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Mittwoch, 23. Dezember 2015

Herzhaft vegetarisch: Falafel

Guten Morgen, liebe Menschen!
Noch ein Tag - seid ihr auch so aufgeregt ;) ? Bei mir hält es sich ehrlich gesagt in Grenzen, heute ist mein erster "freier" Tag, den ich wie folgt verbringen werde: Einkaufen, Putzen, (Vor-)Kochen, Vorbereiten... Was man so macht, einen Tag vor Heiligabend. Und ihr? Müsst ihr heute auch noch vieles erledigen oder könnt ihr entspannt in Richtung Weihnachtstage blicken?
Ein letztes Rezept vor dem heiligen Abend habe ich heute noch für euch - für den Fall, dass ihr auch keine Süßigkeiten mehr sehen könnt ein leckeres, herzhaftes, orientalisches... Falafel!

 
REZEPT für 4 Personen

Für die Falafel:
300 g getrocknete Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
1 Lauchzwiebel
2 EL gehackte Petersilie  
1 Bio-Zitrone
2 TL gemahlener Kreuzkümmel 
1 TL Paprikapulver  
1/2 TL Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
Öl zum Frittieren




Für den Joghurt-Dip:
150 g Vollmilchjoghurt
2 EL Crème leicht
Salz
Pfeffer
1 Knoblauchzehe




Am Vortag:
Für den Dip Joghurt mit Crème leicht, fein gehackter Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer verrühren.
Kichererbsen in reichlich Wasser mindestens 12 Stunden einweichen. 
Am nächsten Tag:
Knoblauch schälen und genau wie die Lauchzwiebel hacken. Zitrone heiß abwaschen, Schale abreiben und auspressen. Kichererbsen abgießen, abbrausen und dieseim Standmixer mit Petersilie, Gewürzen, Zitronenschale, Lauchzwiebel und Knoblauch fein pürieren, dabei Zitronensaft und etwas Wasser hinzufügen.
Mehl und Backpulver untermischen und 24 Bällchen aus dem Teig formen und etwas flach drücken.
In einem kleinen Topf 5 cm hoch Öl erhitzen. Es ist heiß genug, wenn Bläschen an einem hineingehaltenen Kochlöffelstiel aufsteigen. 
Die Kichererbsen-Bällchen im heißen Öl portionsweise ca. 5 min frittieren, bis sie schön gebräunt sind, dabei einmal wenden.Auf Küchenkrepp abtropfen lassen, ggf warm halten.



Mit Joghurt-Dip, Hummus, Taboulé und Fladenbrot servieren.

Ich wünsche euch ein wunderbares Weihnachtsfest mit all euren Lieben! Lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Last-Minute-Weihnachtsgeschenk: Whiskylikör

Whiskylikör. So gar nicht meins. Baaaah, möchte ich fast sagen. Dennoch, es gibt Menschen, die so etwas gerne trinken... Und die kann man wunderbar zu Ostern, Weihnachten etc. damit beschenken! Meine Weihnachtsgeschenkeproduktion läuft derzeit auf Hochtouren - was ich alles mache, wird aber noch nicht verraten (die Beschenkten könnten ja mitlesen...). Diesen Likör gab es bereits zu Ostern, da besteht also keine Gefahr ;)
Gefunden habe ich das Rezept mal wieder bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen, wie immer ein gelingsicheres, leckeres (soweit die Meinung der Beschenkten) Rezept! Danke vielmals, liebe Steph!


 

REZEPT für ca. 1,35 Liter

1 Liter Sahne
2 Vanilleschoten (mangels Vanilleextrakt, den ich aber mittlerweile auch hergestellt habe)
2 EL Schoko-Espresso-Sirup (auch von Steph, hier)
6 EL Invertzuckersirup (hier bei Steph)







Vanilleschoten auskratzen, Sahne mit Vanillemark und Schoten aufkochen und 2-3 min köcheln lassen. Vollständig abkühlen lassen, Vanilleschoten entfernen, Sahne mit den restlichen Zutaten gründlich vermischen und in saubere Flaschen füllen. Haltbarkeit laut Steph: Mindestens 6 Wochen, wobei ich doch stark bezweifle, dass nach 6 Wochen noch etwas davon übrig ist :)


Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und einen stressfreien Weihnachts-Endspurt!

Samstag, 19. Dezember 2015

Pflaumenröster mit Muskateis und Milch-Crumble Teil 3

Guten Morgen allerseits! Wie gestern angekündigt, folgt heute der dritte und letzte Teil eines leckeren Desserts, das sich gut für den krönenden Abschluss eines Weihnachtsmenüs eignet.
Gefunden habe ich den Crumble hier bei Uwe von highfoodality und nur ein wenig abgewandelt... 
Lasst es euch schmecken :)

REZEPT für 4 Personen

Für den Milch-Crumble:
40 g Milchpulver
40 g Mehl
12 g Speisestärke
25 g Zucker
1 Prise Salz
55 g geschmolzene Butter

Finish:
15 g Milchpulver
45 g geschmolzene weiße Schokolade
45 g geschmolzene Vollmilch-Schokolade




Den Ofen auf 140°C vorheizen.
Milchpulver mit dem Mehl, der Speisestärke, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen, geschmolzene Butter hinzufügen und verrühren (Knethaken, Gabel... wie auch immer), bis sich die Masse verbindet und kleine Streusel entstehen.
Die Masse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und etwa 15-20 Minuten im Ofen backen, bis es stark nach Butter riecht und die Krümel leicht bräunen. Herausnehmen und die besonders großen Krümel vorsichtig zerkleinern. Mit dem übrigen Milchpulver vermischen.
Die geschmolzene weiße Schokolade über die Hälfte der Krümel gießen und alles mit einem Löffel vermischen, bis diese mit der Schokolade hauchdünn überzogen sind. Etwa alle 5 Minuten rühren, bis die Schokolade hart geworden ist und nicht mehr klebt. Mit der zweiten Hälfte der Krümel und der Vollmilch-Schokolade ebenso verfahren.

Dazu: Pflaumenröster und Muskateis

Habt einen schönen 4. Advent!

Freitag, 18. Dezember 2015

Pflaumenröster mit Muskateis und Milch-Crumble Teil 2

Halli hallo! Ich bin euch noch was schuldig... Wie versprochen bekommt ihr heute das Rezept für den Pflaumenröster, zu dem es kürzlich das Muskateis gab. 
Ich weiß, ich weiß, der Crumble fehlt noch. Den bekommt ihr morgen :)

REZEPT für 4 Personen

Für den Röster:
500 g Pflaumen
50 g Zucker
eine Zimtstange
ein Schluck Vogelbeergeist



Zucker in einem Topf karamellisieren (nicht zu dunkel!), gewaschene, entsteinte und geachtelte Pflaumen sowie Zimtstange hinzufügen und 10 min köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Vogelbeergeist unterrühren und bis zum Servieren beiseite stellen.

