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Montag, 29. August 2011

Frei Schnauze: Tandoori-Hackfleisch mit Fladenbrot und Joghurtsoße

Stellt euch folgendes Szenario vor:
Es ist Sonntagabend. Der durchschnittliche Student packt in der alten Heimat seine Sachen, um zurück in seine ersten eigenen vier Wände zu düsen. Der Zug kommt in einer halben Stunde, es wird also höchste Zeit. In letzter Minute, eine Eingebung: ESSEN!?
Der Kühlschrank in der Studentenbude ist leer, bis auf einige Pasten, Soßen und sonstige Basics. Was also tun? Schnell einen Streifzug durch die mütterliche Küche starten, einpacken, was eingepackt werden kann und ab an den Bahnhof. Und dann mal schauen, was man abends so daraus zaubern kann...

Rezept für 2-3 Personen

Für das Hack:
1EL Erdnussöl
500 g gemischtes Hackfleisch
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Tomate
1 Hand voll Mungobohnenkeime (aus dem Glas)
1 rote Peperoni
1-2 cm Ingwer
2 EL Tomatenmark
5 EL Sojasauce
2 EL Sherry
1-2 TL Fischsauce
2 EL Tandoori-Paste
Pfeffer, Curcuma, Koriander (gemahlen), Currypulver (rot)

Für die Joghurtsoße:
150 g Naturjoghurt
Saft von 1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Kräuter nach Beliebenen

Außerdem:
2 Fladenbrot
1 Hand voll Cashewkerne, gehackt und geröstet
evtl. 2 Blätter Kopfsalat






Zwiebel abziehen, vierteln und in Streifen schneiden. Die Peperoni putzen, entkernen und fein hacken. Knoblauch ebenfalls hacken, Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Tomate würfeln. Das Hackfleisch in Erdnussöl krümelig anbraten. Bevor es braun wird, die geschnippelten Zutaten dazugeben und mitbraten, bis das Hackfleisch schö braun wird. Dann das Tomatenmark dazugeben und kurz rösten. Mit Sherry ablöschen und die übrigen Soßen und Pasten hinzufügen. Mit Pfeffer, Koriander, Curcuma und Currypulver abschmecken.
In der Zwischenzeit schnell die Zutaten für die Soße zusammenrühren (ich habe übrigens TK "8 Kräuter" verwendet).
Das Hack auf tiefe Teller verteilen, einen Klecks Joghurtsoße daraufgeben, mit Cashewkernen bestreuen und mit dem Fladenbroten servieren.






Eigentlich wollte ich das Hackfleisch mit Salatblättern in die Fladenbrote füllen und mit Joghurtsoße und Cashewkernen servieren. Da diese allerdings etwas klein waren, habe ich das Hackfleisch in Tellern serviert und alles andere so dazu gereicht. Die Brote hab ich mir übrigens bei abgeguckt, und zwar bei newkitchontheblog. Das war definitiv eine gute Entscheidung! Die sind nämlich richtig lecker und wunderbar einfach zu machen. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht noch etwas Sesamöl zum Teig geben und die Fladen mit Sesam bestreuen.

Sonntag, 28. August 2011

Ein Abschied mit Wortfindungsstörung: Kuchen oder Strudel?

Gestern gab es was zu feiern: Ich war zum allerletzten Mal arbeiten! Ich habe nämlich genug geschafft und gehe in meine wohlverdiente Rente... Nein, Spaß bei Seite, eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Ich war nur das letzte Mal bei meinem Nebenjob, nachdem ich jetzt nämlich den ersten Abschluss (Bachelor-juhu!) geschafft habe, musste ich diesen tollen Job leider aufgeben. Und Nein, damit will ich mich bei niemandem einschleimen (wozu auch?), ich hatte tatsächlich die letzten 2,5 Jahre den tollsten Nebenjob, den ich mir vorstellen kann, liebe Kollegen und Kolleginnen und einfach immer eine schöne Zeit - und das auf der Arbeit. Da kann man sich natürlich nicht klammheimlich aus dem Staub machen. Deshalb habe ich mal wieder etwas gebacken...

