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Sonntag, 28. Dezember 2014

Knabberkram für die Silvesterparty: Gewürznüsse

Die letzten Tage im alten Jahr - da kommt ein bisschen Wehmut auf. Das alte Jahr hielt viele Überraschungen bereit, viel Spaß und schöne Erlebnisse, aber auch Arbeit und ein bisschen Ärger - wäre auch langweilig, wenn mal so gar nichts passiert. Grund genug, es gebührend zu verabschieden und am Mittwoch noch mal ausgiebig zu feiern.
Wer dafür noch Knabberkram braucht, der sollte jetzt aufpassen:
Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken stöberte ich in diesem Jahr in meinen Lieblings-Blogs nach würzigen Nüsschen zum Knabbern. Gefunden habe ich Stephs würzige Knabbernüsse im Kleinen Kuriositätenladen. Leicht abgewandelt habe ich gleich eine ganze Wagenladung davon zubereitet und an meine Lieben verschenkt -  die Nüsse eignen sich aber auch super für die Silvester-Party (oder als Mitbringsel zu Ostern?) und sind schnell und einfach gemacht. Ein tolles Rezept, vielen Dank, liebe Steph!

REZEPT für 8 kleine Tütchen

200 g Kürbiskerne
200 g Cashewkerne
600 g Nussmischung (Cashews, Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse)  
2 Eiweiß  
8 TL brauner Zucker
8 TL Salz
2 TL Cayennepfeffer
 
2 EL getrocknete italienische Kräuter
2 EL Currypulver


Ofen auf 150°C vorheizen (Ober-/ Unterhitze). Die Häfte der Nüsse auf einem Backblech verteilen und ca. 20 Minuten goldbraun rösten, dabei gelegentlich wenden. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
1 Eiweiß schaumig schlagen, 4 TL Zucker, 4 TL Salz, 1 TL Cayennepfeffer und italienische Kräuter einrühren, Nüsse zugeben und gründlich vermischen. Auf dem Backblech verteilen und ca. 30 Minuten rösten, dabei ein paar mal mit einer Gabel auflockern, bis sie goldbraun sind und würzig duften.
Ebenso mit den restlichen Nüssen verfahren und die Kräuter durch Curry ersetzen.

Abgekühlte Nüsse mischen und in kleine Tütchen verpacken. 

Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Viel Spaß bei der Silvester-Party - wir sehen uns nächstes Jahr!!! 
 

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Pünktlich zum heiligen Abend: Christstollen

Heiligabend, meine Lieben! Ich hoffe, ihr habt alles vorbereitet und könnt euch nun in aller Ruhe auf einen schönen Abend mit euren Lieben freuen?
Zur Feier des Tages möchte ich euch heute noch schnell, praktisch kurz vor Toresschluss, meinen Christstollen vorstellen:


Gut vier Wochen lagerte das gute Stück im Keller und hatte so genügend Zeit zu reifen. Die Vorbereitung war - zugegeben - recht aufwendig, hat sich aber gelohnt. Dafür, dass es der erste Versuch war, habe ich nämlich richtig viele nette Komplimente bekommen! Das schönste war "besser als gekauft"...
Wenn ihr Ende November /Anfang Dezember des nächsten Jahres also auch keine Mühen scheuen wollt, empfehle ich euch folgendes Rezept, das ich mir aus verschiedenen Rezepten zusammengebastelt habe.

