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Mittwoch, 31. Juli 2013

Im Trend: Grillburger mit Röstzwiebeln und Cheddar

Sommerzeit - Grillzeit. Oder sollte ich besser sagen: Burgerzeit? Der Burger ist seit einiger Zeit "das neue Steak", wie mir scheint. Das Grillwürstchen von morgen quasi. Das Cevapcici der Zukunft. Macht aber nix - ich mag Burger! Ach was sag' ich da, ich liebe Burger!
Zum einen, weil das Zusammenbauen so großen Spaß macht (ich denke da an so manchen Kindergeburtstag), zum anderen, weil sie einfach lecker sind. Uuuuuuund: Da kommt Käse drauf! Käse! Fast alles schmeckt besser mit Käse, aber ich würde niemals, wirklich niemals, Käse auf ein gegrilltes Rumpsteak tun! So was macht man nicht, auf Burger jedoch MUSS einfach Käse. Kääääääse... mmmmhhh.
Ich schweife ab...
Ein Burger ist allerdings nur so gut wie das Brötchen, aus dem er gemacht wird. Darum gibt es, wie ich euch hier bereits erzählt habe, für mich nur noch die Brioche Burger Buns von Uwe, oder auch von Alex. Und darauf kommt folgendes:

REZEPT für 5 große Burger

Für die Patties:
1 kg Rinderhack
1 fein gehackte Zwiebel
2 gepresste Knoblauchzehen
2-3 EL Worcestersauce
1-2 TL Senf
Salz
Pfeffer

für die Röstzwiebeln:
1 große Zwiebel
Mehl
2 EL Butterschmalz
Salz

außerdem:
einige Blätter Eichblattsalat
1 Handvoll Rucola
1 große Tomate
5 Scheiben Cheddar
Senfcreme
Ketchup
5 Brioche Burger Buns

 
Für die Röstzwiebel die Zwiebel abziehen, halbieren und in Streifen schneiden. Mit Mehl bestäuben, salzen und in Butterschmalz kross ausbraten.  Die Zutaten für die Patties gründlich vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und zu 5 großen Patties formen, die etwas größer als die Brötchen sind.
Die muss man dann nur noch grillen und anschließend mit den restlichen Zutaten Burger daraus bauen...

 

Ganz wichtig für den Burger-Spaß: Mit den Händen essen ;)

Sonntag, 28. Juli 2013

Wächst da etwas?

Ja, da wächst etwas!
Ich habe seit kurzem eine richtig schicke Kräuterkiste, für die ich dem Freund meiner Mutter an dieser Stelle noch einmal herzlich danken möchte. Der hat sie nämlich selbst gebaut. Lieben Dank, ich freue mich wirklich sehr!
Die Pflanzen scheinbar auch: Seit ich dem roten Basilikum, den ich zuerst auch dort eingepflanzt hatte, seinen eigenen Topf gönne, geht es Thymian und Rosmarin etwas besser. Scheinbar haben die vorher ein bisschen zu wenig Licht bekommen... Von Anfang an gut gediehen allerdings Salbei, Zitronenmelisse und Petersilie.



Und auf dem frei gewordenen Platz fühlt sich der Estragon scheinbar ganz wohl!


Neben der Kräuterkiste räkeln sich zwei Chilipflanzen im derzeit reichlich vorhandenen Sonnenschein und schießen nur so in die Höhe. Die erste Blüte geht in den nächsten Tagen bestimmt ganz auf!



Und? Was wächst bei euch?

Mittwoch, 24. Juli 2013

Höchste Zeit: Erdbeereis mit Balsamico

Die Sonne hat sich hier heute mal eine Pause gegönnt, wie es scheint - es war ein wenig bewölkt und letzte Nacht hat es geregnet. Ich liebe die Sonne, aber der heutige Tag und die für heute Nacht und morgen angekündigten Gewitter sind gar nicht so schlimm: So konnte ich mal wieder eine Stunde bei geöffnetem Fester auf den Crosstrainer (neulich nachmittags ging echt gar nichts) und auf der Terrasse ist es tatsächlich sehr angenehm. Schön!
Zum Wochenende kommt der Hochsommer zurück und auch eine andere Wetterlage hält an: Die Eiszeit hier im Blog! Ich weiß, 2 Eisrezepte direkt nacheinander sind irgendwie doof, aber die Erdbeersaison neigt sich ja nun doch dem Ende zu (gar nicht mehr so einfach, schöne Erdbeeren zu bekommen) und dieses Eis ist echt lecker - also schnell noch nachmachen!
Gefunden hab ich es im derzeit wegen Hitze vorübergehend geschlossenen Kuriositätenladen und ich habe Stephs Rezept nur ein ganz klein wenig angepasst:




