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Freitag, 29. März 2013

Mein persönlicher Frühling: Frischer Kartoffelsalat mit Feta

Ich weiß, ich weiß, ich jammere ständig über das Wetter - aber es ist ja auch einfach nicht mehr zum aushalten! Mir gehen nicht nur die eisigen Temperaturen, der viele Schnee (heute morgen beim Joggen SCHON WIEDER!) und das triste Grau gehörig auf die Nerven, ich vermisse auch kulinarisch so einiges:
Ende März sollte es eigentlich schon möglich sein, ein paar Blättchen Bärlauch oder die ersten Spargelstangen beim Gemüsehändler zu bekommen... Allerdings nicht in diesem "Frühling"! Der Bärlauch lässt auf sich warten und auch der Spargel versteckt (fast) überall sich noch in der gefrorenen Erde.
Beim Bärlauch ja nicht ganz so schlimm, den gibts dann hoffentlich ein bisschen länger als sonst, die Spargelsaison jedoch endet - wie jedes Jahr - am 24. Juni. Wenn der Spargel also später angeboten wird und dennoch nur bis zum 24. Juni, was heißt das dann für die Spargelliebhaber wie mich???
Aber wie gesagt, der Spargel versteckt sich scheinbar nicht überall: Heute hab ich im Supermarkt doch tatsächlich deutschen Spargel entdeckt - für unschlagbare 20 Euro pro Kilo! 20! Hallo? Sind die wahnsinnig? Ich meine nicht den Händler, der hat seine Gründe, so viel zu verlangen, schließlich war bestimmt ein Presslufthammer nötig, um die zarten Stangen aus der Erde zu meißeln. Nein, ich meine die Leute, die den Spargel so auch noch kaufen! Bei aller Liebe, 20 Euro pro Kilo sind mir dann doch zu viel - da vertraue ich lieber weiter auf meine Zitronen und hol mir den Frühling durch den frischen Kick im Essen ins Haus... Zum Beispiel mit diesem Kartoffelsalat:


REZEPT für 4 Portionen

1 kg rotschalige, neue Kartoffeln
2 große Lauchzwiebeln
Olivenöl
weißer Balsamico
etwas süßer Essig (bei mir Weintraube-Vanille)
1 TL Senf
Salz
Pfeffer
abgeriebene Zitronenschale
1/2 kleine Knoblauchzehe
2-3 EL saure Sahne
100 g Feta
1 Handvoll gehackte Walnusskerne


Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, abgießen, abschrecken, etwas ausdampfen lassen und pellen. Dann vollständig abkühlen lassen. Derweil Frühlingszwiebeln waschen und putzen, evtl. halbieren und in feine Ringe schneiden. Mit einem großen Schluck Olivenöl und Essig sowie Senf, Salz und Pfeffer mischen. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden, untermischen, saure Sahne, gepressten Knoblauch und abgeriebene Schale von 1/4 - 1/2 Zitrone dazugeben und das Ganze abschmecken. Bei Bedarf noch Essig, Zitronenschale oder saure Sahne zugeben. Den Feta darüber bröckeln und gemeinsam mit den Walnüssen unterheben. Dazu gab es bei uns mit Panko panierte Hähnchenschenkel (Rezept folgt bei Gelegenheit) und gebratenen Brokkoli.

 

Und damit wünsche ich euch allen ein frohes Osterfest!

Montag, 25. März 2013

Rundum gelungen: Zitronenkuchen mit Thymian

Manchmal läuft es einfach - das kennt ihr doch, oder? Es gibt einfach Tage, an denen man anpacken kann, was man möchte - es klappt! Gestern war so ein Tag: Nach ein bisschen Sport, einem königlichen Frühstück mit meinem Liebsten, einer ausgiebigen Dusche und einem Spaziergang im Sonnenschein zwischen Dammwild und Bären im Tierpark, zog es mich in die Küche.
Da hab ich dann zunächst Gulasch für den Abend zubereitet, frei Schnauze und superlecker (Rezept folgt hier), und anschließend gebacken. Wenn's einmal läuft, soll man ja bekanntlich nicht aufhören.
Zitronenkuchen sollte es werden, ich hatte nämlich wunderschöne Bio-Zitronen gekauft und wollte sie unbedingt verarbeiten. Merkwürdig, dass ich allerdings zuallererst mal an Käsekuchen gedacht hatte. Mein Schatz starrte mich daraufhin nur ungläubig an, schüttelte den Kopf und sagte bloß: "Äääähm, wie wär's denn mit Zitronenkuchen???" Eine seiner besseren Ideen, wie das Ergebnis bestätigt ;)