REZEPT für 2 große Stollen

1 kg Mehl
450 g Süßrahmbutter
200 g Zucker
etwas Salz
etwas Muskatnuss, frisch gerieben
1/2 Tonkabohne, gerieben
1/2 TL Ingwerpulver
2 Würfel Hefe
200 ml Milch
600 g Rosinen
75 g Orangeat
75 g Zitronat
200 g gehackte Mandeln
120 ml Rum
5 Gewürznelken
2 Kardamom-Kapseln
2 Muskatblüten
1 Bio-Zitrone
4 EL Vanillezucker
200 g Butter (flüssig) zum Bestreichen
reichlich Puderzucker


Am Vortag die Rosinen und Mandeln sowie Orangeat und Zitronat mit dem Kardamom, den Nelken, den Muskatblüten und der abgeriebenen Schale der Zitrone in Rum und dem Saft der Zitrone einweichen (alternativ könnt ihr natürlich gemahlene Gewürze verwenden).
Am nächsten Tag alle Temperaturen auf Zimmertemperatur bringen, Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde formen. Lauwarme Milch hineingeben, etwas Zucker einrieseln lassen und die Hefe hineinbröckeln, ein wenig Mehl einrühren. Vorteig so 20 min gehen lassen. Anschließend Süßrahmbutter, Zucker, Salz, Muskatnuss, Tonkabohne und Ingwerpulver hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten (das geht in die Arme! - was gäbe ich doch für eine vernünftige Küchenmaschine....).
45 min gehen lassen, dann Gewürze aus der Rosinen-Mandel-Mischung fischen und Früchtemix unter den Teig kneten - nur ganz kurz! Erneut 30 min gehen lassen, dann in 2 Teile teilen und zu Stollen formen (gute Anleitungen gibt es im Internet). Auf einem mit Backpapier belegten Blech nochmal 30 min gehen lassen, derweil den Ofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Stollen etwa 30 min backen, dann mit Folie abdecken und weitere 30-40 min backen. Immer mal wieder nachschauen und am Ende der Backzeit evtl. Temperatur reduzieren (175°C) und weiter backen, bis der Stollen fertig ist, sollte die Zeit noch nicht gereicht haben (Stäbchenprobe).
Herausnehmen, noch heiß rundherum mit der Hälfte der flüssigen Butter bestreichen und mit Vanillezucker bestreuen. Komplett abkühlen lassen, dann mit der restlichen Butter rundherum bestreichen, kurz warten und dick mit Puderzucker bestäuben.
Fest in Alufolie wickeln und min 4 Wochen an einem kühlen Ort ruhen lassen.





Damit wünsche ich euch ein frohes Weihnachtsfest, schöne und besinnliche Stunden mit euren Lieben und natürlich einen guten Appetit beim Weihnachtsessen :)

Sonntag, 14. Dezember 2014

Sonntagskuchen: Gedeckter Apfelkuchen mit Paranüssen

Sonntag, 3. Advent. Eine junge Frau weiß, dass sie am Nachmittag Lust auf Süßes haben wird. Doch Weihnachtsplätzchen? Nein, danke. Davon hat sie bereits zu viele gegessen - zudem verliert man schnell den Überblick, wenn man nicht mitzählt, und isst einfach zu viele... Was also tun?
Ganz einfach: Apfelkuchen backen!

REZEPT für 12-16 Stücke
 

Für den Teig:
300 g Dinkelmehl
1 Ei
etwas Salz
100 g Zucker 

2 EL Vanillezucker
50 g gemahlene Paranüsse
150 g kalte Butter + etwas für die Form

Für die Füllung:

50 g Rosinen

etwas braunen Rum
50 g Semmelbrösel
50 g gehackte Paranüsse
1,25 kg säuerliche Äpfel
4 EL Zitronensaft
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
2 EL Vanillezucker

1 TL Zimtpulver
etwas Milch

außerdem:
100 g Puderzucker
Zitronensaft



Rosinen über Nacht in Rum einweichen. 
Am nächsten Tag aus den Zutaten für den Teig einen glatten Mürbeteig herstellen, 2/3 davon rund ausrollen. Eine Springform (Durchmesser 26 cm) am Boden mit Backpapier auslegen und den Rand mit etwas Butter fetten. Form mit dem Teig auskleiden, dabei einen 4-5 cm hohen Rand formen. Form und restlichen Teig kalt stellen, Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 
Äpfel schälen, achteln und in schmale Scheibchen schneiden. Mit Zitronensaft und -schale, Vanillezucker, gehackten Nüssen und abgetropften Rosinen sowie Zimt mischen. 
Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstecken, Semmelbrösel darauf verteilen. Apfelmischung in die Form füllen, restlichen Teig rund auf Formgröße ausrollen und als Deckel auf den Kuchen legen. Mit ein wenig Milch bepinseln und 45-50 min backen.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen. Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Guss herstellen, Kuchen damit bestreichen und fest werden lassen.


