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Samstag, 24. September 2016

Vegane Küchenparty mit Staatl. Fachingen und Björn Moschinski

"Einladung: Vegane Küchenparty mit Björn Moschinski" - so lautete die Betreffzeile einer Email, die ich kurz vor unserem Südtirol-Urlaub im August erhielt. Neugierig geworden sah ich mir den Inhalt näher an: Staatl. Fachingen lud ein zu einem Event im Frankfurter Küchenwerk, bei dem gemeinsam mit dem Spitzenkoch Björn Moschinski vegane Gerichte aus dem 5. Staatl. Fachingen Kochbuch "Natürlich besser kochen" zubereitet werden sollten. Lange überlegen musste ich da nicht und sagte fix zu...



Am 25. August war es dann soweit: Bei tropischer Hitze betrat ich das angenehm klimatisierte Küchenwerk und wurde freundlich mit einem alkoholfreien Secco empfangen, der bei Temperaturen weit über 30°C angenehm erfrischte. Nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer ein, sodass es schon bald mit Infos rund um Staatl. Fachingen losgehen konnte. Das Wasser, das ich - da in der Nähe aufgewachsen - schon seit Kindertagen kenne, gibt es seit 1742. Neben den "üblichen Mineralien" wie Magnesium und Calcium verfügt das Wasser über einen hohen Gehalt an Hydrogencarbonat. Dieses bindet aktiv die überschüssigen Säuren und unterstützt damit einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper, sodass es besonders wohltuend in der Schwangerschaft wirkt und Menschen, die zu Sodbrennen neigen, helfen kann. Diese und weitere Fakten rund um Staatl. Fachingen waren mir bis dato unbekannt - ich kannte das Wasser ehrlich gesagt eher als Besonderheit von Feierlichkeiten wie runden Geburtstagen, wo man ja nicht irgendein Wasser serviert...

Crashkurs im Zwiebelschneiden
Im Anschluss legte Björn los und klärte uns zunächst über die vegane Küche und darüber, wie er dazu kam, auf. Eines ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Ihm passiert es immer häufiger, dass Menschen sich beinahe bei ihm entschuldigen "Ich bin kein Veganer, aber...", was Ausdruck dessen ist, dass vegan sein mittlerweile kein Trend mehr ist, sondern zu unserer Gesellschaft dazu gehört. Während vor wenigen Jahren noch über Mangelernährung etc. gewettert wurde, gibt es heute beinahe überall vegane Alternativen zu herkömmlichen Produkten zu kaufen, wobei es qualitativ natürlich - wie immer - große Unterschiede gibt. Umso dankbarer war ich über die Tipps, die Björn hierzu parat hatte :)









Am meisten Spaß hat mir natürlich das gemeinsame Kochen und Essen gemacht:
In Teams aufgeteilt bereiteten wir eine Vorspeise, einen Hauptgang und ein Dessert aus dem 5. Staatl. Fachingen Kochbuch "Natürlich besser kochen" zu. Das Frankfurter Küchenwerk, in dem das Ganze statt fand, war hierzu bestens geeignet - eine tolle Location!

Die unberührten Arbeitsplätze im Küchenwerk

Das Anrichten der Vorspeise

Ihr wollt sicherlich wissen, was es Leckeres gab? Hier lasse ich am besten Bilder sprechen (ich war übrigens im Team "Vorspeise"):

Sauerkraut-Strudel mit Brezelsalat



Bohnensteak, rote Bete-Püree mit Rüben-Apfel-Gemüse und Baby-Kräuterseitlingen


Möhrenküchlein mit Zitronenmousse und Vanilleeis

Wie es geschmeckt hat? Grandios! Ehrlich, mir hat keine Sekunde lang das Fleisch gefehlt, denn für ausreichend Würze sorgte beispielsweise im Strudel Räuchertofu und Rauchsalz (das werde ich mir mit Sicherheit anschaffen!) und Kräuterseitlinge sind an sich derart aromatisch, dass es das Bohnen-Steak gar nicht gebraucht hätte.


Am meisten überrascht hat mich allerdings das Dessert: Vor dem veganen Backen hatte ich immer Respekt - "ohne Eier und Milchprodukte kann das nicht funktionieren" war bislang meine Meinung. Weit gefehlt, diese Küchlein waren dermaßen lecker, fluffig und saftig zugleich, dass ich am liebsten gleich das ganze Blech verdrückt hätte. Überraschend auch die Zitronenmousse: Eine so standfeste geschlagene Sahne (selbst bei diesen Temperaturen!) habe ich noch nie gesehen. Glücklicherweise war noch Sahne übrig, denn daraus zauberte Björn höchstpersönlich ein cremiges Vanilleeis, welches mit den warmen Küchlein wunderbar harmonierte.
Mein Lieblingssatz an dem Abend? "Es ist noch Eis da..." :)))







Schön auch die korrespondierenden Weine zum Menü - schade nur, dass ich mit dem Auto da war, so konnte ich nur mal nippen. Beim nächsten Mal nehme ich die Bahn ;)

Alles in allem ein toller Tag, an dem es viel zu lernen, zu entdecken und erfahren gab. Besonders genieße ich bei solchen Anlässen den Austausch mit den anderen Bloggern - hier gehen einem eigentlich nie die Gesprächsthemen aus, selbst wenn man sich bislang völlig unbekannt war.

Einen herzlichen Dank also an Staatl. Fachingen und die Ketchum Pleon GmbH (insbesondere Saskia) für die tolle Organisation und die Einladung. Ebenfalls danke an Björn Moschinski, der uns die vegane Küche mit viel Witz und Ehrlichkeit ein Stück näher brachte und beim Kochen mit Rat und Tat zur Seite stand!

Und danke an die anderen Teilnehmer, es hat wirklich großen Spaß gemacht
Arne von The Vegetarian Diaries,
Elena von Heute gibt es,
Danilo von Sleaze,
Anne von Wolkenfees Küchenwerkstatt,
Karola von Herzensköchin,
Dirk von VEGAN für mich,
Kathrin von backtrinchen und
Nicole von schoenhaesslich
kennen zu lernen!

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