 

Aber so ein schnöder Rührkuchen ist schon irgendwie langweilig, dachte ich. Also hab ich meine Lieblingsblogs nach einem bewährten und dennoch irgendwie besonderen Rezept durchsucht und wurde fündig:
Chefhansen hatte einen richtig hübschen Zitronenkuchen im Repertoire, die hübschen Zesten als Topping hatten es mir sofort angetan. Pimpimella hat ihn auch schon gebacken (allerdings mit Orangen) und gegessen und für gut befunden, also war die Sache eigentlich klar. Bis ich bei Zum Backen verführt über diesen Kuchen mit Thymian stolperte. Thymian im Kuchen? Will ich auch, sofort!

Außerdem hatte ich noch einen angebrochenen Becher Sahne im Kühlschrank, die sollte noch mit in den Kuchen. Statt Butter, das wollte ich immer schon mal ausprobieren. Mandeln waren auch nur gehackt vorhanden - na dann röste ich die doch noch schnell, bevor sie in den Kuchen wandern!

So entstand aus verschiedenen Anregungen dieser Kuchen... und was soll ich sagen? Gestern lief es eben einfach - unbedingt nachbacken!

 

REZEPT für eine Gugelhupfform

Für den Teig:
280 g Mehl
50 g gehackte Mandeln
1,5 TL Backpulver
175 g Zucker
25 g Vanillezucker
100 g Sahne
150 g weiche Butter
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
Saft von 1-1,5 Zitronen
4 Eier
1 Prise Salz
1 TL getrockneter Thymian

Für den Guss:
1 Zitrone (Bio)
Puderzucker
50 g Zucker
50 ml Wasser

 

Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen, eine Gugelhupfform mit Butter gründlich einfetten und mit Mehl ausstäuben. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, abkühlen lassen und mahlen. Butter und Zucker schaumig rühren, ruhig etwas länger, dann die Sahne halbsteif schlagen und unterrühren. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Mandeln, Salz und Backpulver mischen, über die Eimasse sieben und ebenfalls unterrühren, nicht zu lange. Zum Schluss den Thymian sowie Zitronensaft und -schale unterrühren. In die Form füllen und 45 min backen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann auf einen Rost stürzen (fluuuuuuupp) und vollständig abkühlen lassen.
Für den Guss die Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und mit einem Sparschäler schälen. Schale in dünne Streifen schneiden und in 50 ml Wasser mit 50 g Zucker kurz aufkochen, dann gut abtropfen lassen. Puderzucker mit Saft von 1/2 Zitrone zu einem zähflüssigen Guss anrühren, auf den Kuchen streichen (ich mag's, wenn man den Guss einfach obendrauf streicht und er dann am Kuchen runterläuft) und die Zitronenzesten darauf verteilen. Ich hatte dann allerdings noch Zesten übrig, die Hälfte hätte es auch getan.



 




Ich sag euch eins: Dieser Zitronenkuchen ist der absolute Knüller! Von wegen, trockene Kuchen sind langweilig! Ha! Der Thymian passt wunderbar und mit den Zitronenzesten auf dem Guss macht der Kuchen auch noch richtig was her, wie ich finde...

Freitag, 22. März 2013

Für die Seele: Pikante Kartoffelpfanne (mit Salcissia-Bällchen)

Also mir reicht es jetzt. Grauer Himmel, eisige Kälte, glatte Straßen, heute Abend auch noch wirklich bitterböser Wind - Winter, verzieh dich endlich! Das Schlimmste ist, dass wir absolut nichts tun können! Selbst wenn man wollte, könnte man derzeit nur mit erheblichen Schwierigkeiten in die Sonne flüchten - Bahn und Flieger wechseln sich wohl mit dem streiken ab, wie es scheint.
Da bleibt nur eins: Warten, und immer schön den Bauch mit Soulfood vollschlagen...

