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Sonntag, 29. Dezember 2013

Tschüss 2013 und ein großer Auftritt: Crème Brulée mit Tahiti-Vanille

Seid ihr auch ein wenig wehmütig? 2013 ist beinahe vorbei, da fällt einem so manches ein, was man gerne noch getan hätte, aber nicht geschafft oder einfach vergessen hat. Oder die vielen Dinge, die man schlichtweg versäumt hat, an die man nie einen Gedanken verschwendet hat, weil man mit scheinbar wichtigeren Dingen beschäftigt war. Und nun steht das neue Jahr vor der Tür und keiner weiß, was es bringen wird. Ob man dann überhaupt noch Zeit für die vielen Sachen hat, für die man sich schon im alten Jahr keine Zeit genommen hat? Neue Aufgaben stehen bvor, die gemeistert werden wollen, alte Aufgaben möchten noch zu Ende gebracht werden. Und ganz nebenbei hat man, ohne es zu merken, sich selbst fast vergessen.
Darum mein Vorsatz für 2014: Bewusster leben. Sich mehr gönnen. Zeit ist kostbar und geht oft viel zu schnell vorbei. Mit einem Fingerschnippen wird auch 2014 an uns vorbeigerauscht sein, und wenn dann ein jeder dem anderen den obligatorischen "Guten Rutsch" wünscht, soll die Wehmut einmal nicht wiederkehren.

Und nun genug der tiefsinnigen Gedanken, denn bevor ich es VERGESSE ( ;-) ): Ich habe in diesem Jahr noch ein letztes Rezept für euch!
Crème Brulée fand ich schon immer klasse, aber so wirklich perfekt gelungen ist sie mir bislang leider nie. Dieses Jahr zu Weihnachten fiel mir ein, dass ich schon länger stolze Besitzerin einer Tahiti-Vanilleschote war, die immer noch auf ihren Einsatz wartete. Die passende Gelegenheit hatte bisher gefehlt - für alles fand ich sie zu schade. Aber zu schade für Weihnachten, dachte ich mir, geht ja eigentlich gar nicht! Oder? Nun war er da, der Moment, der große Auftritt der hochgelobten Schote, also nix wie raus aus dem Glasröhrchen im Schrank und ab ins Sahnebad.


 REZEPT für 8-10 Portionen

650 g Sahne
350 ml Milch
160 g Zucker + Zucker zum Bestreuen
10 Eigelbe
1 dicke Tahiti-Vanilleschote




Sahne, Milch und Zucker verrühren, die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Mark und Schote in die Sahnemischung geben und einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Danach auf dem Herd erhitzen, bis die Mischung dampft und der Zucker sich aufgelöst hat, aber nicht kochen. Den Ofen auf 140° (Umluft) vorheizen, währenddessen die Eigelbe in einer Metallschüssel dickcremig aufschlagen und die heiße Sahnemischung unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl durch ein Sieb hinzugießen. Die Mischung auf 8-10 Förmchen verteilen und in die Fettpfanne des Ofens stellen. Heißes Wasser angießen, sodass die Formen zu mindestens 2/3 im Wasser stehen und etwa eine Stunde stocken lassen.
Die abgekühlten Crèmes kurz vor dem Servieren mit Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren.

 

Ich muss sagen, ich war begeistert von der Vanille. Die war nicht nur richtig dick und so gar nicht trocken sondern roch auch unglaublich gut - schön vanillig, aber irgendwie zarter, als andere Schoten. Bilde ich mir zumindest ein ;)
Die Crème jedenfalls war toll und sieht in den Porzellan-Schälchen auch richtig hübsch aus, wie ich finde. Vielleicht eine Idee für's Silvester-Buffet?

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, eine schöne Feier und alles erdenklich Gute für 2014!

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