Dazu:
Milch-Crumble (bald hier)
Muskat-Eis (hier)

Montag, 14. Dezember 2015

Psssssst, heißer Tipp gegen Weihnachtsstress: Kulinarischer Adventskalender 2015

14.12. - noch 10 Tage, dann ist Heiligabend! Habt ihr schon alle Geschenke, alle Einkaufslisten geschrieben, das Menü durchgeplant und die Wohnung dekoriert? 
Nein? Macht nichts, ich auch nicht ;)

Lasst euch bloß nicht stressen, geht die Dinge in Ruhe an und schaut vor allen Dingen mal bei Zorra vorbei (wenn ihr das nicht schon längst getan habt), denn dort gibt es, wie jedes Jahr, wieder den Kulinarischen Adventskalender. Hinter den 24 Türchen verstecken sich tolle Beiträge, leckere Rezepte und insbesondere eine wunderbare Ablenkung vom Weihnachtsstress durch die netten Anekdoten der TürchenbefüllerInnen.
Im letzten Jahr durfte ich auch mitmachen, was mir großen Spaß gemacht hat. Dieses Jahr hat es zwar nicht mit einem Türchen geklappt, aber das macht gar nichts - allein das tägliche Lesen macht richtig Freude. 
Und: Es gibt natürlich wieder was zu gewinnen! Die ersten Preise sind schon verlost, aber Runde 2 läuft und Runde 3 steht noch bevor... Letztes Jahr war die Glücksfee mir hold und hat mir meine heißgeliebte Küchenmaschine beschert, bei deren Anblick ich mich jeden Tag auf's Neue freue. (Und weil sie sich einsam fühlt, verfolge ich natürlich umso gespannter den Kalender - wer weiß, vielleicht schaut die Glücksfee ja noch einmal vorbei und beschert ihr Gesellschaft - so ein kCook würde ihr sicher als Nachbar auf der Arbeitsplatte gefallen  ;)). 
Also, wer den Kalender noch nicht verfolgt, sollte dies schleunigst nachholen - schöner kann man sich auf Weihnachten kaum einstimmen!


Kulinarischer Adventskalender 2015

Lieben Dank, Zorra, dass du uns jedes Jahr auf's Neue die Vorweihnachtszeit mit deinem Kalender verschönerst!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Für Weihnachten? - Muskat-Eis

Ich bin euch noch das Muskateis schuldig, das ich kürzlich zu den Quarkkeulchen serviert habe. Da Weihnachten vor der Tür steht und der ein oder andere vielleicht noch ein Dessert sucht: Muskateis kann ich nur empfehlen! Nachdem ich es in einem Restaurant zu Plaumenröster, Vanillecrumble und Sabayon genießen durfte, musste ich es unbedingt nachbauen. Angelehnt an das Original habe ich es nicht nur zu den Quarkkeulchen, sondern auch mit Pflaumenröster und (Milch-)Crumble serviert. Mmmmmh! Wichtig sind gute Zutaten, da das Eis sehr puristisch ist, also lieber etwas mehr in Milch, Sahne und Eier investieren. Mit dem Muskat sollte man sich rantasten, lieber nachwürzen, als von vornherein zu viel zum Eis zu geben - das könnte in die Hose gehen. Generell feiner wird es sicher mit Muskatblüte, aber das ist mir leider zu spät eingefallen...

Das Rezept für den Röster und den Crumble liefere ich euch vor Weihnachten auch noch, versprochen!
Oder habt ihr schon ein Dessert im Kopf? Was gibt es bei euch?

 
REZEPT für 4 Personen

Für das Muskat-Eis:
400 g Milch
350 g Sahne
50 g Invertzuckersirup
50 g Zucker
30 g Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eigelb
Muskatnuss, frisch gerieben.





Milch und 200 g Sahne mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht. Eigelbe in einer Metallschüssel mit Zucker und Invertzuckersirup hell-cremig aufschlagen. Die heiße Milchmischung unter konstantem Rühren dazugießen, dann die Masse zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze mit einem hitzbeständigen Spatel rühren, bis sie eindickt (etwa bei 79°C, nicht kochen lassen!). Durch ein Sieb in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen, evtl. in einem kalten Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Dann über Nacht im Kühlschrank kühlen und am nächsten Tag die restliche Sahne steif schlagen und unterheben. In einer Eismaschine cremig gefrieren lassen. Ein wenig Saft (4-6 EL) vom Pflaumenröster (muss nicht unbedingt sein) auf der Eisoberfläche verteilen und das Ganze 2 Stunden im Tiefkühler nachfrieren lassen.


Und jetzt: Rechner aus, ab auf die Couch, Adventskranz anzünden und den 3. Advent genießen! Ich wünsche euch einen schönen Abend :)

Freitag, 11. Dezember 2015

Abgewandelter Klassiker: Beouff Stroganoff mit Kürbis

Und nochmal Kürbis, bevor es endgültig keine mehr gibt. Kann mir jemand sagen, wann wirklich Schluss ist? Ich weiß, dass sie sich bei richtiger Lagerung lange halten, da ich dafür aber keine Möglichkeit habe, bin ich darauf angewiesen, immer frische zu kaufen.
Wer einen alten Klassiker mal neu interpretiert versuchen möchte und kein Problem mit Gewürzgurken hat, dem empfehle ich wärmstens folgendes Rezept...



REZEPT für 3-4 Personen

2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
300 g Hokkaido-Kürbis (geputzt)
175 g Champignons
2 EL gehackte Petersilie
8 kleine Gewürzgurken
500 g Rindersteak
1 EL Butterschmalz
150 ml Weißwein
200 g Sahne
3 EL Sauerrahm
100 ml Rinderbrühe
Salz
Pfeffer




Zwiebeln und Knoblauch abziehen und hacken, Hokkaido in fingerdicke Scheiben schneiden und quer halbieren. Kürbis in kochendem Salzwasser 5 min garen, abgießen, beiseite stellen. Steak abbrausen, trocken tupfen und in dünne Streifen schneiden, Pilze putzen und in Scheiben schneiden, Gurken längs halbieren.
In heißem Butterschmalz in einem Topf die Steakstreifen und die Zwiebeln sowie die Pilze goldbraun anrösten, Knoblauch kurz mitrösten, mit Wein ablöschen und kurz kochen lassen. Sahne und Brühe angießen und zugedeckt 5 min köcheln lassen. Kürbis, Gurken und Sauerrahm unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Bei kleiner Hitze noch 3 min zugedeckt köcheln, dann Petersilie unterrühren und heiß servieren.



Abgewandelt nach einem Rezept aus der Lust auf Genuss (11/2015).

Kommt gut ins Wochenende!

Samstag, 5. Dezember 2015

Erinnerungen: Quarkkeulchen mit Apfelkompott und Muskateis

Eine halbe Ewigkeit scheint es her, dass ich ihm Rahmen meines Studiums zwecks Exkursion in Leipzig war. Dabei sind es nur wenige Jahre. Neben den Baustellen, die wir besuchten, blieb mir eines im Gedächtnis: Das Dessert des Menüs unseres gemeinsamen Abendessens. Da gab es Quarkkeulchen, Apfelflan und Zimteis. Mmmmmmmmhhhh. Da hätte ich mich reinsetzen können, die Kommilitonen ebenso. Zig mal versprachen wir uns, bald gemeinsam zu kochen und genau dieses Dessert zuzubereiten - wie das manchmal so ist, wurde nie etwas daraus.
Schade, aber nach Jahren habe ich es nun zumindest alleine endlich geschafft, selbst Quarkkeulchen zu machen. Zwar mit Muskateis (Rezept folgt) und Apfelkompott, aber immerhin. Hätte ich gewusst, wie einfach das geht, hätte es nicht so lange gedauert...


