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Dienstag, 30. April 2013

Weniger ist mehr: Kleiner Käsekuchen

Das Problem(chen) kennen sicher viele:
Wenn man nur zu zweit is(s)t, steht man gerade in Sachen Kuchen oft blöd da. So eine normale (riesige) Kuchenform ist zu viel, und man möchte ja nicht eine ganze Woche lang jeden Tag den selben Kuchen zum Kaffee essen. Aus diesem Grunde kommt, wenn mich am Wochenende mal die Lust auf Kuchen überkommt, oft meine kleine 20er Springform zum Einsatz. So entstehen schnuckelige kleine Küchlein, die nicht nur perfekt für kleine Haushalte sind, sondern auch noch niedlich aussehen.
Weniger ist manchmal eben mehr, und wenn ein kleiner Kuchen dann auch noch so lecker schmeckt wie dieser, kommt es wirklich nicht auf die Größe an ;)

 

REZEPT für eine 20er Springform

Für den Teig:
175 g Mehl
60 g Puderzucker
90 g Butter
1 Prise Salz
1 Eigelb

Für die Quarkmasse:
2 Eigelb
3 Eiweiß
1 Prise Salz
110 g Puderzucker
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
Mark von 1 Vanilleschote
75 g Schlagsahne
500 g Magerquark
75 g weiche Butter
40 g Speisestärke


 Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig verkneten. Eine 20er Springform am Boden mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter fetten. 2/3 des Teigs am Boden andrücken, den Rest zu einer Rolle formen und als Rand ganz hochziehen. Form 30 min kalt stellen, den Ofen derweil auf 190° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Form mit Backpapier auskleiden, mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen und etwa 15 min blind backen, dann das Backpapier und die Hülsenfrüchte vorsichtig entfernen und 3 min weiter backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: Quark auf einem Sieb abtropfen lassen, Sahne und Eiweiß (mit Salz) steif schlagen und kühl stellen. Butter, Zucker, Vanillemark und Zitronenschale schaumig rühren, die Eigelbe einzeln gründlich unterrühren. Dann Quark und Speisestärke unterrühren, anschließend Sahne und Eiweiß nacheinander vorsichtig unterheben. Die Masse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und im Ofen bei 175° 20 min backen, dann herausnehmen und 10 min ruhen lassen. Dann 15 min backen, wieder herausnehmen und 10 min ruhen lassen. Weitere 15 min backen und nach 10 min Ruhezeit schließlich 10 min fertig backen.
Abkühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank lagern und dann am nächsten Tag erst aus der Form lösen.

Mmmmmh... genau so stelle ich mir einen Käsekuchen vor: lecker buttriger Boden, fluffige und doch cremige Füllung, leicht zitronig und mit feinem Vanillearoma.
Das Rezept stammt aus der Lust auf Genuss 4/2013, ich hab es an meine Form angepasst und leicht abgewandelt.

Freitag, 26. April 2013

Noch Fragen?: Vietnamesische Glücksrollen

Määääädelsabend! ... hieß es vor gut 2 Wochen. An einem schönen Donnerstagabend haben sich alle Mädels bei uns versammelt, um ein partyreiches Wochenende einzuläuten. Zu diesem Anlass hab ich ein paar kleine Snacks vorbereitet (und natürlich ein paar kalte Getränke vorgehalten ;) ).
Neben Börek, Hackbällchen, Thunfisch-Crème, Hummus, Möhrenpaste und Baguette, habe ich mich zum allerersten Mal an Vietnamesischen Glücksrollen versucht. Das Reispapier hatte ich schon vor einiger Zeit gekauft und dann auf den richtigen Anlass gewartet.
Da war er nun. Pünktlich zum Eintreffen der Mädels warteten 10 "normale" und 2 vegetarische, mit Liebe gewickelte Rollen auf dem Buffet darauf, verspeist zu werden. Gesagt, getan, jedoch mit ein paar Schwierigkeiten:
Mangels ausreichender Anzahl an Tellern musste ich mir mit Papptellern behelfen, worauf die Röllchen wirklich höllisch gut festklebten. Was wiederum dazu führte, dass einige der Rollen beim Abheben unten aufrissen, was wiederum dazu führte, dass die Füllung rausfiel, was dann dazu führte, dass man zu "Trennkost" gezwungen war... Was dazu führte, dass ich mich ein wenig ärgerte, überhaupt gerollt zu haben.
Aber wie dem auch sei - trotz aller Probleme beim Rollen haben sie wirklich gut geschmeckt, besonders meinem Liebsten, der nach seinem Männerabend noch alle Reste vernichtet hat ;)

Eine Frage konnte ich den Mädels allerdings nicht beantworten:

Warum heißen die Dinger eigentlich so?

