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Montag, 30. April 2012

Ein Grund zum Heimfahren: Gegrillte Dorade

"Wann kommst du denn am Wochenende heim?" - Diese Frage höre ich öfter. Oft will meine Mama damit einfach nur informiert sein, manchmal sind aber auch Hintergedanken damit verbunden:
"Samstag? - Super, dann kannst du dich um den Hund kümmern, wenn ich sauber mache!" oder
"Freitagabend schon? - Klasse, dann fährst du am Samstagmorgen einkaufen!" usw...
Oft geht es aber auch einfach nur um die Essenplanung, wie zum Beispiel letzte Woche:
"Wann kommst du? Wir grillen Sonntagabend, bist du dann da?" - WAS FÜR EINE FRAGE!!! Wenn der Freund meiner Mama Doraden grillt, darf ich doch nicht fehlen!



Sein Rezept für 6 Personen

6 Doraden, küchenfertig ausgenommen
einige Stiele Petersilie
einige Zweige Zitronenthymian
Butter
Sambal Oelek
Knoblauch
Salz



Die Doraden waschen und trockentupfen. Auf beiden Seiten nicht zu tief schräg einschneiden. Den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden, Butter in Stücke schneiden. Jede Dorade innen und außen mit Sambal Oelek einreiben, mit je 2 Stückchen Butter, einigen Zweigen Zitronenthymian, etwas Petersilie und einigen Scheibchen Knoblauch füllen und außen salzen. In Fischgriller packen und am besten den Freund der Mutter an den selbstgemauerten Grill stellen, der macht das dann schon...



Das fand nicht nur ich super lecker gestern, sondern auch die lieben Nachbarn! Und ein schöner Abend war es auch :)
Den Nachtisch verrate ich euch aber ein andermal...

Samstag, 28. April 2012

ESSEN! - Schweinefilet mit Bärlauchfüllung und Brezelknödel an Weißweinsößchen

Nein, ich habe weder einen neuen Tisch noch neue Teller: Gestern Abend war ich bei meiner liebsten Freundin zum Kochen. Zu dritt haben wir fleißig in der Küche gewuselt: ihr Freund, sie und ich... Da blieb mir zwischendrin natürlich immer ein bisschen Zeit, laut über meinen neuen Post nachzudenken, unter anderem natürlich, welchen Titel ich ihm gebe.
Meine Freundin hatte die wohl einfachste, aber passendste Idee...
Also Maus, hier, heute, nur für dich, unser ESSEN!

Rezept für 3 Personen

Für die Knödel (Es bleiben welche übrig!):

5 altbackene Laugenbrezeln (à etwa 95 g)
1 Handvoll gehackter Bärlauch
1 kleine gehackte Zwiebel
ca. 300 ml Milch
3 Eier
Semmelbrösel
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
etwas Butter

Für das Schweinefilet:

600 g Schweinefilet
etwa 80 g Bärlauch
ca. 80 g Frischkäse
1 Packung Frühstücksspeck
Öl

Für die Soße:

300 g Sahne
100 ml Weißwein
1 gehackte Zwiebel
1 gehackte Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer



Für die Knödel die Brezeln in kleine Stücke schneiden und in eine große Schüssel geben. Milch und Eier verquirlen, kräftig mizt Salz, Pfeffer und Muskat würzen und über die Brösel geben (vll nicht alles, könnte zu viel sein!). Die Zwiebel in einer Pfanne anbraten, abkühlen lassen und ebenfalls dazu geben. Alles gut vermengen und soviel Brösel dazugeben, dass ein fester, gut formbarer Teig entsteht. Mit angefeuchteten Händel kleine Knödel daraus formen und beiseite stellen.
Für das Fleisch den Bärlauch hacken, mit Frischkäse verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Filet abbrausen, trocken tupfen und eine Tasche hinenschneiden. Bärlauchcreme hineinfüllen, verschließen und mit Zahnstochern zusammenstecken. Das ganze fest mit Bacon umwickeln, leicht salzen und kräftig pfeffern und in heißem Öl rundherum scharf anbraten, dann etwa 10 min bei 150 ° im Ofen ziehen lassen, dann runter schalten und weitere 20 min auf 100 Grad ruhen lassen. Derweil die Zwiebel im Bratfett anbraten, Knoblauch dazugeben und mit Weißwein ablöschen. Einkochen lassen, Sahne angießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Die Knödel in leicht siedendem Salzwasser gar ziehen lassen, das dauert etwa 10 min. Das Filet von den Zahnstochern befreien, in 9 Scheiben schneiden und mit Knödeln und Soße servieren.



