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Dienstag, 26. Februar 2013

Open Door: Quarkstreuselkuchen mit Früchten vom Blech

Open Door Geburtstags-Event (Einsendeschluss 24. März 2013)Bushi hat Geburtstag und macht zu ihrem Ehrentag einfach ihre Tür auf. Open Door ist das Motto und die Gäste können kommen und gehen, wann sie möchten. Was ich für eine klasse Idee halte! Damit entfällt zum Beispiel der Zwang, pünktlich das perfekte Geburtstagsmenü auf den Tisch zu bringen, man braucht sich keine Gedanken um die Sitzordnung zu machen bzw. wie um Himmels Willen man alle gleichzeitig an einen Tisch bringen soll und Nachzügler bringen nicht den ganzen Zeitplan durcheinander. Außerdem lässt sich ein süß-herzhaftes Buffet viel besser vorereiten und macht zudem (mir zumindest) großen Spaß.
Ich habe das zu meinem Geburtstag neulich ähnlich gemacht - allerdings in abgespeckter Form: Meine Gäste durften so ab 4 entrudeln und konnten sich dann zwischen herzhaftem Fingerfood mit Bier/Cola und Kaffee und Kuchen entscheiden. Das war schön stressfrei und unglaublich gemütlich - an dieser Stelle nochmal Danke an all die lieben Menschen, die vorbeigekommen sind und natürlich auch an alle anderen, die in irgendeiner Weise an mich gedacht haben.
Für Bushis Event gibt es heute das Rezept von einem der Kuchen, die auf meiner Kaffeetafel zu finden waren und mit dem ich auch schon des Öfteren meine Kollegen "beglückt" hab...

REZEPT für 1 Blech

Für den Boden und die Streusel:
400 g Mehl
100 g Vollkornmehl
250 g Butter
230 g Zucker
20 g Vanillezucker
etwas geriebene Tonkabohne
1 Ei und 1 Eigelb
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

Für den Belag:
1 kg Magerquark
1 Glas Sauerkirschen
1 Dose Pfirsichhälften
1 Päckchen Puddingpulver (Vanille)
130 g Zucker
20 g Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
Saft von 1/2 Zitrone
1 Eigelb
2 Eiweiß

außerdem:
gemahlener Zimt



Die Butter schmelzen und abkühlen lassen, dann mit den restlichen Zutaten für den Boden zu Krümeln verarbeiten (am besten mit den Knethaken des Handrührgeräts).
Kirschen und Pfirsiche gut abtropfen lassen, Pfirsiche in Spalten schneiden. Den Quark mit Zucker, Vanillezucker, Eigelb, Puddingpulver, Zitronensaft und -schale gut verrühren, Eiweiß steif schlagen und unterheben. Ofen auf 175° (Umluft) vorheizen.
Etwa 2/3 - 3/4 der Streusel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, gleichmäßig verteilen und andrücken. Dann die Quarkmasse darauf streichen, mit Früchten belegen und diese leicht eindrücken. Etwas Zimt unter die übrigen Streusel mischen, auf dem Kuchen verteilen und ca. 30-40 min backen. Auskühlen lassen, in Rechtecke schneiden und mit Puderzucker bestreut servieren.

Der Kuchen lässt sich prima auch einen Tag im Voraus zubereiten, ist schnell gemacht und geht weg wie warme Semmeln - perfekt also, wenn man nicht viel Zeit und noch mehr vor hat!
Meine herzhaften Snacks gibt es demnächst :)

Donnerstag, 21. Februar 2013

In aller Munde: Lasagne

Es gibt kein Entkommen: Egal, ob man zur Zeit den Fernseher anschaltet, Musik im Radio hören möchte oder die Zeitung aufschlägt, es springt einen förmlich an. Alles dreht sich um Ravioli, Tortellini oder Gulasch mit Fleisch von Pferd statt Rind - was ja ein Unding ist, da stimme ich natürlich voll zu. Was drauf steht, das sollte auch drin sein, das ist ganz klar.
Trotzdem soll dies heute hier KEIN Thema sein. Ich möchte auch nicht aufzeigen, wie einfach (wenn auch zeitaufwendig) man Lasagne machen kann, geschweige denn vorrechnen, was im Endeffekt gesünder (das ist ja wohl klar) oder günstiger ist.
Fakt ist: Wenn man jeden Tag mindestens 5 mal am Tag "Lasagne" hört, bekommt man Hunger!
Irgendwann hatte ich einfach total Lust auf ein schönes großes Stück Lasagne. Und weil die so lecker war, kriegt ihr von mir heute das Rezept.

REZEPT FÜR 4 PERSONEN

Für das Fleischragout:
350 g gemischtes Hack
350 m Fleischbrühe
1 Handvoll getr. Steinpilze
125 ml trockener Rotwein
1 Zwiebel
1-2 EL Tomatenmark
1 Knoblauchzehe
1 Bund Suppengemüse
(bei mir 2 Möhren, 1 Stück Knollensellerie, Lauch, 1 Blumenkohlröschen und etwas Petersilie)
100 g Schlagsahne
Butterschmalz
getr. Thymian

für die Tomatensauce:
1 Dose stückige Tomaten
125 ml Fleischbrühe
1 kleine Zwiebel
etwas Zucker
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
getr. Oregano

für die Béchamelsauce:
30 g Butter
30 g Mehl
ca 450-500 ml Milch
Muskatnuss

außerdem:
ca. 150 g geriebener mittelalter Gouda
Butter
Salz, Pfeffer
ca. 250 g Lasagneplatten



Gemüse waschen, putzen, evtl schälen und fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und ebenfalls fein hacken. Pilze einweichen, nach einer halben Stunde abgießen (Flüssigkeit auffangen) und klein schneiden. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel, das Gemüse (ohne Petersilie) und die Pilze darin anschwitzen. Hackfleisch dazugeben und krümelig braten, dann das Tomatenmark und den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls anbraten. Mit Rotwein ablöschen, Brühe angießen, salzen, pfeffern, mit Thymian (und der gehackten Petersilie vom Suppengemüse) würzen und etwa 30 min bei kleiner bis mittlerer Hitze mit Deckel köcheln lassen. Danach die Sahne angießen und ca. 15 min offen einkochen.
Derweil in einem kleinen Topf die Tomatensauce zubereiten: Knoblauch und Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, mit etwas Zucker bestreuen und die Tomaten hinzufügen. Brühe angießen, kräftig salzen, pfeffern und mit Oregano würzen und etwa 15 min offen köcheln lassen.
In der Zwischenzeit für die Béchamelsauce Butter in einem kleinen Topf zerlassen, aufschäumen lassen und das Mehl einrühren. Bei mittlerer Hitze kurz aufschäumen lassen, dann immer wieder etwas Milch angießen, dabei kräftig mit einem Schneebesen rühren. Dann bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 15 min köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
Den Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze vorheizen).
Eine große rechteckige Auflaufform mit Butter fetten, eine Schicht Lasagneplatten hineinlegen und von allen Saucen etwas darauf verteilen. Abwechselnd Lasagneplatten und Saucen einschichten, zwischendurch auch mal eine Schicht mit Käse bestreuen und so fortfahren, bis alle Zutaten verbraucht sind (ich bin kein Riesen-Béchamel-Fan, daher war auch davon etwas übrig). Mit Tomatensauce abschließen, das Ganze mit Käse bestreuen und im Ofen etwa 45 min garen.

Das Grundrezept stammt aus der Lust auf Genuss (02/2010), ich habe es aber mal wieder ein wenig angepasst.