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Samstag, 19. Januar 2013

Ausflug in den Orient: Taboulé, Möhrenpaste mit Feta, Schweinefilet und Joghurt-Dip

Kennt ihr das, wenn einen plötzlich das Fernweh packt? Man lebt so vor sich hin, der Alltag hat sich eingeschlichen und irgendwann sitzt man auf dem Sofa beim Fernsehen und wünscht sich auf einmal weit weg - ganz egal wohin. Hauptsache, man bringt ausreichend Kilometer und mindestens eine Landesgrenze zwischen sich und die heimische Couch.
Man möchte Deutschland einfach mal hinter sich lassen, sich auf fremde Lebensweisen einlassen, Neues erleben, sehen, riechen, schmecken...
Zu dumm, dass man in solchen Momenten meist nicht spontan die Koffer packen und zum nächsten Flughafen düsen kann!
Am besten holt man sich das Urlaubsgefühl dann einfach nach Hause - so wie wir am letzten Wochenende, als das Esszimmer einen Abend lang der Orient war...

Zutaten für 4 Portionen

Taboulé

150 g Couscous
etwas Salz
6 EL Olivenöl
4 Lauchzwiebeln
1 Salatgurke
Meersalz
250 g kleine Datteltomaten
gehackte Petersilie (TK)
3 EL Zitronensaft
Pfeffer
Cayennepfeffer
etwas Kreuzkümmel

Couscous nach Packungsanleitung mit etwas Salz und 1 EL Olivenöl garen, abkühlen lassen, dabei immer mal wieder mit der Gabel auflockern. Die Gurke schälen, entkernen und würfeln, dann salzen und min 10 min ziehen lassen. Tomaten und Lauchzwiebeln waschen und klein würfeln bzw. in feine Ringe schneiden. Aus den restlichen 5 EL Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein Dressing herstellen, die Gurkenwürfel abtropfen lassen (am besten auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Sieb) und dann Couscous mit dem Gemüse und dem Dressing vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Kreuzkümmel (nur ein bisschen!) abschmecken, Petersilie nach Gefühl und Geschmack unterrühren und vor dem Servieren am besten ein paar Stunden ziehen lassen (am besten hat es mir am 2. Tag geschmeckt).

Möhrenpaste

500 g Möhren
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1/2 - 1 TL Harissa (Pulver)
jeweils 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und geschroteter Koriander
etwas Feta, Kapern und grüne Oliven (gehackt)

Möhren schälen, in Scheibchen schneiden, Knoblauch abziehen und hacken, beides in einem kleinen Topf in 1 EL Olivenöl anschwitzen, Harissa und 3 EL Wasser hinzufügen und zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln, bis die Möhren weich sind. Kreuzkümmel und Koriander dazugeben und fein pürieren, evtl. abschmecken. Abkühlen lassen, in eine Schale geben, Olivenöl darüber träufeln, Feta zerbröseln und mit klein gehackten Kapern und Oliven auf dem Pürree anrichten.




Joghurt-Dip

1/2 Knoblauchzehe
150 g Joghurt
Saft von 1/2 Limette
Salz
Pfeffer
gemischte Kräuter (TK)

Knoblauchzehe abziehen, durchpressen und mit Joghurt, Limettensaft und Kräutern vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Kühlschrank einige Stunden durchziehen lassen.


Schweinefilet-Kebab

2 Schweinefilets (à 450 g)
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
2 TL Tomatenmark
1/2 TL Paprikapulver (geräuchert)
1 Messerspitze Gewürznelken (frisch im Mörser zerstoßen)
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 TL Zimt
1 EL Wasser

Fleisch abbrausen, trocken tupfen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Knoblauch abziehen, durchpressen und mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Schweinefilet-Stücke mit der Marinade mischen und im Kühlschrank 4 Stunden marinieren. Min. eine halbe Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen und dann in heißem Öl von beiden Seiten scharf anbraten, dann bei kleiner Hitze sanft zu Ende garen.

Fleisch mit Taboulé, Dips und Simit servieren.


Simit - das habe ich an jenem Wochenende gelernt - sind türkische Sesamkringel aus Hefeteig und schmecken einfach klasse. Ich wollte eigentlich Fladenbrot, habe aber keines bekommen und ersatzweise dann mal "so Sesamdinger vom Türken im Supermarkt" mitgebracht.
Mein Freund, der vor einiger Zeit in Istanbul war, ist vor Freude fast in die Luft gesprungen, im Gegensatz zu mir hatte er die leckeren Kringel nämlich schon im Urlaub entdeckt. Zusammen mit dem unfassbar leckeren Schweinefilet haben sie den Abend so für ihn perfekt gemacht :) ...

Die Rezeptideen für Fleisch, Taboulé und Paste stammen aus der Lust auf Genuss (10/2012) und wurden wie immer leicht angepasst. Bild gibts leider keines von Taboulé (das war zu schlecht) und Schweinefilet (das haben wir zu schnell verputzt ;) ), sorry!

Kommentare:

  1. Das Taboulé hört sich echt spitze an. Ich habe auch schon einige Versuche unternommen, aber irgendwie hat immer etwas an dem Dressing gefehlt. Jetzt habe ich deine Variante ausprobiert und was soll ich sagen: ECHT SUPER!!!! Ist auch bei den Kollegen heute gut angekommen :-) LG aus Bayern

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    1. Vielen lieben Dank!
      Freut mich, dass es deinen Kollegen und dir genauso gut geschmeckt hat, wie uns!
      LG nach Bayern :)

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