REZEPT für 4 Personen

Für das Kompott:
4 größere Äpfel
1 EL Vanillezucker
1 EL brauner Zucker
1 Schluck Calvados
Zitronensaft
2 Gewürznelken
8 Zimtblüten

Für die Quarkkeulchen:
250 g Kartoffeln, mehlig kochend
35 g Zucker
1 Ei
150 g Quark (20% Fett)
4 EL (Dinkel)Mehl



Äpfel schälen, entkernen, in dünne Scheiben schneiden und diese halbieren, mit Zitronensaft beträufeln. Zucker in einem kleinen Topf hellgolden karamellisieren lassen, Äpfel und Gewürze zugeben, mit Calvados ablöschen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren weich kochen. Beiseite stellen.

Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser mit Schale garen, abgießen, heiß pellen und ausdampfen lassen. Quark abtropfen lassen.
Kartoffeln zwei mal durch eine Presse drücken. Ei mit Zucker dickcremig schlagen, Quark einrühren, Mehl und Kartoffeln hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren.
In heißem Butterschmalz jeweils 1 EL Teig setzen, flach drücken und von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldbraun ausbacken.



Auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit Kompott sowie Muskateis servieren. Genauso gut schmeckt aber Vanille (gerne auch mit Salzbutterkaramell), Tonkabohne, Zimtblüte, Fior di Latte... oder was euch am besten gefällt!

Schönes Wochenende!

Sonntag, 29. November 2015

Zum Saisonende (?) etwas Süßes: Kürbistarte

Kurz kommt sie mir vor, die Kürbissaison. Obwohl es wirklich jede Woche mindestens einmal Kürbis bei uns gab, habe ich das Gefühl, noch lange nicht genug davon zu haben. Hokkaido-Kürbisse gibt es zwar noch zu kaufen, doch irgendwie habe ich das Gefühl, sie bereits seltener in den Läden zu erblicken. Wer zur Abwechslung mal eine süße Kürbistarte (abgewandelt nach einem Rezept aus der Lust auf Genuss 11/2015) versuchen möchte, sollte mit dem Nachbacken also nicht allzu lange warten...

REZEPT für eine Tarteform (Durchmesser 28 cm)

Für den Teig:
150 g Mehl
75 g Butter
1 Eigelb
50 g Zucker
1 Prise Salz

Für die Creme:
425 g Sahne
35 g Puderzucker
4 Eigelb
1 Vanilleschote

Für den Belag:
300 g Kürbis (Hokkaido)
300 ml Apfelsaft
75 g Zucker
150 g Walnüsse
Basilikum
Puderzucker


Aus den Zutaten für den Teig einen Knetteig herstellen, kalt stellen. Nach etwa einer Stunde ausrollen, eine gefettete Tarteform damit auskleiden und mit Hülsenfrüchten belegt im vorgeheizten Ofen bei ca. 180°C (Ober-/Unterhitze)  min blind backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und  min weiter backen. Abkühlen lassen. Sahne mit Vanillemark und -schote aufkochen, beiseite stellen. Eigelbe mit Zucker verquirlen, die Sahnemischung unter Rühren langsam hinzugießen, Mischung wieder in den Topf geben und unter Rühren erhitzen (NICHT!!! kochen), bis ein dicklicher Pudding entsteht. Vanilleschote entfernen und Creme auf den Boden streichen. Abkühlen lassen. Derweil Nüsse hacken, in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten, Zucker hinzugeben und karamellisieren lassen, auf Backpapier abkühlen lassen.
Hokkaido in 5 mm dicke Scheiben schneiden, Apfelsaft aufkochen und Kürbis darin 7 min köcheln. Abtropfen und abkühlen lassen, auf dem Kuchen verteilen und mit den karamellisierten Nüssen bestreuen. Mit Basilikumblättchen (zerzupft) und Puderzucker garnieren.


Ich wünsche euch einen gemütlichen Sonntag!

Sonntag, 22. November 2015

Durchgerutscht: Hummus

Mensch, Mensch, Mensch, da muss ich mich gerade über mich selbst wundern. Ich war fest davon überzeugt, bereits ein Rezept für Hummus (mit Kichererbsen aus der Dose) veröffentlicht zu haben und habe hin und her überlegt, ob ich dieses hier (mit getrockneten Kichererbsen) dann überhaupt noch posten soll. Auf der Suche nach besagtem Rezept fiel mir auf: Ich hab es überhaupt nicht gepostet. Überhaupt - gar - nie - nicht. So was. Ist mir wohl durchgerutscht...
Somit kann ich ohne schlechtes Gewissen heute vom Hummes berichten, das ich vor einigen Wochen aus getrockneten Kichererbsen zubereitet habe - wem das zu umständlich ist, der kann selbstverständlich Dosen-Kichererbsen nehmen. Statt der Kochflüssigkeit sollte man dann die Flüssigkeit aus der Dose zum Strecken nehmen...


REZEPT für 4 Portionen

100 g getrocknete Kichererbsen
1-2 Knoblauchzehen
2 EL Tahini
1 EL Olivenöl
Salz
2 EL Zitronensaft
Cayenne-Pfeffer
gemahlener Kreuzkümmel
gemahlener Koriander





Kichererbsen mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht einweichen. Dann Wasser abgießen, die Kichererbsen mit frischem Wasser bedecken und aufkochen, bei schwacher Hitze etwa 1,5 Stunden weich kochen. Abgießen und die Kochflüssigkeit auffangen. Knoblauch schälen und fein hacken.
Die gegarten Kichererbsen mit Knoblauch, Zitronensaft, Tahini und Olivenöl im Blitzhacker fein pürieren. Bei Bedarf etwas Kochflüssigkeit zugeben, sodass eine dickliche Creme entsteht. Knoblauch schälen und dazupressen. Mit Salz, Kreuzkümmel, Koriander und Cayennepfeffer abschmecken.

Mit Fladenbrot, Falafel (Rezept folgt - an dieser Stelle schon mal der Hinweis: Dieser Aufwand lohnt sich!) oder auch einfach nur Gemüsesticks servieren.

Habt einen schönen, gemütlichen Sonntag!

Sonntag, 15. November 2015

Herzhafter Nachschlag: Kartoffelklöße

Zum sonnigen Sonntagsbraten von neulich gab es Klöße - einfach, schnöde Kartoffelklöße. 
Einfach und schnöde? Mitnichten! Nichts geht über Hausmannskost und ich kenne da sogar jemanden, der bei guten Klößen kein Sättigungsgefühl kennt und locker mal 5-6 Stück verdrückt... Aufgepeppt durch knusprig buttrige Croutons im Inneren sind die runden Klassiker auch alles andere als langweilig. 
Wer noch nie Klöße selbst gemacht hat, sollte es unbedingt mal versuchen, es  lohnt sich! Soooo viel Mühe macht es auch gar nicht, insbesondere wenn man nur gekochte Kartoffeln verwendet und die rohen Raspel weglässt. Mag ich ohnehin lieber, den Mitessern zuliebe hab ich aber trotzdem einen Teil rohe Kartoffeln hinzugefügt. 
Was tut man nicht alles...



