfalls zuknoten und Würste in gewünschter Länge abdrehen. Die Richtung wird dabei nach jeder Wurst gewechselt. Wenn Luft in den Würsten ist, ggf. einem Metallspieß kleine Löcher an den jeweiligen Stellen in die Wurst stechen, damit beim Braten Luft entweichen kann und die Wurst nicht platzt.
Sofort grillen/braten und verzehren oder einfrieren.

Ich muss noch ein wenig üben, denn meine Würste sind allesamt sehr klein geraten. Aber ich will meinem Metzger ja keine Konkurrenz machen.
Neben diesen Exemplaren habe ich noch zwei weitere Sorten Wurst zubereitet, es sollte sich schließlich lohnen. Die Ergebnisse präsentiere ich euch bald...

Habt einen gemütlichen Sonntag!

Montag, 26. Juni 2017

Marmorierter Erdbeerkuchen 2.0 - es wird blumig!


Bei diesem Bild mag ein SEHR aufmerksamer Leser mit Elefantengedächtnis vielleicht denken: "Moment - DAS gab es hier schon mal!"
Stimmt bedingt - ich habe den Kuchen bereits vor genau 3 (!!!) Jahren schon einmal in ähnlicher Form gemacht und hätte schwören können, dass es erst letztes Jahr war. Die Zeit rast also doch, ich wusste es... Trotzdem konnte ich mich noch an den feinen Geschmack der Kombi aus Marmor-Boden, Vanillecreme und Erdbeeren erinnern und daran, dass ich schon einmal kurz vor Ende der Saison noch nicht einen Erdbeerkuchen gebacken hatte. Wie in diesem Jahr auch. Vergangenes Wochende war mir aber so sehr nach Erdbeerkuchen, dass ich am letzten Tag der Spargelsaison früh morgens am Spargelstand nicht nur 2 Kilo Spargel (für schlechte Zeiten), sondern auch 3 Schälchen prachtvolle, rote Erdbeeren erstand und das alte Rezept wieder herauskramte. Die Creme habe ich mangels Vanille und, weil ich ungern zweimal den gleichen Kuchen backen wollte, modifiziert und die Milch mit Lavendelblüten aromatisiert. Ich hatte schon schlechtere Ideen, das Ergebnis schmeckt phantastisch...



REZEPT

Für den Boden:
125 g Butter und Butter für die Form
4 Eier
110 g Zucker
2 TL Vanillezucher
200 g Dinkelmehl
6 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 TL abgeriebene Zitronenschale (Bio)
1 Prise Salz
2 EL Kakaopulver
3 TL Backpulver

Für die Creme:
400 ml Milch
1 EL Lavendelblüten
2,5 Blatt Gelatine
40 g Zucker
30 g Speisestärke
160 g Sahne

Für den Belag:
1,2 kg Erdbeeren
80 g Gelierzucker 3:1
3 EL Zitronensaft


Weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eier trennen und Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eigelbe einzeln unter die Buttermischung rühren. Eiweiß mit Salz steif schlagen Mehl und Backpulver über die Buttermischung sieben und mit 4 ELSaft unterrühren. Eiweiß unterheben und den Teig in 2 Teile teilen. Unter die eine Hälfte das Kakaopulver und restlichen Saft rühren. Teig abwechselnd in eine gefettete Obstbodenform füllen, mit einer Gabel marmorieren und im Ofen 15 min backen. Herausnehmen und auf ein Kuchengitter gestürzt abkühlen lassen.

300 ml Milch mit Lavendelblüten aufkochen und 30 min ziehen lassen, dann absieben und erneut aufkochen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Restliche Milch mit Zucker und Stärke glatt rühren. Mischung in die kochende Milch rühren und ca. 1 Minute unter Rühren kochen lassen. Gelatine ausdrücken und in die heiße Creme rühren, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren.
Derweil die Erdbeeren waschen, putzen und 250 g geputzte Erdbeeren beiseite stellen. Restliche Erdbeeren bei Bedarf halbieren, kleine Exemplare ganz lassen.
Sahne steif schlagen und unter die auf Zimmertemperatur abgekühlte Creme rühren. Auf den Boden streichen, mit den Erdbeeren belegen und 1 Stunde kalt stellen. Die restlichen 250 g Erdbeeren dann pürieren, mit Gelierzucker und Zitronensaft aufkochen und 4 min kochen lassen. 5 -10 min abkühlen lassen und über den Kuchen gießen, dann min. 2 Stunden kalt stellen. Evtl. mit essbaren Büten bestreut servieren.




Super lecker! Inspiriert hat mich damals schon ein Rezept in der tollen Zeitschrift deli (1/2014), welches ich wie hier beschrieben angepasst habe.

Samstag, 24. Juni 2017

Neulich bei den Pfeffersäcken... Genussabend mit Claudio Filippone

Wie hier schon angekündigt, war ich kürzlich wieder zu Gast bei Pfeffersack & Söhne. In ihrem Laden inmitten der Koblenzer Altstadt bieten sie neben ihren Gewürzen auch Seminare und Veranstaltungen an, aber das wisst ihr ja schon... Nach dem Spargelseminar im April stand Ende Mai der "Genussabend mit Claudio Filippone" an. Claudio führt seit Januar 2016 erfolgreich das CHIARO in Koblenz - eine Adresse, die einen Besuch wert ist, wie ich sicher behaupten kann, nachdem ich bei den Pfeffersäcken in den Genuss seiner Kochkünste kam.

Bei tropischen Temperaturen wurden wir gewohnt herzlich von Christian und Claudio mit einem Glas Winzersekt empfangen. Langsam trudelten auch die übrigen Gäste ein und nach einem ersten Kennenlernen ging es dann schon los. Interaktiv, wie alle Anwesenden feststellen konnten, denn beim Anrichten war selbst Hand anlegen angesagt - fleißige Gäste setzten Spargelstangen auf Platten verteilten Erbsen-Püree oder portionierten Pfifferlinge. Die Ergebnisse - nach Vorbild von Claudios "Musterteller" - konnten sich durchaus sehen lassen:

spargel - erbse - pfifferlinge - minze
Wie es geschmeckt hat? Phantastisch, wie übrigens jeder der fünf Gänge. Unschwer zu erkennen am Schweigen, das sich jedes Mal einstellte, sobald der erste Bissen im Mund der Gäste verschwunden war...