Es gibt nur ein kleines Problem:
Jetzt sitze ich hier und weiß noch nicht einmal, was ich da eigentlich gezaubert habe.
Sieht aus, wie Apfelstrudel - ist aber nicht mit Strudelteig gemacht. Ein Kuchen ist es aber auch nicht, denn es sieht aus wie ein Strudel. Was nun?

Ich habe mich nach zahllosen schlaflosen Stunden für Folgendes entschieden:


STRUDELKUCHEN MIT ÄPFELN


Rezept für 2 Strudel (Kuchen?)

Teig:
400 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
4 EL brauner Zucker
200 g Butter (halbweich)
100 ml Milch
1 Prise Salz
2 Eigelb + 1 Eigelb zum Bepinseln

Füllung:
750 g säuerliche Äpfel
etwas Zitronensaft
1-2 EL Rum
2-3 EL Rosinen
3 EL brauner Zucker
1 TL Zimt
1 EL Speisestärke




Milch erwärmen, 1 EL Zucker und die Trockenhefe darin auflösen und ca. 10 min ruhen lassen. Den restlichen Zucker mit dem Mehl und dem Salz vermischen. Hefemischung zum Mehl geben, kurz verrühren und das ganze mit der Butter und den Eigelben zu einem nicht mehr klebrigen Teig verkneten, bei Bedarf mehr Mehl dazugeben (ich habe mit 300 g Mehl angefangen, aber meine Butter war wohl zu weich und die Eigelbe sehr groß, sodass ich einiges mehr gebraucht habe... Daher kann ich die 400 g Mehl nur schätzen, sorry!). An einem warmen Ort (das klingt immer so kuschelig finde ich) ca. 45 min gehen lassen.

Für die Füllung die Äpfel schälen, vierteln und quer in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft, braunem Zucker, Zimt, Rosinen, Rum und Speisestärke vermischen.

Den Backofen auf 170° (Umluft) vorheizen.
Den Teig halbieren und ein Stück zu einem Rechteck von ca. 25 x 35 cm ausrollen, die Ränder gerade drücken oder schneiden. Und dann gehts los: Jeweils die Hälfte der Fülle über die lange Seite als ungefähr 8 cm breiten Streifen in die Mitte des Teig-Rechtecks geben. Dann die seitlich verbliebenen Teigstreifen schräg bis zur Füllung einschneiden, sodass ca. 1,5-2 cm breite Streifen entstehen. Klingt das einigermaßen verständlich? Ich hoffe es, ich habe leider kein Bild davon gemacht, daher an dieser Stelle nochmals: Sorry!

Diese Streifen dann im Wechsel (d.h. einmal links zuerst, dann rechts zuerst) über die Füllung klappen (sie sollten sich im besten Fall in der Mitte etwas überlappen) und leicht andrücken. Den fertigen Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und Platz für Strudel Nr. 2 lassen. Den zweiten Strudel genauso anfertigen und daneben legen. 1 Eigelb mit 1 EL Milch verquirlen und die Strudel damit Bepinseln.

Im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen, dann abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Ein paar hilfreiche Anmerkungen:
1. Strudel Nr. 2 sieht schöner aus als Nr. 1
2. Beim Verfrachten auf das Blech herrscht akute Zerstörungs-Gefahr, es wäre vermutlich besser, den Teig direkt auf Backpapier auszurollen, dann lässt sich das ganze einfacher auf das Blech heben.
3. Schmeckt am besten lauwarm mit einer Kugel Vanilleeis.


Beim Durchlesen ist mir gerade aufgefallen, dass ich unbewusst einfach "Strudel" geschrieben habe. Also ist es ein Strudel. Oder doch nicht? Was meint ihr denn?

Ganz egal, eines ist sicher: Er schmeckt! Mir zumindest, und ich hoffe, meinen lieben (Ex-)Kollegen/-innen und euch auch...

