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Montag, 24. Dezember 2012

Achtung, geheim: Risotto-Mischung mit Steinpilzen

Soooooo, heute kann ich euch endlich gefahrlos verraten, was mein liebes Schwesterherz von mir zu Weihnachten bekommt. Die liest nämlich ab und zu hier mit, ist aber jetzt schon in der Heimat und wird wohl vor heute abend nicht mehr auf meinem Blog rumstöbern. Zumindest hoffe ich das ;)
Die Gute möchte immer wieder von mir bekocht werden, was bisher leider nicht geklappt hat. Da das im neuen Jahr vermutlich weiterhin schwierig bleibt, gibt's für sie einfach ein Do-It-Yourself Menü... Damit kann sie selbst genauso kochen wie ich und ich brauche hinterher auch nicht abspülen :)



Rezept für 1 Päckchen (2 Portionen)

200 g Risotto-Reis 
10 g getrocknete Steinpilze, kleingeschnitten 
1 TL Kräuter der Provence
½ TL Kurkuma, gemahlen (für die Farbe)

Zutaten in ein Plastiktütchen oder ein Schraubglas füllen und gut verschließen. 
Folgende Anleitung hinzufügen (Grundrezept):


½ Zwiebel abziehen, hacken und in Olivenöl andünsten,
1 gehackte Knoblauchzehe hinzufügen und kurz andünsten.
Reis-Mischung hinzugeben, ebenfalls glasig anschwitzen und mit
100 ml heißem (!) Weißwein ablöschen. Nach Belieben noch einige frische Pilze (kleingeschnitten) hinzufügen.
Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren und 20 min köcheln lassen, dabei nach und nach immer etwas
heiße Gemüsebrühe hinzufügen (insgesamt etwa 500-600 ml) und unter Rühren verkochen lassen.  Der Reis sollte am Ende noch etwas bissfest sein.
50 g Parmesan fein reiben und mit 1 EL Butter zum Risotto geben. Vom Herd ziehen, bei geschlossenem Deckel noch 1-2 min stehen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, umrühren und servieren.


Praktisch: Die Mischung ist super schnell zusammengemischt und der Anhänger ganz fix gebastelt! Wer also alle Zutaten im Haus und das Geschenk für die Tante/Oma/Nachbarn... vergessen hat, steht so nicht mit leeren Händen da.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Heiligabend und ein frohes Weihnachtsfest mit euren Lieben!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Endspurt: Karamell-Likör

Der heilige Abend rückt näher (naaaa, schon aufgeregt?) und seit gestern bin ich fertig!!! Na gut, fast, ich muss noch das ein oder andere Teil muss ich noch nett einpacken, aber das mache ich morgen früh ganz in Ruhe. Aber alles andere ist erledigt, die Crème Brulée für morgen abend steht gerade im Ofen und gestern habe ich die letzten Geschenke produziert.
Karamell-Likör stand noch auf meiner Liste. Da dieser sich laut Rezept gekühlt etwa 4 Wochen hält, wollte ich ihn erst kurz vorm Fest herstellen, damit die Beschenkten ihn nicht sofort vernichten müssen.
Gestern war es dann soweit, und solltet ihr noch ein Mitbringsel für die Silvesterparty oder Ähnliches suchen, kann ich das hier nur empfehlen, super leicht gemacht! Man sollte sich allerdings noch etwas vornehmen, bügeln, putzen, backen, was auch immer, denn die Wartezeit zwischendurch beträgt ca. 3 Stunden...




Rezept für 5 Flaschen à 250 ml und einen Rest zum Probieren


2 Dosen gezuckerte Kondensmilch à 400 g 
750 ml brauner Rum 
1 Vanilleschote

Die verschlossenen Dosen in einen mit Wasser gefüllten Kochtopf stellen und das Wasser zum Kochen bringen und ca. 3 Stunden köcheln lassen. Die Dosen müssen die ganze Zeit von Wasser bedeckt sein. Dann etwas abkühlen lassen, damit man sich beim Öffnen nicht die Finger verbrennt und den karamellisierten Inhalt (das Zeug ist unheimlich zäh!) mit dem Rum und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote pürieren. In ausgekochte Glasflaschen füllen und verschließen.
Kühl gelagert hält sich das Ganze laut Rezept (aus der Lust auf Genuss 13/2012) etwa 4 Wochen.

(Entschuldigt das schreckliche Foto, da war wieder mal ÜBERHAUPT kein Licht und ich war gezwungen, mit Blitz zu fotografieren...)

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Die Fabrik läuft: Gebrannte Mandeln

Uuuuund weiter geht's mit der Geschenkeproduktion. Hierfür hat mir meine Kollegin wertvolle Tips gegeben, die ist nämlich quasi Mandel-Profi und hat schon öfter gebrannte Mandeln hergestellt. Ich hab mich an ihre Anleitung gehalten und die erste Ladung auch gleich an die Fachfrau zur Beurteilung verschenkt. Ihr Fazit (und das der anderen Kolleg/Innen): Optisch etwas zu dunkel (könnte auch am Zimt liegen, vermutlich sind sie aber kurz zu heiß geworden), geschmacklich voll bestanden :)

Für 2 Tütchen

190 g Zucker 

200 g Mandelkerne
1 TL Zimt
2 P Vanillezucker



Den Zucker mit Zimt und 100 ml Wasser aufkochen, die Mandeln hinzufügen und bei kleiner bis mittlerer Hitze weiterkochen, bis der Zucker wieder trocken ist. Rühren, bis der Zucker zu schmelzen beginnt und die Mandeln weißlich glänzen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, verteilen und abkühlen lassen.
Am besten eignet sich eine beschichtete große Pfanne, die sich mit warmem Wasser und Spülmittel auch leicht reinigen lässt (evtl. kurz erwärmen). Die Mandeln halten sich kühl und trocken gelagert etwa 2-4 Wochen. Bei mir allerdings nicht, weshalb ich die auch quasi "just-in-time" zum Verschenken zubereite... Das Risiko, sie sonst vorher selbst zu verputzen, ist mir doch zu groß ;)



