Seitenwechsel

Samstag, 25. Juli 2015

Restbestände: Erdbeermarmelade mit Bourbon-Vanille

Die Erdbeerzeit ist vorbei, ich weiß. Manch ein glücklicher hat allerdings späte Sorten im Garten oder das Glück, noch einigermaßen ansehliche Exemplare auf dem Markt zu ergattern, die für einen Kuchen nicht mehr tauglich sind, sich aber einwandfrei zu Marmelade verarbeiten lassen. Wenn ihr so jemand seid und eine ausreichende Ration Erbeeren bis zur nächsten Saison braucht, empfehle ich euch folgendes Rezept - ganz easy, aber nicht minder lecker:

 
REZEPT (für viiiiiele Gläschen)

1,5 kg Erdbeeren
(geputzt gewogen)
500 g Gelierzucker 3:1
1 Zitrone
1 Vanilleschote
alternativ: 
geriebene Tonkabohne







Erdbeeren klein schneiden und mit Zucker, ausgekratztem Vanillemark und -schote 1 Stunde ziehen lassen. Dann aufkochen, Vanilleschote entfernen, pürieren, Zitronensaft hinzufügen und 5 min sprudelnd kochen lassen, heiß in sterilisierte Twist-Off-Gläser füllen, zudrehen und abkühlen lassen.


Sehr lecker, wem es zu süß wird, nimmt einfach mehr Zitronensaft. Nächstes Jahr versuche ich Tonkabohne, auswärts schon gegessen und für seeeeeehr lecker befunden...
Ein schönes Wochenende euch allen!

Freitag, 10. Juli 2015

Auftakt zum Flotten Dreier "Sommerfarben": Blütenweiße Ajo Blanco mit Pistazien und geeisten Weintrauben

Blog-Event CX - Flotter Dreier (Einsendeschluss 15. Juli 2015)
Dorothée von bushcooks kitchen hat sich etwas Spannendes für das aktuelle Blog-Event bei Zorra ausgedacht: Einen flotten Dreier! 3 Blogger kochen ein Menü, jeder einen Gang - eine tolle Idee, ich war sofort Feuer und Flamme!

Wie viele andere Blogger habe auch ich mich dazu mit zwei tollen Blogger-Kolleginnen zusammengetan, und freue mich, euch heute die Vorspeise unseres gemeinsamen Menüs vorstellen zu dürfen! Aber dazu gleich mehr...





Die Frage aller Fragen war zunächst: Mit welchen Bloggern zusammentun? Die Blogwelt ist groß und doch klein, weshalb ich nach kurzem Überlegen schnell an Nata von pastaciutta dachte - und Nata war einverstanden, juhu! Beim Sichten der Kommentare bei zorra fand ich dann noch Christiane von schabakery, die auch auf der Suche nach Koch-Partnern war und glücklicherweise sofort zusagte, als ich sie fragte, ob sie in unser "Team" möchte.


 Zweite Frage: Welches Motto? Nach einem kurzen Brainstorming entschieden wir uns für "Sommerfarben" - passend zum Wetter und zur schönsten Jahreszeit überhaupt. Das Motto eröffnet vielfältige Möglichkeiten: Blütenweiß und sattes Grasgrün bieten sich ebenso an wie knalliges Tomaten- oder Kirschrot oder leuchtend gelbe Paprika... Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt und nachdem wir festgelegt hatten, wer welchen Gang zubereitet, hieß es auch schon überlegen, was man denn Schönes zaubern könnte.


Hier spielte der Zufall mit: Nata war gerade beschäftigt mit dem summer of supper in Köln - da war ich letztes Jahr, als Simone von Pi mal Butter und Sophie von Cucina Piccina gekocht haben. Dort gab es tolle Sachen... Wahnsinnig lecker war das alles! Durch Nata wieder daran erinnert, habe ich mich entschlossen, meine Variante der Ajo Blanco, die sowohl Sophie hier als auch Simone dort schon gepostete haben, als sommerliche Vorspeise zuzubereiten.
(Hiefür konnte ich übrigens meinen brandneuen Glasmixer-Aufsatz für meine heißgeliebte Küchenmaschine zum Einsatz bringen, der den Mandel-Mix-Test mit Bravour bestand...)

Aber nun genug gequatscht, hier das Rezept für eine erfrischende kalte Vorspeise in DER Sommerfarbe weiß - ideal für besonders heiße Tage:

REZEPT für 6 Portionen

80 g altbackenes Toastbrot ohne Rinde
150 g Mandelstifte
50 ml Milch
und
einige zum Garnieren
2 große Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
und etwas zum Anschwitzen und Garnieren
2 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
1/2 l eiskaltes Wasser
80 g frische weiße Weintrauben
und
eine Handvoll als Einlage
2 EL Pistazienkerne




Das Toastbrot würfeln, mit Milch und 50 ml Wasser übergießen und min. eine halbe Stunde einweichen. Die Knoblauchzehen abziehen, fein hacken und in etwas Olivenöl leicht anschwitzen.
Die Trauben (80 g) ca. 1 min in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und häuten, die Trauben für die Einlage nur häuten und nicht kochen und ins Gefrierfach legen.
Die Hälfte der 150 g Mandeln in einer Pfanne ohne Öl hell rösten. Geröstete und ungeröstete Mandeln im Blender fein mahlen, das Brot und etwa 2/3 des Wassers, die blanchierten und gehäuteten Weintrauben, Essig sowie Knoblauch und Olivenöl dazugeben, und fein pürieren, ggf. mehr Wasser oder auch Milch (nach Belieben) zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann so viel eiskaltes Wasser hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat und das Ganze durch ein Sieb streichen. Anschließend nochmal kühl stellen, evtl im Gefrierfach. Derweil restliche Mandeln und Pistazien rösten und grob hacken.
Die Ajo Blanco in Gläser füllen, ein paar gefrorenen Weintrauben darauf verteilen (die bei mir sofort untergingen) und mit Olivenöl beträufelt und einigen Kernen bestreut servieren. Restliche Kerne und Trauben dazu reichen.