Freitag, 19. August 2011

Resteverwertung: Auberginen-Röllchen

Neulich war ich, wie so oft, bei einer lieben Freundin zum Kochen. Im Gegensatz zu meinem Liebsten und mir, verstehen wir uns in der Küche immer blendend. Es läuft einfach: Wir stehen uns nicht im Weg herum, jeder macht seine Arbeit, probiert die des anderen, es wird abgeschmeckt, zwischendrin gespült und von fehlenden Küchen-Gadgets, für die uns (noch) das Kleingeld fehlt, geschwärmt. Dieses Mal sollte es jedenfalls Scholle mit Limetten-Salsa geben, da wir die Zutaten fast alle noch da hatten und ich ihr in höchsten Tönen von der leckeren Salsa vorgeschwärmt hatte.
Allerdings mussten auch noch einige andere Dinge dringend gegessen werden, schließlich will man ja nichts wegwerfen. Daher gabs davor noch diese Auberginen-Röllchen:

Zutaten für 2-3 Personen (Vorspeise):

1 Aubergine
1 EL Crème double
1/2 Becher Ricotta
50 g Katenschinken (gewürfelt)
Kräuter (z.B. Oregano, Thymian)
Salz, Pfeffer
geriebener Parmesan
Chiliöl, Knoblauchöl
1-2 Knoblauchzehe(n)
etwas Limettensaft

Aubergine längs in feine Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Salzen, pfeffern und mit Chili- sowie Knoblauch-Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 200° ca. 30 min backen. Kurz vor Ende der Backzeit mit Parmesan bestreuen.
In der Zwischenzeit den Speck knusprig braten. Ricotta, Crème double und einem Schuss Knoblauchöl vermischen. Limettensaft, Speck und Kräuter dazugeben, Knoblauchzehe(n) hineinpressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die abgekühlten Auberginen-Scheiben mit der Masse bestreichen, aufrollen und mit Zahnstochern feststecken. Nach Belieben mit einem fruchtigen Essig beträufeln (bei uns war es Cranberry-Balsam-Essig). Lecker!

Die Bilder sind leider noch in Arbeit, da ich sie nicht selbst gemacht habe, sondern meine Freundin. Da ich aber finde, dass es bei diesen Temperaturen definitiv Zeit für ein Antipasti-Rezept ist, wollte ich euch das nicht länger vorenthalten...

Samstag, 13. August 2011

So schmeckt der Sommer: Heilbutt und Kirschtomaten mit Limetten-Salsa

Freitagabend hatten wir beide keine Lust, irgendetwas zu unternehmen. Stattdessen sollte toll gekocht werden, mit Vorspeise, Hauptspeise und sogar Dessert. Nur was?
Ich hatte noch Feldslat sowie wunderhübsche Datteltomaten im Kühlschrank, daher fiel die Wahl auf einen leckeren Feldsalat mit einem Dressing aus roter Zwiebel, Öl und Heidelbeeressig. Leicht sollte das Hauptgericht sein, damit ja noch Platz für den Nachtisch bleibt. Deshalb haben wir uns für Fisch entschieden und dazu ein bisschen Knoblauchbrot gereicht.

Zutaten für 2 Portionen:

2 Heilbuttfilets à 200 g
400 g Kirschtomaten
2 Knoblauchzehen
7 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 kleine rote Chilischoten
1 Bio-Limette
2 EL Zucker
Basilikum

Knoblauchbrot:
1 großes Körnerbrötchen
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe




Backofen auf 160° (Umluft) vorheizen. Fisch kalt abbraußen und trocken tupfen. Tomaten waschen, Knoblauch andrücken. Beides mit 3 EL Öl mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Fisch in eine Auflaufform geben, die Tomaten und Knoblauch rundherum verteilen und ca. 15 min backen. Das Brötchen in Scheiben schneiden, mit Öl beträufeln, salzen und Pfeffern. Im Ofen mitbacken.
Für die Salsa die Zwiebel schälen und fein würfeln, Chilischoten putzen, Kerne entfernen und ebenso fein würfeln. Unsere waren so scharf, dass wir einen Teil davon doch nicht zur Salsa gegeben haben, aber das ist Geschmackssache... Limette heiß waschen, abtrocken und die Schale abreiben. Zwiebel, Chilis, Limettenschale und 2 EL Limettensaft mit dem restlichen Öl (4 EL) mischen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Fischfilets mit den Tomaten und etwas Garsud hübsch anrichten, Limettensalsa darüber träufeln (Reste evtl. in kleinen Schälchen dazu servieren) und mit Basilikum garnieren. Die krossen Brötchenscheiben aus dem Ofen nehmen, die Knoblauchzehe daran reiben und dazu servieren.