Kann mir da von euch jemand weiterhelfen?

REZEPT für 12 Glücksrollen
(10 mit Huhn, 2 vegetarisch)

Für die Rollen:
12 Reispapierblätter
400 g Hähnchenbrustfilet
1 TL Sesam
1 EL Honig
1 Knoblauchzehe
Saft von 1/2 Zitrone
3 EL Sesamöl
ca. 1 TL Szechuan-Pfeffer
1 EL Sojasauce
2 große Möhren (etwa 200 g)
4 dicke Lauchzwiebeln
4 EL geröstete und gesalzene Erdnüsse
Basilikum
1 Handvoll Paprikastreifen für die vegetarische Variante

Zum Servieren:
Sweet Chili Sauce (selbstgemacht oder gekauft)



Am Vortag abends die Hähnchenbrustfilets abbrausen, trocken tupfen, quer dritteln und in dünne Streifen schneiden. 2 EL Sesamöl, Sesam, Honig, Zitronensaft und gepresster Knoblauchzehe und gemörserten Pfeffer zu einer Marinade verrühren und das Fleisch über Nacht darin marinieren. Am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen, Sojasauce unterrühren und nochmal 10-20 min bei Raumtemperatur ziehen lassen. In einer Pfanne rundherum anbraten, bis es gar ist.
Die Möhren schälen und in kurze dünne Stifte schneiden, in 1 EL Sesamöl bei mittlerer Hitze weich dünsten und salzen. Ebenso mit der Paprika verfahren. Erdnüsse grob hacken, Lauchzwiebeln waschen, putzen und in kurze, dünne Stifte schneiden. Basilikumblättchen waschen.
Reispapier einweichen, das untere Drittel mit jeweils 1/12 der Zutaten (Hänchen: 1/10, 2 Rollen werden stattdessen mit den Paprikastreifen gefüllt) belegen und einrollen. Wie's am besten geht, und dass es einfacher ist, immer nur 3 Blätter auf einmal einzuweichen, kann man hier bei bushi nachlesen.
Ich hab mich an ihre Tipps gehalten und es hat einwandfrei funktioniert :), lieben Dank dafür!




Das Schöne an den Röllchen: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Einfach reinpacken, was schmeckt, aufrollen und fertig :)
Falls bei euch an diesem Wochenende auch eine Feier ansteht, an der es Glücksrollen geben soll, empfehle ich euch Porzellan. Ist eh schöner...
Schönes Wochenende!

Freitag, 19. April 2013

Raus aus dem Bett: BaNuSchoko-Granola

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, ihr habt die Woche gut rumgekriegt? Fällt es euch auch manchmal so schwer, morgens aus dem Bett zu kommen? Ich hab das Gefühl, dass dieser elend lange Winter die Anfälligkeit für Frühjahrsmüdigkeit erhöht hat - die Umstellung war vielleicht einfach zu krass! Wochenlang eisiges, trübgraues Wetter und dann, fast von jetzt auf gleich, strahlender Sonnenschein und 20 Grad am letzten Wochenende. Womit ich mich keinesfalls beschweren möchte - ich kann derzeit gar nicht genug Sonne und frische Luft genießen, so leer sind meine Speicher!
Es könnte natürlich auch sein, dass ich morgens so platt bin, weil ich mir nachts alle 2 Stunden die Nase putzen und die Augen reiben muss. Die Natur freut sich scheinbar genauso wie ich über die angenehmen Temperaturen: Jetzt treibt wirklich alles aus, was sich in den letzten Wochen noch standhaft zu blühen geweigert hat - und mir somit die Tränen in die Augen. Doch selbst der Heuschnupfen kann mir die Laune nicht vermiesen, und ich habe inzwischen etwas gefunden, das es mir leichter macht, die Füße aus dem Bett zu schwingen: Die Aussicht auf knusprig-bananiges Granola zum Frühstück!
Gefunden hab ich das Rezept im tollen neuen Buch "Sweets" von Nicole Stich (deliciousdays), welches ich mir vor etwa 2 Wochen gegönnt und seitdem kaum aus der Hand gelegt habe. Demnächst gibt's hier sicher noch mehr daraus :)