REZEPT für 15 Klöße

Für den Kloßteig:
1,8 kg Kartoffeln
(mehlig kochend)
Salz
Muskatnuss
4 Eigelb
200 g Kartoffelstärke
etwas Natron

Für die Füllung:
3,5 Scheiben Toastbrot
1 EL Butterschmalz
Salz




Am Vortag 1,2 kg Kartoffeln mit Schale in Salzwasser garen, heiß pellen und ausdampfen lassen. Am nächsten Tag 2 mal durch eine Kartoffelpresse drücken. Toastbrot entrinden, würfeln und in heißem Butterschmalz rösten und salzen. Beiseite stellen. Restliche Kartoffeln (600 g) schälen, reiben und kurz in Wasser mit etwas Salz und Natron stehen lassen. Abgießen und in einem Küchentuch sehr gut ausdrücken. Rohe und gekochte Kartoffeln mischen, mit Stärke und Eigelben rasch verkneten, Teig mit Salz und Muskatnuss würzen. In 15 Teile teilen, rund formen, eine Vertiefung hineindrücken und jeweils ein paar Croutons hinein legen. Teig darüber verschließen und mit angefeuchteten Händen zu glatten Knödeln formen. In knapp siedendem, nicht kochendem Salzwasser ca. 20-25 min garen.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Sonntag, 8. November 2015

Weil es sein muss: Apfelkuchen vom Blech

Na klasse, ein einziges herzhaftes Rezept und nun schon wieder Kuchen, muss das denn sein?
Ja, das muss sein! Und zwar aus folgenden Gründen:
Weil jetzt Apfelzeit ist. 
Und Sonntag.
Und weil es an so einem schönen Sonntag kaum etwas Schöneres gibt, als ein lauwarmes Stück Apfelkuchen, das man zu den letzten herbstlichen Sonnenstrahlen mit einer Tasse heißem Kaffee genießen kann.
Oder?


REZEPT für 1 Blech

Für den Teig: 
600 g Mehl
200 g Zucker
60 g Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
375 g kalte Butter

Für die Füllung: 
1,5 kg Äpfel
Zitronensaft
50 g Rosinen
100 g Mandelsplitter






Aus den Zutaten für den Teig einen glatten Teig herstellen, in Folie wickeln und 2 Stunden kalt stellen. Derweil Äpfel schälen, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft mischen. Rosinen in warmem Wasser einweichen. Mandelsplitter in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Den Teig in 2 Teile teilen, die eine Hälfte auf Backblechgröße ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Apfelspalten abtropfen lassen, auf dem Boden verteilen, Rosinen und Mandelsplitter darüber streuen. Die zweite Hälfte des Teiges ausrollen und die Äpfel damit bedecken, Teigränder begradigen und etwas andrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 40 min backen. Eine Stunde abkühlen lassen und lauwarm mit Puderzucker bestäubt servieren. Toll dazu: Eis oder Vanillesahne.


Das Rezept für diesen Kuchen, der denkbar einfach und relativ fix zubereitet ist (wenn man einen fleißigen Apfelschnibbler findet, sogar sehr schnell), stammt von einer lieben ehemaligen Kollegin und wartet schon viel zu lange darauf, endlich nachgebacken und gepostet zu werden. Ich habe allerdings wie immer ein wenig daran gedreht...

Habt einen schönen Sonntag!

Sonntag, 1. November 2015

Sonniger Sonntag - Sonntagsbraten: Rheinischer Sauerbraten

Was für ein herrlicher Sonntag! Die Sonne scheint, das Laub strahlt und leuchtet in den schönsten Herbstfarben und endlich mal kein Nebel in Sicht. Bzw. endlich mal freie Sicht, da kein Nebel. Wie auch immer...
Das Beste: Nach all dem Süßkram in letzter Zeit habe ich tatsächlich mal wieder etwas Deftiges produziert - einen Sauerbraten, um genau zu sein. Heute, an diesem tollen Herbstsonntag, gibt es ein richtiges Sonntagsbraten-Rezept für euch. Gestoßen bin ich darauf in der Lust auf Genuss (10/2015) und hatte spontan Lust, es auszuprobieren. Einfach mal schauen, ob ich auch klassisch kann.
Ich kann ;) !
Hier das leicht abgewandelte Rezept.


REZEPT für 6 Personen

750 ml Rotwein
250 ml milder Rotweinessig
2 EL Pfefferkörner
1,5 EL Wacholderbeeren
3 Lorbeerblätter
4 Gewürznelken
1,35 kg Rinderbraten
100 g Zucker
2 große Möhren
150 g Knollensellerie
1 große Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 EL Butterschmalz
1-2 EL Honig
1-2 EL Kartoffelstärke




Salz, Pfeffer
50 ml Rum
50 g Rosinen


3 Tage vor dem Essen die Wacholderbeeren andrücken und den Pfeffer grob zerstoßen. Gewürze mit Rotwein, Zucker und Essig aufkochen, Sud abkühlen lassen. Fleisch waschen und abtupfen, Gemüse waschen, putzen, grob würfeln (den Knoblauch nicht!). Fleisch und Gemüse in den lauwarmen Sud legen und im Kühlschrank abgedeckt 3 Tage marinieren, dabei täglich 1-2 mal wenden.
12 Stunden vor dem Essen Rum mit etwas heißem Wasser mischen und die Rosinen darin einweichen.
Ca. 3,5 Stunden vor dem Essen das Fleisch aus der Marinade heben, abtropfen lassen, ebenso das Gemüse. Marinade auffangen! In einem Bräter zunächst das Fleisch in heißem Butterschmalz rundherum scharf anbraten, herausnehmen und auch das Gemüse ca. 8 min rösten, zum Schluss Tomatenmark und die grob gewürfelte Knoblauchzehe 1-2 min mitrösten. Mit Marinade ablöschen, Fleisch hinzufügen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) zugedeckt 3 Stunden schmoren, gelegentlich wenden und mit der Sauce übergießen.
Dann Fleisch herausnehmen, in Alufolie wickeln und im Ofen bei Restwärme warmhalten. Sauce durch ein Sieb in einen Topf gießen, Gemüse etwas ausdrücken. Rosinen in die Sauce geben, aufkochen und 10 min reduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken und nach Belieben mit Speisestärke binden. Fleisch in Scheiben schneiden und mit Sauce, Rotkohl und Klößen servieren.


Habt einen schönen Sonntag!

