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Freitag, 18. April 2014

Karfreitags-Räucherlachs-Sushi


Karfreitag. Bei uns gibt es da traditionell Fisch. In verschiedensten Variationen -  mal im ganzen, mal das Filet, früher bestimmt als Fischstäbchen. Als Kind steht man ja bekanntlich total auf sowas ;)
Mit Salat, Kartoffeln, Nudeln und Blattspinat... Die Liste ist lang.
Sushi gab es allerdings noch nie (das hätte ich als 6-Jährige sicher in hohem Bogen ausgespuckt), Zeit also für etwas Neues!

Und was gibt es bei euch heute?

REZEPT für 2 große Portionen

200 g Sushi-Reis
gut 1/2 EL brauner Zucker
40 ml Reisessig
1 TL Salz
1/2 reife Avocado
1/4 Salatgurke
ca. 100 g Räucherlachs
3 EL gerösteter weißer Sesam
1 EL gerösteter schwarzer Sesam
2 Nori-Blätter
Wasabi-Paste
etwas Frischkäse
1 Handvoll Rucola
Sojasauce
Sushi-Ingwer


Sushi-Reis garen: Reis in einem Sieb abbrausen, bis das ablaufende Wasser klar ist. Mit 300-350 ml kaltem Wasser und Salz aufsetzen, bei mittlerer Hitze aufkochen und 1 min sprudelnd offen kochen lassen. Dann Herdplatte abschalten oder auf kleinste Flamme stellen und zugedeckt 10-12 min quellen lassen. Reisessig mit Zucker verrühren. Fertigen Reis in eine flache Schalen umfüllen und noch warm mit der Essigmischung übergießen. Diese mit einem Spatel mit schneidenden Bewegungen unter den Reis heben und den Reis vollständig abkühlen lassen.

Nori Blätter halbieren, Sushi-Matte in Frischhaltefolie einwickeln. Ein halbes Nori-Blatt auf die untere Hälfte der Matte legen (raue Seite nach oben), Reis darauf verteilen und mit Sesam bestreuen. Matte darüber schlagen und so das Gganze wenden, sodass die glatte Algenblattseite nach oben zeigt. Gurke und Avocado in dünne Streifen schneiden, ebenso den Lachs. Am Rand der langen Seite entlang (ein bisschen Platz lassen) etwas Frischkäse auf das Blatt streichen, einen schmalen Lachsstreifen darauf legen und Gurkenstreifen daneben legen. Mit ein wenig Wasabi-Paste bestreichen und Rucola darauf legen, dann von der langen Seite her fest aufrollen.
Mit einem weiteren halben Blatt genauso verfahren.
Die restlichen beiden Blatthälften wie folgt verarbeiten: Ebenfalls auf die untere Hälfte der Matte legen (raue Seite nach oben), Reis darauf verteilen und mit Sesam bestreuen. Matte darüber schlagen und so das Gganze wenden, sodass die glatte Algenblattseite nach oben zeigt. Am Rand der langen Seite entlang einen schmalen Lachsstreifen darauf legen und Gurken- sowie Avocado-Streifen daneben legen. Mit ein wenig Wasabi-Paste bestreichen, dann von der langen Seite her fest aufrollen.
Die Rollen in Stücke schneiden und mit Sushi-Ingwer und Sojasauce servieren.



Besser schmeckt mir frischer Lachs im Sushi, aber bislang habe ich in der (ländlichen) Gegend leider noch keine vernünftige Quelle für Fisch in Sushi-Qualität ausmachen können. Wo holt ihr denn euren Sushi-Fisch?