REZEPT für 4 Personen

800 g kleine Kartoffeln (Drillinge)
3 mittelgroße rote Spitzpaprika
1 Zwiebel
1 rote Peperoni
1 Knoblauchzehe
1 Schluck Rotwein
1 EL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten
etwas Zucker
Butterschmalz
Olivenöl
neutrales Öl
Salz
Pfeffer
getrockneter Rosmarin, Thymian und Oregano
4 Salcissia




Kartoffeln mit Schale waschen, evtl. bürsten und ca. 20 min in Salzwasser garen. Abgießen, kurz abkühlen lassen, derweil die Spitzpaprika waschen, putzen und in Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch abziehen und hacken, die Peperoni waschen, entkernen und in feine Streifen schneiden.
Kartoffeln evtl. halbieren und in heißem Butterschmalz rundherum goldbraun anbraten, salzen, pfeffern, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen, das Gemüse darin anbraten, zum Schluss Knoblauch und Tomatenmarkt hinzufügen und mitrösten. Mit Zucker bestreuen, kurz karamellisieren lassen und mit etwas Rotwein ablöschen. Die gehackten Tomaten hinzufügen, mit Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano und Rosmarin würzen und etwas einkochen lassen. In der Zwischenzeit das Wurstbrät aus der Pelle drücken und zu Bällchen formen. Diese in neutralem Öl braten, bis die Bällchen gar sind, kurz vor Ende der Garzeit die Kartoffeln wieder zum Gemüse geben und erwärmen. Fertige Bällchen unter die Kartoffel-Gemüse-Pfanne mischen.

 

Wir haben ein wenig Parmesan darüber gerieben, sehr gut kann ich mir aber auch Büffelmozzarella oder Feta vorstellen. Ohne die Wurst übrigens ein prima vegetarisches Gericht!

Freitag, 15. März 2013

Gut gemixt: Paprika-Pesto

Soll ich euch mal verraten, was ich ein bisschen vermisse? Ja?
Aaaaaaachtung, jetzt kommt's: Die gute, alte Kassette.
"Waaaaaas? Jetzt ist sie übergeschnappt!" - Ist sie nihicht! Jetzt mal im Ernst, so ein klitzekleines bisschen versteht ihr doch sicher, was ich meine. Im digitalen Zeitalter von CD, DVD, Blu-ray und Co. wünscht man sich manchmal doch die Einfachheit einer schnöden Kassette zurück. Die Ära, in der man Mixtapes von seinem Liebsten bekam, habe ich noch nicht miterlebt, leider. Bei mir gab es schon immer CDs. Dafür hat mir mein Schatz aber mal selbst eine CD besungen und bespielt - da hab ich mich megadoll gefreut.
Ich hab früher jedoch schon noch selbst Mixtapes zusammengestellt und hatte einen Mords-Spaß dabei. Und es kommt noch besser: Gerade hab ich in meinem alten tragbaren CD-Player/Radio/Kassettenrekorder eine Kassette gefunden!
Wie komme ich eigentlich darauf? Ach ja, ich hab Pesto gemixt - bitte sehr!

REZEPT für 1 kleines Glas

280 g rote Spitzpaprika (entkernt gewogen)
25 g Pinienkerne
25 ml Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1/2-1 TL Piment d'espelette
Salz, Pfeffer, Vanillezucker



Die entkernten und halbierten Spitzpaprika auf ein mi Backpapier belegtes Blech legen und unter dem heißen Backofengrill rösten, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Herausnehmen, mit feuchten Küchentüchern bedecken und abkühlen lassen. Pinienkerne rösten und abkühlen lassen. Die Haut der Paprika abziehen, Paprikafleisch würfeln, die Knoblauchzehe abziehen und durch eine Presse drücken. Beides zusammen mit dem Öl, und den Pinienkernen fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und ein wenig Vanillezucker würzen. Dann den Parmesan fein reiben, unterrühren und das ganze in ein sauberes Schraubglas füllen und mit etwas Öl bedecken.


Bei uns gab es dazu selbstgemachte Pasta und gebratene Garnelen mit Knoblauch und Stangenpfeffer. Mmmmhhh!
Eignet sich übrigens prima auch als Dip und vor allem als nettes Geschenk aus der Küche!




Und was mach ich jetzt? Jetzt hör' ich mein Mixtape - mal sehen, was drauf ist ;)...

(Die Idee für das Pesto hab ich aus der Lust auf Genuss (2/2011), wie immer abgewandelt.)

