Seitenwechsel

Samstag, 19. Juli 2014

Für Sonntage: Guten-Morgen-Brötchen mit Dinkel

Da hat mich doch mal wieder ein Rezept bei Steph angelacht! Sie hat vor kurzem diese leckeren Guten-Morgen-Brötchen gepostet und im Nu war es um mich geschehen. Selbst Brötchen backen wollte ich schon soooo lange, also habe ich kurz danach an meinem ersten Urlaubstag diese hübschen kleinen Dinger (allerdings mit Dinkelmehl) nachgebacken - leicht angepasst, da ich ein paar Zutaten ersetzen musste. Mangels Küchenmaschine habe ich mein Handrührgerät benutzt, welches es bei dieser Aktion beinahe zerrissen hat. Die Brötchen waren klasse, dennoch wird es sie bei mir wohl erst wieder geben, wenn ich eine vernünftige Küchenmaschine habe...
Schönes Wochenende euch allen!



REZEPT für 8 Brötchen 

180 g Dinkelmehl Type  605
100 g Pastamehl
110 g Roggenmehl Type 1150
125 g kaltes Wasser
150 g kalte Milch
4 g Frischhefe
8 g Salz
8 g Olivenöl




Die Mehlsorten und das Salz in einer Schüssel mischen, eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln. Etwas Wasser dazugeben und kurz stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst, dann die reslichen Zutaten dazugeben und (am besten mit einer Küchenmaschine!) ca. 10 Minuten zu einem glatten, etwas klebrigen Teig verkneten.
In einer verschlossenen Schüssel 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.



Am nächsten Tag den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche bugsieren und vorsichtig etwas flach drücken (behutsam vorgehen, um nicht unnötig viele Bläschen zu zerstören).
Den Teig in 8 rechteckige Portionen teilen und diese von der schmalen Seite her aufrollen und festdrücken, mit dem Schluss nach unten abgedeckt für min. 45 Minuten auf einem Stück Backpapier gehen lassen.
Den Backofen samt Blech (mittlere Schiene) auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, eine feuerfeste Schale auf den Rost (unterste Schiene) stellen und mit einer halben Tasse kochendem Wasser füllen.
Das Backpapier samt Brötchen, die man vorher umdreht, sodass sie mit dem Schluss nach oben liegen, auf das heiße Backblech ziehen und 10 Minuten backen. Den Backofen dann einmal öffnen, sodass etwas Feuchtigkeit entweichen kann, dann wieder schließen und die Brötchen weitere 5-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Herausnehmen, auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und genießen.


 

Ein klasse Rezept, vielen lieben Dank, Steph. Wenn ich auch eine so tolle Küchenmaschine habe wie du, mache ich die Brötchen sicherlich öfter!

Sonntag, 13. Juli 2014

Sommer auf der Couch: Erdbeertarte mit Mousse von weißer Schokolade

Scheußlich! Seit wir vor einigen Tagen aus einem herrlichen Urlaub auf der schönen Insel Kreta zurück gekehrt sind, regnet es. Vom Sommer ist hier weit und breit nichts zu sehen und doch... gibt es einige kleine Hinweise auf die aktuelle Jahreszeit. Beispielsweise die kleinen grünen Tomaten, die sich an meinen beiden Tomatenpflanzen entwickeln. Oder die Erdbeeren, die dem schlechten Wetter trotzen und endlich, endlich reif werden. Was mich zum nächsten Thema bringt: Erdbeerkuchen! Nach dem fantastischen marmorierten Erdbeerkuchen von neulich hat es mich an diesem Wochenende erneut gepackt. Bevor auch die Erdbeersaison ihrem unausweichlichen Ende entgegen geht, solltet ihr unbedingt mal diese Tarte mit Erdbeeren und Mousse von weißer Schokolade versuchen. Während dunkle Schokolade (vom Kakao im Marmorboden mal abgesehen) meiner Meinung nach nämlich überhaupt nicht zu Erdbeeren passt (im Ernst!), schmeichelt die weiße Schokolade der zarten Säure der süßen Früchtchen ungemein...


