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Freitag, 25. Juli 2014

Geschummelt: Pochierte Eier mit Hollandaise, Räucherlachs und Schmorgurken

Ach Steph. Musst du mir immer den Mund wässrig machen? Ernsthaft, jedes mal, wenn ich deinen Blog durchstöbere bekomme ich Hunger und möchte am liebsten sofort loskochen - völlig egal, ob es ein Frühstücks-Rezept ist und ich es mir um 21 Uhr ansehe. Als ich eines Abends Eggs Benedict und Eggs Florentine entdeckte, wäre ich beinahe in die Küche gerannt. Mangels Zutaten blieb ich jedoch erstmal sitzen und geduldete mich sogar noch bis zum Morgen meines ersten Urlaubstages. Der musste zelebriert werden: Eigentlich wollte ich zu Feier des Tages Eggs Florentine machen, habe aber keinen Spinat bekommen und musste etwas improvisieren. Mit Schmorgurken und selbstgemachten Guten-Morgen-Brötchen (ich bin kein großer Toastie-Fan) hat es aber auch super geschmeckt...


REZEPT für 2 Personen

1 Guten-Morgen-Brötchen
2 Scheiben Räucherlachs
ca. 1/4 Salatgurke
1 Lauchzwiebel (nur das weiße)
etwas Butter
2 Eier
Dill
Salz
Pfeffer

Hollandaise nach diesem Rezept (halbierte Mengen!)


Salatgurke waschen, in Scheibchen schneiden und mit gehackter Lauchzwiebel in Butter anbraten und kurz schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Dill würzen, abgedeckt beiseite stellen. Eier pochieren und Hollandaise zubereiten (so).
Bei den Eiern schummele ich immer ein wenig, da bislang jeder Versuch, Eier zu pochieren, in die Hose ging: Ich nehme ein bisschen leicht geölte Frischhaltefolie und lege eine Kaffeetasse damit aus. Dann salze ich sie leicht, schlage ein Ei hinein und knote die Folie über dem Ei zu einem Päckchen zusammen, welches ich an einen Kochlöffelstiel hänge. Diesen lege ich quer über einen Topf mit knapp siedendem Wasser und koche das Ei so 4 Minuten...
Dann jedenfalls Brötchen halbieren, mit warmen Gurken belegen, Lachs darauf verteilen, auf jede Hälfte ein Ei setzen. Hollandaise darüber gießen und mit Dill bestreut servieren.

Ein Deluxe-Frühstück für verschlafene Sonntage :)
Das wird es sicherlich nochmal geben, bestimmt auch mal im Original mit Stephs Frühstücksmuffins und Spinat...

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Samstag, 19. Juli 2014

Für Sonntage: Guten-Morgen-Brötchen mit Dinkel

Da hat mich doch mal wieder ein Rezept bei Steph angelacht! Sie hat vor kurzem diese leckeren Guten-Morgen-Brötchen gepostet und im Nu war es um mich geschehen. Selbst Brötchen backen wollte ich schon soooo lange, also habe ich kurz danach an meinem ersten Urlaubstag diese hübschen kleinen Dinger (allerdings mit Dinkelmehl) nachgebacken - leicht angepasst, da ich ein paar Zutaten ersetzen musste. Mangels Küchenmaschine habe ich mein Handrührgerät benutzt, welches es bei dieser Aktion beinahe zerrissen hat. Die Brötchen waren klasse, dennoch wird es sie bei mir wohl erst wieder geben, wenn ich eine vernünftige Küchenmaschine habe...
Schönes Wochenende euch allen!



REZEPT für 8 Brötchen 

180 g Dinkelmehl Type  605
100 g Pastamehl
110 g Roggenmehl Type 1150
125 g kaltes Wasser
150 g kalte Milch
4 g Frischhefe
8 g Salz
8 g Olivenöl




Die Mehlsorten und das Salz in einer Schüssel mischen, eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln. Etwas Wasser dazugeben und kurz stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst, dann die reslichen Zutaten dazugeben und (am besten mit einer Küchenmaschine!) ca. 10 Minuten zu einem glatten, etwas klebrigen Teig verkneten.
In einer verschlossenen Schüssel 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.



Am nächsten Tag den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche bugsieren und vorsichtig etwas flach drücken (behutsam vorgehen, um nicht unnötig viele Bläschen zu zerstören).
Den Teig in 8 rechteckige Portionen teilen und diese von der schmalen Seite her aufrollen und festdrücken, mit dem Schluss nach unten abgedeckt für min. 45 Minuten auf einem Stück Backpapier gehen lassen.
Den Backofen samt Blech (mittlere Schiene) auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, eine feuerfeste Schale auf den Rost (unterste Schiene) stellen und mit einer halben Tasse kochendem Wasser füllen.
Das Backpapier samt Brötchen, die man vorher umdreht, sodass sie mit dem Schluss nach oben liegen, auf das heiße Backblech ziehen und 10 Minuten backen. Den Backofen dann einmal öffnen, sodass etwas Feuchtigkeit entweichen kann, dann wieder schließen und die Brötchen weitere 5-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Herausnehmen, auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und genießen.


 

Ein klasse Rezept, vielen lieben Dank, Steph. Wenn ich auch eine so tolle Küchenmaschine habe wie du, mache ich die Brötchen sicherlich öfter!