REZEPT für etwa 700 g 

mit Mandeln:
275 g zarte Haferflocken
100 g Mandeln
50 g Walnusskerne
75 ml Ahornsirup
2 kleine reife Bananen
1 EL brauner Rohrohrzucker
75 g Zartbitterschokolade (min. 50% Kakao)





Den Ofen auf 140 °(Umluft) vorheizen. Die Bananen schälen, in Stücke zupfen und mit Sirup und Zucker fein pürieren. Nüsse grob hacken, mit den Haferflocken mischen und den Bananensirup darüber gießen, alles mit den Händen gut vermengen und die Masse gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Im Ofen 35 min backen, dabei alle 10 min mit einem Pfannenwender wenden und dabei große Stücke zu kleinen zerteilen. Die Schokolade hacken (etwa erbsengroß).
Das Backpapier mit dem fertigen Granola auf die Arbeitsfläche ziehen, die Hälfte der noch heißen Mischung auf ein gesondertes Backpapierstück geben, mit der Hälfte der Schokolade bestreuen, nach 5 min nochmal mischen und das Backpapier über dem Granola zusammenfalten. Dieses Päckchen in eine Schüssel legen und im Kühlschrank fest werden lassen. Restliches Granola einfach abkühlen lassen. Wenn alles kalt geworden ist, beide Granola-Sorten mit der restlichen Schokolade vermischen und in luftdichte Behälter (große Schraubgläser beispielsweise) füllen. 




Das Originalrezept habe ich etwas abgewandelt und ich muss sagen:
Das Granola schmeckt wirklich klasse -
nicht zu süß,
schön natürlich-bananig und
lecker crunchig.
Selbst mein Liebster, der eigentlich nicht unbedingt auf Müsli steht, hat bereits eine größere Menge davon verputzt und ist begeistert.
Also ich kaufe kein fertiges Knuspermüsli mehr!





Leider hat es nicht allzu lange gehalten (innerhalb weniger Tage war alles verputzt), daher steht im Schrank bereits BaNuSchoko-Granola 2.0. Zumindest noch ein kleines Schälchen voll, der Rest ist schon wieder alle - unfassbar! Ich finde es übrigens sogar noch besser als Variante 1...
Dafür habe ich jedenfalls folgende Zutaten (Reste ;) ) verarbeitet:

mit Haselnüssen:
225 g zarte Haferflocken
100 g Haselnusskerne
75 g Walnusskerne
75 ml Ahornsirup
1,5 kleine reife Bananen
25 g Zartbitterschokolade (min. 50% Kakao)

Die Zutaten genauso wie oben beschrieben verarbeiten. Die Schokolade kommt dieses Mal komplett über eine Hälfte des noch heißen Müslis - so bleiben keine knackigen Schokostückchen,wer die unbedingt möchte, fügt einfach später noch ein paar zusätzliche Schokosplitter zum fertigen Müsli hinzu.


Damit wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende mit ausgiebigem Frühstück :)

Sonntag, 14. April 2013

Ein bisschen Farbe, bitte: Rote-Bete-Tarte mit Feta und Frühlingszwiebeln

Ich steh' auf Rote Bete! Allein die Farbe ist schon der Knaller, finde ich! Hinzu kommt der leicht erdige, aber trotzdem auf unerklärliche Weise wunderbare Geschmack, der so toll zu Feldsalat, Walnüssen und einem fruchtigen Dressing passt. Aber auch solo finde ich Rote Bete super, zB. als Salat mit Petersilie, Balsamico, Zitrone und cremigem Fetakäse... Mensch, wo ich das gerade so schreibe, fällt mir auf, dass ich das schon eeeeeewig nicht mehr gemacht habe! Kommt sofort auf meine Liste für's kommende Wochenende...
Ich denke, ich habe meine Meinung klar gemacht: Rote Bete ist super ;)
Darum war ich auch sofort Feuer und Flamme, als ich bei rockthekitchen diese Tarte entdeckt habe. Die MUSSTE ich haben! Ich habe nur noch ein paar Änderungen vorgenommen und z.B. den Blätterteig durch einen zarten Mürbeteig ersetzt - ich steh' auch auf Mürbeteig!