REZEPT für 1 Tarte-Form (Durchmesser 28cm)

Für den Mürbeteig:
250 g Mehl
150 g Butter
75 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Meersalz
1 Eigelb

Für die Creme:
200 g weiße Schokolade
2 Blatt Gelatine
345 g Schlagsahne
2 Eigelb
1 EL Vanillezucker
1 EL brauner Rum

Für den Belag:
750 g Erdbeeren
1 EL Vanillezucker
Puderzucker


Für den Teig Mehl mit Salz und Zucker mischen und die kalte Butter in Stücken hinzufügen. Zwischen den Fingern zu bröseln verreiben, Eigelb hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig kneten. In Folie gewickelt 45 min kalt stellen. Dann ausrollen und die gefettete Tarte-Form damit auskleiden, Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 15 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und 10 min fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Für die Creme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und 2 EL auf den abgekühlten Boden streichen, fest werden lassen, den Rest beiseite stellen. Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen, Erdbeeren waschen und Putzen und die Gelatine einweichen. Die Eigelbe mit 1 EL Vanillezucker und Rum über dem heißen Wasserbad dickcremig aufschlagen (etwa 5 min), eingeweichte Gelatine darin auflösen (dabei über dem Wasserbad schlagen, bis sich die Gelatine komplett gelöst hat) und anschließend die restliche flüssige Schokolade einrühren. Creme unter Rühren abkühlen lassen, dann Sahne unterheben. Die Creme auf den Boden streichen und Erdbeeren in die Creme setzen. Mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, dann mit 1 EL Vanillezucker bestreuen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Perfekt, um sich den Sommer auf die Couch zu holen - also macht es euch gemütlich und habt einen schönen Sonntag! 

Die Rezeptidee stammt aus einer Ausgabe der "Lust auf Genuss" vom letzten Sommer (Lust auf Genuss 8/2013), wie so oft habe ich das Originalrezept etwas abgeändert.
 

Donnerstag, 10. Juli 2014

Nicht nur zu Spargel: Sauce Hollandaise

Tjaaa, die Spargelzeit ist vorbei. Schon lang. Pünktlich zum Johannistag am 24. Juni haben bei uns die Spargelhüttchen ihre Schotten dicht gemacht. Nun heißt es ein Jahr warten... Fast ein ganzes Jahr!
Den klassischen Begleiter des weißen Spargels, die Sauce Hollandaise, kann man glücklicherweise auch zu anderen Gerichten reichen. In die könnte ich mich (auf Kosten meiner Hüften) nämlich auch reinsetzen.
Hier also das Rezept für eine cremig-lockere Hollandaise, die ihr euch für die nächste Spargelzeit unbedingt auf die Nachkochliste setzen solltet - soooo lecker!
Das Grundrezept habe ich in einer alten Ausgabe meiner Lieblingszeitschrift "Lust auf Genuss" gefunden...

REZEPT für 2 Portionen (zu Spargel)

Für die Reduktion:
10 Pfefferkörner (weiße)
1 Schalotte (Zwiebel geht auch)
2 EL Weißweinessig oder weißer Balsamico
4 EL Wasser

Für die Sauce:
2 Eigelb
4 EL Weißwein
100 g gute Butter
etwas Zitronensaft
Meersalz
Cayenne-Pfeffer



Die Schalotte abziehen und fein hacken, zusammen mit den Pfefferkörnern in einen Topf geben und mit Essig und Wasser aufkochen und kurz köcheln lassen. Durch ein feines Sieb passieren. Die Butter schmelzen.
2 EL der Reduktion (den Rest kann man prima portionsweise einfrieren, so hat man immer die Basis für eine gute Hollandaise im Haus) mit Weißwein und Eigelben in einer Metallschüssel verrühren. Über dem heißen Wasserbad dickcremig aufschlagen (Achtung: Bei zu viel Hitze gerinnen die Eier!), vom Herd nehmen und die Butter unter stetigem Schlagen mit dem Schneebesen in einem dünnen Strahl einlaufen lassen. Dann über dem Wasserbad weiter erhitzen, bis die gewünschte locker-cremige Konsistenz erreicht ist. Sauce mit Salz, Zitronensaft und Cayennepfeffer abschmecken und zum Beispiel zu Spargel servieren.