Montag, 11. März 2013

Für die Käsebrotliebhaber: Blätterteigschnecken

Zu meinem Geburtstag neulich gab es, wie bereits erwähnt, nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch kleine herzhafte Snacks. Ob man es glaubt oder nicht - es soll ja wirklich Leute geben, die nicht gerne Süßes essen, und schon gar keinen Kuchen. Das sind die, die nach dem Kaffeetrinken und einem leckeren Stück Kuchen ganz gerne mal in ein Käse- oder Leberwurstbrot beißen.
Sowas würde mir ja im Traum nicht einfallen (Kuchen, Kuchen, Kuchen!!!)...
Trotzdem wollte ich diese besonderen Exemplare unter meinen Gästen nur ungern hungern lassen und habe bei meiner Backorgie auch noch ein bisschen herzhaftes Fingerfood produziert:

REZEPT (für 2 Pizzateller voller Schnecken)

Für die Spinat-Schnecken mit Feta (links):

200 g Feta
280 g Spinat, TK
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Ei

Für die Thunfisch-Schnecken (mitte):
200 g Frischkäse
1 Dose Thunfisch
2 TL Tomatenmark
1/2 rote Zwiebel
2 TL Oregano, getrocknet
3 getrocknete Tomaten (in Öl)

Für die Schinken-Schnecken (rechts):
125 Katenschinken (gewürfelt)
1 Eiweiß
100 g Crème fraiche
ca. 2-3 EL Petersilie, gehackt 
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel

außerdem:
Eigelb mit Milch zum Bepinseln
3 Rollen Blätterteig



Für die Spinat-Schnecken den Spinat auftauen und ausdrücken. Feta hineinbröckeln, das Ei hinzufügen und gut vermischen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Für die Thunfisch-Schnecken die Zwiebel und die Tomaten fein würfeln, Thunfisch abtropfen lassen. Alle Zutaten mit einer Gabel gut vermischen,  mit Salz und Pfeffer würzen.
Für die Schinken-Schnecken den Schinken mit Schmand sowie Eiweiß und Petersilie mischen, salzen und pfeffern, die Zwiebel fein hacken und untermischen.

Den Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen, jeweils 1 Rolle Blätterteig aufrollen und 2/3 der langen Seite mit Füllung belegen/bestreichen. Aufrollen, die Naht gut festdrücken und mit einem scharfen Messer in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, nach Belieben mit Eigelb und Milch bepinseln und im vorgeheizten Ofen 25 min backen.

Ich habe alle Sorten getrennt gebacken und mit den Schinken-Schnecken angefangen, da mir da die Füllung recht schnell rausgelaufen ist. Im Originalrezept von Christina von newkitchontheblog hier ist Schmand vorgesehen, das klappt vermutlich besser, ich hatte aber leider keinen...
Auch die Spinat-Feta-Schnecken hab ich bei Christina abgeschaut (hier) und nur minimal modifiziert.Tolle Rezepte, besonders, wenn's schnell gehen soll. Lieben Dank, Christina!

Freitag, 8. März 2013

Kuchen für's Wochenende? - Ein Klassiker: Marmorkuchen

Marmorkuchen finde ich toll, seit ich denken kann. Den gab's wirklich auf JEDEM (Kinder-)Geburtstag, mal klassisch mit Puderzucker, mal von besonders lieben Muttis sogar mit Schokoglasur überzogen. Mir ist er ja pur, bzw. mit Puderzucker am liebsten, Glasur gehört da meiner Meinung nach nicht drauf. Stört ja nur. Das Beste am Marmorkuchen sind nämlich die knusprigen Stückchen an den Rändern, und zwar die hellen. Im Gegensatz zu den meisten war mir der helle Teig nämlich stets lieber als der mit Kakao...
Wie ist es mit euch - hell oder dunkel? 