Es war wahnsinnig lecker und total einfach zu machen. Ein super Sommerrezept, wenn man Lust auf Frische und nicht viel Zeit zur Verfügung hat! Wirklich... Das Rezept hab ich in der Lust auf Genuss 8/2011 gefunden, wir haben aber die Mengen ein wenig abgeändert. Also: Ausprobieren, es lohnt sich definitiv!

Abgehoben: Soufflé mit Kirschwasser

Seit ca. 1 Jahr habe ich hübsche, kleine Soufflé-Förmchen. Ein Soufflé wollte ich immer schon mal machen. Das geht so toll auf. Ich liebe auch Hefeteig, denn ich bin jedesmal wieder gespannt, ob er aufgeht. Und freu mich dann immer wie ein Schneekönig, wenn er fast aus der Schüssel springt.
Bisher haben meine schönen Porzellan-Förmchen aber noch nie einen Backofen kennengelernt, sondern bloß für Panna-Cotta etc. gedient. Das sollte sich am Freitagabend bei unserem Kochevent endlich ändern...



Für 6 Soufflé-Förmchen:

90 g Butter und Butter für die Förmchen
100 g Mehl
6 Eier
1 Vanilleschote
500 ml Milch
90 g Zucker und Zucker für die Förmchen
100 ml Kirschwasser
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben




Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Butter in einer Pfanne schmelzen, Mehl einstreuen und ca. 2 Minuten bei geringer Hitze rühren, damit sich beides gut vermischt. Etwas abkühlen lassen.
Eier trennen, Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herausschaben. Milch, Zucker, Vanillemark und -schote aufkochen. Topf vom Herd ziehen und die Mehl-Butter-Masse dazugeben. Mit einem Schneebesen glatt rühren (wirklich, wirklich kräftig rühren!).
Topf wieder auf den Herd stellen und einmal aufkochen lassen. Wieder kurz abkühlen lassen, in der Zwischenzeit Eiweiß mit 1 Prise Salz sehr steif schlagen, die Förmchen buttern und mit Zucker ausstreuen. Die Eigelbe nacheinander unter die Teigmasse rühren und zum Schluss den Schnaps dazugeben. Eischnee vorsichtig gleichmäßig unterheben. Die Förmchen zu 2/3 mit der Masse befüllen, auf der 2 Schiene von unten in den Ofen stellen und 20-25 Minuten backen. AUF KEINEN FALL DIE OFENTÜR ÖFFNEN! Dann fällt nämlich alles zusammen...
Nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und rasch servieren, denn es fällt wirklich schnell zusammen!




Es war echt lecker, nicht zu süß und wunderbar fluffig. Ich habe nur 1/3 des Rezeptes gemacht, für 2 Personen also. Irgendwie ergab das aber trotzdem 3 Förmchen... Das Rezept stammt mal wieder aus der Lust auf Genuss, und zwar der Ausgabe 7/2011, ich habe allerdings anderen Schnaps als gefordert verwendet. Darin sind lauter französische Rezepte, eine wirklich tolle Zeitschrift, beim Lesen gerät man wunderbar ins Schwärmen...

Freitag, 12. August 2011

Sauerkirsch-Streuselkuchen

Um mich bei Chef und Kollegen für tatkräftige Unterstützung bei meiner Abschlussarbeit zu bedanken, wollte ich einen Kuchen mitbringen. Nur hatte ich kein vernünftiges Rezept, auf das ich Lust hatte. Mir schwebten Streusel vor, Zwetschgen, und Hefeteig.
Das einzige Problem war, dass die Zwetschgen im Supermarkt noch nicht so wirklich reif aussahen (gestern habe ich dann mal welche probiert, und - wer hätte das gedacht - sie schmeckten nach nichts). Daher wurde kurzerhand ein Glas Sauerkirschen eingepackt und einfach mal losgebacken.