Lecker!
Wir haben die Arbeit aufgeteilt:
Meine Beste: Schnippeln, Füllung und Soße
Ihr Freund: Fleisch
Ich: Knödel
Daher auch teilweise sehr vage Angaben. Nachkochen lohnt sich aber trotzdem und einen schönen Abend hatten wir auch. Wie immer bei den beiden... Ihr seid die besten :) !

Mittwoch, 25. April 2012

Jetzt aber schnell: Spargelsalat mit Bärlauch

Eigentlich wollte ich mein heutiges Abendessen erst nächste Woche oder so bloggen. Es hat mir aber so gut geschmeckt, dass ich mich sofort nach dem letzten Bissen an den Laptop gesetzt habe.
Die Zeit drängt nämlich: Die Spargelsaison hat zwar erst begonnen, aber der Bärlauch verschwindet meist schon kurz nach seinem ersten Erscheinen von unseren Märkten. Also: Wem morgen nach einem leichten Abendessen ist, der sollte Spargel und Bärlauch beim Einkauf nicht vergessen!
Die schöne Idee dafür stammt von fotoefornelli, da gabs allerdings kein Rezept, also hab ich noch Parmesan und Pinienkerne hinzugefügt und mir mein eigenes gemacht...

Rezept für 1 Teller

450 g Spargel
einige Blätter Bärlauch
1 Handvoll gekochte Garnelen
5 EL Olivenöl
ca. 2-3 EL Zitronensaft
2 TL weißer Balsamico
Salz
Pfeffer
Zucker
1 EL Pinienkerne, geröstet
etwas frisch geriebener Parmesan



Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Schalen und Abschnitte in einen großen Topf mit Wasser geben, je 1 TL Zucker und Salz sowie etwas Zitronensaft hinzufügen, aufkochen und etwa 20 min köcheln lassen. Dann mit einer Schaumkelle herausheben und den Spargel im Sud ca. 15 min kochen (er sollte noch schön bissfest sein). Herausnehmen, abtropfen und abkühlen lassen. Bärlauchblätter abspülen, trocknen und hacken.
Öl, Essig, Saft sowie Salz und Pfeffer in ein Schraubglas geben, zudrehen und zu einem homogenen Dressing schütteln (klappt so super, dass ich mich echt ärgere, das nicht schon immer so gemacht zu haben!).
Spargel in Stücke schneiden, mit den Garnelen in einen tiefen Teller geben, das Dressing (ist ein wenig zu viel) darauf verteilen. Bärlauch, Pinienkerne und Parmesan darüber streuen und genießen.


Echt lecker, und hat mir sogar ganz ohne Brot ausgereicht. Ich könnte mir das Ganze auch lauwarm und mit gebratenen Garnelen gut vorstellen, das mach ich bestimmt auch nochmal! Oder halt, wenn man sie nicht mag, ohne Garnelen.