Eine kleine Abkühlung brachte die kalte Suppe...



cantaloupe melone - büffelmozzarella - olive
 ... auf die eine lauwarme Minestrone mit Wolfsbarsch, den Claudio nur kurz im Ofen angegart und dann mit einem Bunsenbrenner angeflämmt hatte, folgte.

loup de mer on fire

loup de mer - minestrone - pesto
Der Hauptgang war grandios, ich kann mich immer noch nicht entscheiden, welche der beiden Zubereitungsarten des Eifelrindes ich besser fand... Ich glaube fast, die gekochte Variante.

eifelrind - grüne bohnen - senf
Beim Nachtisch gab es für Leckermäuler wie mich auch einen Nachschlag - ein Glück, denn in das Safran-Panna Cotta zum Himbeereis hätte ich mich reinsetzen können.

safran-panna cotta - himbeere - balsamico
Zwischen den Gängen gab es immer wieder Gelegenheit, nicht nur mit den anderen Gästen, sondern auch mit Christian und Claudio zu plaudern, sich Claudios Philosophie näher bringen zu lassen und ihm beim Kochen über die Schulter zu schauen. Die perfekte Gelegenheit also, sich einige Tipps und Anregungen mit nach Hause zu nehmen.

Bleibt festzuhalten, dass auch dieser entspannte und zwanglose Abend im Kontor von Pfeffersack & Söhne wirklich gelungen war. Und wieder freue ich mich auf meinen nächsten Besuch, auf den ich gar nicht mehr lange warten muss... :)

Sonntag, 11. Juni 2017

Sonnengelb: Mango-Marmelade mit Basilikum - oder lieber Holunderblüten?

Einen wunderschönen guten Abend, ihr Lieben. Na, habt ihr das tolle Wetter heute genossen? Ich bin noch dabei und weile, während ihr diese Zeilen lest, mit einem Glas Rosé in der Hand auf der Terrasse, den Bauch voll mit gegrilltem Lammkotelett und Süßkartoffeln...
Trotzdem habe passend zum leuchtenden Gelb der Sonne ein Rezept für fruchtig-leckere Mango-Marmelade für euch...
Liebe Menschen schenkten mir kürzlich 5 (!!!) sehr reife Mangos. Ich nahm dankend an, bevor ich überhaupt eine Idee hatte, was ich damit anfangen sollte. Tagelang von Smoothies leben? Einfrieren? Oder lieber doch den Sommer und das sonnige Gelb für's tägliche Brot koservieren und eine frische Marmelade einkochen? Ich entschied mich für letzteres und kochte einige Gläser voll fruchtiger Mango-Marmelade zum selbst genießen und verschenken ein. Da der Holunder derzeit in voller Blüte steht (macht doch mal Sirup und am besten gleich noch Gelee!), habe ich in einige Gläser noch ein paar Holunderblüten gegeben und die restlichen mit frischem Strauch-Basilikum aus meiner Kräuterkiste gepimpt. So gut!
(Ach ja, wer aufmerksam hinsieht, erkennt, dass das kleinere rechte Glas grün und nicht gelb ist. Da drin ist natürlich keine Mango, sondern eine Mischung aus Rhabarber und Apfel zu gleichen Teilen - analog mit Holunderblüten und Gelierzucker  3:1 eingekocht. Auch lecker und toll zu Käse!)



REZEPT für 6 Gläser

5 reife Mangos
Gelierzucker 3:1
etwas Basilikum
eine große Holunderblütendolde

Mangos schälen, würfeln und das Fruchfleisch würfeln. Abwiegen und mit der passenden Menge Gelierzucker 3:1 vermischen und 1 Stunde Saft ziehen lassen. Basilikum waschen, trocken tupfen und Blätter hacken, Holunderblütendolde vorsichtig ausschütteln und Bewohner entfernen, Blüten abscheiden.
Mangomischung erhitzen, pürieren und 4 min sprudelnd kochen lassen. Noch heiß in sterilisierte Gläser (10 min bei 100°C im Backofen) füllen, jeweils ein wenig Basilikum oder Holunderblüten einrühren und fest zuchrauben. Abkühlen lassen und am besten auf frischem Baguette genießen. Schmeckt auch toll unter würzigem Käse!


Einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche wünsche ich euch!

Freitag, 9. Juni 2017

Blütenzart: Spargel mit Holunderblüten und Mandel-Hollandaise

Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden, wenn man klassische Rezepte gern etwas aufhübschen will. Hollandaise zum Beispiel. Die Kollegen haben ja immer so tolle Ideen... Abgeschaut habe ich also, das gebe ich offen zu, dieses mal bei Robert von lamiacucina. Neulich hat er nämlich ein tolles Rezept für Spargel mit Holunderblüten und Mandelmilch-Hollandaise gebloggt, das mich sofort neugierig gemacht hat. Klassisch und doch ausgefallen - genau was ich gesucht hatte (ohne es zu wissen ;) ).
Ein wenig angepasst habe ich das Ganze nachgekocht und sous-vide gegarte Drillinge sowie Schinken dazu gereicht. Die Hollandaise hat mich leider nicht überzeugt, sie war zu flüssig und die Mandeln gingen völlig unter. Vielleicht lag es am fehlenden Sahne-Whip?.. Wie dem auch sei: Der Spargel ist ein Volltreffer!


