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Mittwoch, 17. August 2016

Trotz des "Sommers": Mousse au Chocolat meets Sachertorte

Mousse au chocolat! Schooookoooooolade! Dunkle! Davon viel, kombiniert mit Ei, Butter und Sahne! Pures Hüftgold! Eigentlich nichts für den Sommer, da zu schwer. Leichte Crèmes mit Früchten oder Beeren dominieren in dieser Jahreszeit in der Regel die Büffets. Nicht aber dieses Jahr - der Sommer ist gar keiner (na gut, diese Woche schon), sodass auch Dessert-Regeln durchaus gebrochen werden können.
Damit es ein bisschen "fruchtet", habe ich unter die Mousse noch Aprikosensauce gemogelt. Kombiniert mit Schokoladenkuchenstücken erhält man so ein Dessert à la Sachertorte.
Lecker!


REZEPT für ca. 20 Personen

Für die Mousse:
800 g Bitterschokolade (70%)
200 g Butter
1 Prise Salz
150 g Puderzucker
12 Eigelb
1,2 Liter Sahne 
Für die Sauce:
1 Glas selbstgemachte Aprikosenmarmelade
2 EL Whiskey oder Rum
Wasser 
Für die Kuchenstückchen:
125 g Bitterschokolade
120 g Butter
5 Eier
40 g Mehl
40 g Speisestärke
1 Prise Salz
60 g Zucker
120 g Puderzucker


Alles am Vortag zubereiten!
Zunächst den Kuchen backen und auskühlen lassen:
Butter und Schokolade unter Rühren im Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen (dabei immer mal umrühren. Eier trennen, Eiweiß mit Salz steif schlagen, am Schluss dabei den Zucker einrieseln lassen. Puderzucker mit den Eigelben dickcremig aufschlagen und mit der Schokomischung verrühren. Mehl und Speisestärke vermischen, darüber sieben und unterrühren, zum Schluss das Eiweiß vorsichtig unterheben und in eine Spring- oder Kastenform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 min backen (Stäbchenprobe machen und nicht zu trocken werden lassen!). Kuchen vollständig auskühlen lassen.
Dann ist die Sauce dran:
Aprikosenmarmelade, Whiskey oder Rum und soviel Wasser, wie nötig, um eine Sauce zu erhalten, mischen und einmal kurz aufkochen. Beiseitestellen und auskühlen lassen.
Nun die Mousse zubereiten:
Butter und Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen, dabei rühren, anschließend abkühlen lassen. Die Eigelbe mit Puderzucker dickcremig aufschlagen und in einem Topf bei schwacher Hitze unter Rühren auf 80°C erhitzen und mindestens 10 min weiterrühren, sodass die Masse andickt (und alles 'Böse' stirbt) - ich habe mir dafür von einem lieben Menschen einen Thermomix geborgt, sehr hilfreich! - . Sahne steif schlagen und kalt stellen.
Die geschmolzene Schokolade unter die Eimasse heben, anschließend abkühlen lassen, dabei aber immer wieder Umrühren und aufpassen, dass die Masse nicht zu fest wird. Ggf. zwischendrin schon mal einen Teil der Sahne unterheben. Wenn die Masse kalt genug ist, restliche Sahne unterheben.


Mousse, in 1 cm große Würfel geschnittenen Kuchen sowie Sauce schichtweise in Gläser oder eine große Schüssel füllen.
Über Nacht in den Kühlschrank stellen, jedoch nicht zu kalt servieren.


Etwas aufwendig, okay, aber es lohnt sich, versprochen!
Eine schöne Restwoche wünsche ich euch!



Sonntag, 7. August 2016

Aprikosen und Erdbeeren mal anders eingekocht...

Sonne satt! Endlich... Keine Zeit also für lange Texte, dafür aber 2 (!) easy-peasy Rezepte für Marmelade, die überrascht.

 
REZEPTE 

Aprikosenmarmelade
1,5 kg Aprikosen (entsteint)
1 große Vanilleschote
500 g Gelierzucker (3:1)

Aprikosen würfeln, Vanilleschote auskratzen und Mark mit Schote sowie Zucker zum Obst geben. Mischen und 1 Stunde ziehen lassen, dann Schote entfernen und Masse pürieren. Aufkochen und 5 min (Gelierprobe machen!) sprudelnd kochen lassen, in sterilisierte Gläser abfüllen, fest zuschrauben und abkühlen lassen.



Erdbeermarmelade
1,5 kg Erdbeeren (geputzt)
Saft einer halben Zitrone
500 g Gelierzucker (3:1)
jeweils 1 TL gehackter Estragon, gehackter Basilikum und gehackte Minze (frisch)

Erdbeeren würfeln, Zucker dazu geben. Mischen und 1 Stunde ziehen lassen, dann pürieren. Mit Zitronensaft aufkochen und 5 min (Gelierprobe machen!) sprudelnd kochen lassen, in sterilisierte Gläser abfüllen, je nach Wunsch in einige Gläser noch Estragon, Basilikum oder Minze geben, vorsichtig unterrühren, fest zuschrauben und abkühlen lassen.