Sonntag, 22. April 2012

Es freut sich der Zahnarzt: Donauwelle

Kennt ihr das? Ihr freut euch an einem verregneten Sonntagnachmittag nach einem Spaziergang mit Hund inkl. Gratisdusche auf nichts mehr, als die wohlverdiente Tasse Kaffee und das Stückchen Donauwelle und schält euch voller Vorfreude aus den nassen Sachen... Endlich sitzt ihr, abgerubbelt und warm eingepackt auf der Couch, habt den ersten Schluck Kaffee schon getrunken und schiebt euch die erste Gabel Kuchen in den Mund, beißt zu, und... brecht euch fast einen Zahn ab, weil sich natürlich genau in eurem Stück ein Kirschkern versteckt hat!
Ich kenne das nur zu gut:
Wenn es Kuchen mit Kirschen gibt, dann kaue ich immer besonders vorsichtig, denn ich beiße IMMER auf einen Kern. Das hält mich allerdings nicht davon ab, heute nachmittag (hoffentlich trocken) diese Donauwelle zu essen, auch wenn das vermutlich gar nicht so schlecht wäre, denn damit gibt es ordentlich was auf die Hüften...

Rezept für 1 Blech

Für den Teig:
350 g Mehl
200 g Butter (weich)
200 g Zucker
1 P. Vanillezucker
2 EL Kakaopulver
5 EL Milch
3 TL Backpulver
5 Eier
2 Gläser Sauerkirschen

Für die Creme
1/2 l Milch
5 EL Zucker
1 P Vanille-Puddingpulver
200 g Butter (weich)

Für den Guss:
Zartbitterkuvertüre

 

Den Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kischen abtropfen lassen. Die weiche Butter mit dem Zucker cremig rühren, dann die Eier einzeln gut unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und darüber sieben, gut unterrühren, 3 EL Milch dazugeben und ebenfalls verrühren. Die Hälfte bis 2/3 des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen, das Kakaopulver über den restlichen Teig sieben und mit der restlich Milch gut unterrühren. Den dunklen Teig auf dem hellen verteilen, die Kirschen darauf verteilen und im Ofen etwa 35 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Für die Creme den Pudding nach Packungsanleitung (aber mit 5 EL Zucker) zubereiten und abkühlen lassen, dabei öfter umrühren, damit sich keine Haut bildet. Wenn der Boden abgekühlt ist, Butter cremig rühren und den Pudding dazugeben. Alles gut verrühren und auf dem Boden verteilen. Kalt stellen.
Wenn die Creme fest ist, die Kuvertüre schmelzen und darauf verteilen, schön glatt streichen und alles bis zum Verzehr kalt stellen.




Wie gesagt: Eine Kalorienbombe, aber hmmmmmmm...



Montag, 9. April 2012

Und ich kann's doch... Himbeertorte!

Nach dem Torten-Desaster im November letzten Jahres hatte ich mir geschworen, nie nie niemals wieder eine Torte zu backen. Das wollte ich beispielsweise meiner besten Freundin überlassen, die (scheinbar!) mühelos die schönsten Torten überhaupt zaubert. Meine Pläne wurden wieder einmal durchkreuzt - das Übel kam in Form einer Zeitschrift:
Um noch einige Minuten Wartezeit am Bahnhof totzuschlagen, schlenderte ich durch den Kiosk. Wie immer kam ich an der Abteilung "Kochen und Backen" vorbei. "Nur mal schauen", dachte ich mir, ich kaufe ja doch nichts.
PAH! Da stand sie, hübsch in rosa und einfach unwiderstehlich: Die neue "Sweet Dreams".
"Na ja, durchblättern kann ich sie ja mal..." Und es war um mich geschehen. Voller leckerer Ideen für Kuchen, Torten und sonstige Sünden in der Frühlingsfarbe Rosa kam sie daher, die Hauptdarsteller in den Rezepten Erdbeer, Himbeer, Rhabarber und Kirschen.
Muss ich noch erwähnen, dass ich sie gekauft habe?
Zu Ostern habe ich dann spontan beschlossen, eine Himbeertorte daraus nachzubacken, allerdings habe ich statt hellem Biskuit und Mürbeteig lieber einen schokoladigen gemacht, das passt so schön...