REZEPT für 2 Personen


Für den Spargel:
1 kg Spargel
2 frische Holunderblütendolden
2 Stückchen Butter
Meersalz
2 kleine Stück Muskatblüte
2 TL Holunderblütensirup
ein paar Spritzer Zitronensaft

Sauce:
2 EL Reduktion nach diesem Rezept - allerdings mit Himbeeressig
2 EL Blanc de Noir
1.5 dl Mandelmilch, ungesüsst
100 g Butter
2 Eigelbe
Zitronensaft
Bärlauchsalz
Cayenne-Pfeffer

Für die Kartoffeln:
500 g Drillinge
ein Stückchen Butter
Meersalz
1 frische Knoblauchzehe

außerdem:
roter Kampot-Pfeffer
Schinken nach Wahl
ein paar Zweige Thymian zum Garnieren (mangels weiterer Holunderblüten)


Spargel schälen, mit Küchenpapier trockentupfen, mit Salz bestreuen und mit etwas Zitronensaft, Muskatblüte, Butter, Holunderblüte und Holunderblütensirup flach in zwei Vakuumbeutel einlegen und vakuumieren.
Kartoffeln ebenfalls schälen, trocken tupfen und mit Salz, Butter und fein in Scheiben geschnittenem Knoblauch vakuumieren
Kartoffeln 60-80 min im Wasserbad von 80°C sous-vide garen, den Spargel die letzten 25-30 min mitgaren.
Während der Spargel gart, die Mandelmilch langsam zu einer dicken, rahmigen Creme einkochen und die Butter zerlassen. Kurz vor Ende der Garzeit die Eigelbe mit der Reduktion und dem Mandelrahm sowie Weißwein, etwas Zitronensaft, 1/2 TL Bärlauchsalz 2 min 30 sec im TM bei 70°C Stufe 3 aufschlagen. Butter auf den Deckel geben, sodass sie langsam einlaufen kann und weitere 2 min bei 70 °C Stufe 3 aufschlagen. Mit Salz, Zitronensaft, Cayenne-Pfeffer abschmecken.

Spargel aus den Beuteln nehmen, auf Teller verteilen und mit Kartoffeln, Sauce Hollandaise und  Schinken servieren.

Das Foto passt zur missglückten Hollandaise - draußen Regen, drinnen zu dunkel. Was will man machen...

Samstag, 3. Juni 2017

Erfrischend anders: Spargel auf Fenchelsalat mit Hähnchenbrust und Rhabarberchutney

Die "Lust auf Genuss", die ich seit geraumer Zeit regelmäßig lese, ist für mich immer wieder eine Quelle der Inspiration, wenn es mal was anderes sein soll. Allein zum Thema Spargel habe ich drei oder vier Ausgaben - mehr Rezepte also, als ich jemals nachkochen könnte - zumindest nicht in der kurzen Spargelsaison. Auch, weil ich Spargel gerne ganz klassisch esse... Neulich hatte ich allerdings Lust auf etwas Ausgefalleneres, also stöberte ich in der Lust auf Genuss (05/2016) und stieß auf ein Rezept mit Wildspargel und Fenchel. Mangels Wildspargel gab es das Gericht bei uns mit grünem Spargel und auch einige andere Dinge habe ich verändert - super lecker!

REZEPT für 2 Personen

Für das Chutney:
100 g Rharbarber
1 EL getrocknetet Cranberries
1,5 Knoblauchzehen
Saft von1 Orange
10 g Ingwer
1/2 Sternanis
10 g brauner Zucker
1 Schalotte

Für den Salat:
1/2 EL Koriandersamen, geröstet und grob zerstoßen
1/2 EL Honig
1 TL süßer Senf
3 EL Olivenöl
1/2 Fenchelknolle
2 Handvoll Rucola
500 g grüner Spargel

außerdem:
Salz
Pfeffer
Butterschmalz
2 Hähnchenbrustfilets



Rhabarber waschen, putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden. Schalotten abziehen, Ingwer und Knoblauch schälen und alles klein würfeln. Cranberries hacken. Alles mit ca. 6 EL Saft, Anis und Zucker in einem Topf bei kleiner Hitze unter Rühren 30 min köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. mehr Saft hinzufügen.

Restlichen Saft mit Olivenöl, Honig, Koriander, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu einem Dressing vermischen. Spargel nach persönlicher Vorliebe bissfest garen, Fenchelknolle waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und trocken schleudern.

Fleisch abbrausen, trocken tupfen und nach Belieben würzen. In einer Pfanne in Butterschmalz bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Fenchel auf Teller verteilen, Rucola darüber zupfen, Spargel darauf legen und mit dem Dressing beträufeln. Fleisch aufschneiden und alles mit dem Chutney servieren.



Und, woher holt ihr euch eure Inspirationen?

Samstag, 27. Mai 2017

Nachzügler: Grüner Spargel mit Bärlauchpolenta und Salsicce

Jaaa, ich weiß. Die Bärlauchsaison ist vorbei, mit dem Rezept bin ich zu spät. Da mir das mit dem Spargel aber nicht passieren soll, bleibt mir nichts anderes übrig, als euch dieses Rezept außerhalb der Saison nachzureichen. Die Spargelsaison ist nämlich auch nicht mehr allzu lang... Dieses Rezept habe ich im Übrigen selbst erst vergangene Woche ohne frischen Bärlauch zubereitet. Ich habe nämlich vorgesorgt und neben Bärlauchsalz auch Bärlauchpaste - Bärlauch mit etwas Öl püriert und im Eiswürfelbehälter tiefgefroren - zubereitet. Für die bärlaucharme Zeit...

REZEPT für 2 Personen

300 g grüner Spargel
etwas Butter
Vanillesalz (Rezept folgt)
etwas Zucker
einige Spritzer Zitronensaft
3 Eiswürfel Bärlauchpaste
1 Handvoll Romanasalat
100 ml Milch
350 mlGemüsebrühe
75 g Polenta
75 g Taleggio
3 Salsicce
frisch gemahlener Pfeffer



Spargel waschen und im unteren Drittel schälen, holzige Enden abschneiden, Stangen dritteln. Salat waschen, trocken schleudern und in feine Streifen schneiden. Milch und Brühe aufkochen, Polenta einrieseln lassen und unter rühren auf der ausgeschalteten Platte 10 min garen, dann abgedeckt beiseite stellen bzw. auf der warmen Platte stehen lassen. Inzwischen Spargel in einer Pfanne zugedeckt mit etwas Butter, ein wenig Wasser, Zitronensaft, Salz und Zucker ca. 8-10 min garen, die Spitzen erst nach 3-5 min zugeben.
Salsicce längs halbieren und in einer Pfanne rundherum goldbraun braten. Käse fein würfeln und mit dem Bärlauch und dem Salat unter die Polenta rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles gemeinsam servieren.

