Seitenwechsel

Samstag, 28. September 2013

Für Juliane: Espresso-Eis mit Schokosplittern in der Mandelhippe

"C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Kaffee" komponierte einst Carl Gottlieb Hering. Ein gut gemeinter Rat, meine ich, denn sicherlich hat Kaffee neben seinen vielen guten Eigenschaften auch einige negative - doch davon fange ich jetzt lieber gar nicht an. Denn was wäre das bitte für ein Morgen, ganz ohne die heißgeliebte, duftende Tasse Kaffee? Ich bin sicher, mein Freund wäre der reinste Zombie, ohne seinen Morgenkaffee ist er ämlich kaum ansprechbar. So ein schlimmer Morgenmuffel bin ich zwar nicht, aber Kaffee gehört für mich zu einem vernünftigen Start in den Tag einfach dazu.
Kaffee ist jedoch mehr als nur ein Heißgetränk, lassen sich aus diesen hübschen kleinen Bohnen doch allerhand Köstlichkeiten zaubern! Kein Wunder, dass Juliane von Schöner Tag noch (ein Blog, den ich regelmäßig und sehr gerne lese) zur Zeit unsere besten Kaffee-Rezepte sucht. Ich habe bislang zwar nicht allzu viele Desserts, Kuchen oder auch herzhafte Gerichte mit Kaffee zubereitet, aber das sollte sich nun ändern - gemeinsam mit Melitta verlost Juliane hier nämlich einen Jahresvorrat an Kaffee und eine Vario Home Kaffeemühle!
Und da Juliane wie ich auch seit kurzem stolze Besitzerin einer "Cortina" Eismaschine ist, hab ich für sie Espresso-Eis hergestellt...



REZEPT

für ca 1,2 Liter Eiscreme:
350 g Milch
400 g Sahne
2 Eier
2 Eigelb (alternativ 5 Eigelb und kein Vollei)
130 g Rohrohrzucker
30 g Espressobohnen
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
50 g Bitterschokoladensplitter (min. 65% Kakao)



für etwa 15 Hippen:
80 g Mandelblättchen
60 g Puderzucker, gesiebt
25 g Vanillezucker
25 g Mehl, gesiebt
1 Prise Salz
2 Eiweiß
20 g Butter

Zunächst das Eis:
250 g Sahne, Milch, Zucker und ausgekratzte Vanilleschote und -mark aufkochen, grob zerstoßene Espresso-Bohnen hinzugeben und dann zugedeckt etwa 30 min ziehen lassen. Eigelbe und Eier in einem großen, flachen Topf verquirlen, heiße Milch-Sahne-Mischung zunächst durch ein Sieb in eine Schale, dann in einem dünnen Strahl zu den Eiern gießen und stetig rühren. Dann bei mittlerer/kleiner Hitze unter ständigem Rühren mit einem Silikonspatel auf etwa 78° erhitzen, bis die Masse deutlich andickt, durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, in einem kalten Wasserbad kalt rühren und im Kühlschrank einige Stunden, besser über Nacht, gut durchkühlen lassen. Am nächsten Tag dann 150 g Sahne steif schlagen, unterheben und alles in der Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen, dabei kurz vor Ende die Schokosplitter hinzugeben. Alternativ gehen auch 50 g geschmolzene Bitterschokolade, die kurz vor Ende der Rührzeit langsam in einem dünnen Strahl in die laufende Maschine gegeben werden sollten - so friert die Schokolade direkt auf der kalten Masse und splitter ganz von alleine. Eismasse dann in eine vorgekühlte Schüssel umfüllen, Eisoberfläche mit Frischhaltefolie bedecken, Schüssel schließen und min 2 Stunden im Tiefkühler nachgefrieren lassen.

Während das Eis gefriert, kann man die Hippen vorbereiten:
Butter zerlassen. Mehl, Mandelblättchen, Zucker und Salz vermischen, Eiweiß unterrühren und zum Schluss die geschmolzene Butter einrühren, etwa 1,5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Später den Backofen auf 180°C vorheizen. Ca. 12-15 walnussgroße Teighäufchen auf mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Die Häufchen zu dünnen TalernKreisen verstreichen, dann auf mittlerer Einschubleiste  8 - 10 Minuten hellbraun backen und aus dem Ofen nehmen. Hippen noch heiß vom Blech lösen auf einem Nudelholz oder umgedrehten Tassen abkühlen lassen.

Jeweils eine Hippe auf einen Teller setzen, mit Puderzucker bestäuben und eine Kugel Eis darauf setzen.


Hmmmm, so lecker! Meinem kaffeesüchtigen Schatz hat es ganz besonders gut geschmeckt - wer hätte das gedacht...
Ich wünsche euch allen einen tollen Samstagabend und einen schönen Sonntag! Genießt das schöne Wetter - am besten draußen mit einer letzten Kugel Eis in der Hand!

Kommentare:

  1. Liebe Bella,

    wow! Dein Rezept ist ein echter Volltreffer! Genau mein Geschmack, und dank der gleichen Ausstattung auch wunderbar nachmachbar :-)) Vielen lieben Dank für dieses tolle Rezept und Deine Teilnahme an meinem Kaffee-Gewinnspiel!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Juliane,
      freut mich, dass es dir gefällt! Durch die Bitterschokolade und den Espresso ist es auch nicht zu süß - wenn du es lieber süßer magst, kanst du eventuell mehr Zucker oder weniger herbe Schokolade nehmen... Viel Spaß beim "Nachfrosten" :)
      Liebe Grüße,
      Bella

      Löschen
  2. Deine Zusammenstellung klingt interrssant. Schmeckt Dein Eis stark nach Kaffee? Oder ist das Kaffeearoma eher leicht im Hintergrund?

    Gruß,
    Jens

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hmmm, es schmeckt schon recht stark nach Espresso - nichts für Kaffeeverächter also ;)
      Man könnte allerdings weniger Bohnen nehmen oder aber diese nicht zerstoßen, dann würde das Eis vermutlich auch fast weiß bleiben.
      Hast du auch eine Eismaschine?

      Viele Grüße

      Löschen
  3. Ja, wir machen unser Eis in der Eismaschine. Ich hätte gedacht, dass es gar nicht so stark schmeck, weil du die Bohnensplitter wieder rausgeholt hast. Aber wahrscheinlich macht es da die Standzeit der Eismasse. Kann man wohl über die Standzeit in der Intensität regulieren, denke ich .

    Gruss,
    Jens

    AntwortenLöschen