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Dienstag, 2. Dezember 2014

Kulinarischer Adventskalender 2014: Ein Weihnachtswunder und hausgemachte Pasta mit Maronen, Birnen und Speck

Kulinarischer Adventskalender 2014 - Türchen 2
Es ist wieder soweit: Der Dezember hat gestern begonnen und somit darf  getreu dem Motto "alle Jahre wieder" ab sofort jeden Tag ein Türchen des Kulinarischen Adventskalenders in zorras Kochtopf geöffnet werden. In diesem Jahr gibt es hinter 24 Türchen allerhand zu entdecken und natürlich auch wieder tolle Preise zu gewinnen - reinschauen lohnt sich also gleich mehrfach! Als begeisterte Türchenöffnerin freut es mich umso mehr, dass ich dieses Jahr - genauer gesagt, heute - die Ehre habe, selbst ein Türchen zu füllen!



Natürlich habe ich mir für euch auch ein Rezept ausgedacht, das sich wunderbar für ein gemütliches Adventsessen mit euren Lieben eignet - aber vorher müssen wir uns noch über die kleinen Wunder der Weihnachtszeit unterhalten. Am heiligen Abend ist bei meinem Liebsten zu Hause nämlich mal etwas Unglaubliches passiert, aber das erzählt er euch besser selbst...

„Die folgende Geschichte hat sich vor einigen Jahren, zu meinen Kinderzeiten zugetragen und wird seitdem immer wieder – vor allem von meiner Schwester- zum Besten gegeben.
Früher, als an Heiligabend die Geschenke für uns Kinder noch wichtiger waren als das Fest an sich, die Zeit mit der Familie, die Besinnlichkeit, das Essen (und der Wein ;)), hatte das Christkind gemeinerweise die Wohnzimmertür, hinter der sich Baum und Geschenke verbargen, lange vor der Bescherung abgeschlossen. Durch die Küche hätte man zwar ins Wohnzimmer gelangen können, doch dieser Zugang wurde von meiner Mutter strengstens überwacht. Erst zur Bescherung wurde der Weg durch die Küche freigegeben- die Wohnzimmertür blieb meist den ganzen Abend verschlossen (kein Wunder, den Schlüssel hatte ja nur das Christkind…)
Nachdem wir in einem Jahr also wieder das Wohnzimmer durch die Küche gestürmt, den Baum bewundert, die Weihnachtsgeschichte gelesen,  das obligatorische „Stille Nacht“ gesungen und die Geschenke ausgepackt hatten, verließ meine Schwester kurz den Raum. Als sie wenige Minuten darauf wieder neben uns saß, fragte sie nur: „Wie bin ich jetzt eigentlich wieder ins Wohnzimmer gekommen?“ „Na, durch die Küche, wie denn sonst?“ war unsere spontane Antwort. Meine Schwester beharrte jedoch darauf, nicht durch die Küche gegangen zu sein. Auch meine Mutter, die dort noch am werkeln war, stimmte ihr da zu. Die Wohnzimmertür wurde untersucht- sie war nach wie vor fest verschlossen. Den Rest des Abends wurde dann darüber philosophiert und gerätselt, wie es meine Schwester schaffen konnte, durch die abgeschlossene Wohnzimmertür  zu laufen. Noch heute sorgt die Story dieses „Weihnachtswunders“, die mittlerweile fast so fest zum Heiligen Abend gehört wie die Geschichte mit Ochs und Esel,  für super Unterhaltung, Heiterkeit und auch für Verwunderung..."

Ein Weihnachtswunder? Oder vielleicht doch nur ein Missverständnis im Trubel des Weihnachtsabends? ...Was meint ihr? Ist euch in der Weihnachtszeit auch mal etwas passiert, das ihr euch nicht erklären konntet?

Weil es sich mit leerem Magen gaaaaanz schlecht grübelt, hier mein Rezept für euch: 

HAUSGEMACHTE PASTA mit MARONEN, BIRNEN und SPECK

 

REZEPT für 4 Personen

Für die Pasta:
350 g Pastamehl und Mehl zum Arbeiten
1 TL Salz
3 Eier
1 EL Olivenöl etwas heißes Wasser
0,1 g Safranfäden

außerdem:
1 große Birne (300 g)
8 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)
10 Maronen
350 g Rosenkohl  (TK)
50 g + 1 TL Butter
2 TL Honig
4 Stängel Thymian
60 g Gruyère
Meersalz, frisch gemahlen
Pfeffer, frisch gemahlen
 

