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Sonntag, 29. Dezember 2013

Tschüss 2013 und ein großer Auftritt: Crème Brulée mit Tahiti-Vanille

Seid ihr auch ein wenig wehmütig? 2013 ist beinahe vorbei, da fällt einem so manches ein, was man gerne noch getan hätte, aber nicht geschafft oder einfach vergessen hat. Oder die vielen Dinge, die man schlichtweg versäumt hat, an die man nie einen Gedanken verschwendet hat, weil man mit scheinbar wichtigeren Dingen beschäftigt war. Und nun steht das neue Jahr vor der Tür und keiner weiß, was es bringen wird. Ob man dann überhaupt noch Zeit für die vielen Sachen hat, für die man sich schon im alten Jahr keine Zeit genommen hat? Neue Aufgaben stehen bvor, die gemeistert werden wollen, alte Aufgaben möchten noch zu Ende gebracht werden. Und ganz nebenbei hat man, ohne es zu merken, sich selbst fast vergessen.
Darum mein Vorsatz für 2014: Bewusster leben. Sich mehr gönnen. Zeit ist kostbar und geht oft viel zu schnell vorbei. Mit einem Fingerschnippen wird auch 2014 an uns vorbeigerauscht sein, und wenn dann ein jeder dem anderen den obligatorischen "Guten Rutsch" wünscht, soll die Wehmut einmal nicht wiederkehren.

Und nun genug der tiefsinnigen Gedanken, denn bevor ich es VERGESSE ( ;-) ): Ich habe in diesem Jahr noch ein letztes Rezept für euch!
Crème Brulée fand ich schon immer klasse, aber so wirklich perfekt gelungen ist sie mir bislang leider nie. Dieses Jahr zu Weihnachten fiel mir ein, dass ich schon länger stolze Besitzerin einer Tahiti-Vanilleschote war, die immer noch auf ihren Einsatz wartete. Die passende Gelegenheit hatte bisher gefehlt - für alles fand ich sie zu schade. Aber zu schade für Weihnachten, dachte ich mir, geht ja eigentlich gar nicht! Oder? Nun war er da, der Moment, der große Auftritt der hochgelobten Schote, also nix wie raus aus dem Glasröhrchen im Schrank und ab ins Sahnebad.


 REZEPT für 8-10 Portionen

650 g Sahne
350 ml Milch
160 g Zucker + Zucker zum Bestreuen
10 Eigelbe
1 dicke Tahiti-Vanilleschote




Sahne, Milch und Zucker verrühren, die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Mark und Schote in die Sahnemischung geben und einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Danach auf dem Herd erhitzen, bis die Mischung dampft und der Zucker sich aufgelöst hat, aber nicht kochen. Den Ofen auf 140° (Umluft) vorheizen, währenddessen die Eigelbe in einer Metallschüssel dickcremig aufschlagen und die heiße Sahnemischung unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl durch ein Sieb hinzugießen. Die Mischung auf 8-10 Förmchen verteilen und in die Fettpfanne des Ofens stellen. Heißes Wasser angießen, sodass die Formen zu mindestens 2/3 im Wasser stehen und etwa eine Stunde stocken lassen.
Die abgekühlten Crèmes kurz vor dem Servieren mit Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren.

 

Ich muss sagen, ich war begeistert von der Vanille. Die war nicht nur richtig dick und so gar nicht trocken sondern roch auch unglaublich gut - schön vanillig, aber irgendwie zarter, als andere Schoten. Bilde ich mir zumindest ein ;)
Die Crème jedenfalls war toll und sieht in den Porzellan-Schälchen auch richtig hübsch aus, wie ich finde. Vielleicht eine Idee für's Silvester-Buffet?

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, eine schöne Feier und alles erdenklich Gute für 2014!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Aus der Geschenkefabrik für Weihnachten 2013...

Schon der zweite Weihnachtsfeiertag! Die Zeit rast an mir vorbei. Geht euch das auch so? Zwischen all dem Kochen, Geschenke Einpacken, Nachtisch Vorbereiten, Schick Machen und von A nach B Fahren, damit ein jeder Verwandte an Weihnachten zumindest mal kurz erblickt wird, kommt man kaum zum Luft Holen, oder? Versteht mich nicht falsch, ich liebe Weihnachten und finde es toll, wenn man endlich mal wieder ein paar Worte mit Verwandten und Freunden wechseln kann, die man eigentlich viel zu lange nicht gesehen hat.
Aber geht das auch stressfrei? Richtig Spaß gemacht hat mir wieder die Geschenke-Produktion und natürlich das Schenken an sich. Es ist richtig schön anzusehen, wie sich die Beschenkten über Selbstgemachtes Freuen - da ist jeder Stress ganz schnell vergessen. Hier ein kurzer Einblick in die diesjährige Produktion:

































































Außerdem gab es Peperonata Dolce und Apfel-Karamell-Konfitüre sowie das Braun-Foodblogger-Kochbuch.
Und bei euch?

Ich wünsche euch noch einen (stressfreien) zweiten Weihnachtsfeiertag!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Auch spät dran?: Risotto-Mischung Nr.2

Juhu! Es ist Heiligabend, und ich bin tatsächlich durch! Alle selbstgemachten Geschenke habe ich nun fertig, das letzte köchelte gestern auf dem Herd - wie sieht's denn bei euch aus? Verschenkt ihr Selbstgemachtes? Ideen gibt es im Netz ja genug, z.B. hier bei Juliane oder hier bei Steph.
Im letzten Jahr hab ich schon ein paar hübsche Sachen selbstgemacht und verschenkt,
da waren zum Beispiel das Steinpilz-Risotto, die gebrannten Mandeln, die Brownie-Backmischung... In diesem Jahr werden liebe Menschen unter anderem Apfel-Karamell-Konfitüre und Peperonata Dolce unter dem Weihnachtsbaum finden. Und einige andere Sachen, die ich aber erst nach Weihnachten verraten werde (ich will die Überraschung nicht kaputt machen, vielleicht liest ja doch mal ein Beschenkter hier mit :))
Falls euch heute siedend heiß einfällt, dass ihr doch glatt eure Oma vergessen habt oder die liebe Tante im letzten Moment noch ihren Besuch ankündigt: diese Risotto-Mischung kann noch auf den letzten Drücker zusammengestellt werden. Und selbst wenn keine getrockneten Tomaten im Haus sind und der Supermarktbesuch am Morgen euch heute zu gefährlich ist - getrocknete Pilze, andere Kräuter oder einfach nur Safran tun's auch!


REZEPT für 1 Glas (2-3 Portionen)

200 g Risotto-Reis (Arborio)
50 g getrocknete Tomaten (nicht in Öl!), fein gehackt
1 gestr. TL Gemüsebrühe
1 TL getr. Thymian
je 1/2 TL getr. Oregano und Rosmarin

Reis mit Brühepulver und Kräutern mischen und in Schraubgläser füllen. Die getrockneten Tomaten darauf geben und verschließen.




Folgende Anleitung hinzufügen:

1 kleine Zwiebel abziehen, hacken und in Olivenöl glasig anschwitzen, 1 gehackte Knoblauchzehe hinzufügen und ebenfalls kurz anschwitzen. Reis-Mischung hinzugeben, umrühren, evtl. 1 TL Tomatenmark einrühren und mit 100 ml heißem trockenem Weißwein ablöschen. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren 20 min köcheln lassen, dabei nach und nach immer etwas heißes Wasser hinzufügen (insgesamt etwa 700 ml).
Der Reis sollte am Ende noch leicht bissfest sein.
50 g Parmesan fein reiben und mit 1 EL Butter zum Risotto geben. Vom Herd ziehen, bei geschlossenem Deckel noch 1-2 min stehen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, umrühren und servieren.
Nach Belieben gebratene Kirschtomaten und/oder knusprigen Frühstücksspeck dazu reichen und mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.



Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, stressfreies und besinnliches Fest mit euren Lieben. Lasst euch von muffeligen Verwandten nicht ärgern und denkt daran, woran es an Weihnachten wirklich geht...
Frohe Weihnachten!!!
PS: Die Etiketten habe ich mit dem Jam Labelizer gemacht - super easy!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Langeweile beim Frühstück?: Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel

Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen, spannenden Brotaufstrichen für's Frühstück. Im Sommer war ich begeistert vom Holunderblütengelee - glücklicherweise ist auch noch ein Gläschen da! Das auf's Brötchen und es geht selbst am trübsten Dezembertag die Sonne auf. Mein Liebster ist da anders: Alles, was nicht "Erdbeere" ist, kommt ihm nur im Notfall auf's Brötchen - nämlich dann, wenn die Erdbeermarmelade leer ist. Auf der Suche nach dem etwas anderen Brotaufstrich wurde ich mal wieder bei Juliane von Schöner Tag noch  fündig. Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel??? Klang spannend und hat mich sofort begeistert, denn die Kombi Karamell und Salz hat es mir spätetens seit dem Salzbutterkaramell angetan. Und, wer hätte das gedacht: Schmeckt tatsächlich klasse! Und das nicht nur solo als süß-salziges Frühstück, auch als süße Ergänzung zu deftigen Brotbelägen kann ich es mir gut vorstellen.
Unter'm Weihnachtsbaum macht es sich sicher auch ganz gut ;)

REZEPT für etwa 6 Gläser à 200 ml

1,1 kg Äpfel
200g Zucker
100ml naturtrüber Apfelsaft
500 g Gelierzucker 2:1
2 TL Fleur de Sel

 

 Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Gelierzucker vermischen. Zucker in einem großen Topf hellbraun karamellisieren lassen, dabei aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird. Mit dem Apfelsaft ablöschen und aufkochen lassen, dann die Äpfel und den Gelierzucker zugeben. Aufkochen, pürieren (wenn man mag) und die Konfitüre mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Evtl. eine Gelierprobe machen. 


 

Topf vom Herd nehmen, Fleur de Sel zur Konfitüre geben und unterrühren. Konfitüre heiß randvoll in sterilisierte Gläser füllen, mit einem Schraubdeckel gut verschließen und vollständig auskühlen lassen.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Der pure Geschmack: Fior di Latte mit Sesamhippen und Portweinpflaumen

Jaaaa, ich weiß, ich gucke ab. Aber Uwe von highfoodality kocht einfach saugut - das kann ich, glaube ich, einzig und allein anhand seiner Rezepte schon beurteilen. Außerdem hat er hier ein geniales Buch vorgestellt, welches ich mir wenige Stunden nach der Lektüre seiner Rezension sofort gekauft habe. Wenn er es gut findet, dann muss da doch was dran sein.
Stimmt auffallend, wie ich meine, das Buch ist toll: Für die verschiedenen Crèmeeis-Sorten wird immer wieder das gleiche Grundrezept verwendet und dann mit klassischen bis total ausgefallenen Zutaten abgewandelt. Dazu witzige Texte, geniale, rockige Fotos, nützliche Infos rund um Eiscrème - da gibt es wirklich gar nichts zu meckern.
Beim nächsten Einkauf wanderten dann sofort Milch und Crème Double sowie frische Eier in den Einkaufskorb, für erste Testläufe. Ich fange gerne mit den einfachen, klassischen Sorten an, demnächst arbeite ich mich dann zu verrückteren Kreationen vor. Das Rezept für Fior di Latte hatte es mir gleich angetan, eine Eiscrème, die praktisch nur aus den Grundzutaten besteht, ohne Chi Chi. Wie praktisch, dass auch Uwe es schon ausprobiert, für gut befunden, und in Begleitung von Portweinpflaumen und Mandelhippen (hier) Gästen serviert hat.
Da es draußen derzeit richtig kalt ist, ist so ein weihnachtliches Dessert perfekt, wenn man für liebe Menschen kocht. Also hab ich abgeguckt. Ein bisschen abgewandelt habe ich allerdings sowohl das Eiscrème-Rezept aus dem Buch (weniger Zucker!), als auch Uwes Portwein-Pflaumen. Und die Hippen, die sind von mir, ein bisschen was kann ich ja dann schon selbst machen ;)

REZEPT für 4-6 Personen

Für das Fior di Latte:
250ml Milch
125ml Crème Double
2 Eigelb
70g Zucker
1 Prise Salz

Für die Sesamhippen:
70g Puderzucker
80g Mehl
2 Eiweiß
20g Butter
2 EL Sesam


Für die Portwein-Pflaumen:
650g Pflaumen
1/2 Sternanis
1/2 Zimtstange
1 Vanilleschote
50g Zucker
150ml Portwein
50ml Orangensaft



Für die Eismasse am Vortag Milch und Crème Double in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht. Eigelbe in einer Metallschüssel mit Salz und Zucker hell-cremig aufschlagen. Die heiße Milch unter konstantem Rühren dazugießen, die Masse zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze mit einem hitzbeständigen Spatel rühren, bis die Masse eindickt (etwa bei 79°C, nicht kochen lassen!). Abkühlen lassen, evtl. in einem kalten Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Dann über Nacht im Kühlschrank kühlen.
Ebenso kann man am Vortag die Pflaumen zubereiten: Pflaumen halbieren und entsteinen, dann achteln. Den Zucker in einem Topf in Orangensaft schmelzen, Portwein, Gewürze und Pflaumen hinzufügen. Bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Sauce dicker geworden ist. (Etwa 20 Minuten)

Am nächsten Tag das Eis in einer Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen, dann noch 2 Stunden im Tiefkühler nachfrieren.
Derweil die Hippen backen: Mehl, Zucker (gesiebt) Sesam und Salz vermischen, die beiden Eiweiß unterrühren, zum Schluss noch die zerlassene Butter zugeben und alles gut verrühren. Den Teig abdecken und mindestens eine Stunde in den Kühlschrankstellen. Anschließend millimeterdünne Kreise von etwa 10 cm Durchmesser auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und bei 180°C im Backofen in 8-10 Minuten fertig backen. Entnehmen und sofort über einem Nudelholz oder umgedrehten Tassen trocknen lassen.
Zum Servieren die Pflaumen nochmal erwärmen (nicht vergessen, die Vanillestange, die Zimtstange und den Sternanis rauszufischen) und mit Eis und Hippen servieren.

Samstag, 7. Dezember 2013

Zarte Nussplätzchen mit Mandarinengelee-Füllung

Waaaaas Plätzchen? Hier?
Ja, hier! Ich weiß, in den letzten Jahren habe ich mich aus dieser ganzen Weihnachtsbäckerei-Geschichte schön rausgehalten. Was dieses Jahr in mich gefahren ist, weiß ich auch nicht - plötzlich hatte ich Lust, auch mal Plätzchen zu machen. Aber nicht irgendwelche, nein. Diese. Als ich sie bei deliciousdays gesehen hatte, war es sofort um mich geschehen, weshalb ich nur wenige Tage später inmitten von Mehl, Nüsschen, Zucker und Mandarinensaft die Ärmel hochkrempelte und mich Hals über Kopf in die Plätzchenproduktion stürzte. Oooooooh, wie habe ich es bereut! Wenn es ums Backen geht, verschätze ich mich immer wieder: "Ich backe noch eben Plätzchen", verkündete ich, und verschwand in der Küche. Und wurde Stunden nicht mehr gesehen. Klar, die Sache mit dem Gelee kochen, Teig kühlen etc. hatte ich einkalkuliert, aber was den Zeitbedarf für das Ausstechen, Backen und anschließend Füllen angeht, lag ich doch sehr daneben.



 Leicht gestresst und auf alle Fälle bedient für dieses Jahr schleppte ich mich, nachdem ich auch noch das Chaos beseitigt hatte, auf die Couch, wo ich die ersten Plätzchen direkt selbst knabberte. Was soll ich sagen? Beim ersten Bissen war alles vergessen - diese Plätzchen schmecken klasse!