 REZEPT für ca 1,2 Liter Eiscreme (geschätzt)

5 Eigelbe
1 Prise Salz
90 g Zucker
150 ml Milch
350 ml Sahne

500 g reife Erdbeeren
6 EL Balsamico

Milch und Sahne mit Zucker und Salz aufkochen, dann beiseite stellen. Die Eigelbe in einer runden Metallschüssel verquirlen und die heiße Sahnemischung in einem dünnen Strahl dazugießen, dabei gut rühren. Das Ganze über dem Wasserbad unter Rühren auf etwa 78° erhitzen, bis die Masse deutlich andickt. Durch ein Sieb in eine Schüssel gießen und über einem Eisbad kalt rühren, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Erdbeeren waschen, putzen und mit dem Balsamico pürieren, ebenfalls über Nacht kühl stellen.
Die Erdbeermasse am nächsten Tag zur Eimasse geben, verrühren und in der Eismaschine etwa 45 min cremig gefrieren lassen. In eine flache Schüssel umfüllen, Eisoberfläche mit Frischhaltefolie bedecken und im Gefrierfach 2 Stunden nachgefrieren lassen.
In der Zwischenzeit kann man, wenn man möchte, Eiswaffelhörnchen in geschmolzene Zartbitterkuvertüre (ca. 30 g für 6 Waffeln) tauchen und in Gläser stellen, bis die Schokolade fest ist. Jeweils 1 grooooooße Kugel Eis in eine Waffel geben und draußen genießen.



Das Rezept ist echt prima, lieben Dank Steph! Ich stehe ja eigentlich auch gar nicht so sehr auf Erdbeereis - auf dieses aber sicherlich!

Samstag, 20. Juli 2013

Zeitreise: Joghurteis mit Frucht-Swirl

Kennt ihr dieses Eis zum Hochdrücken? Das weiß-orange-farbene? Das war so eine Art Joghurt- oder Cremeeis und hatte einen fruchtigen Strudel in Orange drin. Ich hab es geliebt! Süß, lecker, klebrig und so cool (zum Drücken!!!) war es für mich der Inbegriff des Sommers. Okay, das war eigentlich auch Wassermelone, Kirschkernweitspucken, Pommes im Freibad...
Für andere war es aber der Ausflug auf's Erdbeerfeld, wo man unter Mamas sonst so strengem Blick gerne mal die ein oder andere Beere direkt vom Feld naschen durfte. Möglicherweise tu ich meiner eigenen Mama jetzt Unrecht, aber irgendwie kann ich mich nicht erinnern, dass wir als Kinder mal auf einem Erdbeerfeld gewesen sind. Oder war ich vielleicht einfach zu klein und weiß es nur nicht mehr? Ich muss sie dringend mal fragen...
Weil man aber auch mit 24 noch lange nicht zu alt für solche Ausflüge ist, wollte ich mit einer Freundin unbedingt auf's Erdbeerfeld und sammeln, was das Zeug hält. Für Marmelade, Erdbeereis, und auch für dieses Eis. Sie hatte aber keine Zeit, also musste ich darauf verzichten und stattdessen gekaufte Erdbeeren nehmen - ging auch.
Dieses Eis hab ich bisher schon 3 mal zubereitet, so toll schmeckt es! Die Idee habe ich mir von Paule ausgeliehen, die das Ganze hier schon mal mit Pflaumen gemacht hat. Ein klasse Rezept, vielen Dank!
Bei mir gab es zwar keins mit Pflaumen, dafür wanderten aber Himbeeren, Erdbeeren und Kirschen in die eisige Joghurtcreme... Lecker!

REZEPT für etwa 900 ml Eiscreme


Für die Joghurtmasse:
500 g Sahnejoghurt
150 g Vollmilchjoghurt
200 g Sahne (oder 100 g Sahne und 100 g Milch, geht auch)
1 Vanilleschote
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
80 g Fruchtzucker
1-1,5 TL Guakernmehl
1 Prise Salz

Für die Swirls entweder...