Ich wünsche euch einen besinnlichen 3. Adventssonntag - lasst es euch gut gehen!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Kulinarischer Adventskalender 2014: Ein Weihnachtswunder und hausgemachte Pasta mit Maronen, Birnen und Speck

Kulinarischer Adventskalender 2014 - Türchen 2
Es ist wieder soweit: Der Dezember hat gestern begonnen und somit darf  getreu dem Motto "alle Jahre wieder" ab sofort jeden Tag ein Türchen des Kulinarischen Adventskalenders in zorras Kochtopf geöffnet werden. In diesem Jahr gibt es hinter 24 Türchen allerhand zu entdecken und natürlich auch wieder tolle Preise zu gewinnen - reinschauen lohnt sich also gleich mehrfach! Als begeisterte Türchenöffnerin freut es mich umso mehr, dass ich dieses Jahr - genauer gesagt, heute - die Ehre habe, selbst ein Türchen zu füllen!



Natürlich habe ich mir für euch auch ein Rezept ausgedacht, das sich wunderbar für ein gemütliches Adventsessen mit euren Lieben eignet - aber vorher müssen wir uns noch über die kleinen Wunder der Weihnachtszeit unterhalten. Am heiligen Abend ist bei meinem Liebsten zu Hause nämlich mal etwas Unglaubliches passiert, aber das erzählt er euch besser selbst...

„Die folgende Geschichte hat sich vor einigen Jahren, zu meinen Kinderzeiten zugetragen und wird seitdem immer wieder – vor allem von meiner Schwester- zum Besten gegeben.
Früher, als an Heiligabend die Geschenke für uns Kinder noch wichtiger waren als das Fest an sich, die Zeit mit der Familie, die Besinnlichkeit, das Essen (und der Wein ;)), hatte das Christkind gemeinerweise die Wohnzimmertür, hinter der sich Baum und Geschenke verbargen, lange vor der Bescherung abgeschlossen. Durch die Küche hätte man zwar ins Wohnzimmer gelangen können, doch dieser Zugang wurde von meiner Mutter strengstens überwacht. Erst zur Bescherung wurde der Weg durch die Küche freigegeben- die Wohnzimmertür blieb meist den ganzen Abend verschlossen (kein Wunder, den Schlüssel hatte ja nur das Christkind…)
Nachdem wir in einem Jahr also wieder das Wohnzimmer durch die Küche gestürmt, den Baum bewundert, die Weihnachtsgeschichte gelesen,  das obligatorische „Stille Nacht“ gesungen und die Geschenke ausgepackt hatten, verließ meine Schwester kurz den Raum. Als sie wenige Minuten darauf wieder neben uns saß, fragte sie nur: „Wie bin ich jetzt eigentlich wieder ins Wohnzimmer gekommen?“ „Na, durch die Küche, wie denn sonst?“ war unsere spontane Antwort. Meine Schwester beharrte jedoch darauf, nicht durch die Küche gegangen zu sein. Auch meine Mutter, die dort noch am werkeln war, stimmte ihr da zu. Die Wohnzimmertür wurde untersucht- sie war nach wie vor fest verschlossen. Den Rest des Abends wurde dann darüber philosophiert und gerätselt, wie es meine Schwester schaffen konnte, durch die abgeschlossene Wohnzimmertür  zu laufen. Noch heute sorgt die Story dieses „Weihnachtswunders“, die mittlerweile fast so fest zum Heiligen Abend gehört wie die Geschichte mit Ochs und Esel,  für super Unterhaltung, Heiterkeit und auch für Verwunderung..."