REZEPT für etwa 60 Plätzchen (4 Bleche)



Für den Teig:
175 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
100 g gemahlene Haselnüsse
20 g gemahlene Mandeln
85 g Puderzucker + mehr zum Bestäuben
etwas Salz
1/2 Vanilleschote
1 Eigelb
200 g kalte Butter in Stücken

Für die Füllung:
250 ml frisch gepresster Mandarinensaft (gesiebt)
125 g Gelierzucker 2:1




Zunächst den Mandarinensaft mit dem Gelierzucker aufkochen und 4 min sprudeln kochen lassen. Anschließend in ein Schraubglas füllen und auskühlen lassen. Die Menge würde auch für die doppelte Menge Plätzchen reichen - die Reste kommen seither auf mein Frühstücksbrötchen, super lecker!
Anschließend aus den restlichen Zutaten einen Teig kneten, dafür zunächst die Vanilleschote auskratzen und das Mark mit dem Eigelb verrühren. Mehl, Zucker und Nüsse mit etwas Salz mischen und die kalte Butter mit den Händen quasi in das Mehl reiben. Dann das Vanille-Eigelb-Gemisch hinzufügen, zu einem relativ glatten Teig kneten (klebt schon etwas) und in Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kalt stellen. Anschließend den Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen und den Teig in 4 Portionen teilen. Jeweils nur eine Portion etwa 3-4 mm dünn ausrollen und Sterne, Herzen oder eben das, was euch gefällt, ausstechen. Restlichen Teig im Kühlschrank lassen und auch die Teigreste vom Ausstechen wieder kalt stellen. Plätzchen in 7-9 min fertig backen, sie sollen nur an den Rändern bräunen und nicht zu dunkel werden. Abkühlen lassen, dann mit Gelee bestreichen und einen zweiten Keks als Deckel aufkleben.




Ich habe Nickys Rezept leicht abgeändert und empfehle euch dringend, die Butter wirklich sehr gut zu kühlen. Meine war etwas zu weich, weshalb ich mich mit dem Teig ein bisschen quälen musste.



Ach, da fällt mir ein: Das neue Foodblogger  Kochbuch von Braun ist da! Ich bin auch wieder dabei und freue mich tierisch :)
Leider sind bereits all meine Exemplare bereits als Weihnachtsgeschenke eingeplant (wie immer: pssssssst) - daher gibt es hier dieses Jahr keine Verlosung. Ich hoffe, ihr freut euch trotzdem für mich?
Euch allen wünsche ich jetzt jedenfalls ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 2. Advent!

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Knallrot: Peperonata Dolce. Aber psssssst....

Soooo, liebe Leserinnen und Leser, in 3 Wochen schon ist Weihnachten! Höchste Zeit, sich mal um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern, findet ihr nicht auch? Bei mir ist momentan einiges los, weshalb ich weder Zeit noch Lust habe, mich an den Wochenenden ins Getümmel zu stürzen und irgendwelche Geschenke zu kaufen. Für Lebensmittel allerdings muss ich sowieso einkaufen gehen, irgendwas muss der Mensch ja essen, und so koche und backe ich meine Geschenke mal wieder selbst. Abends, wenn ich mein Pensum abgearbeitet habe und dem schlechten Fernsehprogramm entfliehen möchte :)
Den Anfang macht dieses Jahr eine fruchtig süße Paprikamarmelade, die ganz toll zu Käse scheckt. Aber nicht verraten!
Gefunden habe ich das Rezept hier bei Simone von pimalbutter, vielen lieben Dank!






REZEPT für 6-7 Gläschen (200ml)

1,5 kg Paprika (gewaschen, entkernt, geputzt)
570 g brauner Zucker
2 rote Chilischoten (entkernt)
4 EL Wasser
1,5 gestrichene TL Salz

Paprika in Würfel schneiden und mit Wasser (muss nicht unbedingt sein), Zucker, Salz und fein gewürfelten Chilischoten in einem großen Topf zugedeckt weich köcheln lassen. Dann pürieren und wie Marmelade einkochen. In saubere und sterilisierte Gläser füllen, fest verschrauben und 5 min auf den Kopf stellen (weiß jemand, ob das tatsächlich nötig ist?). Dann wieder umdrehen und vollständig abkühlen lassen.


Das Ganze schmeckt wirklich wunderbar zu Käse, sowohl pur als auch als Unterlage auf dem Brötchen und macht sich, wie gesagt, toll als kleines Weihnachtsmitbringsel. Laut Simone hält es sich im ungeöffneten Glas etwa 2 Monate.

Samstag, 30. November 2013

Extravagant: Kürbiscrèmesuppe mit Apfel und Sternanis

Kürbis... Ich könnte mich ja im Herbst darin einlegen, gibt es doch soooo vieles, was man damit machen kann! Pürree, Suppe, Gnocchi, Risotto, Salat, einfach geröstete und/oder gratinierte Spalten, Rösti, Pastasauce, Pesto... aber mein Liebster mag ihn nicht. Sagte er. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich ihn meist vom Gegenteil überzeugen kann? So auch dieses Mal: Mit Kürbisrisotto mit Bergkäse konnte ich ihn rumkriegen. Waaaaaas, das hab ich euch auch schon erzählt? Na sowas!
Egal, viel wichtiger ist bzw. war für mich: Was tu' ich mit dem Resten? Normalerweise ist Risotto ja ein gutes Gericht, Reste zu verstecken - blöd also, dass ich den Kürbis dieses Mal extra dafür gekauft hatte. Auch immer eine gute Idee ist jedoch Suppe. Bei Uwe von highfoodality fand ich diese exklusive Variante, die mich schon länger gereizt hat. Na bitte - doch keine Reste, und mit so einer cremigen, fantastisch exklusiven und doch einfachen Suppe muss einfach jeder zufrieden sein!

REZEPT für 3 Personen

750 g Hokkaido-Kürbis
3 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln
1 kleinere Zwiebel
1 kleiner Apfel (Boskoop)
800 ml Gemüsebrühe
150 g Sahne
etwas Honig
Butter
1 kleiner Sternanis
1 Handvoll Mandeln, Walnüsse und Haselnüsse, grob gehackt und geröstet
Etwas saure Sahne
1-2 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer



Den Kürbis halbieren, entkernen und würfeln. Die Zwiebel und die Kartoffeln schälen und würfeln. Apfel waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und mit Schale würfeln.
Etwas Butter in einem großen Topf zerlassen. Dann die Kürbiswürfel mit den Kartoffeln, dem Apfel, der Zwiebel und dem Sternanis darin dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Honig unterrühren und aufkochen. Dann bei mittlerer Hitze 25 Minuten offen köcheln lassen, nach etwa 15 min die Sahne zugeben. Wenn der Kürbis und die Kartoffeln weich sind, den Sternanis entfernen und die Suppe fein pürieren, bei Bedarf mit Brühe verdünnen. Mit Salz, Pfeffer sowie etwas Essig abschmecken und mit gerösteten Nüssen und etwas saurer Sahne anrichten.


Was glaubt ihr? Hat es meinem Kürbisverächter geschmeckt? Mir jedenfalls schon - ein tolles Rezept, danke Uwe!
Ich wünsche euch einen schönen, entspannten Sonntag und einen gemütlichen 1.Advent!

