Aber es hilft ja alles nichts, da muss ich durch, und schließlich dient das Ganze auch gewissermaßen einem guten Zweck.
Viel zu kurz kommt in diese Phasen leider oft der Spaß und auch das Kochen. Letzteres lasse ich mir -wenn ich schon nicht den ganzen Tag genießen kann- allerdings nicht nehmen, Pausen müssen ja auch sein und außerdem muss man ja "was Vernüftiges" essen. Nach 3 Wochen Fast Food würde ich bestimmt auch nicht soooooo gut aussehen ;)
Eine gute Lösung sind übrigens Schmorgerichte: Zutaten schnippeln, anbraten, Flüssigkeit angießen, Deckel drauf und... 2 Stunden lernen, bis das Essen fertig ist. Besser gehts eigentlich nicht, oder?
Die Rezeptidee für die gestrige Lernpause stammt von Christina von newkitchontheblog. Als ich das Gulasch mit Malzbier und Kümmel bei ihr entdeckt habe, wollte ich es sofort haben. Allerdings ohne Kümmel, den mag mein Mitesser nicht so, ich hab also ein kleines bisschen am Rezept verändert und den Kümmel durch etwas Knoblauch ersetzt, eine große Flasche Malzbier genommen sowie geräuchertes Paprikapulver verwendet...
Rezept für 2 Personen
500 g Rindergulasch
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 große Möhre
1 Stück Lauch, etwa 10 cm
2 EL Pflanzenöl
1 EL Tomatenmark
ca. 500 ml Malzbier (minus ein paar Schluck zum Probieren :) )
1 Lorbeerblatt
1 Prise Paprikapulver, geräuchert
1 TL Majoran
Salz, Pfeffer
150 ml Fleischbrühe
saure Sahne

Das Fleisch abbrausen, trocken tupfen, bei Bedarf die Würfel kleiner schneiden. Die Zwiebel, den Knoblauch und die Möhre schälen, den Lauch waschen, und alles klein würfeln.
1 EL Öl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin anbraten. Herausnehmen, salzen und pfeffern. 1 El Öl in den Topf geben und die Zwiebel darin anschwitzen, dann Möhre, Lauch und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Tomatenmark dazugeben und anrösten. Mit etwas Malzbier ablöschen und einkochen lassen. Dann das übrige Bier, Lorbeerblatt, Paprikapulver und Majoran dazugeben und aufkochen. Fleisch hinzugeben, die Brühe angießen, salzen und pfeffern, Deckel zu und bei kleiner Hitze zugedeckt etwa 2 Stunden schmoren lassen.
LERNEN!
Nach 2 Stunden nochmal in die Küche gehen (zwischendrin umrühren sollte jemand anders, sonst nutzt man das als Ausrede und rührt ständig) und schauen, ob das Fleisch auch schön zart ist. Die Soße bei Bedarf mit etwas Speisestärke binden, mit Spätzle und saurer Sahne servieren.
LERNEN!
Nach 2 Stunden nochmal in die Küche gehen (zwischendrin umrühren sollte jemand anders, sonst nutzt man das als Ausrede und rührt ständig) und schauen, ob das Fleisch auch schön zart ist. Die Soße bei Bedarf mit etwas Speisestärke binden, mit Spätzle und saurer Sahne servieren.

Das war wirklich oberlecker. Nicht zu süß an sich, aber, wie Christina auch schon schrieb, erst mit der sauren Sahne ein Knüller. Die rundet den Geschmack sowas von klasse ab! Mein neues Lieblings-Gulasch. Vielen lieben Dank, Christina, für dieses tolle Rezept!
So und jetzt... lern' ich ein bisschen.
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