Samstag, 24. Oktober 2015

Kuchen-Jieper: Ricotta-Käsekuchen mit Streuseln und Südtiroler Äpfeln

"Was ist denn mit der los?", mag jetzt manch einer denken. "Erst passiert hier wochenlang GAR nichts, und dann gibt es schon wieder Ricotta-Käsekuchen mit Streuseln? Bloß mit anderer Fülle?"
Ihr habt ja recht. Aber manchmal hat man so Phasen, in denen man sich in gewisse Leckereien einfach reinsetzen könnte. Kennt ihr auch, oder? In den vergangenen Wochen war ich sehr beschäftigt und kam leider nicht zum Bloggen, sorry! Davor war mir häufig nach Käsekuchen. Knusprig-buttriger Boden. Cremig-zitronige Masse mit feinem Vanillearoma. Füllung unter der Käsemasse. Und Streusel. IMMER mussten Streusel darauf sein.
Keine Ahnung warum, aber mit dem Johannisbeer-Käsekuchen ging es los, setzte sich über den Mohn-Käsekuchen mit Ricotta fort und gipfelte darin, dass ich die aus dem Südtirol-Urlaub im August mitgebrachten Äpfel nicht zu einem Strudel verarbeitete, sondern ebenfalls in einen Käsekuchen steckte.
Mit Streuseln - natürlich.

REZEPT für eine Springform (Durchmesser 26 cm)
 


Für den Teig:
250 g Dinkelmehl Type 630
130 g kalte Butter in Stücken
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Für die Streusel:
150 g Dinkelmehl Type 630
110 g kalte Butter in Stücken
25 g Vanillezucker
50 g Zucker
Ein Hauch Zimt und geriebene Tonkabohne





Für die Apfelfüllung:
4 Südtiroler Äpfel (geschält und entkernt 450 g)
Saft von 1/2 Zitrone
100 g Gelierzucker 3:1
10 Zimtblüten
2 Nelken
1-2 EL Semmelbrösel

Für die Käsekuchenmasse:
400 g Ricotta
350 g Magerquark
150 g Puderzucker
2 TL Vanilleextrakt
75 g weiche Butter
4 Eiweiß
3 Eigelb
50 g Kartoffelstärke
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Quark und Ricotta im Kühlschrank in einem Sieb ca. 10 Stunden (am besten über Nacht) abtropfen lassen. Ebenfalls am Vortag die Äpfel schälen und entkernen sowie fein würfeln. Mit Zitronensaft, Gelierzucker, Nelken und Zimtblüten mischen und aufkochen, ca. 6 min sprudelnd kochen, dann vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Über Nacht kalt stellen.
Aus den angegebenen Zutaten für den Teig einen Knetteig herstellen, eine gefettete Springform (Durchmesser 20 cm) komplett damit auskleiden, Boden mehrmals einstechen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegt im vorgeheizten Ofen bei 190° (Ober-/Unterhitze) 17 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und nochmal 3 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Alle Zutaten für die Streusel zu eben jenen Streuseln verarbeiten und beiseite (kalt) stellen.
Eiweiß steif schlagen. Quark und Ricotta mit Zucker, Butter, Zitronenschale, Vanilleextrakt, Stärke und Eigelben gründlich verrühren. Eiweiß unterheben.
Boden mit Semmelbröseln bestreuen. Die Apfelfülle durchrühren und auf den vorgebackenen Boden streichen, darauf die Quark-Ricotta-Masse geben und im vorgeheizten Ofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 20 min backen. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann die Streusel darauf verteilen und nochmal 20 min backen. Wieder herausnehmen, nochmals 10 min ruhen lassen und anschließend in etwa 20 min fertig backen. Ofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 1-2 Stunden im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dann herausnehmen, mit einem Messer am Rand entlang fahren und vollständig auskühlen lassen, ggf. im Kühlschrank über Nacht. Dann erst aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäubt servieren.


Weil ich andere Menschen gern mit Essbarem aus meiner Küche beglücke (und um meine Hüften nicht zu sehr zu strapazieren), teile ich meine Kuchen-Kreationen natürlich sehr gerne mit lieben Menschen -  dieser hier wurde bei einem gemeinsamen Kaffee-Trinken mit der Oma meines Freundes von 4 Personen zur Hälfte verspeist. Das schönste Kompliment war, dass diese gestandene Frau, die mit Sicherheit in ihrem Leben mehr Käsekuchen gebacken hat als ich jemals backen werde, sich gleich 2 Stücke genehmigt. UND sagt, dass sie einen so gelungenen Käsekuchen nie hinbekommen hat. Danke schön!!!

Samstag, 19. September 2015

Klein oder groß?: Mohn-Käsekuchen mit Ricotta und Streusel

Heute habe ich gleich 2 Rezepte für euch, die sich stark ähneln, aber dennoch nicht identisch sind. Nämlich einen kleinen Käsekuchen mit Mohnfülle und Streuseln (ähnlich diesem hier), in dessen Käsemasse neben Quark auch frischer Ricotta durfte, und eine große Version ohne Ricotta und mit etwas mehr Butter.
Was das soll? Na ja, den großen Kuchen wollte ich mit zur Arbeit nehmen - dass da nichts übrig bleiben würde, war abzusehen. Da aber auch abzusehen war, dass das Ganze ziemlich lecker werden könnte und ich meinem Liebsten dies nicht vorenthalten wollte, musste eine kleine Version für's Wochenende her. Der Ricotta stand zudem kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, was mich dazu bewog, mal was Neues zu probieren. Bereut habe ich es nicht, denn die Version mit Ricotta war nicht nur etwas leichter und fluffiger als der große Kuchen, er hat mich auch geschmacklich ein kleines bisschen mehr begeistert...

REZEPT für eine Springform (Durchmesser 20 cm)
Für den Teig:
175 g Dinkelmehl Type 630
80 g kalte Butter in Stücken
30 g Zucker
20 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Für die Streusel:
100 g Dinkelmehl Type 630
75 g kalte Butter in Stücken
50 g Zucker
Ein Hauch Zimt und geriebene Tonkabohne

Für die Mohnfüllung:
100 g gemahlener Mohn
35 g Weizengrieß
8 g Kartoffelstärke
200 ml Milch
100 ml Wasser
1 Prise Salz
50 g Zucker
50 g Butter
1 TL Vanilleextrakt

Für die Käsekuchenmasse:
220 g Magerquark
230 g Ricotta
90 g Puderzucker
1 TL Vanillezucker
1-2 TL Vanilleextrakt
45 g weiche Butter
3 Eiweiß
2 Eigelb
30 g Kartoffelstärke
Abgeriebene Schale von 1 kleinen Bio-Zitrone



Quark und Ricotta im Kühlschrank in einem Sieb ca. 10 Stunden (am besten über Nacht) abtropfen lassen.
Tags darauf zuerst die Mohnfülle zubereiten, da diese abkühlen muss:
Milch mit Wasser, Zucker und Salz aufkochen, Grieß, Mohn und Stärke mischen, einrühren und bei kleiner Hitze 3 min unter Rühren kochen. Vom Herd ziehen, Vanilleextrakt und Butter einrühren und komplett abkühlen lassen.
Aus den angegebenen Zutaten für den Teig einen Knetteig herstellen, eine gefettete Springform (Durchmesser 20 cm) komplett damit auskleiden, Boden mehrmals einstechen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegt im vorgeheizten Ofen bei 190° (Ober-/Unterhitze) 17 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und nochmal 3 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Alle Zutaten für die Streusel zu eben jenen Streuseln verarbeiten und beiseite (kalt) stellen.
Eiweiß steif schlagen. Quark und Ricotta mit Zucker, Butter, Zitronenschale, Vanilleextrakt, Stärke und Eigelben gründlich verrühren. Eiweiß unterheben.
Die Mohnfülle durchrühren und auf den vorgebackenen Boden streichen, darauf die Quark-Ricotta-Masse geben und im vorgeheizten Ofen bei 170° (Ober-/Unterhitze) 20 min backen. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann die Streusel darauf verteilen und nochmal 15 min backen. Wieder herausnehmen, nochmals 10 min ruhen lassen und anschließend in etwa 15 min fertig backen. Ofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 1-2 Stunden im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dann herausnehmen, mit einem Messer am Rand entlang fahren und vollständig auskühlen lassen, ggf. im Kühlschrank über Nacht. Dann erst aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäubt servieren.


