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Samstag, 24. Oktober 2015

Kuchen-Jieper: Ricotta-Käsekuchen mit Streuseln und Südtiroler Äpfeln

"Was ist denn mit der los?", mag jetzt manch einer denken. "Erst passiert hier wochenlang GAR nichts, und dann gibt es schon wieder Ricotta-Käsekuchen mit Streuseln? Bloß mit anderer Fülle?"
Ihr habt ja recht. Aber manchmal hat man so Phasen, in denen man sich in gewisse Leckereien einfach reinsetzen könnte. Kennt ihr auch, oder? In den vergangenen Wochen war ich sehr beschäftigt und kam leider nicht zum Bloggen, sorry! Davor war mir häufig nach Käsekuchen. Knusprig-buttriger Boden. Cremig-zitronige Masse mit feinem Vanillearoma. Füllung unter der Käsemasse. Und Streusel. IMMER mussten Streusel darauf sein.
Keine Ahnung warum, aber mit dem Johannisbeer-Käsekuchen ging es los, setzte sich über den Mohn-Käsekuchen mit Ricotta fort und gipfelte darin, dass ich die aus dem Südtirol-Urlaub im August mitgebrachten Äpfel nicht zu einem Strudel verarbeitete, sondern ebenfalls in einen Käsekuchen steckte.
Mit Streuseln - natürlich.

REZEPT für eine Springform (Durchmesser 26 cm)
 


Für den Teig:
250 g Dinkelmehl Type 630
130 g kalte Butter in Stücken
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Für die Streusel:
150 g Dinkelmehl Type 630
110 g kalte Butter in Stücken
25 g Vanillezucker
50 g Zucker
Ein Hauch Zimt und geriebene Tonkabohne





Für die Apfelfüllung:
4 Südtiroler Äpfel (geschält und entkernt 450 g)
Saft von 1/2 Zitrone
100 g Gelierzucker 3:1
10 Zimtblüten
2 Nelken
1-2 EL Semmelbrösel

Für die Käsekuchenmasse:
400 g Ricotta
350 g Magerquark
150 g Puderzucker
2 TL Vanilleextrakt
75 g weiche Butter
4 Eiweiß
3 Eigelb
50 g Kartoffelstärke
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Quark und Ricotta im Kühlschrank in einem Sieb ca. 10 Stunden (am besten über Nacht) abtropfen lassen. Ebenfalls am Vortag die Äpfel schälen und entkernen sowie fein würfeln. Mit Zitronensaft, Gelierzucker, Nelken und Zimtblüten mischen und aufkochen, ca. 6 min sprudelnd kochen, dann vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Über Nacht kalt stellen.
Aus den angegebenen Zutaten für den Teig einen Knetteig herstellen, eine gefettete Springform (Durchmesser 20 cm) komplett damit auskleiden, Boden mehrmals einstechen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegt im vorgeheizten Ofen bei 190° (Ober-/Unterhitze) 17 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und nochmal 3 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Alle Zutaten für die Streusel zu eben jenen Streuseln verarbeiten und beiseite (kalt) stellen.
Eiweiß steif schlagen. Quark und Ricotta mit Zucker, Butter, Zitronenschale, Vanilleextrakt, Stärke und Eigelben gründlich verrühren. Eiweiß unterheben.
Boden mit Semmelbröseln bestreuen. Die Apfelfülle durchrühren und auf den vorgebackenen Boden streichen, darauf die Quark-Ricotta-Masse geben und im vorgeheizten Ofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 20 min backen. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann die Streusel darauf verteilen und nochmal 20 min backen. Wieder herausnehmen, nochmals 10 min ruhen lassen und anschließend in etwa 20 min fertig backen. Ofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 1-2 Stunden im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dann herausnehmen, mit einem Messer am Rand entlang fahren und vollständig auskühlen lassen, ggf. im Kühlschrank über Nacht. Dann erst aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäubt servieren.


Weil ich andere Menschen gern mit Essbarem aus meiner Küche beglücke (und um meine Hüften nicht zu sehr zu strapazieren), teile ich meine Kuchen-Kreationen natürlich sehr gerne mit lieben Menschen -  dieser hier wurde bei einem gemeinsamen Kaffee-Trinken mit der Oma meines Freundes von 4 Personen zur Hälfte verspeist. Das schönste Kompliment war, dass diese gestandene Frau, die mit Sicherheit in ihrem Leben mehr Käsekuchen gebacken hat als ich jemals backen werde, sich gleich 2 Stücke genehmigt. UND sagt, dass sie einen so gelungenen Käsekuchen nie hinbekommen hat. Danke schön!!!

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