Dienstag, 15. April 2014

Nach der Fastenzeit - Deluxe-Dessert für das Ostermenü

Ihr Lieben, das Osterfest steht vor der Tür! Zeit, zur Ruhe zu kommen und ein paar schöne Tage mit der Familie zu verbringen. An Ostern endet außerdem die Fastenzeit, für viele ein Anlass zum Feiern und zu einem kleinen bisschen Völlerei...
Habt ihr auch gefastet? Was denn?
Die Klassiker sind mit Sicherheit Fleisch und Süßigkeiten. Auf Fleisch zu verzichten lässt sich, wie ich finde, recht gut umsetzen, aber die Finger von süßen Leckereien zu lassen fällt sehr schwer. Keine Schokolade... Unglaublich gut schmeckt dann das erste Stück am Ostersonntag!
Wem das noch nicht genug ist, der greife zu diesem Dessert: Eine heiß-kalte Liaison von Schokolade und Vanille auf beerigem Grund, gekrönt von nussigen Knusprigkeiten. Meine Damen und Herren, ich präsentiere:

Dunkle Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern und Vanille-Tonkabohnen-Eis auf Beerenmark mit Mandelkrokant

Schmeckt himmlisch und ist außerdem super vorzubereiten, da man fast alles am Vortag zubereiten kann - perfekt für einen stressfreien Tag mit der Familie.



REZEPT für 4 Personen

Für das Eis:
250 ml Vollmilch
125 g Sahne oder Crème Double
2 Eigelb
1 Prise Salz
60-65 g brauner Zucker
1 Vanilleschote
etwas. geriebene Tonkabohne

Für das Krokant:
25 g gehackte Mandeln
1 leicht gehäufter EL Zucker

Für das Mark:
2 Handvoll Beeren nach Wahl (bei mir Himbeeren und Erdbeeren)
nach Belieben Puderzucker

Für die Törtchen:
95 g dunkle Schokolade (80% Kakao)
100 g Butter
1 Prise Salz
70 g Zucker
10 g Vanillezucker
2 Eier
2 Eigelb
80 g Mehl
1 EL Rum
ein Hauch Muskatnuss, frisch gerieben




Tag 1:
Zunächst die Eismasse vorbereiten. Dazu wie gewohnt Milch und Sahne bzw. Crème Double mit Salz, Vanillemark und -schote und Tonkabohne in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht. Eigelbe in einer Metallschüssel mit Zucker hell-cremig aufschlagen. Die heiße Milchmischung unter konstantem Rühren dazugießen, dann die Masse zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze mit einem hitzbeständigen Spatel rühren, bis sie eindickt (etwa bei 79°C, nicht kochen lassen!). Abkühlen lassen, evtl. in einem kalten Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Dann über Nacht im Kühlschrank kühlen.
Für die Törtchen die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen, dann die Butter in Stücken unterheben und Rühren, bis sich beides verbunden hat. 1 EL Rum einrühren. Die Eier sowie die Eigelbe mit Zucker, Muskat und Salz dickcremig aufschlagen, dann die Schokomasse unterheben. Mehl darüber sieben und ebenfalls vorsichtig unterheben. In gefettete und mit Mehl ausgestäubte Soufflé-Förmchen füllen, mit Folie abdecken und in den Gefrierschrank stellen.
Für das Beerenmark Beeren aufkochen, nach Belieben mit Puderzucker süßen, pürieren und durch ein Sieb streichen. Kalt stellen. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten, in ein Schälchen füllen. Zucker in der Pfanne schmelzen, die Mandeln einrühren und goldgelb karamellisieren. Auf Backpapier verteilen, auskühlen lassen und anschließend zerbröseln.
Tag 2:
Eismasse in einer Eismaschine in etwa 30 min cremig gefrieren lassen (Vanilleschote vorher rausfischen!) und min. 2 Stunden im Gefrierfach nachfrieren lassen.
Nun muss alles noch zusammengebaut werden: Dafür die Soufflé-Förmchen aus dem Gefrierschrank holen und auf dem Backrost antauen lassen, während der Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizt. Dann den Rost in den Ofen schieben und die Küchlein etwa 17-18 min backen. In der Zwischenzeit das Eis antauen lassen, je einen Streifen Beerenmark auf 4 Platten streichen, 1-2 Kugeln Eis darauf anrichten und mit Krokant bestreuen. Die fertigen Törtchen aus den Förmchen daneben stürzen, mit Puderzucker bestreuen und servieren.