Die größere Version ohne Ricotta bekommt ihr wie folgt:
REZEPT für eine Springform (Durchmesser 26 cm)
Für den Teig:
250 g Dinkelmehl Type 630
130 g kalte Butter in Stücken
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Für die Streusel:
150 g Dinkelmehl Type 630
110 g kalte Butter in Stücken
25 g Vanillezucker
50 g Zucker
Ein Hauch Zimt und geriebene Tonkabohne

Für die Mohnfüllung:
150 g gemahlener Mohn
55 g Weizengrieß
10 g Kartoffelstärke
300 ml Milch
150 ml Wasser
1 Prise Salz
75 g Zucker
75 g Butter
1-2 TL Vanilleextrakt

Für die Käsekuchenmasse:
750 g Magerquark
170 g Puderzucker
2 TL Vanilleextrakt
100 g weiche Butter
4 Eiweiß
3 Eigelb
60 g Kartoffelstärke
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Quark im Kühlschrank in einem Sieb ca. 10 Stunden (am besten über Nacht) abtropfen lassen.
Tags darauf zuerst die Mohnfülle zubereiten, da diese abkühlen muss:
Milch mit Wasser, Zucker und Salz aufkochen, Grieß, Mohn und Stärke mischen, einrühren und bei kleiner Hitze 3 min unter Rühren kochen. Vom Herd ziehen, Vanilleextrakt und Butter einrühren und komplett abkühlen lassen.
Aus den angegebenen Zutaten für den Teig einen Knetteig herstellen, eine gefettete Springform (Durchmesser 20 cm) komplett damit auskleiden, Boden mehrmals einstechen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegt im vorgeheizten Ofen bei 190° (Ober-/Unterhitze) 18 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und nochmal 3 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Alle Zutaten für die Streusel zu eben jenen Streuseln verarbeiten und beiseite (kalt) stellen.
Eiweiß steif schlagen. Quark mit Zucker, Butter, Zitronenschale, Vanilleextrakt, Stärke und Eigelben gründlich verrühren. Eiweiß unterheben.
Die Mohnfülle durchrühren und auf den vorgebackenen Boden streichen, darauf die Quarkmasse geben und im vorgeheizten Ofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 20 min backen. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann die Streusel darauf verteilen und nochmal 20 min backen. Wieder herausnehmen, nochmals 10 min ruhen lassen und anschließend in etwa 15-20 min fertig backen. Ofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 1-2 Stunden im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dann herausnehmen, mit einem Messer am Rand entlang fahren und vollständig auskühlen lassen, ggf. im Kühlschrank über Nacht. Dann erst aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Und? Welche Version bevorzugt ihr?
Habt ein schönes Wochenende und probiert es aus!

Samstag, 5. September 2015

Heiß UND kalt: Zitronenthymian-Eis mit gegrillten Nektarinen

Heiß und kalt - eine Kombi, die ich liebe. Ich denke da an heißen Apfelstrudel mit cremigem Vanille-Eis, Hollerküchle mit Erdbeereis, Schokotörtchen mit flüssigem Kern und Tonkabohnen-Eis... Hmmmm. Ihr seht, bei mir läuft es meist auf etwas Gebackenes mit Eis heraus. Macht ja auch Sinn. Ebenso viel Sinn macht es aber auch, im Sommer für derartige Kombinationen den Grill anzuschmeißen und - ein bisschen figurschonender - frisches Obst zu grillen und zum Eis zu servieren...
Wie ich überhaupt darauf komme? zorra richtet ihr 112. Blog-Event aus, dieses Mal in Zusammenarbeit mit elmex SENSITIVE PROFESSIONAL. Auch das macht Sinn, denn mal ganz ehrlich: So ein Wechselbad der Gefühle zwischen heißen und kalten Speisen (manchmal reicht auch schon eines von beidem...) kann die Zähne ganz schön strapazieren.

Blog-Event CXII - Heiss & Kalt (Einsendeschluss 15. September 2015)


Besonders toll finde ich daher, dass es auch dieses Mal wieder etwas zu gewinnen gibt: 10 elmex SENSITIVE PROFESSIONAL Pakete, in denen sich unter anderem eine elektrische Zahnbürste befindet! Um den Zucker des folgenden Desserts restlos von den Beißerchen zu schrubben eine tolle Sache ;)...

REZEPT für 8 Portionen

Für das Eis:
550 ml Milch
200 g Schlagsahne
4 Eigelb
50 g Invertzuckersirup
80 g Zucker
1 Prise Salz
8 Zweige Zitronenthymian
plus 1,5 TL Zitronenthymian-Blättchen
Schale von 1 Bio-Zitrone
1/2 Vanilleschote
außerdem:
8 Nektarinen




Zunächst die Eismasse vorbereiten. Dazu wie gewohnt Milch und Sahne mit Salz, Vanillemark und -schote und Thymianzweigen in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht. Eigelbe in einer Metallschüssel mit Zucker und Invertzuckersirup hell-cremig aufschlagen. Die heiße Milchmischung unter konstantem Rühren dazugießen, dann die Masse zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze mit einem hitzbeständigen Spatel rühren, bis sie eindickt (etwa bei 79°C, nicht kochen lassen!). Durch ein Sieb in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen, evtl. in einem kalten Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Dann über Nacht im Kühlschrank kühlen und am nächsten Tag gehackte Zitronenthymian-Blättchen sowie abgeriebene Zitronenschale unterrühren und die Masse in einer Eismaschine cremig gefrieren lassen. 2 Stunden im Tiefkühler nachfrieren lassen.
Nektarinen halbieren, entseinen und auf dem Grill bei mittlerer Hitze von beiden Seiten einige Minuten grillen und anschließend mit dem Eis servieren.


Das tolle Grillwetter des letzten Wochenendes ist zwar für die kommenden Tage nicht gemeldet, aber so eine Nektarine fühlt sich ja auch in einer Grillpfanne wohl.
Habt trotzdem ein wunderbares Wochenende und drückt mir die Daumen, dass ich bald nicht mehr manuell meine Zähne schrubben muss ;)

Dienstag, 25. August 2015

Reste-Unfall: Zucchini-Törtchen mit Feta

Neulich habe ich den Fehler gemacht, eine angebrochene Packung Filoteig einzufrieren. Ein Tipp von mir:

MACHT
DAS
NICHT
!