REZEPT für 1 Gugelhupfform

300g weiche Butter
220g Zucker
2 EL Vanillezucker
5 Eier (zimmerwarm)
400g Mehl
1 Packung Backpulver
1 Prise Salz
125ml Milch + 1 EL für den dunklen Teig
3 EL Kakaopulver
1 EL Amaretto
1 EL Rum
1 TL Zimtpulver
Butter und Mehl für die Form
Puderzucker

Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen. Form gründlich mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben.
Die Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren und danach die Eier nacheinander einzeln gründlich unterrühren.
Mehl mit Backpulver und einer Salz mischen und abwechselnd mit der Milch portionsweise unter den Teig rühren.
Dann den Teig in zwei  Hälften teilen und in separate Schüsseln geben. Zu einer Hälfte Teigs das Kakaopulver, 1 EL Milch, Zimtpulver sowie Rum geben und unterrühren, unter die andere Hälfte den Amaretto mischen.
Jeweils einen hellen und einen dunklen großen Teigklecks neben- und übereinander in die Form füllen und mit einer Gabel spiralförmig von oben nach unten durch den Teig fahren.
Auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen (Stäbchenprobe!).
Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form einige Zeit abkühlen lassen. Dann vorsichtig stürzen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Das Rezept habe ich hier bei Schöner Tag noch! (wo ich immer wieder gerne rumstöbere) gefunden und nach erfolgreichem 1. Test zu meinem Standard-Marmorkuchen-Rezept auserkoren. Einzig den Rum und den Amaretto habe ich selbst dazugedichtet, das gibt vor allem dem Schoko-Teil noch etwas mehr Aroma.
Lieben Dank, Juliane, nach so einem Marmorkuchen hab ich auch sehr lange gesucht! Perfekt für's Wochenende, der Kuchen schmeckt nämlich am 1. Tag genauso gut wie am 3.

Dienstag, 5. März 2013

Wie das duftet...: Börek

Es ist soweit: Der Frühling kommt, die Krokusse stecken bereits ihre violetten und gelben Köpfchen aus dem Boden, die Sonne wärmt schon merklich und es duftet endlich, endlich wieder nach feuchter Frühjahrserde. Ich liebe das. Fast so schön wie der Duft, der nach einem richtigen Sommerregen in der Luft hängt. Fast so schön wie der Geruch, der im Sommer abends von den Feldern ausgeht. Fast so schön wie die frische Luft an einem Sommermorgen im Wald. Oder wie...
Ihr merkt, ich habe immer noch richtig Sehnsucht nach den kommenden schönen Jahreszeiten und kann es kaum erwarten, dass sie diesen fiesen, grauen Winter endlich ganz abgelöst haben. Bis es soweit ist, tröste ich mich weiter mit Gerichten aus wärmeren Ländern, zum Beispiel aus der Türkei.
Und damit bin ich nicht alleine! Zorra ist mal wieder Gastgeberin für ein ganz besonderes Event: "Aus Sultans Küchen" ist das Thema, dass sich Ninive von music, dreams and more ausgedacht hat. Klasse Idee, zumal ich mir da bestimmt einige Anregungen holen kann, wenn mich mal wieder das Fernweh oder die Sommer-Sehnsucht packt! Jedoch kann man ja nicht nur nehmen, sondern muss auch mal etwas geben, darum gibt es hier heute meinen Beitrag zum Event: BÖREK!


Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)


REZEPT für 2-3 Portionen

320 g TK-Blattspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
45 g Butter
3 EL Milch
200 g Feta
250 g Filo-Teig (da waren bei mir 10 Blätter drin)
Salz
Pfeffer
Muskat
1/2 TL Piment d'espelette
etwas schwarzen und weißen Sesam





Blattspinat antauen lassen, Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Würfel einer großen Pfanne mit etwas heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze zugedeckt glasig dünsten, den Spinat hinzufügen und bei kleiner Hitze ca. 10 min mitdünsten, dann den Deckel abnehmen und die restliche Flüssigkeit verdampfen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Muskat würzen und auskühlen lassen. Piment d'espelette ist zwar  nicht türkisch, schmeckt aber toll :)
Den Ofen auf 200° vorheizen, eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten. Die Butter mit der Milch in einem Topf zerlassen, den Feta fein zerbröckeln und die Spinatmasse "vierteln".
2 Teigblätter mit der Butter-Milch-Mischung bestreichen und nebeneinander leicht überlappend quer in die Form legen und die Ränder außen überstehen lassen. 1,5 eingepinselte Teigblätter darauf legen (diesmal keine Ränder überstehen lassen, die Teigblätter also vorher halbieren und 1/4 der Spinatmischung sowie 50 g Feta auf dem Teig verteilen. 1,5 weitere Blätter einpinseln, auf die Füllung legen, eine Portion Spinat und Feta darauf verteilen und wieder 2 eingepinselte Blätter darauf legen. Spinat und Feta drauf, wieder 2 eingepinselte Blätter, wieder Spinat und Feta und mit einer Teiglage abschließen.
Die überstehenden Teigränder darüber klappen und die restliche Milch-Butter-Mischung darüber träufeln, mit Sesam bestreuen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 30 min backen, bis der Teig goldbraun ist. In 4 Stücke teilen und verputzen.