REZEPT für eine rechteckige Tarteform

Für den Teig (Grundrezept für salzigen Mürbeteig):

140g Mehl
75g kalte Butter
1/4 TL Salz
1 Eigelb
evtl. etwas kaltes Wasser

Für die Füllung:

500 g Rote Bete (vakuumiert, vorgegart)
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL gehackte Walnüsse
100 g Fetakäse
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Dill, TK
1 Ei
1 Eiweiß
25 g Joghurt
Salz
Pfeffer



Die Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und min 1 Stunde kühl stellen. Derweil die Rote Bete in ca. 1 cm große Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden, Knoblauch abziehen und pressen und den Feta fein zerbröseln.
Backofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ei und Eigelb mit Joghurt, Dill, Knoblauch und Feta in einer Schüssel vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rote Bete, Walnüsse und Frühlingszwiebeln unter die Masse rühren.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, die gefettete Tarteform damit auslegen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und ca. 10 min vorbacken. Dann herausnehmen, Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und die Füllung auf dem Teig verteilen und glattstreichen.
Im Ofen in ca. 35-45 Minuten fertig backen.

 

Mmmmmh... so lecker! Lieben Dank für das tolle Rezept, Sylvia!






Dienstag, 9. April 2013

Lieblingspizza?: Spiegelei-Pizza mit Spinat, Feta und Schinken

Tadaaaaa, es gibt schon wieder Pizza!
Ich gebe zu, wir essen recht häufig Pizza (bisher hab ich das aber bloß einmal gebloggt) - trotzdem sind wir keine Fastfood-Junkies. Den Pizzateig mache ich jedesmal selbst nach folgendem Grundrezept, ebenso die Pizzasauce, die Beläge variieren wir dann nach Lust und Laune und stets mit dem, was der Vorrat so hergibt. Meist ist Parmesan und/oder Feta im Kühlschrank, außerdem luftgetrockneter/geräucherter Schinken, Zwiebeln und Knoblauch sowieso immer, Spinat häufig im Tiefkühler... Und die Pizzasauce hab ich inzwischen eingekocht und ständig im Vorrat (bald hier). Wenn wir also mal keine Ahnung haben, was abends auf dem Teller landen soll, entscheiden wir uns oft für Pizza.
Schon vor langer Zeit hab ich auf rock the kitchen eine unglaublich leckere Pizza-Variante entdeckt und ausprobiert. Die fand ich wirklich klasse, nicht umsonst ist sie die Lieblingspizza von rock the kitchen.
Inzwischen habe ich sie schon wirklich oft gebacken und immer ein wenig modifiziert, bis schließlich dieses Rezept herausgekommen ist, die mir so am besten schmeckt.
Auch meine Lieblingspizza? Ich glaube schon...

REZEPT für 2 Pizzen

Für den Teig:
200 g Mehl
50 g Hartweizengrieß
5 g frische Hefe
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 TL Salz
ein wenig brauner Zucker
Olivenöl

Für den Belag:
250 g Blattspinat (TK)
1/2 Zwiebel
1 Knobauchzehe
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Olivenöl
ca. 4 EL Pizzasauce (Rezept folgt)
1 Kugel Büffelmozzarella
180 g Feta
2 Eier
2-4 Scheiben luftgetrockneter Schinken
Piment d'espelette



Für den Teig die Hefe mit Zucker im Wasser auflösen und beiseite stellen. Mehl mit Salz und Grieß mischen, die Hefelösung hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Mit Olivenöl bestreichen und in einer ebenfalls mit Olivenöl gefetteten Schüssel abgedeckt 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach 12 Stunden nochmal durchkneten (ggf. mit nassen Händen, falls der Teig ausgetrocknet ist), nochmal mit Öl bestreichen und weitere 12 Stunden gehen lassen. Etwa 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen, dann lässt er sich besser ausrollen.

In der Zwischenzeit für den Belag die Zwiebel sowie die Knoblauchzehe fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Spinat hinzufügen und bei milder Hitze dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, abkühlen lassen.
Ofen auf 230° (3D-Umluft) vorheizen (mit Blechen!). Den Teig zu zwei runden, dünnen Fladen ausrollen, auf mit Grieß bestreute Backpapierstücke legen und mit jeweils 2 EL Pizzasauce bestreichen. Mozzarella in dünne Scheibchen schneiden, diese gleichmäßig auf den Pizzen verteilen, ebenso den Spinat. Feta darüber bröckeln, Schinken in Stücke zupfen und auf die Pizzen legen. Die Pizzen mit dem Papier auf die heißen Bleche ziehen und etwa 8 min backen, dann vorsichtig jeweils ein Ei über der Mitte aufschlagen und in ca. 5 min fertigbacken.
Mit Pfeffer und Piment d'espelette bestreuen und genießen.

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Dies ist mein zweiter Beitrag zu Lunas tollem Pizza-Event in Zorras Kochtopf.
Durch den schweren Belag wird die Pizza echt nur knusprig, wenn der Ofen ordentlich Power hat. Ich kaufe demnächst mal einen Pizzastein und probier aus, wie es damit wird...