Die Inspiration lieferte die Lust auf Genuss (05/2016), wie immer abgewandelt und angepasst...

Habt ein wunderbar sonniges Wochenende!

Sonntag, 21. Mai 2017

Spargelcremesuppe mit Knoblauchsud und Stangenpfeffer

Spargelcremesuppe. Gefühlt 100.000 Rezepte gibt es im Netz - mal nur aus Schalen und Enden, mal aus ganzen Stangen gekocht,  hier grün, da weiß, manchmal beides. Manchmal klassisch, manchmal ausgefallen - hier hab ich zum Beispiel Vanille reingemogelt.
Ein weiteres Rezept braucht also eigentlich kein Mensch. Eigentlich. Es sei denn, es kommt von Uwe von highfoodality, dann heißt es: Nichts wie ran an den Kochtopf und nachgemacht!
Das Originalrezept dieser neuen Variante mit Knoblauchsud und Sojamilch gibt es hier. Wie immer gelingsicher uund einfach gut, daher kriegt ihr nun auch noch meine leicht abgewandelte Version mit Stangenpfeffer - inspiriert vom Spargelseminar...

REZEPT für 4 Personen

350 g weißer Bruch-Spargel
ca. 200 g weiße Spargelspitzen bzw. halbe Stangen
2 Stangen grüner Spargel
1 TL Zucker
etwas Butter
2 Frühlingszwiebeln
Salz
10 Zehen frischer Knoblauch
1 L Geflügelfond

400 ml Sojamilch
2 Schalotten
2 EL Sesamöl
etwas Muskatnuss
Meersalz
Stangenpfeffer
Blutampfer zum Garnieren



Die Knoblauchzehen schälen und halbieren und in der Sojamilch etwa 5 Minuten blanchieren. Die Knoblauchzehen entnehmen, Sojamilch aufheben.
Den Bruchspargel schälen und in Stücke schneiden. Die Spitzen und den geschälten und in Stücke geschnittenen grünen Spargel mit etwas Butter, Salz und Zucker vakuumieren. Die Frühlingszwiebeln waschen und putzen, in Stücke schneiden und ebenfalls vakuumieren.
Schalotten schälen und grob würfeln. Mit den Knoblauchzehen und dem übrigen Spargel in Sesamöl anschwitzen, bis diese Farbe genommen haben und schön braun sind. Fond angießen und bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa eine Stunde köcheln lassen.
Gegen Ende der Garzeit den Spargel und die Frühlingszwiebeln in einem Wasserbad bei 80°C etwa 20 bis 25 Minuten sous-vide ziehen lassen.
Sojamilch zur Suppe geben, erhitzen und alles mit einem Stabmixer fein pürieren (inklusive Knoblauch, Zwiebeln und Spargel), anschließend durch ein Sieb abseihen. Mit Salz und etwas Muskatnuss abschmecken.
Spargel und die Frühlingszwiebeln aus dem Wasserbad holen und in der Mitte der Suppenschale anrichten. Mit dem Blutampfer garnieren. Servieren und den Sud am Platz seitlich angießen, anschließend den Stangenpfeffer frisch darüber reiben (am besten mit einer Muskatreibe).



Damit wünsche ich euch noch einen schönen, sonnigen Sonntag!
Hier wird später der Grill angeworfen, denn gestern habe ich meine ersten hausgemachten Bratwürste hergestellt. Ihr dürft gespannt sein...

Freitag, 19. Mai 2017

Herbstlicher Frühling: Spargel-Kürbis-Flammkuchen mit Tiroler Speck und Bärlauchpesto

Spargel und Kürbis - zwei, die sich eigentlich niemals begegnen. Einer DER Frühlingsbote schlechthin, der andere Sinnbild von Herbst und Halloween. Heißt aber nicht, dass die beiden nicht zusammen passen, ganz im Gegenteil: Auf diesem Flammkuchen habe ich eingewecktes Kürbismus aus dem Vorrat und frischen grünen Spargel zu einem Blind Date geführt. Super verstanden haben sich die beiden und mit Bärlauch und Buchweizen gleich Freundschaft geschlossen...



REZEPT für 2-3 Hungrige

Für den Teig:
25 g Buchweizen
1 TL Salz
75 g Dinkelkörner
150 g Dinkelmehl Type 630
2 EL Rapsöl
Wasser

Für den Belag:
500 g grüner Spargel
6 Scheiben Tiroler Speck
1 Glas (265 ml) Kürbispüree
1 Knoblauchzehe
1 rote Zwiebel
etwas (Trüffel-)Olivenöl
etwas Zitronensaft
Hartkäse aus Ziegenmilch
Salz
Cumeo Pfeffer
Bärlauchpesto

 
Buchweizen und Dinkel im TM fein mahlen und mit den restlichen Zutaten (so viel Wasser, wie nötig), von Hand zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt 30 min rasten lassen. Ofen auf 230°C (Umluft) vorheizen (inkl. Blech). Spargel waschen, schälen, in Stücke schneiden, dicke Stangen längs halbieren. Zwiebel und Knoblauch schälen, Zwiebel in Ringe, Knobi in Würfelchen schneiden. Alles mit ein wenig Olivenöl mit Trüffel, Salz und etwas Zitronensaft marinieren.
Teig ausrollen (2 Portionen), auf Backpapier legen, mit Kürbispüree bestreichen und mit der Spargelmischung belegen. Etwas Pesto darauf klecksen und Hartkäse darüber reiben und das Backpapier auf das heiße Blech ziehen. Auf Sicht knusprig backen, dann mit zerzupftem Tiroler Speck belegen und frisch gemörserten Cumeo-Pfeffer darüber streuen. Wenn noch übrig, gern noch etwas Zigenkäse frisch darüber reiben und noch Pesto dazu reichen.