Himbeer-Swirl:
350 g Himbeeren
50 g Gelierzucker 3:1
2 EL Himbeerlikör oder -sirup

oder

Erdbeer-Swirl:
350 g Erdbeeren
50 g Gelierzucker 3:1
2 EL Holunderblütensirup

oder

Kirsch-Swirl:
350 g Kirschen
50 g Gelierzucker 3:1
2 EL Amaretto



Den Joghurt über Nacht im Kühlschrank in einem mit einem Mulltuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen.
Himbeeren (bzw. Erdbeeren oder Kirschen) mit Likör (bzw. Holundersirup oder Amaretto) in einen Topf geben und aufkochen, dann fein pürieren, Gelierzucker  hinzufügen und weitere 5 min kochen. Durch ein Sieb streichen und im Kühlschrank kalt werden lassen.
Vanilleschote längs halbieren, auskratzen und Mark sowie Schote mit 100 g Sahne (oder Milch) in einem Topf aufkochen, dann beiseite stellen. Fruchtzucker und Guakernmehl gründlich vermischen, zusammen mit Zitronenschale und Vanillesahne zum (abgetropften) Joghurt geben und gründlich verrühren. Restliche Sahne (100 g) steif schlagen und unterziehen. Nochmal kühl stellen, in der Zwischenzeit die Fruchtmasse in der Eismaschine 20 min gefrieren lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Anschließend die Joghurtmasse in der (gesäuberten) Eismaschine etwa 30 min cremig gefrieren lassen. Ein Drittel der Masse in eine flache, am besten vorgekühlte Schale geben, die Hälfte der Fruchtmasse darauf streichen, dann das zweite Drittel Eismasse und die restliche Fruchtmasse darauf geben, mit Joghurtmasse abschließen und das Ganze mit einer Gabel vorsichtig marmorieren. Im Tiefkühler einige Zeit, min 60-120 min, nachgefrieren lassen.



In den Waffeln seht ihr die Kirsch-Variante, im Schälchen Himbeere... Die Schüssel mit dem Erdbeer-Joghurt-Eis haben meine Kolleginnen und ich gestern verputzt, es sah aber ganz ähnlich aus. Welche am besten geschmeckt hat, kann ich echt nicht sagen. Kirsch vielleicht? Meinem Schatz auf jeden Fall Erdbeer - er freut sich auch schon auf das Erdbeereis, dass ich morgen ausprobieren will...

Donnerstag, 18. Juli 2013

Neugierig ?: Brioche Burger Buns


Alle Welt spricht über diese Burger Buns.
Sie sollen der Wahnsinn sein.
Geschmacklich super.
Einwandfreie Konsistenz.
Einfach nur lecker.
Die sagenumwobenen Brioche Burger Buns.
Uwe von highfoodality schwört darauf (hier), ebenso Chef Hansen (hier). Letzterer hat damit einen ganz unglaublichen Burger, den Ducksparagus, gebaut - der Knaller.
Gekaufte Buns haben mich bisher auch nicht überzeugt - meist sind die Brötchen dermaßen krümelig und irgendwie dünn, dass sie sich, sobald ein bisschen Sauce sie berührt, sofort auflösen. Und besonders toll schmecken sie auch nicht.
Die Brioche Burger Buns haben mich also von Anfang an neugierig gemacht. Nicht zuletzt wegen der Lobeshymnen, die Uwe und Alex auf sie gesungen haben.
Lange, lange, bin ich um sie herumgeschlichen, bis ich mir das Rezept für die Brioche Burger Buns schlussendlich für unser kleines Grillevent neulich vorgenommen habe.
Mein Fazit: NIE WIEDER ANDERE BUNS!
Vielen, vielen, vielen Dank, für dieses Rezept, ich bin völlig überzeugt!


REZEPT für 8 große oder 9 normale Burger Buns

75 ml warme Milch
150 ml warmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
220g Mehl Typ 1050
240g Mehl Typ 405 und Mehl zum Arbeiten
2 TL Salz
60g weiche Butter
weißer und schwarzer Sesam



Milch und Wasser mischen, Zucker darin auflösen, Hefe hineinbröseln ud verrühren. Ein bisschen stehen lassen, bis sich Schaum bildet. Mehl und Salz mischen, Hefeflüssigkeit, Butter und ein Ei hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt 2 Stunden gehen lassen, zwischendurch 2-3 mal kneten.
Danach nochmal durchkneten und 8 oder 9 gleich große Kugeln formen, flach drücken und auf einem mit Backpapier belegten Backblech abgedeckt nochmal eine halbe Stunde gehen lassen. Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
1 Ei mit etwas Milch verschlagen, Teiglinge damit bestreichen und weißen sowie schwarzen Sesam darüber streuen.
1 Schälchen mit heißem Wasser in den Ofen stellen, dann die Brötchen etwa 15 min backen, bis sie schön goldbraun sind. Auf einem Gitter auskühlen lassen...