Das Ergebnis nach dem Auftauen waren teils zusammengeklebte und vermatschte Teigblätter - das, was ganz geblieben war, ließ sich nicht am Stück aus der Packung entnehmen. Das Ende meines Zucchini-Strudel-Vorhabens für den Abend.
In meiner Not habe ich die einigermaßen brauchbaren Teigreste in Muffinmulden gepackt und Törtchen gebacken.
Auch lecker :)

"REZEPT" für 2-3 Personen

1/2 Packung Filoteig
2-3 kleine Zucchini
1 Lauchzwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Muskat
Cayenne-Pfeffer
100 g Feta
30 g flüssige Butter
Olivenöl
Butter für die Förmchen



Zucchini raspeln und mit gehackter Lauchzwiebel sowie Knoblauch in Olivenöl scharf anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Cayenne-Pfeffer und ggf. Kräutern abschmecken und abkühlen lassen. Die Filoblätter so gut es geht mit flüssiger Butter bepinseln und 9 gefettete Muffinmulden damit auskleiden, etwas Teig überstehen lassen. Zucchinimasse und Feta auf die Förmchen verteilen und Teig darüberklappen. Im Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20-30 min goldbraun backen. Warm mit einem grünen (Rucola-)Salat servieren.


Perfekt für ein schnelles Abendessen unter der Woche.
Habt eine schöne Rest-Woche - unfallfrei :)

Donnerstag, 13. August 2015

Ein alter Hut? - Wassermelonensalat mit Feta

"Mensch, kann die sich nichts Neues ausdenken?", mag sich der ein oder andere jetzt fragen. "Wassermelonensalat - da sind ja schon Spinnweben dran!".
Nein, kann sie nicht, nicht bei über 30°C. Tut mir leid, aber da muss dringend Erfrischung her, und einen erfrischenderen Salat als eine Kombi aus Wassermelone, Zitronensaft und Minze kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen... Dazu noch cremigen Feta und geröstete Sonnenblumenkerne - hmmmmmmm!


REZEPT für 3-4 Portionen

500 g Wassermelonenfruchtfleisch
100 g Feta
Zitronensaft
3-5 Stiele Minze
1 Handvoll Petersilie
Olivenöl
Salz
Pfeffer
geröstete Sonnenblumenkerne
1 Handvoll Rukola

Wassermelone in Stücke schneiden, Rucola waschen und trocken schleudern. Aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen, mit der Melone und dem Rucola mischen. Minzeblättchen und Petersilie hacken und untermischen, zum Schluss Feta und Sonnenblumenkerne darüber geben.



Eiskalt genießen!
Vielleicht heute Abend zum Grillen?

Dienstag, 11. August 2015

Cappuccino mal anders - mit red espresso

Seid ihr auch Cappuccino-Fans? Für den kleinen Kaffee-Durst (und ehrlich gesagt, bei mir auch manchmal für den kleinen Hunger) zwischendurch gibt es nichts Leckereres, als eine Tasse heißen Cappuccinos mit cremigem Milchschaum und ggf. Keksen (zum Tunken). Durch die sättigende Milch kann ich mich so schon mal vom Nachmittag bis zum Abendessen über Wasser halten ;)


Vor einiger Zeit bekam ich von Sydney&Frances (zum Shop geht es hier) eine Packung red espresso zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür! red espresso ist im Prinzip Rooibos Tee, den man zu Hause in einer French Press, einer Espressomaschine, einer normalen Kaffeemaschine oder einem Espressokocher als Espresso zubereiten und entweder pur, oder aber als Cappuccino, Latte, Macchiato oder Americano genießen kann. Ich habe ihn bereits mehrfach, am liebsten als Cappuccino, getrunken und finde ihn super lecker.
Den Geschmack kann man natürlich nur schwer mit Kaffee vergleichen, aber ich trinke ihn sehr gerne - besonders mit etwas Zimt und einem halben Teelöffel Honig. Übrigens: red espresso ist nicht nur koffeinfrei, man kann mit ihm auch Smoothies, Säfte und Eistees zubereiten - ein echter Allrounder also.



Ich für meinen Teil trinke weiterhin sehr gerne meinen "normalen" Kaffee oder Cappuccino, freue mich aber immer wieder mal über eine Abwechslung durch red espresso. Mein Tipp: Ausprobieren!

Freitag, 31. Juli 2015

Kleine Beeren - kleiner Kuchen: Johannisbeer-Käsekuchen mit Streuseln

Hach, herrlich - pünktlich zum Wochenende kommt der Sommer zurück. Freut ihr euch auch so? Was liegt näher, als abends den Grill anzuschmeißen und vorher - wie wir - nach Feierabend ein leckeres Stück Kuchen und einen Kaffee auf der Terrasse zu genießen?
Ich liebe ja, wie ihr wahrscheinlich wisst, kleine Kuchen. Zu zweit sind die einfach viel praktischer und nebenbei bemerkt hat man nach so einem kleinen Stückchen fast gar kein schlechtes Gewissen, sodass ein zweites immer geht. Boden und Füllung meiner (vor-)letzten Käsekuchen-Kreation entsprechen der Einfachheit halber diesem kleinen Käsekuchen, die Streusel lieferte der Rhabarberkuchen mit Vanillecreme...

REZEPT für eine Springform mit 20 cm Durchmesser, ergibt 8 Stücke

Für den Teig:
175 g Mehl
60 g Puderzucker
90 g Butter
1 Prise Salz
1 Eigelb

Für die Quarkmasse:
2 Eigelb
3 Eiweiß
1 Prise Salz
115 g Puderzucker
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
2 TL Vanille-Extrakt
75 g Schlagsahne
500 g Magerquark
75 g weiche Butter
40 g Speisestärke



Für die Streusel:
75 g kalte Butter
100 g Dinkelmehl
50 g Zucker
eine Prise Salz
etwas geriebene Tonkabohne
ein Hauch Zimt

außerdem:
Johannisbeeren (habe ich leider vergessen zu wiegen...)


Quark auf einem Sieb mindestens 6 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen
Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig verkneten. Eine 20er Springform mit Butter fetten. Etwas weniger als 2/3 des Teigs passend rund ausrollen am Boden andrücken, den Rest zu einer Rolle formen und als Rand ganz hochziehen. Form 1 Stunde kalt stellen, den Ofen derweil auf 190° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Aus den Zutaten für die Streusel eben jene herstellen und beiseite stellen.
Die Form mit Backpapier auskleiden, mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen und etwa 17 min blind backen, dann das Backpapier und die Hülsenfrüchte vorsichtig entfernen und 3 min weiter backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Sahne und Eiweiß (mit Salz) steif schlagen und kühl stellen. Butter, Zucker, Vanilleextrakt und Zitronenschale schaumig rühren, die Eigelbe einzeln gründlich unterrühren. Dann Quark und Speisestärke unterrühren, anschließend Sahne und Eiweiß nacheinander vorsichtig unterheben. Die Masse auf dem vorgebackenen Boden verteilen, vollflächig mit gewaschenen Johannisbeeren belegen und im Ofen bei 175° 20 min backen, dann herausnehmen und 10 min ruhen lassen. Mit den Streuseln belegen, 30-40 min fertig backen, bis die Streusel goldbraun sind. Dabei ggf. zwischendurch immer wieder herausnehmen und 10 min ruhen lassen. So setzt sich der Kuchen im Optimalfalle gleichmäßiger als bei mir, ich hatte allerdings keine Zeit dafür und habe ihn nach dem Belegen mit den Streuseln in einem durchgebacken, dafür aber noch 10 min im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Mit einem Messer am Rand entlang fahren, abkühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank lagern und dann am nächsten Tag erst aus der Form lösen.