Zunächst die Nudeln vorbereiten und die Maronen rösten:
Safranfäden in ein wenig heißem Wasser auflösen. Mehl, Eier, Salz, Öl und Safranwasser inkl. Fäden in einer Schüssel mit dem Handrührgerät und danach mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten, in einem Gefrierbeutel 60 min ruhen lassen (Zimmertemperatur). Dann in 4 Portionen teilen, mit einem Nudelholz auswallen und durch die glatten Walzen der Nudelmaschine drehen. Ich hab bis Stufe 6 von 9 ausgewalzt und anschließend den Schneideaufsatz verwendet und so die Teigplatten zu Tagliatelle geschnitten. Auf einen Nudelbaum hängen oder auf mit Pastamehl bestreuten Brettern antrocknen lassen.
Maronen etwa 1/2 Stunde in kaltes Wasser legen, dann mit einem Sägezahnmesser kreuzförmig einritzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 30 min rösten, anschließend schälen. (Am besten ein paar mehr zubereiten - zum einen lassen sich manchmal nicht alle schälen, zum anderen sind die soooo lecker, dass es schwer fällt, sich zu beherrschen...). Abkühlen lassen, dann würfeln und in 1 TL Butter bei mittlerer Hitze rösten, bis sie zu bräunen beginnen. Thymianblättchen abzupfen und mit dem Honig zu den Maronen geben, unterrühren auf der ausgeschalteten Platte zum Warmhalten stehen lassen, gelegentlich rühren.
In der Zwischenzeit Rosenkohl in kochendem Salzwasser 10 min garen, dann abgießen, in Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen. Birne schälen, entkernen und würfeln, den Speck in 2 großen Pfannen ohne Fett knusprig ausbraten, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Wasser zum Kochen bringen und salzen, die Butter in den Pfannen (Speckfett nicht entfernen!) zerlassen. Nudeln im Salzwasser in etwa 5 min (testen!) al dente garen, abgießen und abtropfen lassen. Derweil den Rosenkohl bei mittlerer Hitze ca. 5 min anbraten. Birnen hinzufügen und 2 min mitbraten. Nudeln in die Pfannen geben und durchschwenken, mit Salz und Pfeffer würzen und den Käse darüber reiben. Alles gut vermischen, auf Teller verteilen, Maronen darauf geben und den zerbröselten Speck darüber streuen.
Heiß servieren und am besten einen kalten Weißwein dazu genießen.



Die Süße der Birnen und der knackigen Honig-Maronen passt super zum deftigen Rosenkohl mit knusprigem Speck - unbedingt ausprobieren!
Ohne schmeckt es aber auch - Vegetarier lassen also einfach den Speck weg :)

Ich wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit, ganz viel Spaß beim Öffnen der Türchen des Kulinarischen Adventskalenders und natürlich ein frohes Fest mit euren Lieben!

Kommentare:

  1. MMh das klingt aber sehr lecker und ist mal etwas ganz anderes zur profanen Tomatensauce ...
    Danke für die Rezept Idee.

    Liebe Advents Grüße Stephie

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    1. Gern geschehen, viel Spaß beim Ausprobieren!
      :)

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  2. Sowas Geheimnisvolles kann ich nicht erzählen. Aber bei uns war es nicht Weihnachten, wenn meine Mutter nicht irgendwas von den gut versteckten Geschenke gesucht hat. Im Laufe des Weihnachtsabends, nach der Bescherung, wurde sie aufeinmal hektisch und verschwand im Schlafzimmer. Dort hat sie die beiden Kleiderschränke durchsucht. Sie hat Geschenke das ganze Jahr über besorgt, die dann super gut versteckt, und selbst nicht mehr wieder gefunden. Es war so lustig, manchmal kam sie noch mit einem "Nachzügler" an, aber oft hat sie die Geschenke erst Wochen später durch Zufall entdeckt.
    Und heute, wo ich selbst Mutter bin, habe ich auch schon öfter Weihnachts-oder Geburtstagsgeschenke nicht wiedergefunden. Manches vererbt sich ;-)

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    1. Das ist ja lustig :)
      Wie ist denn deine Taktik, wenn du merkst, dass eines fehlt? Nichts anmerken lassen oder auch hektisches Suchen im Schlafzimmer?
      LG

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    2. Das passiert meiner Mutter noch heute ;)
      Erst vor Kurzem musste sie ein Buch für den Geburtstag von meinem Papa ein zweites mal kaufen, weil sie das erste Exemplar zu gut versteckt hatte.

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  3. Winterliche Wohlfühlpasta = schön!

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  4. Sieht toll aus - diese Pasta würde uns auch schmecken! Kommt auf die to-cook Liste :)

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  5. Deine selbstgemachte Pasta sieht ja traumhaft aus! Gute Idee, den meist ungeliebten Rosenkohl mit Birnen und Speck zu kombinieren - kann ich mir gar nicht richtig vorstellen (muss ich wohl nachmachen?!). Danke für das schöne Türchen!

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    1. Unbedingt - Birnen, Rosenkohl und Speck gehen richtig gut zusammen!
      Lieben Dank für den netten Kommentar :)

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  6. Hi Bella!
    Bei uns brannten mal irgendwann alle Kerzen am Baum als wir von der Kirche zurück kamen - meine Mutter behauptet bis heute, dass sie nicht weiß,wer die Kerzen angezündet hat! :-) Das hat mich tatsächlich so beschäftigt, dass ich danach zu alles Nachbarn gegangen bin und gefragt habe...danach war ich mir sicher: Das ist das Christkind gewesen!
    Liebe Grüße,
    Larissa

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    1. Ooooooh, na das klingt aber wirklich nach einem kleinen Weihnachtswunder!
      Frohe Weihnachten!

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  7. Bin gespannt, ob ihr dieses Jahr wieder ein Wunder erlebt. ;-) Danke für das köstliche Rezept wird demnächst mal nachgekocht.

    Frohe Weihnachten dir und deinen Lieben und alles Gute fürs 2015!

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    1. Lieben Dank!
      Ich wünsche euch das Gleiche, lasst es euch gut gehen :)
      Liebe Grüße!

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