Rezept für 1 Torte (ca. 14 Stücke)

Für den Mürbeteig-Boden:

125 g Mehl
50 g Zucker
75 g kalte Butter
3 TL Kakaopulver
1 Msp. Backpulver
1 Eigelb
etwas kaltes Wasser

Aus allen Zutaten rasch einen glatten Mürbeteig kneten, in Folie wickeln und 30 min kalt stellen. Dann rund ausrollen, in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 15 min backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Schokobiskuit:

4 Eier
4 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
80 g Mehl
40 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver

Die Eier trennen, Eiweiß mit kaltem Wasser und Salz steif schlagen, den Zucker langsam einrieseln lassen. Die Eigelbe verquirlen und mit einem Schneebesen unterheben. Mehl mit Backpulver, Speisestärke und Kakao mischen, darüber sieben und ebenfalls unterheben. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben (Rand nicht fetten!) und im vorgeheizten Ofen bei 185 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 20 min backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung:

650 g Himbeeren (TK)
7 Blatt Gelatine
150 g Zucker
3 EL Zitronensaft
600 g Schlagsahne
150 g Himbeermarmelade
2 Päckchen Tortenguss, rot (+ 4 EL Zucker)

Beeren auftauen lassen. Die Gelatine einweichen, 250 g der Beeren mit dem Zucker und dem Zitronensaft pürieren und durch ein Sieb streichen. In einem kleinen Topf ca. 3 EL Püree erwärmen, die Gelatine ausdrücken und darin auflösen, das Ganze in das übrige Püree rühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben, sobald das Püree anfängt zu gelieren.
Die Marmelade durch ein Sieb streichen (schlaue Menschen halten sich ans Originalrezept und nehmen Gelee, aber ich mag's nicht) und auf dem Mürbeteig verteilen. Den Biskuit halbieren, eine Hälfte darauf legen, mit einem Tortenring umschließen. Die Hälfte der Creme darauf verteilen, den zweiten Boden darauf legen und die restliche Creme darauf glatt streichen. Etwa 4 Stunden kühlen, dann die Himbeeren darauf verteilen, Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten und darüber gießen (ich fand 2 Päckchen zu viel, allerdings könnte 1 ein bisschen wenig sein). Bis zum Servieren kühlen.

 

Die gabs zu Ostern dann bei Oma (wie man an dem Geschirr unschwer erkennen kann ;) ). Lecker!

Freitag, 6. April 2012

Not macht erfinderisch: Apfel-Nuss-Kuchen

Hier ist er nun, der Kuchen, den ihr schon beim Rundgang durch meine Küche entdeckt haben könntet:
Mein Apfel-Nuss-Kuchen, entstanden aus dem dringenden Bedürfnis zu backen, mit dem kleinen Problem, dass für keines der bewährten Rezepte alle Zutaten im Hause waren... Na da nehm ich doch alles, was ich finde und mache einfach mal! Schnell gings übrigens auch.

Rezept für eine Springform (26 cm)

200 g Mehl
200 g gemahlene Haselnüsse
250 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
abgeriebene Schale von 1 klitzekleinen Bio-Zitrone
1 EL Rum
1 EL Kürbiskernöl
4-5 kleine Äpfel



Den Backofen auf 180 ° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter und Zucker cremig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Haselnüsse, Zitronenschale, Rum und Öl hinzugeben und gut verrühren. In die gefettete Springform geben.
Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Oberseite einschneiden. Auf dem Teig verteilen und im Ofen 40 min backen, dann den Ofen ausschalten und noch 10 min im heißen Ofen stehen lassen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.


Macht sich bestimmt auch gut auf dem österlichen Kaffeetisch und macht zudem wenig Arbeit. Bei uns gibts ein etwas üppigeres Modell. Was genau, das verrate ich euch aber erst nach den Feiertagen... FROHE OSTERN!