Hier das Rezept für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

Hefeteig:

250 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
1/2 Päckchen Trockenhefe
30 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker
30 g Butter
ca. 70 ml Milch
1 kleines Ei

Hefe und etwas Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und einige Zeit stehen lassen. Die Butter schmelzen. Mehl, Zucker und Vanillezucker mischen, die Hefemischung, abgekühlte Butter und das Ei dazugeben und zu einem Hefeteig verkneten. Ca. 30 min gehen lassen und den Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Belag:

1 Päckchen Vanilepuddingpulver
500 ml Milch
3 EL Zucker
1 Glas Sauerkischen

Den Pudding nach Packungsanleitung kochen und etwas abkühlen lassen. Die Kirschen gut abtropfen lassen.

Streusel:

100 g Mehl
25 g Zucker, weiß
25 g Zucker, braun
etwas Zimt
50 g Butter

Butter in Stückchen schneiden und alle Zutaten zu Streuseln verarbeiten.

Den Hefeteig in eine gefettete Springform geben, einen Rand formen. Den Pudding darauf streichen, Kirschen darauf verteilen und mit Streuseln bedecken. Im Ofen ca. 40-45 min backen.

Der Kuchen kam sehr gut an, da er nicht so süß war. Da der Hefeteig am Rand ziemlich dick war, würde ich das nächste mal vielleicht einen Mürbeteig als Unterlage ausprobieren. Die Fotos sind leider nicht so schön geworden, da das Licht ziemlich schlecht war und es auch noch an einer vernünftigen Kamera mangelt, daher gibts dieses Mal keine... Aber wir fangen ja gerade erst an :)


Montag, 8. August 2011

Auf der Suche nach der perfekten Bolognese...

Es ist soweit, unser erstes gebloggtes Rezept! Ich bin ganz aufgeregt, was schreib ich nur...
Ach ja:
Jeder sucht vermutlich lange Zeit nach dem Rezept für die perfekte Bolognese. Ihr wisst schon, wenn die Soße eine so tolle Konsistenz hat, dass an jeder Nudel genau genug hängen bleibt... Wenn sich alle Aromen zu einer Geschmacksexplosion auf der Zunge vereinen... Wenn frisch geriebener Parmesan dazu dem ganzen noch die Krone aufsetzt... Kurz: Wenn man gar nicht genug davon bekommen kann und es einem jedesmal schlecht wird, weil man mal wieder zu viel gegessen hat.
Jeder hat wahrscheinlich auch das für ihn/sie perfekte Rezept irgendwann gefunden. Für all die, die noch auf der Suche sind: Das hier ist unseres:

Für 4 Portionen:

20 g getrocknete Steinpilze
80 g durchwachsener Räucherspeck
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Knolle Sellerie

1 Möhre
30 g Butter
300 g gemischtes Hackfleisch
2 EL Tomatenmark
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1 Dose stückige Tomaten
100 ml trockener Rotwein (von dem, den man auch trinken würde, keinen Fusel)
100 ml Fleischbrühe
1 TL gerebelter Oregano
3-4 EL Schlagsahne

350 g Nudeln nach Wahl

Parmesan, frisch gerieben






Pilze ca. 30 Minuten in Wasser einweichen, dann abgießen (das Wasser auffangen) und klein schneiden. Den Speck würfeln, die Möhre schälen, Zwiebel und Knoblauch abziehen, Sellerie putzen und waschen. Alles klein würfeln.
Den Speck in der Butter anbraten, danach herausnehmen, falls man ihn nicht mag. Ansonsten das Gemüse gleich am Anfang dazugeben und mit andünsten. Hackfleisch dazugeben und krümelig braten. Das Tomatenmark und die Pilze dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
Dann mit Rotwein und Brühe ablöschen und die Tomaten und den Oregano dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 1 Stunde köcheln lassen.
Die Sahne unterrühren und noch ca. 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zeit die Nuden in Salzwasser bissfest kochen, abgießen und mit Soße und frisch geriebenem Parmesan genießen... Mmmmmmh...







Die Rezeptidee stammt aus der Lust auf Genuss 2/2010, ich habs aber etwas abgeändert... Gab's am Samstag: Nachdem wir 2 mal in einen schlimmen Gewitterschauer geraten sind und völlig durchnässt wurden, war das genau das Richtige! Und die Reste schmecken mir gleich noch mit Schupfnudeln :)