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Samstag, 29. März 2014

Wenn das Frühstück ausfällt: Ziegenkäse-Crespelle mit Birnen-Radicchio-Salat


Normalerweise frühstücken wir an den Wochenenden ausgiebig - da gibt es gekochte Eier, Käse, frische Brötchen, Tomate und Gurke, manchmal Scones, ab und zu Lachs... Dazu die Samstagszeitung, gute Musik im Hintergrund, eine Tasse Kaffee. Herrlich. Bis abends sind wir dann meist auch satt.
Ab und zu jedoch fällt das Ganze aus, wenn mein Liebster am Samstagvormittag zum Beispiel irgendwas vor hat, der Hausputz ansteht, das Auto gewaschen werden will oder auch einfach mal gaaaaanz lange geschlafen wird. Dann gibt es allerdings ein leichtes Mittagsessen - der Mensch muss ja was essen.
Das folgende Gericht schmeckt echt klasse, sättigt, ohne wirklich voll zu machen und sieht auch noch hübsch aus wegen der frischen Farben. Der perfekte Ersatz für ein ausgefallenes Frühstück :)


REZEPT für 4 Portionen 
(leichtes Hauptgericht)

Für die Crespelles:
25 g Mehl
50 ml Milch
3 Eier
1 EL Olivenöl zerlassene Butter
1 TL getr. Thymian
150 g Ziegenfrischkäse

Für den Salat:
2 Birnen (insgesamt 250 g)
3 EL Olivenöl
4 EL weißer Balsamico mit Weißwein
1 EL Honig
3 EL gehackte Walnüsse
1-2 EL gehackte Petersilie



außerdem:
Butter für die Förmchen und zum Backen der Crèpes
Meersalz
Pfeffer

Mehl, 1 Ei, Milch, etwas Salz und die Butter zu einem glatten Teig verquirlen. 15 min stehen lassen, dann in einer Pfanne in etwas Butter nacheinander 4 dünne Crèpes zu 20 cm Durchmesser ausbacken.
Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen und gut 1,5 Liter Wasser aufkochen. 2 Eier trennen, Eigelbe mit Ziegenfrischkäse verrühren, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Eiweiß steif schlagen und unterheben. 4 Soufflée-Förmchen mit Butter fetten und die Crèpes  hineinlegen. Käsemasse einfüllen, Förmchen in eine große Auflaufform stellen und heißes Wasser bis knapp unter den Rand einfüllen. Im Ofen ca. 15 min backen.
Derweil den Radicchio putzen, waschen, trocken schleudern und in Stücke zupfen. Birne waschen, entkernen und in schmale Spalten und Stücke schneiden. Olivenöl, Essig und Honig verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen, Birne darin einlegen. Kurz vor dem Servieren den Radicchio mit der Birnen-Vinaigrette mischen, auf Teller verteilen und mit Nüssen und Petersilie bestreuen. Mit den fertig gebackenen Crespelles servieren.


Inspiration: Lust auf Genuss (02/2010), Rezept abgewandelt.

Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende - genießt es :) !

Sonntag, 16. März 2014

Nachlieferung: Gnocchi

Rezepte, die ein wenig dauern, sind etwas für's Wochenende. Gerade bei diesem Schmuddelwetter, das nun leider den strahlenden Sonnenschein der letzten Woche abgelöst hat, zieht es mich häufig in die Küche. Zum Kochen aufwändiger Rezepte, zum Vorbereiten der nächsten Woche, zum Anlegen von Vorräten... Granola, Pizzasauce,  Marmelade... Ganz nach Saison.
Neulich beispielsweise hab ich eine Wagenladung Gnocchi hergestellt - und liefere euch hiermit das Grundrezept dafür nach. Probiert es aus, die schmecken nämlich so viel besser als gekaufte!

REZEPT für etwa 1,2 kg fertige Gnocchi

1200 g mehligkochende Kartoffeln
160 g Mehl, nach Bedarf etwas mehr
40 g Hartweizengrieß
2 Eigelb
Salz
Muskat


Kartoffeln waschen und mit Schale in gesalzenem Wasser gar kochen. Abgießen, abschrecken, kurz abkühlen lassen und pellen. Ausdampfen lassen und noch warm durch eine Presse drücken, auskühlen lassen. Mit Mehl und Grieß mischen, mit etwas Salz und Muskat würzen und die Eigelbe hinzufügen. Verkneten, bei Bedarf mehr Mehl hinzufügen (aber Achtung: je mehr Mehl der Teig enthält, desto zäher werden die Gnocchi) und den Teig in 8 Portionen teilen. Diese auf der mit Mehl und Grieß bestreuten Arbeitsfläche zu 1 cm dicken Rollen formen und in etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Nicht zu lange liegen lassen, sonst fangen sie an zu kleben. Besser sofort in knapp siedendem Salzwasser portionsweise wenige Minuten gar kochen (sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen) und mit einer Schaumkelle herausheben. Abtropfen lassen und entweder warm stellen, bis alle fertig sind, oder vor dem Servieren in heißem Butterschmalz bei mittlerer Hitze goldbraun braten (was ich bevorzuge).
 