Sonntag, 24. November 2013

Einfach herrlich: Knusper-Apfelkuchen oder Apfelkuchen mit Mandelhaube

Herbstzeit, Apfelzeit. Kürbiszeit. Pilzzeit. Soooooo viele tolle Sachen kann man derzeit essen - ein Traum! Na gut, einiges ist ja schon wieder vorbei, oder zumindest fast, aber ihr wisst, was ich meine? Apfelkuchen jedenfalls geht immer. Ich könnte mich reinsetzen. Für einen guten, gedeckten Apfelkuchen lasse ich im Café die größten Torten in der Theke stehen und widme mich genussvoll der knusprig-mürben Hülle, prall gefüllt mit fruchtig-süßen Äpfeln und Rosinen. Ja, ich mag Rosinen, sehr gerne sogar, und stehe dazu! Warum mag die eigentlich fast niemand? In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist die Zahl der Rosinenverächter wirklich hoch, wie mir scheint... Da bleibt mir meist nichts anderes übrig, als sie schweren Herzens wegzulassen. Dafür gibt es aber heute eine knusprige Mandelhaube - HA!

ZUTATEN für eine 26er Springform

Für den Teig:
250 g Mehl
60 g Zucker
125 g kalte Butter in Stücken
1 Ei
1 Prise Salz
1 EL Mirabellenkonfitüre zum Bestreichen

Für die Füllung:
1,2 kg Äpfel
40 g Rohrohrzucker
3 EL Zitronensaft

Für die Haube:
50 g Butter
75 g Zucker
1 EL Honig
3 EL Milch
100 g Mandelblättchen
Puderzucker zum Bestäuben



Aus den Zutaten für den Teig einen glatten Teig kneten, zu einer Kugel formen und in Folie gewickelt min. 30 min kalt stellen. Derweil Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker halb weich dünsten, abkühlen lassen. Für den Guss Butter und Zucker mit Honig und Milch in einer Pfanne erhitzen, etwa 5 min dicklich gelb einkochen, vom Herd nehmen und die Mandeln einrühren. Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
2/3 des Teigs ausrollen und eine gefettete Form damit auslegen, dabei einen Rand hochziehen. Boden mehrmals einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und 15 min blind backen. Dann herausnehmen, Papier und Hülsenfrüchte entfernen und etwa 1 EL Marmelade auf den Boden streichen. Äpfel darauf verteilen, den restlichen Teig auf Formgröße oder besser etwas größer rund ausrollen und als Deckel auf die Füllung legen, dabei den Rand andrücken. Die Mandelmasse darauf verteilen (Achtung, klebrige Fummelarbeit) und 30 min fertig backen, dabei aufpassen, dass die Mandeln nicht verbrennen.
Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form auf ein Gitter stellen. Wenn er etwas abgekühlt ist, vorsichtig mir einem Messer am Rand entlang fahren um den Teig von der Form zu lösen. Erst nach vollständigem Abkühlen aus der Form nehmen und anschneiden! Ach ja, und vorher noch mit Puderzucker bestäuben :)

Das Rezept hat mir eine liebe Kollegin mitgebracht, ich habe es ein klein wenig abgewandelt. Liebsten Dank, wirklich lecker...
Damit wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche!


Montag, 18. November 2013

Rumgekriegt: Kürbisrisotto mit Bergkäse

Risotto mag ich sooooooo gern - nicht nur, weil es so herrlich käsig-schlotzig einfach nur klasse schmeckt, sondern auch, weil man so gut wie alles dafür verwenden kann. Kürbis, wie im folgenden Rezept (oder hier), im Herbst Pilze (wie hier), im Frühling Spargel (wie hier), oder gar Zitrone (hier). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - und wenn es Reste zu verwerten gilt: ab ins Risotto!
Außerdem liebt mein Herzallerliebster Risotto, sodass ich ihm mit dem folgenden Gericht sogar den (angeblich) ungeliebten Kürbis schmackhaft machen konnte... Yeah :)

REZEPT für 3 Personen als Hauptgericht

200 g Risottoreis
1 Zwiebel
450 g Kürbis
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
Gemüsebrühe (etwa 800 ml)
150 ml Weißwein
25 g Parmesan
25 g Bergkäse (alternativ 50 g von einer Käsesorte)
1 EL Butter
1 Handvoll Petersilie
Salz
Pfeffer


Zwiebel und Knoblauch abziehen und hacken, Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden.  Weißwein und Brühe erhitzen, Zwiebel in einem Topf im Öl glasig dünsten, dann Reis und Knoblauch zugeben und ebenfalls glasig anschwitzen. Mit Wein ablöschen, auf kleine Hitze schalten und Kürbiswürfel sowie Thymianblättchen hinzugeben. Immer wieder umrühren und Brühe nach und nach angießen, bis der Reis gar und noch leicht bissfest ist, Petersilienblättchen in der Zwischenzeit hacken. Geriebenen Käse, Petersilie und Butter unter den Reis mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei geschlossenem Deckel 2 min neben dem Herd stehen lassen. Nochmal umrühren, ggf. abschmecken und servieren.

Du magst kein Risotto? Wie wäre es dann mit Suppe? Dann hab ich demnächst ein leckeres Rezept für euch...

Montag, 11. November 2013

Extrawurst: Vanilleeis zum Strudel...

Er is(s)t ja wirklich pflegeleicht... Mein Liebster isst und trinkt fast alles, und wenn er überzeugt ist, dass ihm etwas nicht schmeckt, probiert er es trotzdem, wenn ich es zubereite. Ob aus Nettigkeit oder in der stillen Hoffnung, dass es ja vielleicht doch schmecken könnte, wenn man es nur richtig macht, kann ich nicht sagen - freuen tut es mich aber in jedem Fall! Und tatsächlich - des Öfteren schon konnten gewisse Lebensmittel/Gerichte von der roten Liste gestrichen werden. Das Zimtblüteneis, das ich für den Südtirol-Gedächtnis-Apfelstrudel gemacht hatte, leider nicht, weshalb dann doch eine Extrawurst fällig war...
Vanilleeis!




REZEPT für ca. 850 ml 
350 g Sahne
300 g Milch
2 Eier
1 Eigelb
100 g Vanillezucker
1 Vanilleschote


200 g Sahne, Milch, Zucker und ausgekratzte Vanilleschote und -mark aufkochen, dann zugedeckt etwa 30 min ziehen lassen. Eigelb und Eier in einem großen, flachen Topf verquirlen, heiße Milch-Sahne-Mischung in einem dünnen Strahl dazugießen und stetig rühren. Dann bei mittlerer/kleiner Hitze unter ständigem Rühren mit einem Silikonspatel auf etwa 78° erhitzen, bis die Masse deutlich andickt. Dann durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, in einem kalten Wasserbad kalt rühren und im Kühlschrank einige Stunden, besser über Nacht, gut durchkühlen lassen. 150 g Sahne steif schlagen, unterheben und alles in der Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen, in eine vorgekühlte Schüssel umfüllen, Eisoberfläche mit Frischhaltefolie bedecken, Schüssel schließen und min 2 Stunden im Tiefkühler nachgefrieren lassen.

Am Wochenende war ich übrigens im schönen Freiburg auf der Plaza Culinaria! Tolle Stadt, tolle Messe - wer nächsten November noch ein Wochenende frei hat, sollte unbedingt hinfahren...
Habt einen guten Start in die neue Woche!



Samstag, 2. November 2013

Letzte Ernte: Hähnchen-Tarte mit Estragon-Sauce

Hände hoch - wer von euch hat ein Kräuterbeet/eine Kräuterkiste draußen? Habt ihr da in den letzten Tagen mal reingeschaut? Ich schon: Oje! Da sieht es wüst aus! Die Petersilie scheint nach wie vor unverwüstlich, aber dem ohnehin diesen Sommer etwas schwächlichen Zitronenthymian und vor allem dem Estragon hat das miese Wetter schon arg zugesetzt. Höchste Zeit also, zu retten was zu retten ist und noch schnell etwas Leckeres mit den letzten Köstlichkeiten des Sommers zu zaubern - so wie diese Tarte hier...