 

Schmeckt warm ebenso gut wie kalt, mir am besten lauwarm aus der Hand. Es war unser gestriges Abendessen und wirklich super schwer, ein Stückchen für das Tageslicht-Fotoshooting heute Nachmittag aufzuheben. Beim Fotografieren konnte ich mich dann auch nicht mehr beherrschen ;)

 

Für ein orientalisches Buffet ist es natürlich auch möglich, das Ganze als kleinere Taschen oder Rollen zuzubereiten, statt eine große Auflaufform zu nehmen. Oder man schneidet einfach kleinere Stücke. Bestimmt auch ganz nett für dein Open-Door Event, oder, Bushi?

Open Door Geburtstags-Event (Einsendeschluss 24. März 2013)






Das Grundrezept stammt übrigens aus der "Lust auf Genuss" (10/2012), wie immer etwas modifiziert und mit angepassten Mengen.

Freitag, 1. März 2013

Quizshow-tauglich: Waffeln mit heißen Kirschen und Vanillesauce

Heute, meine Lieben, begrüße ich euch zum Quizshow - Trainingslager. In etwa einer Stunde versucht wieder jemand sein Glück in einer allseits bekannten Quizshow, wenn ich die Fernsehzeitung richtig studiert habe. Damit ihr jetzt schon warm werdet, hier meine Frage, zum Üben:

Was ist "zur Rose abziehen"?

Die Antwort findet sich irgendwo unten im Rezept ;)  

REZEPT für ca. 6 Waffeln

Für die Sauce:

125 ml Milch
125 ml Sahne
3 Eigelb
40 g Zucker
1 Vanilleschote

Sahne, Milch und ausgekratztes Vanillemark sowie -schote aufkochen, vom Herd ziehen und kurz ziehen lassen. Eigelbe mit Zucker in einer Metallschüssel cremig aufschlagen, dann unter Rühren die heiße Vanillesahne/-milch hinzufügen und das Ganze über dem heißen Wasserbad rühren, bis die Sauce andickt und beim Pusten Wellen entstehen, die nicht wieder verschwinden. Durch ein Sieb in eine Schale gießen und auskühlen lassen.

Für die Waffeln:

180 g Mehl
1 TL Backpulver
45 g Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1/2 kleine Bio-Zitrone
1 EL weiche Butter
3 Eier
1 Prise Salz
200 ml Milch

Eier trennen, Eigelbe mit Butter und Zucker cremig rühren, dann abwechselnd Milch und Mehl sowie Backpulver unterrühren. Zitronenschale hinzufügen, Eiweiß steif schlagen und unterheben. Im Waffeleisen ca. 6 Waffeln backen, fertige Waffeln im Ofen warm halten.

Für die Kirschen:

1 Glas Sauerkirschen
1 TL Zimtblüten
2 Gewürznelken
2 TL Speisestärke

Kirschen mit Zimtblüten und Gewürznelken aufkochen, Speisestärke mit Wasser anrühren, einrühren und so den Kirschsaft andicken.
Es empfiehlt sich, die Nelken sowie die Zimtblüten in ein Teesieb zu geben und so mitzukochen. So muss man später nicht aufpassen, dass man auf eine drauf beißt. Und ratet, wer das vergessen hat ;)


Heiße Waffeln mit Kirschen sowie Vanillesauce servieren und zu einer Tasse Kaffee genießen.



Das Bild ist... na ja. Ich habe kurz vorm Fotografieren noch gehört, dass dies der trübste Winter seit langem sei. Ganz meine Meinung! Aber ab Montag gibt es ja schönes Wetter, dann wird alles besser: Temperaturen, Laune, Lichtverhältnisse und Fotos :)

PS: Das Rezept für die Sauce stammt aus der "Lust auf Genuss" (2/2011)