Ich wünsche euch einen leckeren Start ins Wochenende!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Eins geht noch: Bärlauchsalz

Noch ein Bärlauch-Rezept, bestimmt schon tausendmal an anderer Stelle verbloggt oder sonstwie im Netz veröffentlicht, aber dennoch hau ich euch meines zur Wochenmitte auch noch um die Ohren. Ihr solltet nämlich unbedingt wissen, dass uns beim Öffnen der Haustür seit der Produktion dieses Salzes jedes Mal ein wunderbarer (???) Bärlauch-Hauch entgegen schlägt. Hält sich hartnäckig, daher unbedingt so viel Lüften wie nur möglich, wenn man da empfinglich ist.


Geschmacklich finde ich das Salz total klasse, vor allem auf Tomaten und meinem Frühstücksei. Ich ärgere mich nur ein wenig, dass ich die komplette Menge hinterher nochmal durch den TM gejagt und für meinen Geschmack auch etwas zu fein geschreddert habe. Zum Verschenken ist das natürlich praktischer, da nicht jeder eine Salzmühle hat, trotzdem werde ich beim nächstem Mal eine kleine Menge der groben Mischung aufheben und frisch mahlen, wenn nötig...


REZEPT für 1 großes Glas

100 g Bärlauch
400 g Meersalz, grob

Bärlauch im TM auf Stufe 5-6 schreddern, so gut es geht, dann etwa 70 g Salz hinzufügen und 15 Sekunden auf Stufe 10 mixen. Restliches Salz hinzufügen, auf Stufe 3 vermischen und die Masse auf einem mit Backpapier belegten Blech verstreichen. Bei 50°C (Umluft) bei geöffneter Ofentür (einen Kochloffel dazwischen klemmen) 3 Stunden trocknen, ab und an umrühren.
Und: FENSTER ÖFFNEN, KÜCHENTÜR SCHLIEßEN!

Ein tolles, einfaches Geschenk aus der Küche, das natürlich mit allen möglichen Kräutern funktioniert.

Samstag, 6. Mai 2017

Spargelseminar bei Pfeffersack & Söhne...

Kennt ihr eigentlich Pfeffersack & Söhne? Wer mir schon länger hier folgt, müsste dies eigentlich bejahen - hier habe ich nämlich schon einmal über einen tollen Abend mit den sympathischen Jungs des noch jungen Unternehmens berichtet.

In der Zwischenzeit hat sich bei ihnen viel getan: Neben Online-Shop und neuem Laden inmitten der Koblenzer Altstadt bieten sie nun auch Seminare und Veranstaltungen rund um ihre Gewürze an. Durch einen Flyer, der bei meinem letzten Einkauf dort in der Tüte gelandet war, wurde ich hierauf aufmerksam und hätte mich am liebsten gleich für alles angemeldet: Kleine Gewürz-Schule, Pfeffer-Seminar, Heimische Küche... Hängen geblieben bin ich schließlich beim Spargel-Seminar, denn wie ihr wisst, liebe ich Spargel in allen Variationen!

Extrem gespannt spazierten mein Liebster und ich also am 18.04. zum ersten Spargel-Seminar bei den Pfeffersäcken und wurden gleich herzlich von Koch Christian mit einem Riesling-Sekt zum Aperitif begrüßt.

Auf der festlich gedeckten Tafel, an der bereits einige Gäste Platz genommen hatten, standen schon diverse Dips, Butter und verschiedene Salze bereit, die wir während der Einführung verkosten durften.


Schwerpunkt des Abends lag auf dem Vortrag, den Christian zwischen den einzelnen "spargeligen Häppchen" zu den darin verwendeten Gewürzen und Mischungen, der Zubereitung sowie über  Pfeffersack & Söhne im Allgemeinen hielt.

Wichtig war ihm, uns die Philosphie der Pfeffersäcke ein Stück weit näher zu bringen: Hier wird größter Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und wenn möglich Bio-Qualität und Regionalität (klappt natürlich nicht beim Pfeffer ;)) gelegt. Die hübschen Keramikdosen werden beispielsweise ganz in der Nähe im Westerwald produziert!

Einige der Infos findest du auch hier.

Gelernt habe ich an diesem entspannten Abend genau das, was ich mir erhofft hatte: Wie ich Spargel, dem ich meist nur mit Salz und Zitrone zu Leibe rücke, mit raffinierten Gewürzen zubereiten kann, ohne das feine Aroma zu zerstören oder zu überlagern. Am besten lasse ich die Bilder, die mir Christian dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, sprechen:

Spargelsuppe mit Stangenpfeffer und Cumeopfeffer
Der Stangenpfeffer passte ganz wunderbar zum Spargel - hätte ich so nie gedacht! Cumeo Pfeffer, der nur wild wächst, gilt als einer der seltensten Pfeffer. Beim Öffnen der Gewürzdose und erst recht beim Mörsern verströmt er wahnsinnig intensive Noten von Zitrusfrüchten, ist aber nur mild scharf und passt auch wunderbar in Desserts.... Hab ich übrigens schon länger zu Hause ;)


Thai Spargel mit schwarzem Reis, Timut-Pfeffer, Sesamsaat und Flor de Sel
Auch hier eine kleine Überraschung: Spargel mit Timut-Pfeffer, einem Pfeffer mit einem intensiven Grapefruit-Aroma, gewürzt! Dieser Pfeffer, der an Szechuan-Pfeffer erinnert und gern mal die Zunge betäubt (meine Schwiegermama in spe war beim Probieren zu Hause sehr überrascht), wanderte dann auch in meine Einkaufstasche und leistet nun im Regal dem zitronigen Cumeo-Pfeffer Gesellschaft.


Grüner Spargel mit Koriandersaat, Cumeo Pfeffer und Vanillesalz
Koriandersaat zum Spargel hatte ich bislang auch nie probiert. Wer hätte es gedacht - schmeckt super!
Rosa Beeren und Fenchelsamen in den Salatkräutern fielen sogar meinem Liebsten positiv auf.

Weißer Spargel mit brauner Butter, Tellicherry Pfeffer, Murray River Salt und Blütenmischung, Maishähnchen mit Chicken Jerk Rub und Ofen-Kartoffel mit Indischem 5 Gewürz

Der Hammer! Besonders begeistert war ich hier vom Chicken Rub, den ich zu meinem Ärger dann doch nicht mitgenommen habe. Mist ;)

Panna Cotta mit Rosmarin und Erdbeeren mit Tonkabohne

Hmmm. Sooooo gut!