REZEPT für eine 11x33er Form und eine 20er Form (4 Portionen)

1 Rolle Blätterteig (270 g)
450 g Hähnchenbrust
1 kleine-mittelgroße Zwiebel
1 üppiger Zweig Estragon
200 g Zuckerschoten
1/2 kleine Bio-Zitrone
150 g Sahne
1 EL+1TL Butterschmalz
50 g Parmaschinken
50 g Parmesan, frisch gerieben
2 EL Walnusskerne
1 EL Mandelkerne
2 EL trockener Weißwein (den man auch trinken würde!)
2 Eigelb
1 TL Speisestärke
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben



Zwiebel abziehen und fein hacken, Hähnchenbrust abbrausen und trocken tupfen, Zuckerschoten waschen und abtropfen lassen und die Bio-Zitrone heiß abwaschen. 1 TL Butterschmalz in einem Topf erhitzen, die Hälfte der Zwiebelwürfel darin anschwitzen, Sahne angießen und Estragon hinzufügen. Erhitzen, aber nicht kochen und zum Ziehen beiseite stellen. Restliches Schmalz in einer Pfane erhitzen und die Hähnchenbrust bei mittlerer bis starker Hitze darin von beiden Seiten kurz braten (sie sollte nicht gar sein, aber außen schon Farbe angenommen haben. Salzen, pfeffern und herausnehmen. Im Bratfett bei kleiner Hitze die Zuckerschoten und die Zwiebelwürfel kurz dünsten, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Zitronenschale abreiben und die Filets aus den Häutchen schneiden (Achtung, wir brauchen nur die HALBE Zitrone!). Schale und Filets unter die Zuckerschoten mischen.
Tarte-Formen kalt ausspülen und mit dem Blätterteig auslegen (evtl ein wenig größer ausrollen oder ziehen, damit es passt), dabei einen Rand hochziehen. Kalt stellen und den Ofen auf 220° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Eigelbe mit Wein und Stärke verquirlen, den Estragon aus der Sahne nehmen und diese in einem dünnen Strahl unter Rühren zur Eigelbmischung gießen. Zurück in den Topf gießen und bei kleiner bis mittlerer Hitze rühren, bis die Sauce dicklich wird. Die Hälfte des Parmesans einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Teigböden mit einer Gabel mehrmals einstechen und das Hähnchen in schmale Scheiben schneiden. Hähnchen, Zuckerschoten-Mischung und klein gerupften Schinken auf dem Teig verteilen. Nüsse hacken und darüber streuen, dann die Sauce auf den Belag träufeln. Mit dem restlichen Käse bestreuen und in etwa 20 min goldbraun backen. Mit Estragon garniert servieren.

 

Das Rezept stammt aus der Lust auf Genuss 10/2013, ich hab es bloß ein wenig an meine Vorräte angepasst
Schöner ist natürlich auch, entweder 4 gleich große kleinere Formen (die Zeitschrift schlägt Durchmesser 12-15cm vor) oder 2 rechteckige zu nehmen. Das Auge isst ja mit ;)

Ein schönes Wochenende euch allen!

Samstag, 26. Oktober 2013

Angelacht: Französische Apfeltarte

Ihr sucht noch einen Kuchen für morgen? Weil ein Sonntag ohne Kuchen irgendwie kein richtiger Sonntag ist? So ging es mir neulich auch. Äpfel sollten drin sein, soviel stand fest. Hier bei Christina von newkitchontheblog wurde ich fündig. Diesen Kuchen hatte ich schon mehrmals gebacken, und für super lecker befunden, somit war die Sache klar: Der und kein anderer sollte es mal wieder sein. Er hat mich einfach angelacht, wie schon so oft.
Dieses Mal habe ich das Rezept allerdings ganz leicht abgewandelt und statt Marmelade mein selbstgemachtes Holunderblütengelee verwendet - sehr lecker! Unbedingt ausprobieren!

Und was backe ich für morgen? Irgendjemand Ideen?

REZEPT für eine 26er Springform

Für den Teig:
200g Mehl
100g Butter
50g Zucker
eine Prise Salz
1 Eigelb
2 EL kaltes Wasser

Für den Belag:
4 säuerliche Äpfel (ca. 800 g)
200g Crème Fraîche
50g Puderzucker
2 Eier
2 EL Zitronensaft
2 EL Pinienkerne
außerdem:
Butter für die Form
Puderzucker zum Bestäuben

Die Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten, die Form einfetten und den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Dann in die Form legen und dabei einen Rand formen, kalt stellen. Derweil den Ofen auf 200°C vorheizen. Puderzucker über die Eier sieben und mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen, Crème Fraîche und Zitronensaft unterheben. Den Teig mit Backpapier belegen und Hülsenfrüchte darauf verteilen, 15-20 min blindbacken. Derweil die Äpfel schälen, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Dann etwa die Hälfte der Crème auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen, die Äpfel fächerförmig oder wild durcheinander (so machen es Faule wie ich ;)) darauf verteilen. Die restliche Crème darüber gießen. Die Form ganz leicht hin und her schütteln, um die Crème zu verteilen und im Ofen nochmal 20 min backen.
In einem kleinen Töpfchen Gelee erhitzen und vorsichtig über die Äpfel und die Crème pinseln. Die Pinienkerne darüber streuen und alles leicht mit Puderzucker bestäuben. Anschließend in 15 min fertig backen. Tarte auskühlen lassen und zum Anrichten noch einmal mit Puderzucker bestäuben.

Habt ein schönes Wochenende!

Sonntag, 20. Oktober 2013

Fast blütenweiß: Zimtblüteneis

Als wir aus dem schönen Südtirol wieder heimgekehrt waren, wo ich vor der Berghütte sitzend mit unglaublichem Ausblick hausgemachten Apfelstrudel genießen konnte, war mir auch zu Hause nach einem schönen Stück Apfelstrudel. Am liebsten mit Eis! Ich liebe es, lauwarme Strudelstücken mit ein bisschen kaltem Eis im Mund zergehen zu lassen! Dieses Zusammenspiel aus warm und kalt, dazu die Aromen der Äpfel, der knusprige Teig, die zarte Vanillenote... Hmmmm...
Moment, sagte ich gerade Vanille? Hoppla...Vanilleeis/Vanillesauce ist zwar der Klassiker zum Strudel, aber mir war irgendwie nach experimentieren. Zudem mag mein Liebster Zimt nicht so gerne, weshalb ich ihn ausnahmsweise nicht in die Apfelfüllung gegeben habe. Ich allerdings mag Zimt zu Äpfeln sehr, sehr, sehr gerne! Was also tun? Simone von Pi mal Butter hat ein schönes Rezept für Zimtblüteneis - perfekt! Bei ihr gab es dazu Crèpe Suzette, ich habe es mir kurzerhand für meinen Strudel geliehen und nur ein klitzekleines bisschen abgeändert...

REZEPT für ca. 850 ml 
300 g Sahne
300 g Milch
4 g Eigelb
80 g Zucker
15 g Vanillezucker
18 Zimblüten, im Mörser grob zerstoßen



Sahne, Milch, Zucker und Zimtblüten aufkochen, dann zugedeckt etwa 30 min ziehen lassen. Eigelb in einem großen, flachen Topf verquirlen, heiße Milch-Sahne-Mischung in einem dünnen Strahl dazugießen und stetig rühren. Dann bei mittlerer/kleiner Hitze unter ständigem Rühren mit einem Silikonspatel auf etwa 78° erhitzen, bis die Masse deutlich andickt. Dann durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, in einem kalten Wasserbad kalt rühren und im Kühlschrank einige Stunden, besser über Nacht, gut durchkühlen lassen. Dann in der Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen, in eine vorgekühlte Schüssel umfüllen, Eisoberfläche mit Frischhaltefolie bedecken, Schüssel schließen und min 2 Stunden im Tiefkühler nachgefrieren lassen.


Es hat wirklich ganz wunderbar zum Apfelstrudel gepasst. Seit kurzem bin ich ein richtiger Zimtblüten-Fan, das Aroma ist irgendwie zarter und nicht so scharf wie das der Zimtrinde...
Übringens: Mein Liebster, der bekam Vanilleeis (die hintere Kugel). Auch selbstgemacht...