Eingepackt hab ich sie in Zellophan-Beutelchen, zugeknotet und dann in ein Notenblatt (Weihnachtslied!) eingeschlagen.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Geschenke-Fabrik: Brownie-Backmischung mit Tonkabohne

Dieses Wochenende ist meine Weihnachtsgeschenkeproduktion endlich angelaufen!
Na ja, stimmt nicht ganz, letztes Wochenende hatte ich einen missglückten ersten Versuch mit "Apfel-Maronen-Mus". Habe mich ans Rezept gehalten, aber irgendwie war das Ergebnis so gar nicht nach meinen Vorstellungen. Das habe ich also ruck-zuck von meiner Bescherungsliste gestrichen und durch diese Brownie-Mischung ersetzt. Probegebacken hatte ich die schon vor 2 Wochen, vorsichtshalber. Hiermit kann also nichts mehr schief gehen ;)


Für 1 großes Einmachglas (etwa 700 ml)

100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
80-100 g brauner Zucker
100 g Mehl
50 g Kakao
100 g Mehl
2 TL Backpulver
2-3 Messerspitzen geriebene Tonkabohne
100 g Mehl 
100 g gehackte Walnüsse 
50 g gehackte Schokolade (65% Kakao)


Die Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in ein großes Schraubglas schichten, obere Schichten mit einem Löffel festdrücken, damit alles in das Glas passt. Die Schokolade extra in ein Beutelchen packen. Einen Anhänger mit folgender Backanleitung hinzufügen:
Backofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Inhalt aus dem Glas und dem Beutel in eine Rührschüssel geben, mit 3 Eiern, 100 g weicher Butter und 225 ml Milch verrühren und auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Im Ofen etwa 18-20 min backen.

 

Den Anhänger mit der Anleitung habe ich aus Packpapier und Stoff  gebastelt und das Etikett könnt ihr ganz einfach online mit dem JamLabelizer erstellen und ausdrucken. Die Idee für die Mischung stammt aus der aktuellen Lust auf Genuss (13/2012), aber wie immer hab ich sie ein wenig verändert...
Ich werde euch in der kommenden Woche dann verraten, was ich noch alles verschenke... 
Aber PSSSSSST!
Einen schönen 3. Advent euch allen!


Freitag, 14. Dezember 2012

Nachgekocht: Pfefferragout mit Selleriepürree

Heute gibt's ein Rezept ohne Bild.
"Waaaaaaaaaaaaaaaaas? Das geht aber nicht!"
Dachte ich auch. Ist auch nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Da war einfach KEIN Licht. Keins! Mitten am Tag!
Das - und die glatten Straßen - sind das Schlimmste an der Winterzeit, oder was meint ihr? Da trösten mich auch keine gebrannten Mandeln und kein Glühwein mehr...
Ihr müsst aber trotzdem nicht völlig ohne Bilder von diesem Gericht auskommen, denn Simone von pimalbutter hat mir die Anregung dazu geliefert. Sie hat dieses wunderbare Gericht bereits vor einiger Zeit gekocht und mit richtig schönen Fotos gebloggt, guckt mal! Kaum dort gesehen, schon war es um mich geschehen. Es hat zwar viel zu lange gedauert, bis ich Zeit gefunden habe, es nachzukochen, aber das Warten hat sich gelohnt :)

Rezept für 4 Portionen


1 kg Rindergulasch 
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe 
je ¼ TL Piment und Kreuzkümmel (frisch gemörsert) 
1,5 TL schwarze Pfefferkörner, grob zerstoßen 
1,5 EL eingelegte grüne Pfefferkörner 
400 ml Rotwein 
400 ml Rinderfond 
1/2 Zimtstange Salz 
1,5 EL Mehl Butterschmalz
1 große Knolle Sellerie 
3 große Kartoffeln 
Milch 
Butter 
geriebene Muskatblüte/geriebene Muskatnuss 
etwas Gemüsebrühe (instant)

Zwiebel abziehen und würfeln, Knoblauch abziehen und fein hacken. Gulasch eventuell kleiner schneiden, abbrausen und trocken tupfen. Die Zwiebel in einem großen Topf in Butterschmalz anbraten, bis sie bräunt, dann herausnehmen und das Fleisch im selben Topf scharf anbraten. Knoblauchzehe hinzufügen, kurz mitrösten, dann das Mehl, etwas Salz, die übrigen Gewürze und die Zimtstange hinzugeben , verrühren und mit Wein ablöschen. Auf die Hälfte reduzieren lassen, dann den Fond angießen und bei kleiner Hitze etwa 1,5 – 2 Stunden leise köcheln lassen.
Kurz vor Ende der Garzeit 1 kleine bis mittelgroße Knolle Sellerie sowie 3 mittlere Kartoffeln schälen und würfeln, in etwas Wasser mit Gemüsebrühe und Muskatblüte weich kochen. Abgießen, mit dem Pürierstab fein pürieren und 1 Stich Butter sowie soviel heiße Milch zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Ragout mit dem Selleriepüree und einem Glas Rotwein genießen.

Ich hab minimal an Simones Rezept gebastelt und statt Kartoffelstampf Selleriepürree gewählt. Vielen lieben Dank, Simone, für das tolle Rezept! Das gibt es auf jeden Fall nochmal!