Freitag, 5. April 2013

Schmoren gelassen: Biergulasch

Der Frühling dieses Jahr lässt uns ja bekanntlich richtig schön schmoren, aber: Nächste Woche wird es waaaaharm! Zumindest wärmer als jetzt!!! Ich kanns kaum abwarten!
Wem dieses Wochenende (wie mir) allerdings noch richtig winterlich kalt ist, dem lege ich dieses Gulasch ans Herz: Wärmt den Bauch und die Seele und macht so richtig schön satt und zufrieden :)


REZEPT für 4 Portionen

500 g Rindergulasch
500 g Schweinegulasch
4 Zwiebeln
1 große Knoblauchzehe
Pflanzenöl
3 EL Tomatenmark
2 TL Pimenton de la Vera (dulce)
2 EL Mehl
1 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Rosmarin
4 TL Honig
etwas Cayenne-Pfeffer
1 großes Lorbeerblatt
1 Flasche Bier (0,33)
400 ml Rinderfond
Schmand
Schwarzkümmel




Gulasch abbrausen, trocken tupfen und in einem Topf in heißem Pflanzenöl portionsweise scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch in der Zwischenzeit würfeln, Fleisch herausheben, die Zwiebeln in den Topf geben und ebenfalls anbraten. Etwas später den Knoblauch, danach das Tomatenmark hinzugeben, kurz mitrösten. Das Fleisch wieder hinzugeben, mit Mehl und Paprikapulver bestäuben und mit Bier ablöschen. Thymian, Lorbeer, Rosmarin, Fond, Cayennepfeffer und Honig hinzufügen und bei kleiner Hitze 2 Stunden schmoren, dabei ab und zu umrühren.
In Schalen verteilen, jeweils einen Klecks Schmand darauf geben und mit Schwarzkümmel bestreuen. Dazu gab's bei uns Reis, besser passen aber Spätzle oder Semmelknödel.


 

Hmmmmm... Am gleichen Tag hab ich DEN Zitronenkuchen gebacken, prima als Nachtisch :)

Mittwoch, 3. April 2013

Ist das noch Pizza? - Pizza mit Lachs und Dillcrème

Luna von Luna's Philosophy hat sich das Thema für das nächste Blogevent in zorras kochtopf überlegt: We love Pizza - das trifft sich gut, wir nämlich auch!
Statt unsere übliche Standard-Pizza mit selbstgemachter Tomatensauce und klassischen Belägen zuzubereiten, wollte ich für dieses Event gern mal "was anderes" machen. So hab ich mich für eine helle Pizza mit Dillcrème statt Tomatensauce entschieden - aber ist das noch Pizza? Oder zählt es schon zur Kategorie Flammkuchen???
Ich erkläre mir das so: Der Boden besteht aus allen Zutaten, die ein guter Pizzateig braucht, also Mehl, Wasser, Hefe, Salz und - ganz wichtig - Grieß. Ergo: Es ist eine Pizza. Zumindest für uns.
Was meint ihr? :)

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

REZEPT für 3 Pizzen


Für den Teig:
80 g Hartweizengrieß
320 g Mehl
15 g Frischhefe
3/4 TL Salz
150 ml lauwarmes Wasser
3/4 TL brauner Zucker

Für den Belag:
1 Becher saure Sahne
300 g Lachsfilet
3 TL Dill (TK)
Salz
Pfeffer
1 Knoblauchzehe
3 Kugeln Büffelmozzarella
Zitronensaft
3 Lauchzwiebeln
ca. 60 g Erbsen  (TK)
ein Hauch Piment d'espelette


Die Hefe im Wasser auflösen, Zucker einrühren und warm stellen. Nach ca. 10 min mit Mehl, Grieß und Salz zu einem glatten Teig verkneten, mit Olivenöl einpinseln abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
Derweil die Knoblauchzehe pressen und mit der sauren Sahne, Dill, Salz und Pfeffer verrühren und ziehen lassen. Erbsen antauen lassen, die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Den Ofen auf 250° (Umluft) vorheizen, das Blech mitheizen! Lachsfilet abbrausen, trocken tupfen, in Scheiben schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Büffelmozzarella in dünne Scheiben schneiden.
Den Teig in 3 Portionen teilen und dünn rund ausrollen. Ein passendes Stück Backpapier mit etwas Grieß bestreuen, einen Teigfladen darauf legen und mit 1/3 der Crème bestreichen. 1/3 von Mozzarella, Lachs, Erbsen und Lauchzwiebeln darauf verteilen, dann das Papier auf das heiße Blech ziehen und die Pizza etwa 10 min knusprig backen.
Herausnehmen, evtl. nochmals leicht salzen, mit frisch gemahlenem Pfeffer und einem Hauch Piment d'espelette bestreuen und genießen.