Habt einen schönen Sonntag!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Ganz fix: Karottensuppe mit Kokosmilch und Filostangen mit Blumenkohlcurry-Füllung

Kennt ihr das, wenn ihr so gaaaaar keine Lust habt, zu reden? Bzw. zu schreiben? Heute geht es mir so, daher fasse ich mich hier mal kurz und schwinge keinen großen Reden, verrate euch aber trotzdem dieses Rezept, das schon eine Weile bei meinen Entwürfen herumdümpelt...
Passt zum Wetter, oder?

REZEPT für  5 Personen

Für die Suppe:
500 g Karotten
800 ml Gemüsebrühe (evtl. mehr)
200 ml Kokosmilch
1 Zwiebel
2 kleine Knoblauchzehen
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 EL Olivenöl
Schale von 1/2 Bio-Zitrone
Zitronensaft
2-3 TL Currypulver (alternativ Currypaste, dann aber evtl. weniger)
1 TL gemahlener Koriander
etwas Cayenne-Pfeffer
Meersalz und Pfeffer, frisch gemahlen

Für den Schaum:
100 ml Milch
1 TL Kreuzkümmelsamen

Für die Filostangen:
5 Blätter Filoteig
400 g Rinderhack
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g Blumenkohl (geputzt gewogen)
1-2 TL Currypulver
etwas Muskatnuss, frisch gerieben
2 EL saure Sahne
Kreuzkümmel (geröstete und gemörserte Samen, siehe unten)
1/2 TL gemahlener Koriander
Meersalz und Pfeffer, frisch gemahlen
3 EL Butter
1 EL Olivenöl
1 EL Walnusskerne

außerdem:
200 g Joghurt
Schale von 1/2 Bio-Zitrone


Den Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser 2 min blanchieren. Abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden.
Zwiebeln und Knoblauchzehen abziehen und fein hacken, den Ingwer schälen und fein reiben. Karotten schälen und in Scheiben schneiden, Gemüsebrühe erhitzen. Die Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, anschließend in einem Mörser fein zerstoßen.
Den Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
1 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. 1 gehackte Zwiebel darin anschwitzen, dann die Möhrenscheiben, den Ingwer und die gehackten Knoblauchzehen hinzufügen und kurz mit anschwitzen. Dann das Currypulver darüber stäuben und mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Möhren weich kochen, in der Zwischenzeit das Hackfleisch in 1 EL Öl krümelig braten, dann die gehackte Zwiebel sowie Knoblauch und Blumenkohl dazugeben und mitbraten. Mit Currypulver, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken, Walnüsse hacken und zusammen mit der sauren Sahne unterrühren. Butter in einer Pfanne zerlassen und die Filoblätter damit einpinseln. Jeweils 1 /5 der Füllung an den Rand eines Blattes geben, dabei oben und unten sowie an der Seite 2 cm frei lassen. Enden darüber schlagen und der Länge nach einrollen, sodass 5 Stangen entstehen. Diese mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit der übrigen Butter bepinseln, dann im Ofen 15 min backen.
In der Zwischenzeit die Suppe pürieren, Kokosmilch und Zitronenschale einrühren und gegebenenfalls mit etwas mehr Brühe oder Wasser verdünnen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Koriander, Cayenne-Pfeffer und evtl. mehr Curry abschmecken und nochmal erhitzen.
Joghurt mit Zitronenschale verrühren.
Für den Schaum 1 TL der gemörserten Kreuzkümmelsamen mit der Milch erhitzen, dann durch ein Sieb abgießen und mit einem Milchschäumer oder Pürierstab aufschäumen. Die Suppe auf Schalen, Tassen oder Gläser verteilen, den Schaum darauf geben, mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und dazu die Filostangen mit dem Joghurt-Dip auf einem Teller servieren.



Guten Appetit!

Freitag, 11. Oktober 2013

Runde Sache?: Kartoffelklöße mit Rucola-Gruyère-Schinkenfüllung und geschmolzenen Tomaten

Rund...ja, rund waren sie tatsächlich nach dem Formen, diese schmackhaften Klöße. Nach dem Kochen auch noch, obwohl sie beim Abtropfen ein kleines bisschen zusammen sackten. Dann waren sie oval. Nach dem Braten allerdings, da war es schließlich ganz vorbei mit "rund" - zahlreiche platte Stellen zierten die ehemals perfekt geformten Bälle. Ein Wort, das diese Form beschreiben könnte, fällt mir leider nicht ein.
Dabei wollte ich die Klöße doch so gern zum aktuellen Event bei Zorra einreichen. Da wird nämlich"Alles was rund ist" gesucht, und zwar von Wolfgang. So ein M....
Wisst ihr was? Ich mach's trotzdem, auch wenn die leckeren Kartoffelklöße ein wenig außer Form geraten sind - sie waren nämlich super lecker!

 
Blog-Event XCII - Alles was rund ist (Einsendeschluss 15. Oktober 2013)REZEPT für 4 Portionen (12 Knödel)

für den Kloßteig:
1 kg mehligkochende Kartoffeln
3 Eigelb
Salz
Muskatnuss
100 g Kartoffelstärke

für die Füllung:
50 g Rucola
120 g Ricotta
100 g luftgetrockneter Schinken
50 g Le Gruyère
1 Schalotte


für die Tomaten:
450 g Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
etwas Vanillezucker
1 EL Balsamico-Essig
je 2 Stängel Petersilie und Thai-Basilikum

außerdem:
2-3 EL Butterschmalz
Salz
Pfeffer

Die Kartoffeln waschen und in der Schale in Salzwasser etwa 20-30 min weich kochen. Zwischenzeitlich Rucola waschen, putzen und trocken schleudern, Schalotte abziehen. Beides fein hacken, Schinken klein würfeln und alles mit Ricotta und fein geriebenem Käse vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen. Kartoffeln abgießen, wenn sie weich sind, abschrecken, noch heiß pellen und ausdampfen lassen. Dann 2 mal durch eine Presse drücken und mit Stärke, Eigelb und Butter zu einem Teig vermischen. Mit Salz und Muskat abschmecken. Den Teig in 12 Portionen teilen, rund formen und eine Vertiefung in jeden Kloß drücken. Etwa 1/2 - 1 EL Füllung in jede Vertiefung geben, den Kloßteig darüber verschließen und vorsichtig runde Klöße formen, mit feuchten Händen schön rund abrollen. In leicht siedendem Salzwasser etwa 6 min garen, dann herausheben und abtropfen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und mit den, evtl. halbierten, Kirschtomaten in Olivenöl bei mittlerer Hitze etwa 10 min braten, 1 EL Balsamico unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Vanillezucker abschmecken. Kräuter hacken, zwischenzeitlich die Klöße in Butterschmalz rundherum goldbraun anbraten. Kräuter unter die Tomaten rühren und zusammen mit den Klößen servieren.



Die Idee stammt aus der Lust auf Genuss (11/2012), ich habe aber wieder mal daran rumgebastelt.
Guten Appetit!

Montag, 7. Oktober 2013

Klassisch und gut: Schokoladeneis

Eis, Eis, Eis! Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel Spaß ich mit meiner Eismaschine habe! Am liebsten würde ich jeden Tag eine neue Sorte ausprobieren, aber irgendwer muss das schließlich auch alles essen  ;)
Wie dem auch sei - immer, wenn ich vorhabe, die Maschine mal wieder anzuwerfen, bin ich total hin und her gerissen zwischen den klassischen Sorten wir Vanille, Erdbeer, Schokolade, und ausgefallenen Creationen wie z.B. der Candied Bacon Ice Cream, die zum Beispiel Paule bereits getestet hat. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen beim Nachmachen ihrer Eiskreationen gemacht, auch bei ihr bin ich nämlich auf das Schokoladen-Marshmallow-Eis gestoßen. Da ich Marshmallows nicht leiden kann, das Eis aber so super aussah, hab bei ihr kurzerhand die Grundmasse für ein einfaches Schokoeis abgeschaut und ganz minimal modifiziert. Und was soll ich sagen - das Eis ist so lecker und cremig geworden, dass es jetzt ganz sicher mein Standard-Schokoladeneis wird...
Lieben Dank, Paule!