Sonntag, 13. Juli 2014

Sommer auf der Couch: Erdbeertarte mit Mousse von weißer Schokolade

Scheußlich! Seit wir vor einigen Tagen aus einem herrlichen Urlaub auf der schönen Insel Kreta zurück gekehrt sind, regnet es. Vom Sommer ist hier weit und breit nichts zu sehen und doch... gibt es einige kleine Hinweise auf die aktuelle Jahreszeit. Beispielsweise die kleinen grünen Tomaten, die sich an meinen beiden Tomatenpflanzen entwickeln. Oder die Erdbeeren, die dem schlechten Wetter trotzen und endlich, endlich reif werden. Was mich zum nächsten Thema bringt: Erdbeerkuchen! Nach dem fantastischen marmorierten Erdbeerkuchen von neulich hat es mich an diesem Wochenende erneut gepackt. Bevor auch die Erdbeersaison ihrem unausweichlichen Ende entgegen geht, solltet ihr unbedingt mal diese Tarte mit Erdbeeren und Mousse von weißer Schokolade versuchen. Während dunkle Schokolade (vom Kakao im Marmorboden mal abgesehen) meiner Meinung nach nämlich überhaupt nicht zu Erdbeeren passt (im Ernst!), schmeichelt die weiße Schokolade der zarten Säure der süßen Früchtchen ungemein...


REZEPT für 1 Tarte-Form (Durchmesser 28cm)

Für den Mürbeteig:
250 g Mehl
150 g Butter
75 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Meersalz
1 Eigelb

Für die Creme:
200 g weiße Schokolade
2 Blatt Gelatine
345 g Schlagsahne
2 Eigelb
1 EL Vanillezucker
1 EL brauner Rum

Für den Belag:
750 g Erdbeeren
1 EL Vanillezucker
Puderzucker


Für den Teig Mehl mit Salz und Zucker mischen und die kalte Butter in Stücken hinzufügen. Zwischen den Fingern zu bröseln verreiben, Eigelb hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig kneten. In Folie gewickelt 45 min kalt stellen. Dann ausrollen und die gefettete Tarte-Form damit auskleiden, Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 15 min backen, dann Papier und Hülsenfrüchte entfernen und 10 min fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Für die Creme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und 2 EL auf den abgekühlten Boden streichen, fest werden lassen, den Rest beiseite stellen. Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen, Erdbeeren waschen und Putzen und die Gelatine einweichen. Die Eigelbe mit 1 EL Vanillezucker und Rum über dem heißen Wasserbad dickcremig aufschlagen (etwa 5 min), eingeweichte Gelatine darin auflösen (dabei über dem Wasserbad schlagen, bis sich die Gelatine komplett gelöst hat) und anschließend die restliche flüssige Schokolade einrühren. Creme unter Rühren abkühlen lassen, dann Sahne unterheben. Die Creme auf den Boden streichen und Erdbeeren in die Creme setzen. Mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, dann mit 1 EL Vanillezucker bestreuen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Perfekt, um sich den Sommer auf die Couch zu holen - also macht es euch gemütlich und habt einen schönen Sonntag! 

Die Rezeptidee stammt aus einer Ausgabe der "Lust auf Genuss" vom letzten Sommer (Lust auf Genuss 8/2013), wie so oft habe ich das Originalrezept etwas abgeändert.
 

Donnerstag, 10. Juli 2014

Nicht nur zu Spargel: Sauce Hollandaise

Tjaaa, die Spargelzeit ist vorbei. Schon lang. Pünktlich zum Johannistag am 24. Juni haben bei uns die Spargelhüttchen ihre Schotten dicht gemacht. Nun heißt es ein Jahr warten... Fast ein ganzes Jahr!
Den klassischen Begleiter des weißen Spargels, die Sauce Hollandaise, kann man glücklicherweise auch zu anderen Gerichten reichen. In die könnte ich mich (auf Kosten meiner Hüften) nämlich auch reinsetzen.
Hier also das Rezept für eine cremig-lockere Hollandaise, die ihr euch für die nächste Spargelzeit unbedingt auf die Nachkochliste setzen solltet - soooo lecker!
Das Grundrezept habe ich in einer alten Ausgabe meiner Lieblingszeitschrift "Lust auf Genuss" gefunden...

REZEPT für 2 Portionen (zu Spargel)

Für die Reduktion:
10 Pfefferkörner (weiße)
1 Schalotte (Zwiebel geht auch)
2 EL Weißweinessig oder weißer Balsamico
4 EL Wasser

Für die Sauce:
2 Eigelb
4 EL Weißwein
100 g gute Butter
etwas Zitronensaft
Meersalz
Cayenne-Pfeffer



Die Schalotte abziehen und fein hacken, zusammen mit den Pfefferkörnern in einen Topf geben und mit Essig und Wasser aufkochen und kurz köcheln lassen. Durch ein feines Sieb passieren. Die Butter schmelzen.
2 EL der Reduktion (den Rest kann man prima portionsweise einfrieren, so hat man immer die Basis für eine gute Hollandaise im Haus) mit Weißwein und Eigelben in einer Metallschüssel verrühren. Über dem heißen Wasserbad dickcremig aufschlagen (Achtung: Bei zu viel Hitze gerinnen die Eier!), vom Herd nehmen und die Butter unter stetigem Schlagen mit dem Schneebesen in einem dünnen Strahl einlaufen lassen. Dann über dem Wasserbad weiter erhitzen, bis die gewünschte locker-cremige Konsistenz erreicht ist. Sauce mit Salz, Zitronensaft und Cayennepfeffer abschmecken und zum Beispiel zu Spargel servieren.

Inspiration: Lust auf Genuss (2/2011)

Ach ja, ihr habt richtig gesehen: Das auf dem Foto war kein Spargel. Wozu ich die Hollandaise da serviert habe, verrate ich euch auch noch, versprochen...