Natürlich haben wir nicht nur gegessen und andächtig Christians Vortrag gelauscht, zwischendurch war immer genug Zeit, bei dem ein oder anderen Wein mit den übrigen Gästen zu plaudern, Christian mit Fragen zu löchern und es sich einfach mal gut gehen zu lassen.

Glücklicherweise gab es alle Rezepte und Infos rund um die Frühlingsküche allgemein (welches Gewürz zu welchem Produkt?, Kräuter - frisch oder getrocknet?, Aufbewahrung von Gewürzen, ganze oder getrocknete?...u.v.m.) einige Tage später noch per Mail - nun steht dem Nachkochen nichts mehr im Wege...

Im Anschluss an die Veranstaltung habe ich noch fleißig eingekauft und mit den erstandenen Gewürzen einige Tage später auch direkt versucht, etwas Leckeres zu zaubern. Lange nicht so gut wie vom Profi, doch trotzdem ungewöhnlich und sehr lecker:



Schweinefilet, im Ganzen gebraten und gewürzt mit Salz und einer Mischung aus gerösteten Senf-, Koriander- und Fenchelsamen sowie Ajowan. Dazu grüner Spargel in der Folie im Ofen gegart und dabei schlicht mit Salz, Zitrone und etwas Butter verfeinert sowie eine Wildreis-Langkorn-Mischung, nach dem Kochen noch warm mit gebratenen roten Zwiebeln und einer Vinaigrette aus etwas Tomatenmark (mangels frischer Tomaten mit Aroma), Olivenöl, Zitronensaft, etwas Salz, gerösteten und gemörserten Korianderkörnern sowie gemörsertem Timut-Pfeffer vermischt.

Der Pfeffer hat, wie oben schon beschrieben, ein wunderbares Grapefruit-Aroma und harmoniert herrlich mit dem Spargel...

Herzlichen Dank an Christian und das restliche Team von Pfeffersack & Söhne, die uns einen wirklich wunderbaren Abend bereitet haben! Ebenfalls danke an die anderen Gäste, es war schön mit euch :)

Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende und empfehle jedem, mal einen Abstecher nach Koblenz ins Kontor der Pfeffersäcke zu machen. Sei es zum Einkauf, nur zum Stöbern oder gar zum Seminar - ein Besuch ist auf jeden Fall lohnenswert! Ich freue mich schon auf meinen nächsten, der bereits fest geplant ist...

Samstag, 29. April 2017

Weil es JETZT sein muss: Bärlauchbutter

Endlich Bärlauchzeit (ich hatte es erwähnt, oder?) - und eigentlich auch schon Grillsaison, wenn man nicht bis in die Puppen draußen sitzen möchte. Das mit dem Bärlauch klappt, aber irgendwie ist das mit dem Grillen bei Petrus noch nicht angekommen, sodass das Wetter nicht wirklich mitspielt. Ich will aber trotzdem Bärlauchbutter zu meinem Steak essen! Was also tun?... Klar: Butter jetzt zubereiten, einfrieren und im Juni dann einfach so tun, als würde der Bärlauch noch sprießen...

REZEPT

100 g Bärlauch
250 g irische Butter
1 Schuss Olivenöl
Meersalz, frisch gemahlen
etwas frisch gemahlener Pfeffer



Bärlauch waschen, trocken schleudern, Stiele abschneiden. Grob hacken und mit Butter, Öl, Salz und etwas Pfeffer im Thermomix fein pürieren. Mittels Frischhaltefolie zu Rollen formen und einfrieren oder in Schälchen umfüllen und alsbald verbrauchen.

Ein schönes, langes Wochenende allerseits!

Sonntag, 23. April 2017

Bärlauchpesto mit Pekannüssen

Der Bärlauch ist wieder da - bzw. beinahe schon wieder weg. Die Saison ist unfassbar kurz, daher habe ich mir neulich richtig Zeit genommen und den Thermomix mixen lassen, was das Zeug hält. Neben Bärlauchpaste pur (nur Bärlauch mit Öl püriert, eingefroren in Eiswürfelbehältern zum Würzen mit Bärlauch nach Saisonende) und Bärlauchbutter habe ich dieses Pesto zubereitet, welches  jenes hier nochmal übertrifft. Unbedingt nachmachen!

 
REZEPT für 3 kleine Gläser

60 g Bärlauch (bereits geputzt und ohne Stiel)
50 g Rucola (bereits geputzt)
60 g geröstete Pekannüsse
80 g Ziegen-Hartkäse
etwas Zucker
abgeriebene Schale von gut 1/2 Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
(beides frisch gemahlen)
60 g Olivenöl
20 g Rapsöl
und Öl zum Bedecken



Alle Zutaten außer dem Käse in den Thermomix geben und fein pürieren. Käse unterrühren, abschmecken und in Glässchen füllen. Oberfläche mit Öl bedecken und im Kühlschrank lagern.

Schmeckt natürlich prima zu Pasta, aber auch in Pestobrot, auf Baguette oder, wie bei uns, auf einem etwas ungewöhnlichen Flammkuchen...

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)
Und weil Bärlauch DER Frühlingsbote schlechthin ist, reiche ich das Rezept umgehend bei zorras 130. (!!!)  Blogevent: Genuss des Frühlings! ein.
Ausgedacht hat sich dieses schöne Thema Jeanette von Cuisine Violette.

Sonntag, 9. April 2017

Abgeschaut: Dinkelbaguettes

Habt ihr es schon gemerkt? Der Frühling ist da! Die Sonne verwöhnt und heute nach Strich und Faden verwöhnt und die Vitamin-D-Speicher werden wieder aufgefüllt. Endlich!
Zeit, den Grill wieder auszupacken und loszubrutzlen - nicht fehlen dürfen natürlich ein gutes selbstgebackenes Baguette und eine ordentliche Portion Kräuterbutter!



Das Rezept habe ich mir bei Lutz vom Plötzblog abgeschaut - hier geht es zum Originalrezept.
Ich habe mich genau daran gehalten, da man Lutz als Fachmann durchaus vertrauen kann und mir nichts ferner läge, als an seinen Rezepten herumzuschrauben. So habe ich mangels ausreichender Gehzeit lediglich die Hefemenge ein wenig erhöht und außerdem gleich die doppelte Menge zubereitet.