REZEPT für etwa 1 Liter Eiscreme

400 g Sahne
150 g Zartbitter-Kuvertüre
20 g Kakaopulver
130 Rohrohrzucker
1 Prise Salz
350 ml Milch
5 Eigelb

Die Sahne mit dem Kakaopulver unter Rühren aufkochen, kurz köcheln lassen, dann vom Herd ziehen und die zerkleinerte Kuvertüre einrühren. Wenn diese geschmolzen ist, alles in eine Schüssel umfüllen. Die Milch im gleichen Topf mit Zucker und Salz erhitzen (nicht zu heiß, sonst gerinnt das Ei ) und die Eigelbe in einer runden Metallschüssel aufschlagen. Die Zuckermilch einrühren und über dem Wasserbad auf etwa 78° erhitzen, dabei rühren, bis die Masse deutlich andickt. Das Ganze dann durch ein Sieb zur  Schokosahne gießen und gut verrühren, über einem Eisbad kalt schlagen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag in der Eismaschine etwa 30 min cremig gefrieren lassen und noch etwa 1-2 Stunden im Tiefkühler gefrieren lassen.



Samstag, 5. Oktober 2013

Vor der Hütte...: Apfelstrudel

Hach, unser Urlaub in Südtirol war soooooooo schön! Wart ihr schon mal selbst dort? Nein? Dann empfehle ich euch wärmstens, im nächsten Jahr mal ein paar Urlaubstage in dieser schönen Gegend zu verbringen! Wir haben auf einem gemütlichen Bauernhof übernachtet und immer sehr gut gefrühstückt - mit frisch gebrühtem Kaffee, Vinschgauern, Speck und einem "Gockele" von den hofeigenen Hühnern. Tagsüber wanderten wir durch die Berge, aßen Apfelstrudel vor Berghütten, machten einen Ausritt auf Haflingern... Und abends aßen wir dann entweder Hausmannskost wie Speck- oder Käseknödel mit brauner Butter und Gröstl mit frischen Pfifferlingen, oder aber wir fuhren kurzerhand hinunter nach Meran zu Pizza Tirolese, Pasta und Co. Herrlich! Mein persönliches Highlight war eine Führung durch die Weinberge und das Weinbaumuseum des Schloss Rametz, an das eine Weinverkostung angeschlossen war. Abgesehen von den vielen interessanten Infos rund um den Weinbau war es auch sehr amüsant, denn der nette Herr in der blauen Schürze, der uns herumführte, war ein richtiges Tiroler Original und hatte durchaus den ein oder anderen flotten Spruch auf den Lippen. Der Wein und der Speck, den wir dann probieren konnten, hat mich übrigens auch überzeugt.
Und dann war da noch dieses wenige Tage alte Kälbchen, das meine Hand für ein Milchfläschen hielt - soooooooo süß!
Ein ganz wunderbarer Urlaub - darum haben wir uns zur kulinarischen Erinnerung ganz viele tolle Sachen mitgebracht!
Neben kleinen Kaminwurzen, würzigem Tiroler Speck, Rotwein vom Schloss Rametz, Bergkäse vom Markt und knusprigem Schüttelbrot, durften auch gute 2 Kilo frische, knackige Südtiroler Äpfel mit nach Hause. Und was liegt näher, als das Hüttenfeeling auf unser Sofa zu holen und selbst einen Strudel zu backen?




REZEPT für 4 kleine Strudel

1 Packung Filoteig (250 g, 10 Blatt)
750 g Äpfel, säuerliche, geschält und entkernt gewogen
70 g brauner Rohrohrzucker
4 EL Zitronensaft
3 EL Rosinen
3 EL grob gehackte Pinienkerne, geröstet
etwas Rum
4 EL Semmelbrösel
ca. 100 g zerlassene Butter


Am Vortag nach Belieben die Rosinen in Rum einweichen. Tags darauf die Äpfel schälen, achteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft, Zucker, Pinienkernen und abgetropften Rosinen mischen und zugedeckt einige Zeit ziehen lassen.
Derweil den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in der geschlossenen Packung 10 min ruhen lassen. Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter zerlassen, 1 Blatt Filoteig auf ein Stück Backpapier legen und mit Butter bepinseln. Wieder eines darauf legen, einpinseln und weitermachen, bis 2 Stapel zu je 3 Blättern und 2 zu je 2 Blättern entstehen (Hinweis: Die Strudel mit 3 Blättern werden besser, also wenn jemand Filoteig-Packungen zu 12 Blättern findet, sagt er/sie mir bitte Bescheid :)). Auf jeden Stapel 1 EL Semmelbrösel streuen und 1/4 der Apfelfüllung auf eine Teighälfte geben, dabei gut 3 cm Rand lassen. Ränder einschlagen und mit Hilfe des Backpapiers zu 4 Strudeln rollen. Diese mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit Butter bepinseln. Im Ofen etwa 30 min goldbraun backen, warm mit Puderzucker bestäubt und zweierlei EIS (Rezepte hier und bald hier) oder Vanillesauce servieren.




Perfekt für dieses verregnete Wochenende, wie ich finde :)
Vielleicht, gaaaaanz vielleicht probiere ich irgendwann auch mal einen selbstgemachten Strudelteig aus. Bis es aber soweit ist, halte ich mich an den fertigen Filoteig, das geht einfach, schnell, und bringt Südtirol ohne großen Aufwand zu uns nach Hause...
Ein schönes Wochenende euch allen!

Dienstag, 1. Oktober 2013

Nachtrag: Lachsforellenspieße

Neulich gab es hier eine weiße Tomatensuppe - die dazu servierten Spieße und das Baguette kredenze ich euch heute Abend: Simpel, aber lecker und vor allem schnell gemacht...




REZEPT für 4 Portionen 
Für die Spieße:
500 g Lachsforellenfilet ohne Haut
2-3 EL Mehl, je nach Bedarf
1 Ei
6-8 EL Pankobrösel je nach Bedarf (alternativ anderes Paniermehl)
Saft einer halben Zitrone
Meersalz und Pfeffer, frisch gemahlen
2 EL Butterschmalz

Für das Baguette:
8 Scheiben Baguette
1/2 Kugel Büffelmozzarella
Zitronenthymian
Pfeffer




Für die Spieße das Ei verquirlen. Das Fischfilet kalt abspülen, trocken tupfen und in quadratische Stücke zu etwa 2-3 cm Kantenlänge schneiden. Diese mit Zitronensaft beträufeln, salzen und leicht pfeffern und die Hälfte der Würfel wie folgt panieren:
Zunächst in Mehl, dann in Ei und zum Schluss in den Pankobröseln wenden und auf einem Teller beiseite stellen.

Büffelmozzarella in Scheiben schneiden, auf den Baguettescheiben verteilen und mit Thymianblättchen bestreuen. Pfeffern und unter dem heißen Backofengrill gratinieren.

Die Fischwürfel im Butterschmalz bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten (je nach Dicke) rundherum anbraten, bis die panierten Stücke goldbraun sind, dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen und abwechseln panierte und nicht panierte Stücke auf Spieße stecken.

Spieße und Baguette zur weißen Tomatensuppe servieren.