Ich hoffe, euch gefällt der Auftakt zu unserem Menü - schaut auf jeden Fall bei Nata und Christiane rein, denn Natas gegrillter Wolfsbarsch mit Basilikummayo und Christianes Gewürztraminer-Cherry Macarons sind auch online!

Sonntag, 5. Juli 2015

Das Ende naht: Erdbeereis mit Frischkäse

Fast vorbei ist nach Bärlauch, Rhabarber, Spargel und Holunderblüten nun auch die Erdbeerzeit, wie auch Juliane kürzlich festgestellt hat, und daher noch schnell ein leckeres Marmeladenrezept gepostet hat. Um Erdbeermarmelade einzukochen ist es mir viel zu warm (habe das auch längst hinter mir), bei mir gibt es stattdessen ein schnelles Erdbeereis, das einfach gemacht, wunderbar fruchtig und super erfrischend ist. Bei chefhansen habe ich nämlich neulich dieses Eis gefunden, welches ich leicht abgewandelt fast sofort nachgemacht habe...


Mein Standard-Erdbeereis bleibt zwar dieses (unschlagbar!), wenn es aber schneller gehen soll, rate ich zu diesem Rezept - sehr lecker und frisch ultra cremig. Waffeln gab es keine, dafür die suchtgefährlichen Hollerküchle...


 


REZEPT für ca. 1,2 Liter Eis

500 g Erdbeeren
300 g Frischkäse
200 g Sahne
120 g Invertzuckersirup
1 EL Holunderblütensirup
Saft einer halben Limette






Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden, mit den Sirupsorten mischen und 1 Stunde ziehen lassen. Frischkäse mit Limettensaft glattrühren und mit den Erdbeeren verrühren, durchpürieren und 2 Stunden kalt stellen. Sahne steif schlagen, unterziehen und in einer Eismaschine cremig gefrieren lassen, dann 1-2 Stunden im Tiefkühler nachfrosten.



Eis zu fotografieren ist immer ein bisschen kniffelig - man muss fix sein, sonst ist es entweder geschmolzen oder im Bauch des Liebsten verschwunden...



Ich wünsche euch noch einen schönen heißen Sonntag und eine tolle kommende Woche!

Sonntag, 28. Juni 2015

Kann süchtig machen: Gebackene Holunderblüten mit Erdbeereis

Ha, geschafft! Seit 2 Jahren versuche ich nun schon, Holunderblüten zu frittieren -  erfolglos. Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht daran gescheitert, ich habe es lediglich nie geschafft, bevor die Blüte vorbei war. Nicht in diesem Jahr, denn am letzten Wochenende sind wir nochmal losgezogen und haben ein paar schöne Blüten ergattert, die dann ruck zuck in den Teig und anschließend ins Ölbad wanderten. Was soll ich sagen? Suchtpotenzial - nur leider ist die Blüte fast vorbei. Hier und da allerdings kann man die weiße Pracht noch finden, ich rate euch also dringend, das folgende Rezept noch schnell auszuprobieren - soooo lecker!

REZEPT für 4 Personen

100 g Dinkelmehl
1 Prise Salz
1 Ei
1 EL Vanillezucker
75 ml Milch
125 ml Mineralwasser
12 Holunderblütendolden

außerdem:
Öl zum Frittieren
Puderzucker
Erdbeereis (zum Beispiel hier)




Das Erdbeereis auf dem Foto habe ich allerdings bei Alex (chefhansen) gemopst - er hat es mit Waffeln serviert, da dachte ich mir, was mit Waffeln funktioniert, klappt mit frittierten Blüten allemal. Ein leckeres, cremiges Eis, meine Variation gibt es demnächst hier...


Mehl mit Salz und Zucker mischen und sieben, das Ei trennen und das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Milch und Mineralwasser mit der Mehlmischung und dem Eigelb glattrühren, das Eiweiß unterheben und abgedeckt 30 min ruhen lassen.
Dann die Holunderblüten vorsichtig ausschütteln und von Bewohnern und Schmutz säubern. Öl 1-2 cm hoch in einem Topf erhitzen, die Blüten durch den Teig ziehen (ggf. mehr Wasser hinzufügen, sollte der Teig zu fest sein) und portionsweise im Fett schwimmend goldbraun ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und heiß mit Puderzucker bestäubt und einer Kugel Eis (Vanille, Tonkabohne, Fior di Latte, Erdbeer, Joghurt, Zimtblüte... wie ihr mögt!) servieren.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und einen schönen, sonnigen Sonntag sowie eine tolle Sommerwoche (es wird heiß !!!).