Meine Familie, die ich zum Abschluss eines Grillabends als Testesser engagiert habe, war von den Socken - am Tisch war kein Mucks mehr zu hören. Alleine gelegentliche "Hmmmmms" und "Oooohs" durchbrachen die Stille. Gibt es noch schönere Komplimente?

Montag, 14. April 2014

Im Test: Deli


Dass ich süchtig nach Kochzeitschriften bin, hab ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt - da kommt es mir sehr gelegen, dass ich derzeit Produkttesterin für die Zeitschrift Deli sein darf. Diese erscheint seit 2014 nun 4x im Jahr und besticht durch frisches, jugendliches Design, Fotos, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, und natürlich tolle, saisonale Rezepte. Dazu interessante Berichte, Tricks und Tipps (z.B. die einer Foodbloggerin in London) sowie Wissenswertes rund um Essen und Kochen -  klasse. So zumindest mein erster Eindruck, nachdem ich Samstagnachmittag mal quer gelesen habe.



 Mit von der Partie sind in der aktuellen Ausgabe natürlich meine Saison-Lieblinge Spargel und Rhabarber, sodass jetzt schon klar ist, was ich nachkochen werde. Ihr dürft also gespannt sein - ich werde euch selbstverständlich davon berichten!

PS: Produkttester für die verschiedensten Produkte könnt ihr auch werden, und zwar bei trnd.

Freitag, 11. April 2014

Frühlingsgefühle Couscous-Salat mit Safran-Hähnchen-Spießen, Orangen und Feta

Ich habe mal wieder abgeguckt. Bei Christina von newkitchontheblog. Schämen soll ich mich??? Nö! Dieser Salat mit Hähnchenspießen  hatte es mir sofort angetan, ich konnte gar nicht anders! Kaum gesehen, war schon die Einkaufsliste geschrieben, 2 Stunden später eingekauft und sofort gekocht. Muss ich noch mehr sagen?

REZEPT für 4 Portionen: 
Für die Safranhähnchen-Spieße
800 g Brustfilet vom Maishähnchen 
6 EL Sherry 
1 Döschen Safranfäden 
6 EL Olivenöl 
1 TL Piment d'espelette
1/2 TL Koriander 
frisch gemahlener Pfeffer 
Meersalz 
Für den Couscous-Salat: 
300 g Couscous 
Salz 
4 TL Garam Masala
300 ml Hühnerbrühe 
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
6 EL Olivenöl 
3 Orangen 
4-6 EL Zitronensaft 
150 g Feta
Petersilie, fein gehackt 
außerdem: 
Holzspieße 
Öl



Holzspieße in kaltem Wasser einweichen (dann klebt das Fleisch später nicht daran fest). Hähnchenfilets waschen, trocken tupfen und längs in dünne Scheiben schneiden. Ziehharmonikaartig auf die Holzspieße stecken und in eine Schale legen. In einem kleinen Töpfchen den Sherry erwärmen und den Safran darin auflösen, Öl, Piment d'espelette und Koriander unterrühren und über die Hähnchenspieße gießen. Zudecken und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen, dabei einmal wenden.
Couscous in einer Schüssel trocken mit etwas Salz und dem Garam Masala mischen. Hühnerbrühe aufkochen und über den Couscous gießen. Zugedeckt etwa 10 Minuten quellen lassen, dabei immer wieder mit einer Gabel auflockern. Paprika waschen, Kerne und weiße Stelle entfernen und fein würfeln. Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Paprikawürfel darin 2-3 Minuten anbraten.
Orangen filetieren, dabei den Saft auffangen und auch die Schalen mit dem restlichen Fruchtfleisch ausdrücken. Orangesaft mit Zitronensaft und dem Olivenöl vermischen und über den Couscous gießen. Paprika und Petersilie untermischen und den Couscous mit Salz und Pfeffer würzen, zum Schluss Orangenfilets und zerbröselten Feta unterheben.
Die Hähnchenspieße leicht salzen, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spießchen darin rundherum anbraten (mittlere Hitze). Mit Couscous-Salat servieren.



Ich habe ein bisschen was verändert und Feta hinzugemogelt, aber mein Fazit ist ganz klar: Hmmmm. Herzlichen Dank, liebe Christina!