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Samstag, 5. Oktober 2013

Vor der Hütte...: Apfelstrudel

Hach, unser Urlaub in Südtirol war soooooooo schön! Wart ihr schon mal selbst dort? Nein? Dann empfehle ich euch wärmstens, im nächsten Jahr mal ein paar Urlaubstage in dieser schönen Gegend zu verbringen! Wir haben auf einem gemütlichen Bauernhof übernachtet und immer sehr gut gefrühstückt - mit frisch gebrühtem Kaffee, Vinschgauern, Speck und einem "Gockele" von den hofeigenen Hühnern. Tagsüber wanderten wir durch die Berge, aßen Apfelstrudel vor Berghütten, machten einen Ausritt auf Haflingern... Und abends aßen wir dann entweder Hausmannskost wie Speck- oder Käseknödel mit brauner Butter und Gröstl mit frischen Pfifferlingen, oder aber wir fuhren kurzerhand hinunter nach Meran zu Pizza Tirolese, Pasta und Co. Herrlich! Mein persönliches Highlight war eine Führung durch die Weinberge und das Weinbaumuseum des Schloss Rametz, an das eine Weinverkostung angeschlossen war. Abgesehen von den vielen interessanten Infos rund um den Weinbau war es auch sehr amüsant, denn der nette Herr in der blauen Schürze, der uns herumführte, war ein richtiges Tiroler Original und hatte durchaus den ein oder anderen flotten Spruch auf den Lippen. Der Wein und der Speck, den wir dann probieren konnten, hat mich übrigens auch überzeugt.
Und dann war da noch dieses wenige Tage alte Kälbchen, das meine Hand für ein Milchfläschen hielt - soooooooo süß!
Ein ganz wunderbarer Urlaub - darum haben wir uns zur kulinarischen Erinnerung ganz viele tolle Sachen mitgebracht!
Neben kleinen Kaminwurzen, würzigem Tiroler Speck, Rotwein vom Schloss Rametz, Bergkäse vom Markt und knusprigem Schüttelbrot, durften auch gute 2 Kilo frische, knackige Südtiroler Äpfel mit nach Hause. Und was liegt näher, als das Hüttenfeeling auf unser Sofa zu holen und selbst einen Strudel zu backen?




REZEPT für 4 kleine Strudel

1 Packung Filoteig (250 g, 10 Blatt)
750 g Äpfel, säuerliche, geschält und entkernt gewogen
70 g brauner Rohrohrzucker
4 EL Zitronensaft
3 EL Rosinen
3 EL grob gehackte Pinienkerne, geröstet
etwas Rum
4 EL Semmelbrösel
ca. 100 g zerlassene Butter


Am Vortag nach Belieben die Rosinen in Rum einweichen. Tags darauf die Äpfel schälen, achteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft, Zucker, Pinienkernen und abgetropften Rosinen mischen und zugedeckt einige Zeit ziehen lassen.
Derweil den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in der geschlossenen Packung 10 min ruhen lassen. Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter zerlassen, 1 Blatt Filoteig auf ein Stück Backpapier legen und mit Butter bepinseln. Wieder eines darauf legen, einpinseln und weitermachen, bis 2 Stapel zu je 3 Blättern und 2 zu je 2 Blättern entstehen (Hinweis: Die Strudel mit 3 Blättern werden besser, also wenn jemand Filoteig-Packungen zu 12 Blättern findet, sagt er/sie mir bitte Bescheid :)). Auf jeden Stapel 1 EL Semmelbrösel streuen und 1/4 der Apfelfüllung auf eine Teighälfte geben, dabei gut 3 cm Rand lassen. Ränder einschlagen und mit Hilfe des Backpapiers zu 4 Strudeln rollen. Diese mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit Butter bepinseln. Im Ofen etwa 30 min goldbraun backen, warm mit Puderzucker bestäubt und zweierlei EIS (Rezepte hier und bald hier) oder Vanillesauce servieren.




Perfekt für dieses verregnete Wochenende, wie ich finde :)
Vielleicht, gaaaaanz vielleicht probiere ich irgendwann auch mal einen selbstgemachten Strudelteig aus. Bis es aber soweit ist, halte ich mich an den fertigen Filoteig, das geht einfach, schnell, und bringt Südtirol ohne großen Aufwand zu uns nach Hause...
Ein schönes Wochenende euch allen!

Kommentare:

  1. Ich will wieder zurüüüüüück :-( Hier ist Mistwetter, es gibt keinen Apfelstrudel...lass uns wieder hinfahren!

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