...und dann, frei nach Geschmack mit deinen Lieblingszutaten, einen Burger daraus bauen.

Montag, 15. Juli 2013

Last Minute: Walnuss-Granola mit Cranberries

Huch, das war jetzt aber 'ne Punktlandung!
Heute ist Einsendeschluss für das Walnuss-Event bei Zorra! Die kalifornischen Walnüsse wollen ja einen Kalender machen und 2014 steht quasi schon vor der Tür ;)
Neben meinem Zucchini-Strudel wollte ich noch etwas einreichen, das durch die Trockenfrüchte zwar gut in den Herbst passt, was man aber theoretisch das ganze Jahr über zubereiten kann und das man auch das ganze Jahr lang braucht: Müsli!
Das Granola aus dem Buch Sweets von Nicole Stich (delicious days) habe ich bereits einige Male zubereitet, aber jedesmal ein wenig anders als das Original (z.B. ohne Kokosraspel, die mag ich nämlich nicht). Dies ist bestimmt schon die 10. Variante und aus Ahornsirup wurde Agavendicksaft - daher hoffe ich, dass die Jury das so als eigenes Rezept gelten lässt? Was meinst du, Zorra?


Spezial-Blog-Event LXXXVIV - Mit Walnüssen durchs Jahr


REZEPT für etwa 700 g Granola

250 g zarte Haferflocken
100 g Haselnüsse
50 g Walnüsse
25 g Mandeln
1 Prise Meersalz
1 große, reife Banane
75 ml Agavendicksaft
50 g Zartbitterschokolade
60 g getrocknete Cranberries




Den Ofen auf 140° (Umluft) vorheizen. Die Nüsse hacken (wie fein hängt vom persönlichen Geschmack ab, meine Stückchen sind etwa 0,5 cm groß) und mit Salz und Haferflocken mischen. Die Banane schälen, in Stücke zerkleinern und mit dem Agavendicksaft pürieren. Das Ganze gründlich mit der Nussmischung vermengen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im Ofen 35 min backen, dabei alle 10 min mit einem Pfannenwender wenden und ggf. große Stücke zerkleinern. Derweil die Schokolade hacken, nach Ende der Backzeit über die Hälfte des noch heißen Müslis geben, den Rest zum Auskühlen auf eine Platte schütten. Nach 5 min die Müsli-Schokomischung nochmal vermischen, das Backpapier darüber schlagen und das so entstandene Päckchen in einer Schüssel im Kühlschrank abkühlen lassen. Danach beide Müslisorten mischen und in einer großen Schüttdose oder einem Glas aufbewahren (man kann die Cranberries bestimmt jetzt schon untermengen, ich hebe sie aber lieber separat auf, falls ich mal keine Lust darauf habe).






Vor dem Verzehr (uuuh, das klingt ja förmlich) dann gehackte Cranberries darüber streuen und mit Milch oder Joghurt und evtl. frischen Früchten mischen.


Guten Appetit!!!

Donnerstag, 11. Juli 2013

Fast verunglückt: Zucchini-Strudel mit Feta und Walnüssen

Spezial-Blog-Event LXXXVIV - Mit Walnüssen durchs Jahr "Mit Walnüssen durch's Jahr" lautet der Titel des aktuellen Blogevents bei Zorra. Zusammen mit den kalifornischen Walnüssen sucht sie dieses Mal Rezepte mit Walnüssen für jede Jahreszeit zwecks Erstellung eines Kalenders.Walnüsse habe ich zu jeder Jahreszeit zu Hause, nicht nur im Winter - für Pesto, Salat und Co. Ein Salat war mir aber ein bisschen zu langweilig, Pesto gab es schon und mein erster Versuch Walnusseis herzustellen ging leider in die Hose. Gar nicht so einfach, wie ich dachte...
Nach einigem Überlegen fiel mir dann doch was ein und so gab es heute Abend diesen Strudel, der sich mit seiner Zucchini-Füllung etwa für die Monate Juli bis Oktober anbietet...