Dazu passen: Linsenragout (wie hier), klassische Tomatensauce, Salbeibutter, Pesto, noch mehr Pesto, Bolognese... Und ganz wichtig: Parmesan - wer mag, kann auch schon welchen zum Teig geben.
Schönen Sonntag und viel Spaß in der Küche :)

Dienstag, 11. März 2014

Süßes Soulfood: Nougateis

Na, genießt ihr auch das tolle Frühlingswetter? Ich find es herrlich, nur ein Problem gibt es: Die Wartezeiten an der Eisdiele sind zum falschen Zeitpunkt echt lang. Da hilft nur eines: Eis selbst machen!

3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-SoulfoodWinter-Soulfood wünschte sich die liebe Bushi zu ihrem Blog-Geburtstag. Nach einem herzhaften Wirsingstrudel ist nun also als mein zweiter Beitrag etwas Süßes an der Reihe. Denn was ist besser für die Seele als eine ordentliche Portion Eiscreme? Egal ob Liebeskummer, Notenstress, Ärger mit Freunden/Familie oder einfach nur trübes Winterwetter - eine Schüssel voll Eis, die man in eine Decke gekuschelt auf der Couch ganz gemütlich auslöffelt, hilft zumindest temporär über alles hinweg. Leider nicht über den Hüftspeck, der sich bei dauernder Eisbehandlung von Kummer einstellt, aber wen juckt das schon?
Eis tröstet schließlich immer, auch im Winter...


REZEPT für ca 6 Portionen
250 ml Vollmilch
125 g Crème Double
55-60 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eigelbe
1/2 Vanilleschote
150 g Nuss-Nougat-Crème


Für die Eismasse am Vortag Milch und Crème Double mit Salz, Vanillemark und -schote in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht, dann Nuss-Nougat-Crème unterrühren. Eigelbe in einer Metallschüssel mit Salz und Zucker hell-cremig aufschlagen. Die heiße Milchmischung unter konstantem Rühren dazugießen, dann die Masse zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze mit einem hitzbeständigen Spatel rühren, bis sie eindickt (etwa bei 79°C, nicht kochen lassen!). Abkühlen lassen, evtl. in einem kalten Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Dann über Nacht im Kühlschrank kühlen und am nächsten Tag in einer Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen (Vanilleschote vorher rausfischen!). Etwa 2 Stunden im Gefrierfach nachfrieren lassen und mit Schokokeksen, Nüssen, Waffeln, Sauce oder anderen Leckereien servieren - welche euch auch immer glücklich machen ;)

(Abgewandelt nach einem Rezept aus meinem heißgeliebten Eisbuch : "The Icecreamists" von Matt O'Connor)

Freitag, 7. März 2014

Die Guten...: Gnocchi mit Linsenragout und Weißwein-Parmesan-Schaum

Linsen?! Jaaaaa!
Dieses Blog-Event bei Zorra, erdacht von Tina von Lunch for One, gefällt mir ausgesprochen gut. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber in Linsen könnte ich mich reinlegen. Ernsthaft, die Reste dieses Gerichts, die ich zum Fotoshooting aufheben wollte, hätten die Abkühlphase vor Umzug in den Kühlschrank beinahe nicht überstanden, so oft wie ich mit einem kleinen Löffelchen davon genascht habe. Obwohl ich satt war! Genauso schwer war ich als Kind zu bremsen, wenn es Linsensuppe gab. 2 Teller mit ordentlich Essig und Würstchen waren nichts für ein so hungriges Kind wie mich. Mit Erbsensuppe war (und ist) es übrigens genauso, ich habe wohl eine Schwäche für Hülsenfrüchte.

Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

Aber zurück zum folgenden Rezept: Die Gnocchi schmecken nur selbstgemacht so richtig gut - es lohnt sich definitiv, sich die Zeit dafür zu nehmen. Wer dazu keine Lust hat: Salzkartoffeln und ein schönes Stück Fisch passen ebenso gut zu Linsen und Sauce, versprochen!