Vielleicht sieht man es am Käse - ich habe die Pizza abends zubereitet und erst kalt am nächsten Tag fotografiert (in der Hoffnung auf gutes Licht - Fehlanzeige!). Sie schmeckte kalt auch noch klasse, obwohl sie dann nicht mehr knusprig war. Beim nächsten Mal würde ich die Hälfte des Mozzarellas durch Feta ersetzen, dann wird es etwas kräftiger, so war es doch eine recht milde Pizza.

Montag, 1. April 2013

"Let them eat cake?": Brioches zum Frühstück

Hallo ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet bisher schöne Ostern?
Bei uns war es recht ruhig, aber das macht gar nichts, so ein bisschen Entspannung tut auch mal gut. Und was mache ich gerne, wenn ich entspannt bin, oder gerade entspannen will? Richtig, einen Hefeteig. Ein bisschen verrückt, ich weiß, aber dabei kann ich super gut abschalten - was ich nach dem Familienessen gestern Mittag auch nötig hatte ;)...
Zu Ostern dachte ich dann natürlich direkt an fluffige kleine Brioches - so auch Juliane von Schöner Tag noch!. Ihr Rezept von letzter Woche hab ich für meine Zwecke leicht abgewandelt und konnte dann heute morgen wunderbar weiche, fluffige, duftende Brioches aus dem Ofen holen - mmmmmmh!

Kleiner Exkurs:
Legenden zufolge soll Marie Antoinette, nachdem ihr berichtet wurde, dass die ärmliche Bevölkerung kein Brot zum Essen hätte, übrigens gesagt haben "S'ils n'ont plus de pain, qu'ils mangent de la brioche".
Also: "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Brioche essen" - was aber oft mit "cake" für "Kuchen" übersetzt wurde. "Let them eat cake..." sang so zum Beispiel auch die Rockgruppe Queen in "Killer Queen". Angesichts der Zuckermenge in meinen Brioches und vor allem wenn man bedenkt, dass früher eher noch weniger Zucker in den Teig kam, ist die Übersetzung "cake" jedoch nicht ganz passend. Hinzu kommt, dass Marie Antoinette diesen Satz aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht gesagt hat.

Aber wie dem auch sei:
Die kleinen Brioches haben heute morgen zum Frühstück wirklich gut geschmeckt - Brot gab es keins...


REZEPT für 7 kleine Brioches:

280 g Mehl
20 g Zucker
20 g Vanillezucker
30 g weiche Butter + Butter zum Bepinseln und für die Förmchen
1 Prise Salz
10 g frische Hefe
125 ml lauwarme Milch
1 Eigelb
abgeriebene Schale von knapp 1/2 Bio-Zitrone




Mehl mit Zucker. Zitronenschale und Salz mischen, Hefe darüber bröckeln und die Milch mit den Knethaken einarbeiten. Butter und Eigelb hinzufügen, alles gut verkneten und den Teig abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag nochmal durchkneten, in sieben Portionen teilen und diese wiederum dritteln. 7 Muffinmulden mit Butter fetten, etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und den Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Teigportionen zu Kugeln formen, jeweils drei nebeneinander in eine Mulde setzen und abgedeckt nochmals 15 min an einem warmen Ort gehen lassen. Mit flüssiger Butter bepinseln und knapp 20 min im heißen Ofen backen, dann im Blech kurz abkühlen lassen, auf ein Kuchengitter setzen, nochmal mit flüssiger Butter bestreichen und weiter abkühlen lassen - aber nicht zu lange, denn warm schmecken sie am besten!

 

Ich habe verschiedene Variationen getestet: Mit Nougatcreme (nicht so toll) sowie Kirsch-, Himbeer- und Pfirsichmarmelade und Pflaumenmus. Mein Favorit: Kirsche, dicht gefolgt von Pfirsich :)

Wie Juliane auch bringe ich die kleinen Brioches zum Bread Baking Day #57 mit dem Thema Blogwarming Party anlässlich der Einweihung von Zorras neuem Kochtopf-Blog mit! "Richtiges" Brot kann ich nämlich nicht soooo gut ;)