Ganz so schön wie bei Lutz sind meine Baguettes mangels Übung und dem richtigen Zubehör nicht geworden, aber dennoch super lecker. Ich sollte wirklich öfter backen...

Einen sonnigen Sonntag euch allen!



Sonntag, 19. März 2017

Schnell und lecker: Apfelkuchen mit Pinienkernen

Hoppla, was haben wir denn da? Kuchenhunger, ein paar verschrumpelte Äpfel im Gemüsefach und ein uraltes Rezept bei den Post-Entwürfen? Da lässt sich was draus machen! Und zwar ein kleiner und ein großer Kuchen - seht her...

REZEPT für ein 26er. und eine 20er- Springform

2 kleine Biozitronen
1 kg säuerliche Äpfel
5 Eier
150 g Rohrohrzucker
20 g Vanillezucker
330 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
170 g Butter, geschmolzen
5 Esslöffel Olivenöl
50 g Sahne
1 TL Vanilleextrakt 
3 Esslöffel Pinienkerne
2 Esslöffel Rohrohrzucker
etwas Butter und Zucker für die Formen
evtl. Aprikosenmarmelade zum Bestreichen



Die Äpfel schälen, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Mit ein wenig Zitronensaft beträufeln und den Teig vorbereiten, während der Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizt: Eier und Zucker cremig aufschlagen, dann im Wechsel Butter und das Mehl-Backpulver-Gemisch sowie die Sahne und den Vanilleextrakt hinzugeben und verrühren. Zum Schluss etwas Salz und Zitronensaft sowie die fein abgeriebene Schale und das Öl unterrühren. Formen fetten, den Teig auf beide Formen verteilen, Apfelspalten nach Lust und Laune darauf legen, mit Pinienkernen sowie Rohrzucker bestreuen und im Ofen 30-40 min backen (Stäbchenprobe!). Nach Belieben 15 min vor Ende der Backzeit mit Marmelade bestreichen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt lauwarm servieren. Dazu am besten eine Kugel Eis...

Ich wünsche euch einen gemütlichen Sonntag - bei dem Sofawetter...

Samstag, 4. März 2017

Hausgemachte Antipasti: Pikante Tomaten

Ich liebe eingelegte Tomaten und esse sie unheimlich gerne, was mich auf die Idee brachte, auch mal selbst welche einzulegen. Das Netz hat vielfältige Rezepteim Angebot, aus vielen verschiedenen habe ich mir mein eigenes gebastelt und bin begeistert!
Probiert es aus - ich bin gespannt auf eure Meinungen :)

REZEPT für 8 Gläser

350 g getrocknete Tomaten
Apfelessig
ca. 1 EL Kapern
2 TL Knoblauchflakes
Fenchelsamen
Chiliflocken
Maiskeimöl
getrockneter Oregano
getrockneter Thymian
getrocknete, gehackte Rosmarinnadeln

Fenchelsamen in einer Pfanne rösten. Tomaten in einer Mischung aus Wasser und Essig (ca 3/4 / 1/4) 1 min kochen, abtropfen und abkühlen lassen und mit Küchenkrepp abtupfen. Mit jeweils einigen Scheiben Knoblauch, Kräutern, Kapern und Fenchelsamen sowie Chiliflocken in Gläser schichten, mit Öl bedecken und mit einer Gabel fest zusammendrücken, damit die Luft entweicht. Mindestens eine Woche an einem dunklen Ort ziehen lassen, dann eher rasch verzehren und im Kühlschrank kagern.




Ein schönes Wochenende allerseits!

Samstag, 11. Februar 2017

Nicht langweilig: Schoko-Balsamico-Sauce

Einen schönen guten Morgen zusammen! Draußen ist mal wieder das Schneechaos ausgebrochen, an Autofahren war heute morgen bislang nicht zu denken. Was also tun, wenn sämtliche Pläne von Frau Holle vereitelt wurden und beispielsweise der Wochenend-Einkauf noch ein paar Stunden warten muss? Glücklicherweise fiel mir soeben ein, dass ich euch ja noch gar nicht alle meine Weihnachtsgeschenke des letzten Jahres vorgestellt habe! Für Süßschnäbel, denen die ewig gleiche Schokosauce zum Eis zu langweilig wird, habe ich hier bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen genau das Richtige gefunden: Eine etwas andere Schokosauce - wie immer gelingsicher und lecker. Danke, Steph!

REZEPT für 4 Flaschen à ca. 250 ml

450 ml Balsamico
375 ml Traubensaft (rot)
75 g Kakaopulver
195 g Rohrohrzucker
45 g Schokolade (60 %)
1/4 TL Meersalz

 Alle Zutaten - außer der Schokolade!- in einen Topf geben, aufkochen und 25 min köcheln lassen, dabei immer mal umrühren. Derweil saubere Glasflaschen mit Schraubdeckel im Ofen sterilisieren. Mischung vom Herd ziehen, Schokolade einrühren und schmelzen lassen, in die Flaschen füllen, zuschrauben und abkühlen lassen.



Ein schönes Wochenende euch allen!

Samstag, 28. Januar 2017

Über einen phantastischen Start ins neue Jahr... Christian & Friends Tastekitchen

Sagt mal, wie habt ihr eigentlich Silvester 2016 gefeiert? Ruhig zu Hause? Gemütlich mit Freunden? Schick im Restaurant? Tanzend im Club? Oder gar schlafend im Bett?

Wir waren aus - und zwar zum Essen.
Im schönen Fulda, in einer kleinen Gasse gelegen, befindet sich Christian & Friends Tastekitchen. Ein kleines, feines Restaurant der etwas anderen Art. An Wochenenden verwöhnt Christian Steska hier eine überschaubare Anzahl an Gästen (wir waren 16) mit einem exklusiven Menü, das keine Wünsche offen lässt. So auch am Silvesterabend...