REZEPT für 6 Personen

Für das Ragout:
150 g rote Linsen
150 g braune Tellerlinsen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300 g Möhren
1 EL Tomatenmark
800 ml Gemüsebrühe
2-3 EL Sherry-Essig
1 Schuss Weißwein
3 EL gehackte Petersilie



Für den Schaum:
1 kleine Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
200 g Sahne
100 ml Weißwein, trocken (ich hatte einen Südtiroler)
35 g Parmesan
etwas Muskatnuss (frisch gerieben)
evtl. etwas Gemüsebrühe-Pulver

außerdem:
Salz
Pfeffer
Butter
Butterschmalz oder Öl
1000-1200 g selbstgemachte Gnocchi (Rezept folgt hier)

Für das Ragout die Zwiebel, die Knoblauchzehe und die Möhren schälen und alles fein würfeln, Linsen getrennt in einem Sieb abspülen. In einem Topf ein wenig Butter zerlassen und Zwiebel sowie Möhren darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Knoblauch hinzufügen, etwa 1 min mitbraten, dann das Tomatenmark dazu geben und kurz mitrösten. Mit Wein ablöschen, die Tellerlinsen hinzugeben und die Brühe angießen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 30 min garen, dann die roten Linsen hinzufügen und weitere 10-15 min garen. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und die Petersilie unterrühren.
In der Zwischenzeit die 2te Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken und in einem kleinen Topf in etwas Butter glasig dünsten. Wein und Brühe angießen und aufkochen, dann bei kleiner Hitez kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuss und evtl. Brühepulver abschmecken, dann fein geriebenen Parmesan einrühren und den Herd ausschalten, Sauce nicht mehr kochen.
Außerdem parallel die Gnocchi in einer großen Pfanne in etwas Butterschmalz oder Öl rundherum golbraun anbraten.
Sauce schaumig aufmixen und die Gnocchi mit Linsen und Schaum auf Tellern anrichten.


Achtung: Linsen und Sauce haben in Kombination ein sehr, sehr, sehr hohes Suchtpotenzial!
Und Sorry: Ich hab das Gericht kalt fotografiert, daher ist kein Schaum auf den Fotos zu sehen, sondern eher eine dicke Soße. Schlimm?

Schönes Wochenende euch allen!

Samstag, 1. März 2014

Aufgehübscht: Sternen-Zupfkuchen

Russischen Zupfkuchen kennt eigentlich jeder, oder? Schmeckt, sieht passabel aus, und kommt vor allem immer gut an. Ich mag ihn selbst sehr gern, habe ihn aber noch nie selbst zubereitet - Zeit also, für einen ersten Versuch. Als Basis habe ich ein stinknormales Käsekuchen-Rezept verwendet (dieses, leicht abgewandelt) und einen Teil des Mehls durch Kakao ersetzt. Und damit das ganze etwas netter ausschaut, hab ich das Zupfen sein lassen - sieht doch nett aus, oder?
Was meint ihr, geeignet für eure sonntägliche Kaffeetafel?

REZEPT für eine 28er Springform

Für den Teig:
300 g Mehl
50 g Kakaopulver
120 g Puderzucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei
175 g Butter

Für die Quarkmasse:
1 kg Magerquark
250 g Puderzucker
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
150 g Schlagsahne
45 g Kartoffelstärke
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
5 Eier
150 g weiche Butter


Mehl mit Puderzucker, Salz, Kakao- und Backpulver mischen, kalte Butter in Stücken hinzugeben und zwischen den Fingern mit der Mehlmischung verreiben. Ei und bei Bedarf etwas kaltes Wasser hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verkneten. 1/5 davon in Folie gewickelt kalt stellen, den Rest für den Boden verwenden. Dafür 2/3 des restlichen Teigs rund ausrollen und in die gefettete Springform legen, 1/3 zur Rolle formen und als Rand hochziehen (ca. 4 cm). 30 min kalt stellen.
Derweil den Ofen auf 190° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. den Teig mit Backpapier bedecken und mit Hülsenfrüchten belegen und etwa 15 min blind backen, dann Erbsen und Papier entfernen und weitere 3 min backen. Form aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Vanilleschote längs halbieren und das Mark herausschaben. Butter und Puderzucker mit den Vanillemark und der Zitronenschale schaumig rühren. Die Eier trennen, Eiweiß mit Salz steif schlagen und kalt stellen, ebenso die Sahne. Eigelbe einzeln unter die Buttermasse rühren (ca. 30 sec pro Eigelb), dann Quark und Stärke unterrühren. Sahne und Eischnee vorsichtig unterheben und die Masse auf dem Teigboden verteilen. Im Ofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 25 min backen, dann für 10 min herausnehmen und ruhen lassen. In der Zwischenzeit den restlichen Teig ca 3-4 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne nach der Ruhezeit auf dem Kuchen verteilen und weitere 15 min backen. Dann wieder heraus nehmen 10 min ruhen lassen, anschließend nochmal 15 min backen und wieder 10 min außerhalb des Ofens ruhen lassen. Dann in 15 min fertig backen.
Herausnehmen und abkühlen lassen, danach mit einem Messer am Rand entlang fahren. In der Form über Nacht in den Kühlschrank stellen, am nächsten Tag aus der Form nehmen und servieren.

PS: Das Intervall-Backen habe ich nun zum 2. mal ausprobiert - Ziel ist, dass der Kuchen sich gleichmäßig hebt und setzt, sodass keine Risse entstehen und der Kuchen später nicht einfällt. Hat nicht ganz geklappt... Hat jemand einen besseren Tipp für den perfekten, rissfreien, ebenmäßigen Käsekuchen?