Inspiration: Lust auf Genuss (2/2011)

Ach ja, ihr habt richtig gesehen: Das auf dem Foto war kein Spargel. Wozu ich die Hollandaise da serviert habe, verrate ich euch auch noch, versprochen...

Donnerstag, 26. Juni 2014

Für Unentschlossene: Mamorierter Erdbeerkuchen mit Vanillecreme

Gibt es einen Kuchen, der in diesen Wochen besser schmeckt als frischer Erdbeerkuchen? Ich bezweifle es, aber falls mich jemand vom Gegenteil überzeugen möchte - ich bin für alles offen. Mir als absoluter Kuchenfan jedenfalls steht derzeit, wann immer ich irgendwo Kuchen esse, der Sinn nach Erdbeeren. Verwunderlich, dass ich in dieser Saison noch nicht einen einzigen Erdbeerkuchen selbst gebacken habe! Höchste Zeit, das zu ändern...
Dieser Kuchen ist etwas für diejenigen, die sich am Kuchenbuffet schwer tun, eine Entscheidung zu treffen: Etwas Fruchtiges? Trockenen Marmorkuchen? Oder doch lieber Cremetorte? Hach, wenn ich doch nur alles haben könnte... Kein Problem!


REZEPT

Für den Boden:
125 g Butter und Butter für die Form
4 Eier
110 g Zucker
2 TL Vanillezucher
200 g Dinkelmehl
3 EL Zitronensaft
5 EL Milch
1 TL abgeriebene Zitronenschale (Bio)
1 Prise Salz
2 EL Kakaopulver
3 TL Backpulver

Für die Creme:
400 ml Milch
1 Vanilleschote
2,5 Blatt Gelatine
40 g Zucker
30 g Speisestärke
160 g Sahne

Für den Belag:
1,2 kg Erdbeeren
100 g Gelierzucker
3 EL Zitronensaft


Weiche Butter mit 50 g Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eier trennen und Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eigelbe einzeln unter die Buttermischung rühren. Eiweiß mit Salz steif schlagen und Zucker einrieseln lassen. Mehl und Backpulver über die Buttermischung sieben und mit Saft und Milch unterrühren, evtl etwas mehr Milch dazugeben. Eiweiß unterheben und den Teig in 2 Teile teilen. Unter die eine Hälfte das Kakaopulver und bei Bedarf noch etwas Milch rühren. Teig abwechselnd in eine gefettete Obstbodenform füllen, mit einer Gabel marmorieren und im Ofen 15 min backen. Herausnehmen und auf ein Kuchengitter gestürzt abkühlen lassen.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen, 300 ml Milch mit Vanillemark und -schote aufkochen, restliche Milch mit Zucker und Stärke glatt rühren. Mischung in die kochende Milch rühren und ca. 1 Minute unter Rühren kochen lassen. Gelatine ausdrücken und in die heiße Creme rühren, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren.
Derweil die Erdbeeren waschen, putzen und 250 g geputzte Erdbeeren beiseite stellen. Restliche Erdbeeren bei Bedarf halbieren, kleine Exemplare ganz lassen.
Sahne steif schlagen und unter die Creme rühren, wenn diese Zimmertemperatur hat. Auf den Boden streichen, mit den Erdbeeren belegen und 30 min kalt stellen. Die restlichen 250 g Erdbeeren dann pürieren, mit Gelierzucker und Zitronensaft aufkochen und 3 min kochen lassen. 5 min abkühlen lassen und über den Kuchen gießen, dann min. 1 Stunde kalt stellen.




Super lecker! Inspiriert hat mich ein Rezept in der tollen Zeitschrift deli (1/2014), welches ich nach meinen Vorlieben angepasst habe.