Habt einen schönen Sonntag!

Samstag, 30. Juli 2016

Seltenheit: Buchweizenwaffeln mit Mohneis und Fruchtsauce

Waffeln gibt es hier selten, man könnte fast sagen, so gut wie nie. Wenn, dann muss auf jeden Fall entweder selbstgemachte Vanillesauce dazu gereicht werden - oder Eis. Und etwas Fruchtiges. Dann muss noch der Teig gemacht werden. Und die Waffeln wollen gebacken und möglichst noch heiß verzehrt werden. Verhältnismäßig großer Aufwand, daher eben nur selten. Und wenn, wie hier, dann richtig: Mit Buchweizen, Erdbeersauce und Mohneis...

REZEPT für ca. 10 Personen

Für den Teig
250 g weiche Butter
120 g Zucker
30 g Vanillezucker
1 Prise Salz
5 Eier
300 g Dinkelmehl
200 g Buchweizenmehl
1/2 TL Backpulver
500 ml Milch
ca. 250 ml Mineralwasser
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Für das Eis
Vanilleeis nach diesem Rezept herstellen (ohne Tonkabohne) und vor dem Gefrieren 2-3 EL gemahlenen Mohn unter die Masse rühren

Für die Sauce:
300 g Erdbeeren (geputzt)
100 g Heidelbeeren
50 g Gelierzucker 3:1
Zitronensaft




Für die Sauce Erdbeeren pürieren und mit Heidelbeeren und Gelierzucker sowie Zitronensaft aufkochen. 6 min sprudelnd kochen lassen, nochmal kurz den Pürierstab hineinhalten und abkühlen lassen, gelegentlich umrühren.
Für die Waffeln Eier trennen und Eiweiß mit Salz steif schlagen. Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, die Eigelbe zugeben und verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, sieben und abwechselnd mit der Milch zugeben. Danach das Wasser unterrühren und Eiweiß unterheben.

Das Waffeleisen aufheizen, mit etwas Butterschmalz einfetten und portionsweise Waffeln goldgelb backen. Mit Puderzucker bestäuben und sofort mit Eis und Sauce servieren.

Tipp: Übrig gebliebene Waffeln vor dem Essen im Toaster knusprig toasten!

Samstag, 2. Juli 2016

Dann eben Herbst: Ossobuco

Normalerweise würde ich euch hier leichte, frische Sommergerichte kredenzen, Eiskreationen anpreisen und kühle Drinks servieren. Aber was ist schon normal, wenn der Juni einen auf Oktober macht und der Sommer seinen Namen nicht verdient?
Dann werfe ich eben mitten im Sommer den Ofen an und schmore Kalbshaxen in Gemüse, bis sie butterzart sind und mache einen auf Herbst. Ha!

REZEPT für 4 Personen

4 dicke Scheiben Kalbshaxen (ca. 1,5 kg)
3 Möhren
3 Stangen Staudensellerie
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Dosen gehackte Tomaten
250 ml trockener Weißwein
250 ml Rinderbrühe
2 EL Butter
5 Stiele Oregano
6 Zweige Thymian
2 frische Lorbeerblätter
1 EL gehackte Petersilie
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Gremolata
1 Bund Petersilie (glatt)
2,5 Knoblauchzehen
Schale von einer Bio-Zitrone


Möhren, Sellerie, Knoblauch und Zwiebeln waschen bzw. schälen und klein würfeln. In einem Bräter die Butter zerlassen und das Gemüse darin bei mittlerer Hitze rösten, bis es etwas bräunt. Beiseite stellen. Haxenscheiben waschen, trocken tupfen, ggf. mit Küchengarn in runde Form binden, salzen, pfeffern und in Mehl wenden. In einer Pfanne in heißem Ölivenöl bei mittlerer Hitze goldbraun braten, dann auf das Gemüse setzen. Bratensatz mit Wein ablöschen und die Flüssigkeit auf wenige EL reduzieren lassen, Oregano- und Thymianblättchen hacken. Beides mit Fleischbrühe, Tomaten, Lorbeer und Petersilie in die Pfanne geben und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und über die Fleischstücke gießen, zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Ober-/Unterhitze) 2-3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch zart zerfällt. Immer wieder mit der Sauce übergießen.

Für die Gremolata die Knoblauchzehen und die Petersilie sehr fein hacken und beides mit abgeriebener Zitronenschale mischen. Fleisch mit Gemüse und Gremolata servieren, dazu passen z.B. Kartoffeln oder frisches Weißbrot.



Etwas aufwendig in der Vorbereitung (elendes Schnippeln!), macht sich dann aber praktisch von selbst. Ideal für ein Menü, zu dem Gäste eingeladen sind...Das Rezept hat mir ein netter Kollege mitgebracht, ich habe es wie immer angepasst und abgewandelt.

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!