Der Kuchen lässt sich übrigens toll vorbereiten: Ich habe sowohl Teig als aus Streusel am Vortag zubereitet und im Kühlschrank (den Teig bereits in der Form, die Streusel in einem Schälchen) gelagert und nur die Füllung am Backtag frisch zubereitet. 

Damit wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende - genießt die Sonne in vollen Zügen und lasst es euch gut gehen!

Samstag, 25. Juli 2015

Restbestände: Erdbeermarmelade mit Bourbon-Vanille

Die Erdbeerzeit ist vorbei, ich weiß. Manch ein glücklicher hat allerdings späte Sorten im Garten oder das Glück, noch einigermaßen ansehliche Exemplare auf dem Markt zu ergattern, die für einen Kuchen nicht mehr tauglich sind, sich aber einwandfrei zu Marmelade verarbeiten lassen. Wenn ihr so jemand seid und eine ausreichende Ration Erbeeren bis zur nächsten Saison braucht, empfehle ich euch folgendes Rezept - ganz easy, aber nicht minder lecker:

 
REZEPT (für viiiiiele Gläschen)

1,5 kg Erdbeeren
(geputzt gewogen)
500 g Gelierzucker 3:1
1 Zitrone
1 Vanilleschote
alternativ: 
geriebene Tonkabohne







Erdbeeren klein schneiden und mit Zucker, ausgekratztem Vanillemark und -schote 1 Stunde ziehen lassen. Dann aufkochen, Vanilleschote entfernen, pürieren, Zitronensaft hinzufügen und 5 min sprudelnd kochen lassen, heiß in sterilisierte Twist-Off-Gläser füllen, zudrehen und abkühlen lassen.


Sehr lecker, wem es zu süß wird, nimmt einfach mehr Zitronensaft. Nächstes Jahr versuche ich Tonkabohne, auswärts schon gegessen und für seeeeeehr lecker befunden...
Ein schönes Wochenende euch allen!

Freitag, 10. Juli 2015

Auftakt zum Flotten Dreier "Sommerfarben": Blütenweiße Ajo Blanco mit Pistazien und geeisten Weintrauben

Blog-Event CX - Flotter Dreier (Einsendeschluss 15. Juli 2015)
Dorothée von bushcooks kitchen hat sich etwas Spannendes für das aktuelle Blog-Event bei Zorra ausgedacht: Einen flotten Dreier! 3 Blogger kochen ein Menü, jeder einen Gang - eine tolle Idee, ich war sofort Feuer und Flamme!

Wie viele andere Blogger habe auch ich mich dazu mit zwei tollen Blogger-Kolleginnen zusammengetan, und freue mich, euch heute die Vorspeise unseres gemeinsamen Menüs vorstellen zu dürfen! Aber dazu gleich mehr...





Die Frage aller Fragen war zunächst: Mit welchen Bloggern zusammentun? Die Blogwelt ist groß und doch klein, weshalb ich nach kurzem Überlegen schnell an Nata von pastaciutta dachte - und Nata war einverstanden, juhu! Beim Sichten der Kommentare bei zorra fand ich dann noch Christiane von schabakery, die auch auf der Suche nach Koch-Partnern war und glücklicherweise sofort zusagte, als ich sie fragte, ob sie in unser "Team" möchte.


 Zweite Frage: Welches Motto? Nach einem kurzen Brainstorming entschieden wir uns für "Sommerfarben" - passend zum Wetter und zur schönsten Jahreszeit überhaupt. Das Motto eröffnet vielfältige Möglichkeiten: Blütenweiß und sattes Grasgrün bieten sich ebenso an wie knalliges Tomaten- oder Kirschrot oder leuchtend gelbe Paprika... Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt und nachdem wir festgelegt hatten, wer welchen Gang zubereitet, hieß es auch schon überlegen, was man denn Schönes zaubern könnte.


Hier spielte der Zufall mit: Nata war gerade beschäftigt mit dem summer of supper in Köln - da war ich letztes Jahr, als Simone von Pi mal Butter und Sophie von Cucina Piccina gekocht haben. Dort gab es tolle Sachen... Wahnsinnig lecker war das alles! Durch Nata wieder daran erinnert, habe ich mich entschlossen, meine Variante der Ajo Blanco, die sowohl Sophie hier als auch Simone dort schon gepostete haben, als sommerliche Vorspeise zuzubereiten.
(Hiefür konnte ich übrigens meinen brandneuen Glasmixer-Aufsatz für meine heißgeliebte Küchenmaschine zum Einsatz bringen, der den Mandel-Mix-Test mit Bravour bestand...)

Aber nun genug gequatscht, hier das Rezept für eine erfrischende kalte Vorspeise in DER Sommerfarbe weiß - ideal für besonders heiße Tage:

REZEPT für 6 Portionen

80 g altbackenes Toastbrot ohne Rinde
150 g Mandelstifte
50 ml Milch
und
einige zum Garnieren
2 große Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
und etwas zum Anschwitzen und Garnieren
2 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
1/2 l eiskaltes Wasser
80 g frische weiße Weintrauben
und
eine Handvoll als Einlage
2 EL Pistazienkerne




Das Toastbrot würfeln, mit Milch und 50 ml Wasser übergießen und min. eine halbe Stunde einweichen. Die Knoblauchzehen abziehen, fein hacken und in etwas Olivenöl leicht anschwitzen.
Die Trauben (80 g) ca. 1 min in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und häuten, die Trauben für die Einlage nur häuten und nicht kochen und ins Gefrierfach legen.
Die Hälfte der 150 g Mandeln in einer Pfanne ohne Öl hell rösten. Geröstete und ungeröstete Mandeln im Blender fein mahlen, das Brot und etwa 2/3 des Wassers, die blanchierten und gehäuteten Weintrauben, Essig sowie Knoblauch und Olivenöl dazugeben, und fein pürieren, ggf. mehr Wasser oder auch Milch (nach Belieben) zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann so viel eiskaltes Wasser hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat und das Ganze durch ein Sieb streichen. Anschließend nochmal kühl stellen, evtl im Gefrierfach. Derweil restliche Mandeln und Pistazien rösten und grob hacken.
Die Ajo Blanco in Gläser füllen, ein paar gefrorenen Weintrauben darauf verteilen (die bei mir sofort untergingen) und mit Olivenöl beträufelt und einigen Kernen bestreut servieren. Restliche Kerne und Trauben dazu reichen.


Ich hoffe, euch gefällt der Auftakt zu unserem Menü - schaut auf jeden Fall bei Nata und Christiane rein, denn Natas gegrillter Wolfsbarsch mit Basilikummayo und Christianes Gewürztraminer-Cherry Macarons sind auch online!