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Mittwoch, 19. Juni 2013

Weil einfach einfach lecker ist: Holunderblütengelee

Ist mir warm! Gerade hab ich ein wenig Sport gemacht (und mit wenig meine ich wenig!) und habe das Gefühl, einen Marathon hinter mir zu haben.
Bevor das aber jetzt jemand in den falschen Hals bekommt: Das ist keine Beschwerde! Ich find das Wetter einfach klasse und hab mir heute mal einen freien Tag gegönnt, Sonne tanken und so :). Uuuuund, ich hab die "kühlen" Morgenstunden genutzt, um ein wunderbares Gelee zu kochen, von dem Juliane von Schöner Tag noch! schon in den höchsten Tönen geschwärmt hat (hier). Den Ansatz dafür habe ich Montagabend, nachdem mein Liebster mir netterweise einen ganzen Eimer Holunderblütendolden (die finden das Wetter nämlich auch super und blühen wie verrückt) geerntet hat, schon vorbereitet. Juliane hat nicht zu viel versprochen: Alleine der Duft war wirklich schon umwerfend!
Immer noch im Kühlschrank steht eine große Schüssel mit Holunderblütensirup in spe (auch wunderbar duftend) und wartet auf die morgige Fertigstellung. Ach ja, und Essig hab ich auch angesetzt, dazu in 4 Wochen mehr :)
Ihr seht, ich bin im Holunderblütenfieber, aber es ist für mich auch das erste Mal, dass ich überhaupt Holunderblüten verarbeite - dementsprechend bin ich ganz begeistert. Hoffentlich trägt der Strauch (obwohl - das riesige Teil verdient eher die Bezeichnung Baum) im nächsten Sommer auch so viele Blüten...
Aber nun genug der vielen Worte (die Terrasse ruft, gleich wird gegrillt) hier kommt das leicht abgewandelte Rezept für etwa 6 Gläser...

REZEPT für ca. 6 Gläser

22-23 Holunderblütendolden
750 ml kaltes Wasser
380 ml Apfelsaft
Schale von 2 Bio-Zitronen
Saft von 2,5 Bio-Zitronen
500g Gelierzucker 3:1

 


Holunderblütendolden über einem weißen Tuch vorsichtig ausschütteln, um eventuell vorhandene Bewohner zu entfernen. Ich wasche die Blüten wie Juliane auch nicht, da geht sonst zu viel vom aromatischen Blütenstaub verloren. Holunderblüten in eine Schüssel geben, kaltes Wasser und Apfelsaft auf die Blüten gießen und Zitronensaft sowie -schale hinzufügen. Schüssel zugedeckt im Kühlschrank über Nacht, bzw. bei mir 2 Nächte durchziehen lassen.
Dann ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die aromatisierte Flüssigkeit durch das Sieb in einen großen Topf abgießen. Die Blüten kräftig ausdrücken, damit möglichst viel Aroma mit in den Topf kommt. Holunderblüten sowie Zitronenschale anschließend entsorgen.
Gelierzucker zur Holunderblütenflüssigkeit in den Topf geben, verrühren und unter Rühren aufkochen, dann etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Gelierprobe à la Juliane machen: Mit einem Teelöffel etwas vom Gelee aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist das Gelee fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn das Gelee auf dem Teller noch verläuft, noch 1-2 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. Nicht zu lange kochen lassen, sonst wird das Gelee zu hart! (Vielen Dank, für diese Tipps, hat mir sehr geholfen!!!)
Holunderblütengelee noch heiß randvoll in vorbereitete saubere (sterilisierte) Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Das Sterilisieren klappt ganz gut, indem man die Gläser mindestens 10 min bei 100° in den Ofen stellt. Wichtig: Beim Abfüllen darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Gläser fest verschrauben und Gelee darin abkühlen lassen. 








Heute Nachmittag konnte ich dann endlich endlich probieren, und ich muss sagen: Es schmeckt fantastisch. Nicht zu süß, fruchtig, einfach klasse. Unbedingt nachmachen, solange der Holunder noch so schön blüht!
Vielen lieben Dank, Juliane, ein tolles Rezept!

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