Samstag, 28. September 2013

Für Juliane: Espresso-Eis mit Schokosplittern in der Mandelhippe

"C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Kaffee" komponierte einst Carl Gottlieb Hering. Ein gut gemeinter Rat, meine ich, denn sicherlich hat Kaffee neben seinen vielen guten Eigenschaften auch einige negative - doch davon fange ich jetzt lieber gar nicht an. Denn was wäre das bitte für ein Morgen, ganz ohne die heißgeliebte, duftende Tasse Kaffee? Ich bin sicher, mein Freund wäre der reinste Zombie, ohne seinen Morgenkaffee ist er ämlich kaum ansprechbar. So ein schlimmer Morgenmuffel bin ich zwar nicht, aber Kaffee gehört für mich zu einem vernünftigen Start in den Tag einfach dazu.
Kaffee ist jedoch mehr als nur ein Heißgetränk, lassen sich aus diesen hübschen kleinen Bohnen doch allerhand Köstlichkeiten zaubern! Kein Wunder, dass Juliane von Schöner Tag noch (ein Blog, den ich regelmäßig und sehr gerne lese) zur Zeit unsere besten Kaffee-Rezepte sucht. Ich habe bislang zwar nicht allzu viele Desserts, Kuchen oder auch herzhafte Gerichte mit Kaffee zubereitet, aber das sollte sich nun ändern - gemeinsam mit Melitta verlost Juliane hier nämlich einen Jahresvorrat an Kaffee und eine Vario Home Kaffeemühle!
Und da Juliane wie ich auch seit kurzem stolze Besitzerin einer "Cortina" Eismaschine ist, hab ich für sie Espresso-Eis hergestellt...



REZEPT

für ca 1,2 Liter Eiscreme:
350 g Milch
400 g Sahne
2 Eier
2 Eigelb (alternativ 5 Eigelb und kein Vollei)
130 g Rohrohrzucker
30 g Espressobohnen
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
50 g Bitterschokoladensplitter (min. 65% Kakao)



für etwa 15 Hippen:
80 g Mandelblättchen
60 g Puderzucker, gesiebt
25 g Vanillezucker
25 g Mehl, gesiebt
1 Prise Salz
2 Eiweiß
20 g Butter

Zunächst das Eis:
250 g Sahne, Milch, Zucker und ausgekratzte Vanilleschote und -mark aufkochen, grob zerstoßene Espresso-Bohnen hinzugeben und dann zugedeckt etwa 30 min ziehen lassen. Eigelbe und Eier in einem großen, flachen Topf verquirlen, heiße Milch-Sahne-Mischung zunächst durch ein Sieb in eine Schale, dann in einem dünnen Strahl zu den Eiern gießen und stetig rühren. Dann bei mittlerer/kleiner Hitze unter ständigem Rühren mit einem Silikonspatel auf etwa 78° erhitzen, bis die Masse deutlich andickt, durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, in einem kalten Wasserbad kalt rühren und im Kühlschrank einige Stunden, besser über Nacht, gut durchkühlen lassen. Am nächsten Tag dann 150 g Sahne steif schlagen, unterheben und alles in der Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen, dabei kurz vor Ende die Schokosplitter hinzugeben. Alternativ gehen auch 50 g geschmolzene Bitterschokolade, die kurz vor Ende der Rührzeit langsam in einem dünnen Strahl in die laufende Maschine gegeben werden sollten - so friert die Schokolade direkt auf der kalten Masse und splitter ganz von alleine. Eismasse dann in eine vorgekühlte Schüssel umfüllen, Eisoberfläche mit Frischhaltefolie bedecken, Schüssel schließen und min 2 Stunden im Tiefkühler nachgefrieren lassen.

Während das Eis gefriert, kann man die Hippen vorbereiten:
Butter zerlassen. Mehl, Mandelblättchen, Zucker und Salz vermischen, Eiweiß unterrühren und zum Schluss die geschmolzene Butter einrühren, etwa 1,5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Später den Backofen auf 180°C vorheizen. Ca. 12-15 walnussgroße Teighäufchen auf mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Die Häufchen zu dünnen TalernKreisen verstreichen, dann auf mittlerer Einschubleiste  8 - 10 Minuten hellbraun backen und aus dem Ofen nehmen. Hippen noch heiß vom Blech lösen auf einem Nudelholz oder umgedrehten Tassen abkühlen lassen.

Jeweils eine Hippe auf einen Teller setzen, mit Puderzucker bestäuben und eine Kugel Eis darauf setzen.


Hmmmm, so lecker! Meinem kaffeesüchtigen Schatz hat es ganz besonders gut geschmeckt - wer hätte das gedacht...
Ich wünsche euch allen einen tollen Samstagabend und einen schönen Sonntag! Genießt das schöne Wetter - am besten draußen mit einer letzten Kugel Eis in der Hand!

Dienstag, 24. September 2013

Für Schneewittchen : (Fast) weiße Tomatensuppe mit Kirschtomaten, frittiertem Thai-Basilikum und Lachsforellenspieß

Weiß wie Schnee - die Suppe (fast). Rot wie Blut - die Kirschtomaten. Schwarz wie Ebenholz... verbrannter Basilikum?  Lieber nicht.
Neulich habe ich mich an ein neues Projekt gewagt: Weiße Tomatensuppe. Ich gebe zu, ich hatte ein wenig Bammel vor diesem Experiment, doch die Suppe hat die gewünschte Farbe bekommen, der Basilikum ist nicht verbrannt und geschmacklich... alles super! Puh ;)
Weil es so lecker war, und weil gerade die Sonne die (noch) grünen Tomaten in Nachbars Garten so schön kitzelt, bekommt ihr das Rezept heute von mir als eines der letzten Sommer-Rezepte. Wer also auch noch ein paar Tomaten im Garten hat, sollte diese unglaublicherweise echt unkomplizierte Suppe unbedingt noch ausprobieren. Macht sich ganz toll als Vorspeise, wenn man Gäste hat!






REZEPT für 4 Portionen

Für die Suppe:
2 kg reife, aromatische Tomaten
1 EL Zucker
Meersalz
Pfeffer
6 Stängel Zitronenthymian
200 g Sahne
30 ml Weißwein (halbtrocken)
1 gehäufter EL Mehl
1 EL Butter
1 Zehe frischer Knoblauch
1 kleine Schalotte




außerdem:
12 kleine Kirschtomaten
1 EL Butter
neutrales Öl zum Frittieren
12 Blättchen Thai-Basilikum (alternativ normales Basilikum)


Zunächst für die Suppe die Tomaten waschen, rundum mehrmals mit einer Gabel einstechen und zusammen mit dem Zucker und dem Zitronenthymian in einen großen Topf geben, salzen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 45 min schmoren, anschließend durch ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb abgießen, den klaren Tomatensaft auffangen und die Tomatenreste leicht ausdrücken (nicht zu sehr, sonst landet rote Farbe mit im Sud). Tomatenreste entsorgen, den Sud beiseite stellen.
Während die Tomaten schmoren:
Basilikumblättchen waschen, trocken tupfen, Kirschtomaten waschen, abtrocknen und Zwiebel sowie Knoblauch abziehen und sehr fein hacken. In einen kleinen Topf etwa 1/2 cm hoch Öl gießen und auf etwa 160 Grad erhitzen. Basilikumblättchen darin einige Minuten knusprig frittieren (sie sollten dunkelgrün sein) und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Dann in einem Topf 1 EL Butter schmelzen, Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen, das Mehl darüber stäuben und ebenfalls kurz anschwitzen. Weißwein und ein wenig Tomatensud hinzufügen und mit einem Schneebesen gut verrühren. Nach und nach den restlichen Sud und die Sahne unter Rühren hinzufügen und aufkochen lassen, derweil 1 EL Butter in einer weiteren, kleinen Pfanne erhitzen.
In der Butter die Kirschtomaten einige Minuten braten. Jetzt kommt der Stabmixer zum Einsatz: Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Stabmixer schaumig pürieren und dann auf 4 Teller oder Schalen verteilen, jeweils 3 Kirschtomaten und 3 frittierte Basilikumblätter darauf geben und servieren.


Dazu passen geröstetes/überbackenes Baguette und Lachsforellenspieße, die Rezepte folgen.
Eins steht fest: Die sieben Zwerge hätten Schneewittchen nach diesem Mahl nie mehr gehen lassen ;)