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Montag, 9. April 2012

Und ich kann's doch... Himbeertorte!

Nach dem Torten-Desaster im November letzten Jahres hatte ich mir geschworen, nie nie niemals wieder eine Torte zu backen. Das wollte ich beispielsweise meiner besten Freundin überlassen, die (scheinbar!) mühelos die schönsten Torten überhaupt zaubert. Meine Pläne wurden wieder einmal durchkreuzt - das Übel kam in Form einer Zeitschrift:
Um noch einige Minuten Wartezeit am Bahnhof totzuschlagen, schlenderte ich durch den Kiosk. Wie immer kam ich an der Abteilung "Kochen und Backen" vorbei. "Nur mal schauen", dachte ich mir, ich kaufe ja doch nichts.
PAH! Da stand sie, hübsch in rosa und einfach unwiderstehlich: Die neue "Sweet Dreams".
"Na ja, durchblättern kann ich sie ja mal..." Und es war um mich geschehen. Voller leckerer Ideen für Kuchen, Torten und sonstige Sünden in der Frühlingsfarbe Rosa kam sie daher, die Hauptdarsteller in den Rezepten Erdbeer, Himbeer, Rhabarber und Kirschen.
Muss ich noch erwähnen, dass ich sie gekauft habe?
Zu Ostern habe ich dann spontan beschlossen, eine Himbeertorte daraus nachzubacken, allerdings habe ich statt hellem Biskuit und Mürbeteig lieber einen schokoladigen gemacht, das passt so schön...

Rezept für 1 Torte (ca. 14 Stücke)

Für den Mürbeteig-Boden:

125 g Mehl
50 g Zucker
75 g kalte Butter
3 TL Kakaopulver
1 Msp. Backpulver
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Aus allen Zutaten rasch einen glatten Mürbeteig kneten, in Folie wickeln und 30 min kalt stellen. Dann rund ausrollen, in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 15 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Schokobiskuit:

4 Eier
4 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
80 g Mehl
40 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver

Die Eier trennen, Eiweiß mit kaltem Wasser und Salz steif schlagen, den Zucker langsam einrieseln lassen. Die Eigelbe verquirlen und mit einem Schneebesen unterheben. Mehl mit Backpulver, Speisestärke und Kakao mischen, darüber sieben und ebenfalls unterheben. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben (Rand nicht fetten!) und im vorgeheizten Ofen bei 185 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 20 min backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung:

650 g Himbeeren (TK)
7 Blatt Gelatine
150 g Zucker
3 EL Zitronensaft
600 g Schlagsahne
150 g Himbeermarmelade
2 Päckchen Tortenguss, rot (+ 4 EL Zucker)

Beeren auftauen lassen. Die Gelatine einweichen, 250 g der Beeren mit dem Zucker und dem Zitronensaft pürieren und durch ein Sieb streichen. In einem kleinen Topf ca. 3 EL Püree erwärmen, die Gelatine ausdrücken und darin auflösen, das Ganze in das übrige Püree rühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben, sobald das Püree anfängt zu gelieren.
Die Marmelade durch ein Sieb streichen (schlaue Menschen halten sich ans Originalrezept und nehmen Gelee, aber ich mag's nicht) und auf dem Mürbeteig verteilen. Den Biskuit halbieren, eine Hälfte darauf legen, mit einem Tortenring umschließen. Die Hälfte der Creme darauf verteilen, den zweiten Boden darauf legen und die restliche Creme darauf glatt streichen. Etwa 4 Stunden kühlen, dann die Himbeeren darauf verteilen, Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten und darüber gießen (ich fand 2 Päckchen zu viel, allerdings könnte 1 ein bisschen wenig sein). Bis zum Servieren kühlen.

 

Die gabs zu Ostern dann bei Oma (wie man an dem Geschirr unschwer erkennen kann ;) ). Lecker!

1 Kommentar:

  1. Die Torte sieht köstlich und ganz meisterhaft aus. Da kann ich mir ein Tortendesaster wirklich kaum vorstellen.

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