Pünktlich um 19.00 Uhr (okay - wir waren etwas zu früh, ich konnte es nicht erwarten), klingelten wir bei Christian und wurden freundlich empfangen. Mit einem Begrüßungs-Apéritif in der Hand (Gin Tonic mit einem Smoothie aus Gurke, Passionsfrucht und Ananas - super lecker!) inspizierten wir erst einmal dieses ungewöhnliche Lokal. Eingebettet zwischen den beiden kleinen, stilvoll eingerichteten Gasträume liegt eine überraschend kleine Küche, in der Christian zaubert und seine Gäste dabei zuschauen lässt. Nicht nur während des Wartens auf die anderen Gäste, auch über den gesamtenVerlauf des Abends herrschte hier trotz - oder gerade wegen - des Kochdunstes eine herrlich entspannte Stimmung. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, den Profi mit Fragen rund um's Kochen und Equipment zu löchern, welche er alle geduldig und freundlich beantwortete.

Nach und nach trudelten auch die anderen Gäste ein, man lernte sich beim Apéritif kennen und nahm dann Platz, um Wasser und Wein (wir hatten die Weinbegleitung, welche exzellent zu den Speisen passte) zu bestellen und gespannt auf den ersten Gang zu warten.




Bei uns gab es:

Geräucherter Stör
Rote Bete / Meerrettich / Kaviar / Haselnuss

Welsfilet
Blutwurst / Grüne Soße Eis / Kartoffelschaum

Entenbrust
Graupen / Kürbis / Hibiskus

Rehrücken
Topinambur / Grünkohl / Cranberry

Matcha Tee
Kiwi / Schokolade

Aprikose
Süßkartoffel / Dunkle Schokolade

Was soll ich sagen? Das Essen war grandios, jeder Gang ein Genuss. Während zwischen den Gängen herrlich geplaudert wurde, man gemeinsam in der Küche stand, sich unterhielt und beim Kochen zuschaute, herrschte jedesmal beinahe Totenstille beim Essen, nachdem Christian die Gänge persönlich serviert und erklärt hatte. Lediglich "Mmmmmhs", "Aaaaahs" und "oh nein, ich will nicht, dass es leer ist..." war zu hören.

Als Überraschung gab es nach den Desserts zum Espresso noch eine kleine Kiste mit Macarons, die wirklich klasse waren.


Pünktlich um 12.00 Uhr hatte jeder ein Glas Champagner in der Hand und es wurde auf das neue Jahr angestoßen. Natürlich ging es auch kurz vor die Tür zum Feuerwerk schauen, danach erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt: Die besten Partys finden bekanntlich in der Küche statt, und so versammelte man sich dort und ließ den Abend bei dem ein oder anderen Absacker (wenn der Champagner schon mal geöffnet ist...) wunderbar lustig bei tollen Gesprächen ausklingen. 




Ein schöneres Silvester habe ich lange nicht erlebt - vielen Dank an Christian und sein Team für den wunderbaren Abend! Wir kommen sicher wieder...
Was sich hinter den oben beschriebenen Gängen verbirgt, wollt ihr noch wissen?
Tja, ihr Lieben: Am besten besucht ihr Christian und findet es heraus, es lohnt sich! Einen kleinen Vorgeschmack geben euch vielleicht die Bilder, die Christian mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat (danke!!!)...


Samstag, 14. Januar 2017

Ganz schnell: Heidelbeersalz

Halli hallo und verschneite Grüße aus den Westerwald, ihr Lieben! Ich bin etwas in Eile, möchte es mir aber nicht nehmen lassen, euch fix ein weiteres meiner Weihnachtsgeschenke 2016 vorzustellen. Passend zur vorweihnachtlichen Hektik ist das hier wirklich super schnell gemacht und schmeckt echt klasse, ideal als kleines Mitbringsel für Hobbyköche...

REZEPT

20 g getrocknete Heidelbeeren
200 g Meersalz



Heidelbeeren im Mixer fein mahlen, Salz hinzufügen und nochmal kurz mixen, damit das Salz nicht zu grob ist. In Gläser füllen und kühl und trocken lagern.



Schmeckt super in Salatdressings, kombiniert mit nussigem Öl und einem fruchtigen Essig.
Ein schönes Wochenende euch allen!

Mittwoch, 4. Januar 2017

Nicht bloß in der Weihnachtsbäckerei: Sauerkirsch-Amaretti

Oha - morgen, ihr Lieben, wird es kalt. So richtig kalt, wie man hört, am Freitag dann sogar noch einige Grad kälter. Was gibt es da Schöneres, als sich in der warmen Küche zu verschanzen und zu backen? Plätzchen beispielsweise?
"Plätzchen? Bisschen spät, oder?", mag der ein oder andere nun denken. "Besser spät als nie!", denke ich, und weise auf den ausgesprochen feinen Geschmack dieser Kekse hin, die ich keinesfalls nur in die Weihnachtsplätzchendose packen würde, sondern ebenso gern das ganze Jahr über zum Kaffee servieren würde. Gefunden habe ich diese leckeren Amaretti etwas verunglückt hier bei Zorra, das Original gibt es bei bake to the roots mit Himbeermarmelade. Die Zuckermenge habe ich ein wenig reduziert und die Marmelade gegen die Sauerkirschmarmelade ausgetauscht, die eine liebe Freundin mir im Herbst schenkte...

REZEPT für ca. 35 Stück 

2 Eiweiß
150 g Zucker
200g gemahlene Mandeln
1 EL flüssiger Honig
1 EL Amaretto
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
Sauerkirschmarmelade




Eiweiß mit dem Zucker kurz aufschlagen, Mandeln, Honig und Amaretto sowie Salz dazugeben und alles zu einem klebrigen Teig verkneten. Zugedeckt für etwa 1 Stunde kaltstellen.
Ofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Aus dem Teig ca. 35 kirschgroße Kugeln (meine waren etwas zu groß, daher gab es nur 25...) formen. In Puderzucker wälzen und mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem Kochlöffelstiel kleine Mulden in die Kugeln drücken und diese mit Sauerkirschmarmelade füllen.
Ca. 15 Minuten backen, dann mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und abkühlen lassen. In einer Blechdose an einem kühlen Ort lagern.


Ich wünsche euch allen übrigens ein frohes und gesundes Jahr 2017!