 REZEPT für 1 Strudel (4 Portionen)

300 g Strudelteig (Kühlregal)
4 Zucchini (800 g)
1,5 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Walnüsse
100 g Feta
2 EL zerlassene Butter
3 EL gehackte Petersilie
1 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
150 g Naturjoghurt



Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zucchini waschen, längs vierteln und in 0,5 cm dicke Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen, fein hacken und mit Petersilie, Öl und Zitronensaft mischen. Zusammen mit den Zucchini in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa 10 min offen braten, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Derweil die Walnüsse hacken und den Feta zerbröseln. Strudelteig nach Packungsanleitung ausbreiten (Einzelblätter so überlappend nebeneinander legen, dass ein Rechteck entsteht) und mit Butter bepinseln. Zucchini auf die untere Längs-Hälfte geben, dabei an den Seiten und unten 3 cm Rand freilassen. Feta und Walnüsse darauf verteilen und die langen Seiten einklappen. Von der kurzen Seite her dann vorsichtig aufrollen, den Strudel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech manövrieren, mit der restlichen Butter bepinseln und etwa 45 min backen, bis der Strudel goldbraun ist.
Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und mit Naturjoghurt servieren.

Okay, ich gebe es zu - eigentlich sollte der Strudel nicht aufreißen. Es ist aber beim Rollen doch passiert, eben weil ich den Teig bis zur Hälfte und nicht nur im unteren Drittel belegt habe, glaube ich. Erst hab ich geflucht, bis mir später auffiel, dass es ja viel hübscher ausschaut, wenn man ein bisschen die Füllung sehen kann. "Prima, also doch blogbar", dachte ich, hab das Rezept so gelassen und bin nix wie raus zum Knipsen. Der heiße Strudel hat dann noch meine Schieferplatte gesprengt (jetzt hat auch sie einen hübschen Riss) - aber was tut man nicht alles... ;)

Samstag, 6. Juli 2013

Das Fieber hält an: Holunderblütensirup

Ihr wisst ja schon, dass mich vor Kurzem das Holunderblütenfieber gepackt hat. Mit dem Holunderlütengelee fing alles an, zeitgleich habe ich zudem den folgenden Sirup angesetzt. Bereits nach der ersten Nacht roch der Ansatz unwahrscheinlich lecker. Zum Vergleich habe ich mal an der Flasche mit dem fälschlicherweise irgendwann mal gekauften (ein klassischer Fall von "vergriffen"), künstlichen Sirup gerochen - baaaaaah. Der roch nach Kuhstall. Von diesem hatte ich auch nicht einen Tropfen getrunken. Ein Blick auf die Rückseite und der eklige Geruch hatten genügt. Was da alles drin war! Natriumcyclamat, Acesulfam-K, Kaliumsorbat... Bitte was? Keinen Schimmer, was das alles ist, möglicherweise ist das ja auch alles gar nicht schlimm, aber lecker klingt es nun wirklich nicht.
Ein Grund mehr, endlich mal selbst welchen zu machen. Gefunden habe ich dieses Rezept mal wieder bei Juliane von Schöner Tag noch! und bin wie immer zufrieden, super lecker, und vor allem eins: natürlich!


REZEPT für ca. 1,5-1,75 Liter

1,5 l Wasser
1,2 kg Zucker
25 Holunderblütendolden
1 Bio-Zitrone
25g Zitronensäure



Zucker mit dem Wasser in einem großen Topf geben, aufkochen und ca. 10 Minuten kochen, dann abkühlen lassen.
Derweil die Holunderblüten säubern, also vorsichtig über einem Tuch ausschütteln und eventuell vorhandene Bewohner entfernen. Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und in dünne Scheiben schneiden. Mit den Blütendolden sowie der Zitronensäure in eine große Schüssel geben, alles mit dem abgekühlten Zuckersirup übergießen und abgedeckt im Kühlschrank 3 Tage ziehen lassen, dabei einmal am Tag umrühren.
Nach 3 Tagen den Sirup-Ansatz durch ein Tuch filtern, noch mal aufkochen und ca. 10 Minuten kochen lassen.
Inzwischen die Flaschen, in die der Sirup eingefüllt werden soll, bei 100 Grad im Backofen ca. 10 Minuten sterilisieren.
Heißen Sirup mit einem Trichter in die sterilisierten Flaschen füllen, verschließen und abkühlen lassen. Kühl und dunkel lagern.


Zur Haltbarkeit kann ich leider noch nichts sagen. Aber zum Geschmack: Frisch, natürlich, süß und lecker! Ich trinke ihn am liebsten als HUGO oder ganz einfach mit ein bisschen Zitrone, Zitronenmelisse und eiskaltem Sprudel aufgegossen. Besonders toll bei den Temperaturen der kommenden Woche...
Mal wieder ein leckeres und vor allem gelingsicheres Rezept, danke schön, Juliane!