Ein Weihnachtswunder? Oder vielleicht doch nur ein Missverständnis im Trubel des Weihnachtsabends? ...Was meint ihr? Ist euch in der Weihnachtszeit auch mal etwas passiert, das ihr euch nicht erklären konntet?

Weil es sich mit leerem Magen gaaaaanz schlecht grübelt, hier mein Rezept für euch: 

HAUSGEMACHTE PASTA mit MARONEN, BIRNEN und SPECK

 

REZEPT für 4 Personen

Für die Pasta:
350 g Pastamehl und Mehl zum Arbeiten
1 TL Salz
3 Eier
1 EL Olivenöl etwas heißes Wasser
0,1 g Safranfäden

außerdem:
1 große Birne (300 g)
8 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)
10 Maronen
350 g Rosenkohl  (TK)
50 g + 1 TL Butter
2 TL Honig
4 Stängel Thymian
60 g Gruyère
Meersalz, frisch gemahlen
Pfeffer, frisch gemahlen
 

Zunächst die Nudeln vorbereiten und die Maronen rösten:
Safranfäden in ein wenig heißem Wasser auflösen. Mehl, Eier, Salz, Öl und Safranwasser inkl. Fäden in einer Schüssel mit dem Handrührgerät und danach mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten, in einem Gefrierbeutel 60 min ruhen lassen (Zimmertemperatur). Dann in 4 Portionen teilen, mit einem Nudelholz auswallen und durch die glatten Walzen der Nudelmaschine drehen. Ich hab bis Stufe 6 von 9 ausgewalzt und anschließend den Schneideaufsatz verwendet und so die Teigplatten zu Tagliatelle geschnitten. Auf einen Nudelbaum hängen oder auf mit Pastamehl bestreuten Brettern antrocknen lassen.
Maronen etwa 1/2 Stunde in kaltes Wasser legen, dann mit einem Sägezahnmesser kreuzförmig einritzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 30 min rösten, anschließend schälen. (Am besten ein paar mehr zubereiten - zum einen lassen sich manchmal nicht alle schälen, zum anderen sind die soooo lecker, dass es schwer fällt, sich zu beherrschen...). Abkühlen lassen, dann würfeln und in 1 TL Butter bei mittlerer Hitze rösten, bis sie zu bräunen beginnen. Thymianblättchen abzupfen und mit dem Honig zu den Maronen geben, unterrühren auf der ausgeschalteten Platte zum Warmhalten stehen lassen, gelegentlich rühren.
In der Zwischenzeit Rosenkohl in kochendem Salzwasser 10 min garen, dann abgießen, in Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen. Birne schälen, entkernen und würfeln, den Speck in 2 großen Pfannen ohne Fett knusprig ausbraten, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Wasser zum Kochen bringen und salzen, die Butter in den Pfannen (Speckfett nicht entfernen!) zerlassen. Nudeln im Salzwasser in etwa 5 min (testen!) al dente garen, abgießen und abtropfen lassen. Derweil den Rosenkohl bei mittlerer Hitze ca. 5 min anbraten. Birnen hinzufügen und 2 min mitbraten. Nudeln in die Pfannen geben und durchschwenken, mit Salz und Pfeffer würzen und den Käse darüber reiben. Alles gut vermischen, auf Teller verteilen, Maronen darauf geben und den zerbröselten Speck darüber streuen.
Heiß servieren und am besten einen kalten Weißwein dazu genießen.



Die Süße der Birnen und der knackigen Honig-Maronen passt super zum deftigen Rosenkohl mit knusprigem Speck - unbedingt ausprobieren!
Ohne schmeckt es aber auch - Vegetarier lassen also einfach den Speck weg :)

Ich wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit, ganz viel Spaß beim Öffnen der Türchen des Kulinarischen Adventskalenders und natürlich ein frohes Fest mit euren Lieben!